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 Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr

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Roel Salem
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BeitragThema: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Mo Apr 13, 2015 1:46 pm

Der Kaffee schien förmlich nach ihr zu schreien. Roel fühlte sich müde, dass sie fast an der Theke eingeschlafen wäre, ehe sie sich daran erinnerte, warum sie überhaupt hier auf dem dunklen Holz lehnte. Sie hob leicht ihren Kopf und beobachtete mit halb geschlossenen Augen die alte Kaffeemaschine, die langsam den Kaffee in die Kanne tröpfeln ließ. Sie seufzte.
Der Morgen war gar nicht der Grund, warum sie so übel gelaunt und übermüdet war. Die Arbeit im Antiquariat war's auch nicht. Es war eher die Tatsache, dass es ihr einziger Tag war, an dem sie nicht zu Yaxley und seinen dämlichen Töchtern musste. Es war ihr freier Tag. Und es war nur einer.
Eine Gänsehaut breitete sich auf ihrem Rücken auf, ehe sie den Kopf schüttelte und blinzelte, um wach zu werden. Sie stellte sich aber auch dämlich an. Es war gar nicht so schlimm. Sie übertrieb mal wieder.
William Yaxley war ein ekelhafter Mann. Er beobachtete sie immer, wenn sie die Hausarbeiten erledigte oder seinen Töchtern bei ihren Aufgaben half. Er sah sie immer an. Und das ekelte sie. Aber mehr war bis jetzt nicht passiert. Und dabei würde es sicherlich bleiben.
Roel seufzte wieder lang gezogen, bis der Seufzer in ein tiefes schräges Stöhnen überging. Ihr Körper schrie nach Schlaf. Die Albträume heute Nacht hatten sie ewig wach gehalten. Sie stellte sich aber auch an…
Langsam richtete sie sich auf, nahm die fertige Kanne Kaffee aus der Maschine, notierte in ihren Gedanken, dass sie Jaque abgewöhnen musste aus purer Exzentrizität Muggelgeräte zu benutzen. Mit einem schiefen Lächeln dachte sie an die Worte, die sie das letzte Mal zu hören bekommen hatte, als er genau diesen Vorwurf von ihr gehört hatte.
"Nur weil ich ein Reinblut bin, muss ich mich noch lange nicht so wie eins benehmen. Sind doch eh alle engstirnige arme Arschlöcher!"
Sie schenkte sich den Kaffee ein, nahm eine zweite Tasse und gefüllte diese ebenfalls, ehe sie sich auf ihren Fersen umdrehte und durch die enge Küche, in den noch engeren Gang ging, eine ebenfalls schmale Wendeltreppe nach unten ging, nur um durch das kleine Büro auf den Rücken eines Mannes zu zu gehen, dessen Locken wohl einmal früher dunkelbraun gewesen waren und nun schon erste Strähnchen von Grau beherbergten.
Jaque drehte sich lächelnd zu ihr um, nachdem sie sich geräuspert hatte und er sich einen Moment verwirrt umgesehen hatte. Dankend nickend nahm er die Tasse entgegen und pustete den Dampf von der Oberfläche ehe er vorsichtig an dem heißen Getränk nippte.
"Morgen, Mäuschen", murmelte er dann, zog Roel ein wenig zu sich her, umarmte sie mit seiner freien Hand und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. "Konntest du heute Nacht wieder nicht schlafen, ich hab dich schon wieder rumlaufen gehört-"
"Nein, alles okay", unterbrach Roel ihn, spürte wie kurz ein Fünkchen Panik in ihrer Brust aufkeimte, den sie sofort unterdrückte. "Alles Prima. Ich geh vor in den Laden, okay? Trink du deinen Kaffee, ich übernehm die Kasse als erstes." Sie stammelte die Worte schnell hinunter, erntete dafür nur einen misstrauischen Blick ihres Vaters, ehe sie sich durch den roten abgeranzten Vorhang schlängelte, der das Büro vom Verkaufsraum des Antiquariats trennte.
Es roch nach alten Büchern. Ein modriger Geruch, der nur von dem der magischen Räucherstäbchen und Duftöle vertrieben werden konnte, die sie an der Kasse manchmal aufstellten. Eines brannte schon fröhlich vor sich hin und erfüllte das Geschäft mit einem Duft von frisch gebackenen Keksen, den Roel zum Lächeln brachte. Sie hatte diesen Duft schon als Kind geliebt, schon als sie die ersten paar Wochen bei Jaque gelebt hatte.
Eine alte Erinnerung klopfte bei ihr an, sie runzelte die Stirn als sie sich erinnerte, wie sie mit jemanden Plätzchen gebacken hatte, der nicht ihr Dad gewesen war. War es Rowan gewesen? Höchst wahrscheinlich. Eigentlich wäre es aber egal, denn der schien ja kein Interesse mehr an seiner echten Familie zu haben...
Abermals schüttelte sie ihren Kopf und fand sich damit ab, dass sie einige ihrer Kindheitserinnerungen wohl einfach verdrängen würde, ging rasch durch den Laden hindurch, drehte das Schild am Eingang rasch von 'geschlossen' auf 'geöffnet', ehe sei sich daran machte ein paar Bücher wieder an ihren eigentlichen Platz zu ordnen.
Heute würde ein schöner Tag werden, auch wenn es nur einer war. Er würde ruhig sein und schön und kein Yaxley und keine Albträume auf der ganzen Welt würden daran etwas ändern...
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Jack Donahue
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Mo Apr 13, 2015 2:39 pm

Das Geräusch, dass das Flugzeug machte, als es landete, hörte sich an wie Donner und das ungesunde Knacken aus dem Bereich, in dem Jack das Getriebe vermutete, machte die ganze Situation nicht im geringsten besser. Als das Ding endlich stand, musste er seine Fingernägel regelrecht aus den Armlehnen puhlen. Muggeltechnik war etwas praktisches, solange sie einen nicht umbrachte, wenn sie versagte. Nein, Fliegen war eindeutig nicht seine Lieblingsbeschäftigung. Und wenn er nur daran dachte, dass sie wieder irgendwie zurück nach London kommen mussten, wurde ihm schlecht.
Jimmy dagegen schien sich nicht die geringsten Sorgen zu machen. Während er also so schnell wie möglich seinen Rucksack schnappte und es kaum erwarten konnte, die Maschine endlich zu verlassen, brauchte sein Freund gefühlte zehn Minuten, allein um zu bemerken, dass sie gelandet waren und er aufstehen konnte.
Es war Jacks erster Flug gewesen. Und er hoffte, auch sein letzter (wenn er den Rückflug ignorierte und das würde er bis zuletzt tun!). Genauso wie es das erste Mal war, dass er Britannien verließ. Daheim in London war ihm das ganze wie eine richtig lustige Idee vorgekommen. Als er Jimmy von Roel erzählt hatte und davon, dass sie nicht mehr mit ihm sprach, hatte der gefragt, warum er sie nicht besuchen ging. Jack hatte ihm daraufhin erklärt, dass sie in Irrland lebte und Jimmy, der Bonze, hatte ungefragt zwei Flugtickets gekauft.
Er hatte auch Sammy gefragt, ob der sie begleiten wolle, aber der hatte in letzter Zeit noch mehr einen an der Klatsche als sonst. Er blieb freiwillig die Ferien über in London und saß die ganze Zeit bei Jimmy rum, obwohl er ihn nicht einmal wirklich mochte. Jack wurde nicht wirklich aus ihm schlau... vor allem die Tatsache, dass er wirklich zu Hause blieb... Egal wie verschieden Jack und Sam auch waren, in einem waren sie sich immer einig gewesen: In den Ferien versuchte man, so viel Zeit wie möglich außer Haus zu verbringen. Und so ein Urlaub war da gerade recht. Aber Jack hatte Sam schließlich noch nie verstanden.
Mittlerweile waren sie endlich aus dem Flugzeug raus und als sie dann auch den Flughafen hinter sich ließen sah Jack sich neugierig um. Aber er wurde enttäuscht. Hier sah es genauso aus wie in London. In Dublin stank es genauso nach Abgasen, die Luft war erfüllt von Hupen, Sirenen und Stimmengewirr und die Leute sahen genauso unfreundlich und gelangweilt aus wie er es gewohnt war. Er zuckte die Achseln. Was hatte er erwartet?
"Also jetzt nochmal, wo wohnt deine Angebetete?" Jack fuhr herum. "Sie ist nicht meine- Verdammt nochmal, Jimmy, hör auf so einen Scheiß zu labern." Er bemerkte selbst, wie unglaublich dämlich er sich anhörte. Und Jimmys wissendem Grinsen nach zu urteilen wusste er es auch. Jack schüttelte genervt den Kopf, kramte in seinem Rucksack herum und fischte eine ziemlich mitgenommene Karte daraus hervor. "Es müsste hier sein",murmelte er und zeigte auf ein kleines Kreuz, mit dem er markiert hatte, wo sich das Antiquariat befinden musste. Zumindest, wenn man Patrick glauben konnte. Einem Gryffindor, der ebenfalls in Irrland lebte und die Scarlet Street kannte.
Mit einem Seitenblick auf Jimmy dachte Jack kurz darüber nach, wann er ihm sagen sollte, dass Zauberer existierten. Nein, erst einmal wollte er die Straße finden!

Es dauerte satte vier Stunden, bis sie endlich am Ziel waren. Jimmy hatte vorher unbedingt in das Haus seiner Eltern gehen und seine Sachen ablegen wollen. Und natürlich konnten sie nicht weiter, bis er noch 'eine einzige kleine Tüte' geraucht hatte. Jack hätte ihm am liebsten eine geknallt. Aber er wusste, wenn er Jimmy drängen würde, würde der ihn nur wieder verarschen, dass er in Roel verknallt wäre. Und das war einfach schlichtweg eine Lüge. Er war einfach nur gespannt, wo sie lebte und freute sich, sie mal zu besuchen. Das war alles. Und wer wäre nicht aufgeregt, wenn er das erste Mal in einem anderen Land war? Es gab einfach genug Gründe für das verdammte Kribbeln in seiner Magengegend.
Aber nun, endlich, standen sie vor einer unscheinbaren Tür, die mit Brettern vernagelt war und aussah, als würde sie in ein abrissreifes Haus führen. "Was machen wir hier, Alter? Ist deine Kleine 'ne Hausbesetzerin?" Wenn Jimmy das sagte, hörte es sich an, als hätte er gefragt, ob sie eine Ausbildung machte.
Jack drehte sich zu ihm um. Er seufzte. Diesen Moment hatte er nun wirklich so lange wie möglich vor sich her geschoben. "Jimmy, hör zu, ich muss dir was sagen?" Er stoppte kurz und besah sich seinen Freund, der etwas verwirrt drein blickte. "Also, ich weiß, dass hört sich unglaublich an, aber ich bin ein Zauberer. Genauso wie Sammy und eben auch Roel. Und sie wohnt in einer Zaubererstraße. Ich hab' keine Ahnung, ob ich dir das überhaupt sagen darf, also tu bitte so, als wäre alles, was du gleich siehst, nichts neues für dich. Meinst du, du kriegst das hin?"
Jack hoffte einfach, Jimmy würde nicht durchdrehen. Klar, er war immer ein ziemlich ruhiger Typ gewesen, aber diese Nachricht erschreckte wohl jeden. Wenn er ihm denn überhaupt glauben würde... Jack machte sich darauf bereit, die nächste viertel Stunde darauf zu benutzen ihm klar zu machen, dass er ihn nicht verarschte.
"Krass, Alter, echt?"
Jack sah ihn verwirrt an. "Du glaubst mir?" Jimmy nickte. "Klar, Mann. Warum solltest du lügen?"
Jack war wirklich irritiert und fragte sich kurz, ob Sammy nicht doch recht hatte mit der Einschätzung, dass Jimmys Hirn sich im Laufe der Zeit in eine Marihuana - Plantage verwandelt hatte. Aber er schob den Gedanken beiseite und zuckte die Achseln. So war es immerhin viel einfacher, als er erwartet hätte.
Er zog seinen Zauberstab, zeigte damit auf die Tür und sagte: "Alohomora!" Die Holzplatten klappten nach oben um und die Tür öffnete sich.
"Krass, Alter!",war Jimmys einziger Kommentar zu einer Straße, die der Winkelgasse nicht unähnlich war. Nur dass diese fast komplett aus roten Ziegeln bestand. Aber auch hier lag die Zauberei in der Luft. Überall waren Menschen in Umhängen unterwegs, die Läden boten magische Dinge an und über die Köpfe der Leute flog immer wieder eine Eule, die einen Brief ans Bein gebunden hatte.
Jack betrat die Straße und sah sich um. Irgendwo hier musste es sein. Patrick hatte von einer blauen Tür gesprochen, die auffällig sein sollte.
Erst als Jack sie sah, wusste er auch warum. Das grelle blau biss sich abartig mit dem rot der Ziegel. Ihm gefiel es. Er packte Jimmy, der fasziniert in einem Eimer Molchaugen herumrührte am Arm und zog ihn mit sich.
Vor der Tür angekommen, wurde Jack auf einmal hibbelig. Dass Roel erst einmal perplex sein würde, war ihm klar gewesen. Aber was, wenn sie ihn einfach hinauswarf. Und der Kerl bei dem sie lebte... Jack wusste überhaupt nichts über ihn. Was, wenn er ihn verfluchte oder sowas? Kurz überlegte er, ob er nicht einfach wieder gehen sollte. Schließlich wollte Roel ihn doch sowieso nicht sehen und- "Hey ist es das?" Jimmy riss die Türe auf.

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Roel Salem
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Mo Apr 13, 2015 3:07 pm

Der inzwischen überall herrschende Plätzchengeruch benebelte Roel mehr als ihr lieb war. Sie blätterte gerade in einem der Bücher herum, welches neu eingetroffen war - Die Herstellung magischer Brillen und anderen Sehhilfen - bevor sie mit einem Wink ihres Zauberstabes das Buch wieder zurück fliegen ließ und sich hinter die Kasse auf einen gepolsterten Sessel fläzte.
Sie hatte Recht behalten. Es war ein verdammt ruhiger Tag. Nur ein paar Kunden hatten sich bei dem trüben von Nieselregen beherrschten Himmel in ihren Laden verirrt und waren auch dann ganz schnell nach einem kurzen Rundgang durch die vielen eng beieinander stehenden Regale wieder verschwunden, sodass sie nun allein da saß und dem alten krächzenden Zaubererradio zuhörte, welches gerade die Schicksalsschwestern zum besten gab. Sie nickte ein wenig mit ihrem Kopf im Takt, lehnte ihn dann nach hinten gegen die dunkel tapezierte Wand, während ihr Blick auf der Eingangstür ruhte, deren an manchen Stellen zersprungenes Glas sich dann plötzlich verdunkelte und sie erkannte, dass wohl doch neue Kunden vor der Tür standen.
Sie wartete einen Moment ab, wollte gerade schon rufen, dass die Tür offen war oder sie gar mit ihrem Zauberstab leicht aufgehen lassen, bevor sich diese von allein bewegte und einen dunkelhaarigen, schlaksigen Typ mit langen schwarzen Haaren offenbarte und einen kleineren Punk hinter ihm, dessen grüne Haare sich noch ungesünder mit der roten Straße hinter ihnen biss, als ihre Antiquariatstür-
Roel schnappte nach Luft und hätte fast ihre Tasse umgeworfen. Die grünen Haare waren ihr fremd gewesen. Aber das Gesicht, welches darunter hervor lugte kannte sie. Bei Merlin, verdammte Kacke, ja, das kannte sie.
Es war Jack. Und warum auch immer er hier war oder wie auch immer er hier gelandet war, er war es und er stand in ihrem Laden.
"Was machst du hier?", kreischte sie auf, sprang aus dem Sessel, während ihr Blick von Jack zu Jimmy und zurück zur Tür flog, die sie mit ihrem Stab ruckartig zu schwingen ließ, nur um dann einen Vorhang über das Glas der Tür zu ziehen, damit niemand hinein spähen konnte.
"Scheiße, Jack - Nein, was machst du hier- Ich meins ernst, wenn du mir schon hinterher rennst oder mich stalkst, dann hättest du auch- Ich weiß nicht was du hättest tun können, aber fuck- Und wer ist der überhaupt?!", fragte sie, während sich ihre Stimme dabei überschlug und sie dann auf den fremden Kerl mit den schwarzen Haaren zeigte.
Sie musterte ihn misstrauisch. Er sah nicht aus wie jemand, der sich mit Yaxley abgab. Er sah auch nicht aus, als ob er überhaupt etwas mit irgendwelchen reinblütigen Zauberern zu tun hatte. Dennoch blieb sie vorsichtig und sah dann wieder langsam zu Jack. Sie beschloss ihn rauszuwerfen, wenn er Ärger machen sollte. Immerhin hatte sie ihn wieder angefangen zu ignorieren nachdem sie sich wieder letztes Jahr angefreundet hatten. Und das war gemein gewesen. Aber notwendig. Sie wollte nicht, dass jemand erfuhr, dass sie ihn mochte. Sie wollte es einfach nicht. Sie konnte nicht…
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Jack Donahue
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Mo Apr 13, 2015 3:26 pm

Jack war einen Moment lang völlig überfordert mit der Situation. Er hatte sich Zeit lassen wollen. Er hatte überlegen wollen, was er ihr sagen wollte. Er hätte sich gerne einen Plan gemacht. Aber nein. Jimmy, musste natürlich wieder einfach...
Und von allen Szenarien die es gab, musste Roel auch genau in dem Moment im Antiquariat sein und die Tür schon anstarren, während sie aufging. Ganz toll. Wirklich klasse. Und dann fing sie auch noch an ihn anzuschreien. "Ich...ähm...",fing er an und wusste nicht wirklich, wie sein Satz weiter ging. "Das da ist Jimmy",fügte er kleinlaut hinzu.
Dann, langsam, verarbeitete er den halben Herzinfarkt, den Jimmy ihm verpasst hatte und seine Verwirrung machte Ärger Platz. "Ich stalke dich nicht, okay? Ich wollte dich nur besuchen kommen. Vielleicht kannst du mir ja außerhalb von Hogwarts mal sagen, was das alles soll? Warum ignorierst du mich? Du hast in der Schule nicht mehr mit mir geredet und meine Briefe beantwortest du auch nicht. Hab' ich dir vielleicht irgendwas getan?",platzte es aus ihm heraus. Angriff war immer noch die beste Verteidigung.
"Jimmy, bleib da weg!", fauchte er nun seinen Freund an, der einen schwebenden Traumfänger entdeckt hatte, an dem Stadt Federn kleine Nester mit Vögeln drin hingen, die er mit dem Daumen raus schubste um sie zum fliegen zu zwingen. "Ja aber-" "Bleib einfach weg!"
Dann wandte er sich wieder an Roel. "Er ist Muggel. Er sieht sowas zum ersten Mal",gab er noch als kurze Erklärung zu Jimmys dummem Verhalten ab um dann wieder auf das eigentliche Thema zurück zu kommen. Dieses Mal allerdings um einiges ruhiger. "Nein ehrlich, Roel, was hab' ich falsch gemacht? Sag's mir einfach!"

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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Mo Apr 13, 2015 3:32 pm

"Ich- Was du falsch gemacht hast-?", Roels Gedanken rasten und man sah ihr deutlich an, dass sie völlig überfordert mit der Situation war. Sie starrte Jack an, stemmte ihre Hände in ihre Hüften und zeigte dann plötzlich fahrig auf Jimmy, während ihr Stimme lauter wurde.
"Du bringst einen Muggel hier her-? Weiß er, was hier abgeht oder warum- OH GOTT, JACK! Hast du überhaupt einmal nachgedacht, was passieren könnte, wenn jemand rausfindet, dass ihr hier seid-"
Ohne Vorwarnung wurde sie unterbrochen. Jemand hatte sich geräuspert und während Roel resignierend die Augen schloss und ihren Kopf leicht senkte, wusste sie schon wer hinter ihr stand.
Jaque war hinter dem Vorhang hervor getreten, wohl aufgescheucht von dem Geschrei und hatte noch ein paar Unterlagen von ihren Abrechnungen in der Hand, während eine magische Schreibfeder über seiner gegenüberliegenden Schulter schwebte und ihm hinterher flog, als er sich langsam auf sie und Jack zu bewegte.
Er runzelte die Stirn und sah streng über seine runde Brille hinweg, blieb neben Roel stehen und hob dann langsam die Brauen, während er Jack musterte, als ob er einen kleinen Schatz darstellte, den er endlich gefunden hatte. Ein breites Lächeln zierte nun sein bis jetzt so strenges Gesicht und er fing leise an zu lachen.
"Ist er das?", fragte Jaque dann plötzlich freudig und klopfte Roel auf die Schulter, legte seinen Arm um sie und drückte sie kurz. Roel stand immer noch stocksteif da und riss die Augen auf, sah allerdings Jack an und nicht ihren Ziehvater.
"Dein Kumpel? Jack heißt der oder? Hi, ich bin Jaque. Lustig wir heißen ja fast gleich- Ich bin Roels-", doch er wurde jäh von Roel unterbrochen, die ihm ins Wort fiel.
"Das ist mein Dad."
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Mo Apr 13, 2015 3:55 pm

"Verdammt Roel, reg dich doch nicht so auf. Die werden uns schon nicht erwischen." Jack schüttelte genervt den Kopf. Er hasste es, wenn Leute sich so viele Gedanken darüber machten, was passieren könnte. Gerade wollte er ihr auch das noch an den Kopf werfen, als jemand hinter ihr auftauchte und Jack sich schnell dazu entschloss ganz und gar still zu sein. Ihm war sofort klar, dass das der Mann sein musste, bei dem Roel lebte. Und so streng wie er ihn ansah fragte Jack sich zum gefühlt hundertsten Mal, ob es wirklich eine gute Idee gewesen war, hierher zu kommen. Aber egal wie gruselig der Kerl aussah, Jack würde sich nicht rauswerfen lassen, bevor er eine Antwort hatte. Entschlossen sah er ihn an und war bereit mit dem Kerl zu streiten wenn es sein musste.
Da verflog der strenge Blick und der Kerl fing an zu Lächeln. Jack war verwirrt. Vor allem, als er auch noch seinen Namen kannte und sich vorstellte, als wäre er froh, dass sie da waren. "Ähm... hi, ja, ich bin Jack",sagte er immer noch etwas verdutzt. Dann entschied er sich dazu, dass ganze als positive Wendung anzusehen und ein kleines Grinsen erschien auf seinem Gesicht.
"Ich wollte Roel besuchen kommen und nachsehen ob alles in Ordnung ist, weil sie meine Briefe nicht beantwortet. Ich hoffe, wir stören nicht."
Jimmy schien nun auch verstanden zu haben, dass sie nicht mehr allein waren und hob die Hand. "Hi. Ich bin Jimmy",dann wandte er sich wieder dem Buch zu, dass er sich mittlerweile aus einem der Regale gezogen hatte. Irgendwas mit Kräuterkunde.

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Roel Salem
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Mo Apr 13, 2015 4:05 pm

Roel wusste nicht, ob das hier die Realität war oder einer ihrer Albträume. Es musste ein Traum sein, es musste einfach. Immerhin war das ja auch nicht möglich oder? Dass Jack Donahue sich in das Antiquariat ihres Dads geschlichen hatte und sich nun nett mit ihm unterhielt, als ob sie ihn eingeladen hätte. Das hier war wohl die Erfüllung all der Ängste, die sie jahrelang in Hogwarts war ihm geheim gehalten hatte… Verdammt. Was sollte sie denn jetzt machen?
Fast schon panisch flohen ihre Augen hin und her, sahen einen Moment zu Jaque, der sie breit angrinste und ihr zu zwinkerte, ehe ihr sowieso schon künstlich angespanntes Lächeln sich schmälerte und sie hinüber zu Jimmy und dann wieder zu Jack sah.
"Jaaaque- Ich glaube es ist nicht so eine gute Idee, dass die beiden hier bleiben. Natürlich bin ich wahnsinnig froh, dass ihr mich besucht", quetschte sie zwischen ihren zusammen gebissenen Zähnen hervor und sah ihren Vater vielsagend dabei an. "Aber ich glaube es ist Zeit zu gehen. Jimmy ist ein Muggel und ich glaube es ist total gefährlich für ihn hier zu sein und mein Dad und ich wollten gerade los und noch ein paar Einkäufe erledigen, nicht wahr?", sie starrte Jaque mit offenem Mund an, bettelte regelrecht, dass er verstehen möge, aber der Zauberer schien entweder komplett zu ignorieren, was sie ihm sagen wollte oder er verstand keine einzige Silbe ihres Subtextes.
"Nö, warum? Ich hab alles da. Wochenende kann kommen. Hab sogar Gras besorgt - Kinder, wollt ihr welches?", er strahlte wieder über beide Ohren und Roel sah ihn fassungslos an, ehe er anfing zu lachen. "Nein, nurn kleiner Scherz. Ihr kriegt erst was wenn ihr 17 seid." Mit diesen Worten klopfte er Roel noch einmal heftig auf ihre Schulter, sodass es sie leicht nach vorn schubste und sie fast gegen Jack prallte. Sie musste sich an ihm festhalten, während sie zurück auf ihren Vater sah, der sie nur spitzbübisch angrinste und dann hinüber zu Jimmy sah.
"Und was den angeht… das passt schon. Ich pass ja auf. Hey, Jimmy - Hast du schon mal Wichtel gesehen? Oder einen Ghoul. Haben alles oben im Dachboden. Das Haus ist total verseucht von den Dingern!"
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Di Apr 14, 2015 1:05 am

Jack war etwas sauer, als Roel sie gleich wieder weg schicken wollte. Und dass auch noch mit so einer dummen Ausrede. Gut, er hatte damit gerechnet. Trotzdem war er enttäuscht. Allerdings war da immer noch Roels Dad und Jack fing langsam an, den Kerl symphatisch zu finden. Immerhin stellte er sich auf ihre Seite. Und er rauchte Gras. Das machte ihn irgendwie cool.
"Ich bin 19!",hörte er auf einmal Jimmys Stimme hinter sich und wusste, dass die beiden sich sicher verstehen würden. "Und Wichtel hören sich echt krass an."
Damit ging er hinter Jaque die Treppe nach oben und Jack, der die ganze Situation gerade eben noch lustig gefunden hatte, bemerkte nun, dass er mit Roel allein war. Und Roel schien ja ganz und gar nicht froh zu sein, ihn zu sehen. "Also, weißt du...",fing er an und kratzte sich etwas verschämt am Kopf. Jetzt, da er Jimmy nicht mehr im Rücken hatte, fühlte er sich irgendwie unsicher und betrachtete seine Springer, aus denen man schon wieder die Stahlkappe hervor blitzen sah. "Ich weiß es ist komisch, dass ich einfach so hier rein platze, aber ich hab' mir Sorgen gemacht. Und..." Er nahm seinen Mut zusammen und sah sie an, was sein Brustkorb mit viel zu vielen Gefühlen quittierte. Das brachte ihn schließlich dazu, das Gestammel sein zu lassen und einfach zum Punkt zu kommen. "Verdammt nochmal, Roel. Ich will nicht, dass wir uns wieder anschweigen. Sag mir einfach, was ich falsch gemacht hab' und ich tu's nicht wieder. Versprochen! Ich will einfach nicht, dass es wieder so wird wie vor der Kammer. Verdammt nochmal, ich hab' dich einfach gern."
Fast trotzig sah er sie an und hoffte einfach, sie würde ihn jetzt nicht auslachen. Schließlich kostete es ihn schon alle Willenskraft, nicht rot anzulaufen und er war sich nicht sicher, ob er es überhaupt schaffte.

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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Di Apr 14, 2015 1:21 am

Roels Körper verkrampfte sich, als sie feststellte, was gerade passiert war. Jaque war nach oben gegangen. Mit Jimmy. Das hieß sie waren allein. Nur sie und … Jack.
Langsam drehte sie sich vollends zu ihm um, nachdem sie ihrem Dad nachgesehen hatte und musterte Jack einen Moment sichtlich überfordert und vor allem recht scheu. Sie kannte diese Art von sich selbst nicht. Diese lähmende Angst, die sie wie ein kleines Reh aussehen ließ, während sie vor Jack stand, als ob dieser sie gleich schlagen würde.
Doch er tat es nicht. Er machte etwas viel schlimmeres. Er brachte sie dazu, dass ihr Herz höher schlug. Es pochte hart gegen ihre Brust, ungewohnt und ungewöhnlich. Wegen Jack. Das kannte sie nicht. Nur letztes Jahr, da hatte sie es auch gespürt. Und es hatte ihr unendlich viel Angst gemacht-
Roel presste ihre Lippen aufeinander und spürte wie ihr Körper sich weniger verkrampfte.
"Du bist aber nicht extra wegen mir nach Dublin geflogen… oder?", fragte sie nach, sah Jack prüfend an als ob sie sehen wollte, dass er log, doch natürlich wusste sie, dass es nur so sein konnte. Warum sollte Jack das Land verlassen. Sie kannte ihn gut genug um zu wissen, dass er nicht reiste. Und dieser Muggel, den er mitgebracht hatte, sah auch nicht wirklich danach aus als ob er schon viel in der Welt rumgekommen wäre. Aber naja… so konnte man sich täuschen.
"Ich-", sie stammelte das Wort hervor, spürte wie sich ihr Hals zusammen zog und schluckte, ehe sie weiter sprechen konnte: "Ich wollte nicht, dass es wieder so weit kommt. Wirklich nicht. Aber… ugh", sie stöhnte genervt auf und strich sich über ihre Augen, ehe sie den Kopf schüttelte und ein wenig lächelte. "Egal. Jetzt bist du schon hier. Reden wir nicht darüber. Möchtest du… äh… was trinken? Ein Bier oder so. Ich könnt jetzt eins vertragen…"
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Fr Mai 22, 2015 5:12 pm

Jack sah sie einen Moment stocksteif an und fragte sich, was er ihr jetzt antworten sollte. Denn wenn er jetzt so darüber nachdachte, war es schon verdammt komisch, dass er wegen ihr das erste Mal einen Flughafen betreten hatte. Er fing an sich auf den Lippen herum zu beißen und fragte sich, was er sich eigentlich genau dabei gedacht hatte hierher zu kommen, als sie das Thema wechselte. "Klar. Ein Bier wäre klasse!",meinte er und war wirklich froh, dass er darüber reden konnte anstatt ihr zu erklären, warum er hierher gekommen war.

Ein paar Minuten später hatten sie beide ein Bier und eine doch etwas peinliche Stille breitete sich aus. Nur ab und zu unterbrochen von einem Lachen aus den oberen Stockwerken. Wenigstens Jimmy schien seinen Spaß zu haben.
Nach einer Weile nahm Jack seinen Mut zusammen und fragte erneut. "Also, warum redest du nicht mehr mit mir?" Damit er ihr nicht in die Augen sehen musste, tat er stattdessen so, als wäre der Tagesprophet, der neben ihm auf dem Tisch lag und von dessen Titelseite ihm ein entflohener Sträfling entgegen sah unglaublich interessant.
Erst nach einer Weile sah er wieder auf. "Ich meine wir sind doch Freunde, oder nicht?"

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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Fr Mai 22, 2015 5:23 pm

Roel biss unschlüssig auf ihrer Unterlippe herum, während sie ihre Bierflasche mit beiden Händen umfasste und langsam begann das Etikett abzupulen. Ihre Hände zitterten leicht nervös, während sie schließlich seufzend zwischen Jack und dem Tagespropheten hin und her sah, den Jaque heute morgen noch wütend gegen die Wand gepfeffert hatte und der jetzt völlig verknittert unter der Hand ihres Freundes lag. Kumpel- Freund- natürlich! Immerhin waren Jack und sie nur Freunde. Er war nicht … ihr Freund.
"Das ist alles ein wenig schwierig", gab sie schließlich keuchend zu und hörte dabei wie krank sich ihre Stimme anhörte. Sie war heiser und ihr Hals tat weh, wenn sie darüber nachdachte Jack all das erzählen zu müssen, dass sie beschloss das ganze ein wenig mehr zu umschreiben. "Aber jetzt ist es eh zu spät, ich kanns dir ja auch erzählen…"
Roel lächelte einen Moment schwach, riss ihren Blick wieder vom Propheten weg und sah dann wieder die Bierflasche an, auf der ein sich bewegendes Bild abgedruckt war, auf dem ein irischer Kobold ihr frech entgegen grinste, ehe er seinen kleinen Bierkrug leerte.
"Mein Dad hatte ein paar Probleme… mit dem Laden hier. Dem Antiquariat. Wir hatten nicht mehr so viele Kunden, weil in der Nähe ein viel größerer Buchladen aufgemacht hat und so sind uns viele Einnahmen weggefallen. Wir hatten schon Angst, dass wir das Haus verlieren und umziehen müssen, denn ehrlich gesagt haben wir auch so nicht viel Geld… also hat uns ein alter Bekannter von Jaque ein Angebot gemacht, dass er uns aus der Krise hilft. Er hat unser Haus gekauft und von dem Geld konnte Jaque das Antiquariat wieder neu aufbauen, damit wir bessere Bücher haben und so… Dann kamen jetzt auch wieder mehr Kunden. Aber weil dieser Typ jetzt unser Haus hat, kann er uns jederzeit rausschmeißen und der ist echt übel drauf…"
Sie umklammerte ihr Bier ein wenig fester und der kleine Kobold sah sie beleidigt an, ehe er sich weiter betrank. "Ich hatte… ich hatte halt Angst, dass irgendetwas schlimmes passiert, wenn ich nicht da bin. Ich konnte an gar nichts anderes denken und hab deshalb nicht mit dir geredet." Roel holte einmal tief Luft und nahm dann allen Mut zusammen, damit sie Jack in die Augen sehen konnte. "Ich weiß doch, dass wir Freunde sind… ich wollte nicht, dass wir uns schon wieder auseinander leben."
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Fr Mai 22, 2015 7:54 pm

Jack sah sie irritiert an. "Das hättest du doch sagen können. Kann man euch irgendwie helfen?",fragte er. Und fügte dann etwas kleinlaut hinzu: "Ich meine, ich habe auch kein Geld, aber sonst vielleicht?"
Jack hatte zwar keine Ahnung, was er tun könnte, aber vielleicht gab es ja tatsächlich irgendetwas. Immerhin wollte er nicht, dass Roel sich Sorgen machen musste.
Trotzdem gab es etwas an dieser Geschichte, dass ihn dazu brachte, die Augenbrauen hochzuziehen. "Nein ehrlich, du hättest wirklich etwas sagen können. Weißt du eigentlich, dass du manchmal verdammt schwierig bist? Ich dachte schon ich hätte weiß Gott was angestellt." Entgegen seiner Worte formte sich ein Grinsen auf seinem Gesicht. "Aber ich bin verdammt froh, dass das jetzt aus der Welt geschafft ist."
Erst jetzt konnte er sich wirklich darauf konzentrieren, wo er hier war. Sein Blick wanderte durch das Antiquariat und er bemerkte den Geruch von frisch gebackenen Keksen, der in der Luft lag. "Und hier warst du die ganze Zeit?",fragte er und bemerkte erst als er es schon ausgesprochen hatte, dass er wieder einmal die Zeit ansprach, in der sie einfach verschwunden war. "Weißt du, ich dachte damals irgendwann, du wärst tot. Ich meine ein fremder Mann hat dich mitgenommen... irgendwann fängt man auch an, die Nachrichten zu verstehen."
Es war komisch darüber nachzudenken, dass sie die ganze Zeit hier gewesen war, in diesem Raum, der nach Keksen roch, während er jedes Mal zusammen gezuckt war, wenn im Fernsehen wieder von einem toten Kind die Rede war. Vor allem wenn er an den Mann dachte, der sich gerade eben als Roels Dad vorgestellt hatte... die Vorstellung, dass er jahrelang gedacht hatte, der Kerl wäre ein Perverser war wirklich bescheuert.

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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Fr Mai 22, 2015 8:46 pm

Sie sah ihm an, dass er mit ihrer Erklärung nicht ganz zufrieden war, doch Roel würde an dieses Thema nicht mehr anknüpfen. Eigentlich hatte sie ihm genug erklärt und wenn sie Jack nicht besser kennen würde, hätte sie fast gesagt, dass ihm das eigentlich klar sein sollte… Sie seufzte und nippte wieder an der Flasche, während sie Jack ein wenig scheu musterte und sich dann an ihrem Stuhl zurück lehnte, die Beine ausstreckte und sich selbst in der eigenen Küche umsah.
Ja… hier hatte sie ihre Kindheit verbracht und sie musste zugeben, dass es keine schlechte gewesen war. Jaque war ein guter Dad. Ein wenig verwirrt und durcheinander manchmal, aber das war in Ordnung, weil er immer Verständnis für sie gehabt hatte und sie für ihn. Immerhin, wenn sie daran dachte, dass sie mit knappen 25 Jahren ein Kind hätte aufnehmen müssen, wusste sie nicht ob sie es besser gemacht hätte. Er war da eigentlich fast perfekt gewesen.
Nachdenklich war sie an der alten Kaffeemaschine hängen geblieben, mit der sie heute morgen noch Kaffee gemacht hatte und seufzte dann langsam. "Ja, ich war hier", murmelte sie dann abwesend und spielte wieder am Etikett der Flasche herum, während sie den Kobold beobachtete wie er immer betrunkener wurde. "Tut mir Leid, dass du dir solche Sorgen machen musstest… hab ich dir glaub nie gesagt… Aber ich hatte es gut hier. Jaque ist wirklich toll, er hat immer dafür gesorgt, dass es mir gut geht und hat mir Nachts auch immer vorgelesen", auf Roels Lippen breitete sich ein kleines Lächeln aus, während sie auf dem Papier herum popelte, "ich war hier sogar auf einer Grundschule. Für Zauberer zwar, das gibt es in Irland, aber viel Zaubern hab ich da nicht gelernt. Eigentlich das gleiche wie auf der alten Schule. Lesen, schreiben, ein wenig rechnen… und ein wenig Zaubererkunde. Das wars." Roel suchte wieder Jacks Blick und biss sich dann wieder auf ihrer Unterlippe herum.
"Hat man eigentlich nach mir gesucht? Oder Rowan? Ich mein… wir konnten Mum ja schlecht aus der Wohnung holen, wenn-" Sie brach ab und schluckte hart, mied wieder Jacks Blick und starrte gegen ihre Bierflasche.
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Fr Mai 22, 2015 9:34 pm

Jack hörte ihr aufmerksam zu. Er freute sich für sie, dass sie es aus der ganzen Scheiße heraus geschafft hatte, die bei ihr zu Hause abgegangen war. Aber irgendwie mischte sich auch ein anderes Gefühl dazu. Er hätte es ihr nie erzählt, aber irgendwie war da auch ein kleines bisschen Neid und eine Art Einsamkeit. Vielleicht weil er immer gedacht hatte, Roel wäre die Einzige, die genau wusste, wie es war wenn man nicht aus einer glücklichen Familie aus der Vorstadt kam. Aber er schob diese Gefühle beiseite. Schließlich hatten sie hier wirklich nichts zu suchen und Roel war immer noch Roel und er war verdammt froh, dass es ihr gut ging.
Jack schüttelte den Kopf. "Niemand hat nach euch gesucht." Kurz dachte er daran, wie er damals mit Sammy die Zettel ausgehängt hatte, aber das konnte man wirklich nicht als Suche bezeichnen.
"Zumindest hab' ich es nicht mitbekommen. Aber damals war ich 7. Kann gut sein, dass da irgendetwas war..."
Er sah sie leicht überrascht an, als sie von ihrer Mutter und ihrem Bruder redete. Jack hatte schließlich bis heute nicht erfahren, was damals wirklich passiert war. Er hatte sie zwar ein paar Mal gefragt, wie ihre Mutter gestorben war, aber sie hatte immer nur ausweichend geantwortet.
"Was ist damals eigentlich passiert?",fragte er jetzt noch einmal vorsichtig. "Warum konntet ihr sie nicht holen?" Dann fiel ihm noch etwas ein. "Und wo ist eigentlich dein Bruder? Ich glaube, ich habe ihn in Hogwarts noch nie gesehen."
Jack fragte sich, ob er vielleicht ein Squib war. Denn so wie sie darüber redete, schien er nicht mit ihrer Mutter gestorben zu sein, was Jack bisher eigentlich immer angenommen hatte.

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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Fr Mai 22, 2015 9:44 pm

Roel biss schon wieder auf ihrer Unterlippe herum, während sie langsam die Flasche auf den Tisch abstellte. Ihre Hand zitterte und ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, sodass sie am liebsten raus gerannt wäre, doch sie hielt den Atem an, spannte ihre Schultern einen Moment an und sah dann wieder vorsichtig hinüber zu Jack, während sie wieder tief einatmete.
Vielleicht war es ja ok. Vielleicht konnte sie es ihm ja erzählen, immerhin war er sowieso schon hier und hatte Jaque gesehen und wusste, dass es ihr jetzt gut ging. Jaque hatte zwar immer gesagt, sie sollte am besten niemandem von damals erzählen, weil er ihr inzwischen ein wenig erklärt hatte, was damals passiert war und warum, aber das hier war Jack… Ihm konnte sie es doch sagen oder? Wenn sie es nämlich nicht bald los werden würde, würde sie wohl ihren Verstand verlieren, der Druck war einfach zu groß.
"Okay…", seufzte sie langsam und schluckte hart, ehe sie ihren Kopf schüttelte und anfing zu erzählen, "Meine Eltern waren damals auch mit ziemlich seltsamen Gestalten unterwegs… ebenfalls Zauberer… ich weiß nicht genau, wieso das ganze passiert ist, aber… nachdem mein Dad spurlos verschwunden war, hat sich meine Mum mit uns bei euch in der Siedlung versteckt. Da waren wir ein paar Jahre und irgendwann haben sie sie dann doch gefunden…", Roels Stimme krächzte schon wieder, während sie nur die halbe Wahrheit erzählte und sie musste sich einen Moment sammeln, bevor sie weiterreden konnte, "Ich hab mich unterm Bett versteckt, nachdem jemand unsere Tür aufgebrochen hatte… Meine Mum hat geschrien und plötzlich war Jaque irgendwie da und hat mich in Sicherheit gebracht. Rowan war das schon längst weg. Meine Mum wollte, dass er in Sicherheit ist und hat ihn damals nach Deutschland geschickt, auf so eine andere Zaubererschule, keine Ahnung wo genau... und ich hab ihn lange nicht mehr gesehen, da wir nicht genau wussten, wo sie ihn nach dem Vorfall hingebracht haben. Und die wussten nicht wo ich bin, weil Jaque nicht wusste, wem er vertrauen konnte... Erst vor 4 Jahren hab ich ihn dann wieder gesehen. Ein Freund von meiner Mum hat ihn bei sich aufgenommen und er hat auch lang bei unseren Großeltern gelebt. Die wollten mich auf aufnehmen, das sollte nur ein paar Tage später sein, nachdem Rowan auf die Schule geschickt wurde, aber die waren eben schneller."
Roel beendete ihre Geschichte mit einem bleichen Gesicht und Schweigen, welches die Luft in der Küche zäh werden ließ. "Aber seitdem ging's mir gut… diese Leute kamen nie wieder", versicherte sie Jack noch mit einem halbherzigen Lächeln und kippte dann den Rest ihres Bieres hinunter. "Ich brauch noch was. Willst du auch?", sagte sie leise und stand auf und holte noch zwei Flaschen aus dem Kühlschrank. "Sollen wir aufs Dach sitzen? Da ist es nachts immer schön…"
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Fr Mai 22, 2015 10:28 pm

Jack sah, wie unangenehm ihr dieses Thema war. Doch, entgegen seiner Erwartung, fing sie trotzdem an zu erzählen. Mit jedem Satz den sie sagte, wurden Jacks Augen größer. Das hörte sich fast so an, als wären ihre Eltern einer Art Zauberermafia in die Quere gekommen.
Die Vorstellung, dass sie sich unter dem Bett versteckt hatte, während irgendwelche Zauberer ihre Mutter töteten machte ihm irgendwie Angst. Schließlich war es demnach wohl verdammt knapp gewesen. Was wäre passiert, wenn sie sie gefunden hätten? Sein Blick wanderte aus dem Augenwinkel zu Roel, während diese ein weiteres Bier aus dem Kühlschrank holte und in diesem Moment war Jack Jaque verdammt dankbar.
Er nahm das Bier entgegen und als sie vorschlug aufs Dach zu gehen nickte er nur und sein Herz fing an, ziemlich laut gegen seinen Brustkorb zu pochen.

Sie waren nun schon ein paar Tage in Dublin und Jack war sich ziemlich sicher, dass das eine der besten Zeiten seines Lebens war. Nachts waren sie in dem großen Haus von Jimmys Eltern und er schlief dort in einem Zimmer, das wahrscheinlich größer war als die Wohnung seiner Eltern. Diese kamen sogar einmal vorbei und obwohl Jack am Anfang etwas vorsichtig gewesen war (reiche Leute irritierten ihn einfach) waren sie verdammt nett.
Und tagsüber war er eigentlich immer mit Roel unterwegs. Sie saßen auf ihrer Dachterrasse und redeten oder waren unten im Laden. Heute wollte sie ihm Dublin zeigen (Jimmy würde wahrscheinlich ein paar Freunde in der Innenstadt besuchen). Klar, Jack interessierte diese fremde Stadt, aber wenn er ehrlich war, wäre es ihm ziemlich egal gewesen, und wenn sie ihm ihren alten Plattenbau gezeigt hätte, er freute sich auf alles, solange er mit Roel zusammen war.

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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Fr Mai 22, 2015 10:44 pm

Die ganze Woche hatte wider Roels Erwartungen ihre allgemeine Stimmung wirklich erhellt. Obwohl sie morgens und manchmal auch noch mittag bei Yaxley hatte arbeiten müssen, war sie abends immer mit Jack unterwegs gewesen oder hatten nachts auf ihrer Terrasse die Sterne angesehen. Dieser Jimmy war auch ganz in Ordnung, das musste sie zugeben, obwohl er ihr immer noch ein wenig suspekt vorkam, war sie sich ziemlich sicher, dass er nichts mit irgendwelchen krummen Gestalten zu tun hatte. Und nachdem Jack ihr erzählt hatte wie verdammt reich seine Eltern angeblich waren, konnte sie sich das nun gar nicht mehr vorstellen.
Vor allem nicht, dass er etwas mit Yaxley zu tun hatte. Irgendwie wusste sie immer noch nicht warum, aber sie war sehr paranoid was diesen Zauberer betraf. Er hatte früher zu den Todessern gehört, die ihre Eltern auf dem Gewissen hatten und auch wenn sie wusste, dass Jaque keiner war, nicht wirklich einer war, musste er mit ihm schön Wetter machen, damit ihnen nichts passierte. Dennoch hatte sie immer das Gefühl, dass er sie beobachtete und hoffte sie irgendwie Belasten zu können, es wollte sie einfach nicht loslassen, dass er überall seine Leute hatten, die sie beschatten könnten, doch sie wusste, dass das Unsinn war. Wieso sollte er schließlich ausgerechnet sie beobachten lassen?
All das hatte sie natürlich Jack vollkommen verschwiegen. Es war eine Spinnerei ihrer eigenen Gedanken und sie wusste, dass Jack sich nur unnötige Sorgen machen würde. Und außerdem wusste er ja noch nicht einmal, dass Roel etwas mit Todessern zu tun hatte, bei Merlin!
Seufzend sah Roel zwischen ein paar dicken in Gold eingerahmten Gläsern hindurch, die zu einem altertümlichen Feindglas gehörten, das jemand vor seinem Laden ausgestellt hatte. Sie hatten heute den ganzen Tag damit verbracht sich Dublin anzusehen und nachdem sie fast alle Sehenswürdigkeiten der Muggelseite abgehakt hatten, war Roel dazu übergegangen Jack in ein paar Ecken der Zaubererwelt mitzunehmen, die in ganz Dublin verstreut waren. Die Scarlet Street gehörte dazu, genauso wie das kleine Kaufhaus, welches stark an eine Mall der Muggel erinnerte, nur eben für die magische Bevölkerung.
Roel lächelte Jack an und ging dann zu ihm hinüber, nachdem sie bemerkt hatte, dass das Feindglas bei ihr angefangen hatte Yaxley-hafte Formen zu zeigen und entfernte sich rasch davon. "Wollen wir ein Eis essen? Weiter vorne gibt es einen Pub, der so ziemlich alles serviert, sogar Schokofroschfondue", sie grinste ein wenig breiter, schob die aufgekommene Angst beiseite und nahm Jack sogar ungefragt an der Hand. "Das wirst du mögen - komm!"
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Fr Mai 22, 2015 11:07 pm

Den ganzen Tag über waren sie durch Dublin gelaufen und Jack hatte von dieser Stadt wahrscheinlich mehr gesehen als von London. So langsam konnte er verstehen, warum so viele Leute in Urlaub gingen. Es war wirklich interessant.
Aber was ihn vor allem freute, dass die alte Vertrautheit zwischen ihm und Roel wieder da war. Sie ging wieder ganz normal mit ihm um, auch wenn er sich manchmal fragte, ob es etwas gab, was sie ihm nicht erzählte. Immer wieder setzte sie ein recht nachdenkliches Gesicht auf und er fragte sich, über was sie sich Sorgen machte. Allerdings sprach sie es selbst nicht an und schien auch nicht gerade erpicht, darüber reden zu wollen, also hatte er bisher noch nicht nachgefragt.
Gerade waren sie in einer Zauberer Mall. Jack hatte nicht einmal gewusst, dass so etwas existierte. Ein Laden mit magischen Antiquitäten, vor dem sie gerade standen bot ziemlich viel alten Krempel an und als Jack sich zu einer Teekanne herunterbeugte, kippte die leicht nach vorne und schlug ihm damit mit ihrem Henkel direkt auf die Nase. "Blödes Drecksteil!",murmelte er und hoffte, Roel hatte nichts mitbekommen, als diese vorschlug, sie sollten in eine Eisdiele gehen. Er nickte und wollte ihr gerade folgen, als sie ihn an die Hand nahm und mit sich zog. Jack hoffte einfach, sie würde sich nicht umdrehen, denn er war sich ziemlich sicher, dass er gerade ziemlich rot angelaufen war.
Sie schlängelten sich einen Weg durch die Menge, bis sie anscheinend ihr Ziel erreicht hatten. Jack fand es fast ein wenig schade, als sie seine Hand nun wieder los ließ.

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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Fr Mai 22, 2015 11:40 pm

Roel setzte sich auf einen der Stühle an den wackligen kleinen Tisch, den sie für sie ausgesucht hatte und sah dann zu Jack, wie er sich setzte und lächelte ihn wieder ein wenig an. Sie befanden sich weiter hinten in dem Pub, der allerdings so leer war, dass sie eigentlich ganz ungestört waren. Roel war froh darüber, denn irgendwie hatte sie noch immer die Befürchtung, dass gleich irgendjemand um die Ecke kommen würde, der sie kannte und sie mit Jack sehen konnte. Sie schämte sich nicht für ihn, auf keinen Fall, aber sie hatte das komische Gefühl, dass es nicht gut enden würde.
Sie seufzte und studierte einen Augenblick die Karte, ehe sie diese wieder auf den Tisch legte und ihren Freund ein wenig breiter angrinste. "Ich weiß was - wir lassen uns überraschen. Mein Dad kennt den Wirt hier und der bringt uns bestimmt was ganz tolles. Der weiß eigentlich immer was ich mag", sagte sie und erschrak fast ein wenig von sich selbst, wie gut gelaunt sich das angehört hatte. Sonst war sie eigentlich nie so, sie hatte fast vergessen, wie es war, wenn sie sich gut fühlte und auch wieder lachen konnte, sodass ihr Lächeln sich ein wenig schmälerte und sie stattdessen ihren Pullover enger um ihren Körper zog. Obwohl Sommer war, war es in Dublin eigentlich so gut wie nie warm. Heute hatte es schließlich auch die meiste Zeit genieselt und draußen fegte ein kalter Wind durch die Gassen.
Nachdem John sie mit Eisbechern mit ziemlich viel Sahne überrascht und Roel schon einige Bissen probiert hatte, hatte ihr Lächeln sie allerdings gänzlich verlassen. Sie war zwar gerne mit Jack unterwegs, doch diese Gedanken an ihren Dad und an das Antiquariat verfolgten sie noch immer- Nein. Das war es gar nicht.
Heute morgen hatte Roel frei gehabt. Sie hatte Yaxley nicht sehen müssen und das erste Mal seit Wochen auch wieder ausschlafen dürfen, aber dennoch waren die Albträume gekommen und die ganze Nacht geblieben wie immer. Roel war sogar irgendwann zu Jaque ins Bett gekrochen, wie sie es gemacht hatte, als sie noch ein kleines Kind gewesen war, sodass sie wenigstens ein bisschen hatte schlafen können, doch es hatte nicht viel gebracht. Die ganze Nacht wach zu liegen, hatte ihr nun dunkle Augenringe beschert und eine immer wieder aufkommende Müdigkeit, die einfach nicht wegzugehen schien, egal was sie machte.
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Fr Mai 22, 2015 11:55 pm

Jack nahm einen Löffel von seinem Eis und es schmeckte einfach genial. Eine riesige Kugel Schokolade, aus der ein Sahnebrunnen heraus lief, der nach Vanille schmeckte.
Eine Zeitlang war er so mit seinem Eis beschäftigt, dass er, als er aufblickte eine komplett andere Roel vor sich sitzen hatte. Gerade eben hatte sie noch regelrecht gestrahlt und jetzt hatte sie wieder diesen nachdenklichen Blick aufgesetzt, der Jack schon früher aufgefallen war.
"Du hast doch irgendwas, oder?",fragte er sie, weil er fand, jetzt, da sie allein waren, konnte er es endlich zur Sprache bringen. "Du kannst ruhig mit mir drüber reden, wenn du willst. Glaub mir, ich erzähls auch nicht weiter, falls es ein Geheimnis ist."
Jack hoffte einfach, dass es ihr besser ging, wenn sie darüber redete und egal was es war, vielleicht konnte er ihr sogar helfen. Zwei Leute fanden immerhin schneller eine Lösung als einer allein.
Ganz davon abgesehen war er ehrlich gesagt irgendwie gespannt, was es war, dass sie so beschäftigte. Immerhin hatte sie hier doch ein super Leben. Ihr Dad war klasse, Dublin war schön und sie hatte sogar einen Ferienjob und somit wahrscheinlich sogar Geld. Und in Hogwarts war soweit er wusste eigentlich auch nichts, was sie irgendwie belasten konnte. Die Muggelstämmigen waren schließlich wieder aufgewacht und Harry hatte mal wieder auf unerklärliche Weise den Tag gerettet. Somit war auch dort wieder alles in Ordnung.
"Vielleicht geht es dir besser, wenn du darüber geredet hast",fügte er noch hinzu und sah sie fragend an.

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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Sa Mai 23, 2015 10:51 am

Roel pikste mit ihrem Löffel immer wieder in ihrer großen Eiskugel herum, sodass der Fluss aus Vanille bald ihren ganzen Becher ausfüllte, während immer weiter neue Soße nach zu sprudeln schien. Ihre Lippen waren aufeinander gepresst, sie hatte noch keinen einzigen Bissen zu sich genommen, obwohl das sogar ihr Lieblingseisbecher war. Langsam hielt sie inne und sah einen Moment weiterhin auf das magische Eis, das einfach nicht schmelzen wollte, ehe sie langsam nach oben sah und ihren Kopf hob.
"Ich weiß nicht, ob es dadurch besser wird…", murmelte sie leise und ihre Lippen drücken sich wieder aufeinander, "Ich hatte bis jetzt immer Angst, dass es dadurch nur viel schlimmer wird."
Für einen Moment blieb Roel an Jacks Augen hängen, holte zitternd nach Luft, ehe sie ihren Mund öffnete, kurz über ihre Schulter blickte und sich vergewisserte, dass sie niemand beobachtete, dann sah sie erst wieder zurück auf ihren Freund und bemerkte wie ihr Herz bis in den Hals pochte.
"Bitte, versprich mir, dass du es niemandem erzählst. Niemandem, Jack. Ich meins ernst. Es ist so wichtig, es geht um Leben und Tod."
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Sa Mai 23, 2015 12:03 pm

Jack nickte. "Natürlich erzähle ich es niemandem!", sagte er, als wäre allein der Gedanke fast schon eine Beleidigung. Und natürlich würde er auch mit niemandem darüber reden. Allerdings war Roel gerade schon verdammt ernst geworden und als weiter redete und von Leben und Tod konnte Jack einen Moment lang nur dasitzen und schwer schlucken.
Damit hatte er wirklich nicht gerechnet. Eigentlich hatte er eher gedacht es ginge vielleicht um das Antiquariat oder um schlechte Noten in Hogwarts. Alltagsprobleme eben. Aber Leben und Tod...
Jack hoffte, es war einfach eine Übertreibung, aber irgendetwas sagte ihm, dass es nicht so war. "Glaub mir, du kannst mir wirklich alles erzählen. Ich behalte es für mich",meinte er nun noch einmal mit netterem Unterton.
Die Vorstellung, dass Roel tatsächlich vor irgendwem oder irgendetwas Angst haben musste, machte ihn irgendwie verdammt wütend und wenn er ihren Gesichtsausdruck sah, wie sie dasaß, nervös und ängstlich, wollte er sie einfach nur in den Arm nehmen und ihr zeigen, dass sie nicht alleine war und dass ihr hier bestimmt nichts passieren konnte.

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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Sa Mai 23, 2015 12:17 pm

Roel schluckte hart und bereitete sich mental darauf vor, was sie gleich sagen würde. Irgendwie spürte sie, dass sie es eigentlich nicht wollte, aber andererseits wusste sie auch, dass sie es tun musste. Es war schon viel zu lange ein Geheimnis, sodass der Druck in ihr immer stärker zu werden schien. Sie war regelrecht gezwungen ihm etwas zu erzählen, auch wenn es nur ein Teil der Wahrheit war, denn für mehr fühlte sie sich momentan nicht bereit.
Langsam öffnete Roel ihren Mund und seufzte wieder, dann verlor sie endlich ihre ersten Worte: "Die Leute, die meine Eltern umgebracht haben, waren Todesser." Sie spürte wie ihr Herz einen kleinen Aussetzer machte und wie kalter Schweiß auf ihre Stirn trat. "Aber sie haben uns nicht verfolgt, weil mein Dad gegen sie gekämpft hat oder so… ich meine das hat er, aber eben nicht so wie man vielleicht denkt." Sie hielt wieder inne und sah Jack prüfend an, wollte sehen ob sie ihm alles sagen konnte. "Mein Dad war ein Todesser. Undercover so zu sagen. Und Jaque auch."
Okay. Jetzt war es raus. Roels Hände zitterten stark als sie den Löffel langsam auf den Tisch neben ihren Eisbrunnen ablegte und sah sich abermals um. "Meine Mum war ein Muggel, sie konnte nicht zaubern und wusste lange Zeit nicht mal, dass mein Vater das konnte. Oder dass er bei den… du weißt schon… war. Sie haben ihn gesucht, irgendwie weil er vielleicht etwas wusste, nachdem Du-weißt-schon-wer verschwunden war. Ich weiß es nicht genau. Auf jeden Fall haben wir keine Unterstützung von anderen bekommen, weil die dachten mein Dad wäre wirklich ein Todesser, vor allem nicht, nachdem er verschwunden war. Er war irgendwann einfach weg und Mum hatte solche Angst-" Roel brach ab und plötzlich liefen ihr Tränen die Augen hinunter, während sich ihre Hände zu Fäusten ballten, als sie sie auf den Tisch gelegt hatte. Ihre ganze Haltung verkrampfte sich. "Sie hatte solche Angst, deshalb hat sie mich und Rowan manchmal geschlagen. Weil wir nicht ruhig sein konnten und sie dachte jemand würde draußen vor der Tür stehen. Sie wollte uns nie weh tun."
Roel hielt inne und holte wieder Luft. "Und den Rest hab ich dir ja schon erzählt. Sie ist gestorben und Jaque hat mich aufgenommen. Wir sind eigentlich nach Irland, weil wir aus England weg mussten. Alle dachten er wäre einer von denen, die meine Mum umgebracht haben und wir wurden von denen auch noch weiter gesucht." Roel fehlte die Luft und sie sank ein wenig in ihrem Stuhl zusammen, die Tränen liefen ihr dabei über ihr Gesicht. Sie hatte ihm doch alles erzählt- wieso machte sie so etwas-?
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Sa Jul 04, 2015 8:08 pm

Jack sah sie mit großen Augen an. Sie hatte zwar angedeutet, dass es hier um etwas ernstes ging, aber hier im belebten Kaufhaus, mit einem riesigen Becher Eis hörte sich das alles so verdammt irreal an. Todesser... er hatte von ihnen gehört. Nicht im Unterricht, sondern von seinen Mitschülern. Es war so ein halb totgeschwiegenes Thema. Anscheinend waren die Zauberer nicht gerade stolz auf diesen Teil ihrer Geschichte.
Natürlich war er geschockt, dass Roels Familie etwas mit ihnen zu tun gehabt hatte. Aber trotz allem war er ein wenig erleichtert. "Aber dann musst du doch eigentlich keine Angst mehr haben. Es gibt keine Todesser mehr. Die sind alle tot oder in Askaban. Klar gibt's ein paar Spinner, die immer noch den Scheiß glauben, aber Du-weißt-schon-wer ist so gut wie tot. Ich meine, er hat sich von einem Erstklässler fertig machen lassen. Und damit haben die keinen Anführer mehr. Die sind ungefährlich."
Er versuchte, sich komplett überzeugt anzuhören, aber so wie sie redete war da vielleicht noch ein wenig mehr dahinter. Trotzdem war er sich ziemlich sicher, dass er Recht hatte. Wenn es anders wäre, hätten sie schon lange davon im Tagespropheten gelesen. Schließlich konnte er sich noch daran erinnern, was für eine Panik sie wegen Sirius Black geschoben hatten. Stimmt...den gab es auch noch.
"Ich meine der einzige wirklich gefährliche, der noch auf freiem Fuß ist, ist Black. Aber wenn mich nicht alles täuscht hat man den vor kurzem irgendwo in Südamerika gesehen. Der ist also auch weit weg von hier."

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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 3 - 5. Schuljahr   Sa Jul 04, 2015 8:35 pm

Roel hatte die ganze Zeit über auf ihren Eisbecher gestarrt, hatte sich nicht bewegt und war verkrampft dagesessen, bis Jack mit seinen Ausführungen fertig zu sein schien und sie langsam ihren Kopf hob. Ihre Augen waren voll mit Tränen und wirkten aufgequollen, während sie langsam ihren Mund öffnete und nach Luft schnappte. Sie keuchte und weinte leise, ehe sie sich grob die Tränen aus den Augen wischte.
Er hatte echt keine Ahnung. So keine Ahnung. Und eigentlich hatte sie ihm das ins Gesicht sagen wollen, dass es noch immer Todesser gab und sie für einen von denen arbeiten musste, ausgerechnet für Yaxley, der nicht nur ein beschissener Rassist war, sondern auch ein böser Mensch durch und durch-
Sie holte tief Luft und beruhigte sich wieder ein wenig. Nein, es war schon okay. Sie übertrieb. Er war Todesser gewesen, glaubte wohl noch immer an du-weißt-schon-wen, aber er würde ihrer Familie nichts tun. Da war sie sich fast sicher…
"Ja…", sagte sie langsam und versuchte ein wenig zu lächeln, doch es klappte nicht so ganz. Sie hob wieder ihren Blick und nickte dann, während sie anfing bitter zu lächeln. "Du hast Recht", murmelte sie weiter und nahm wieder ihren Löffel, ehe sie wieder einen Bissen ihres Eis nahm. "Ich weiß auch nicht… vielleicht musste es einfach mal raus. Irgendwie geht's jetzt schon besser, aber würdest du mir einen Gefallen tun, Jack?" Sie hob ein wenig die Brauen und sah ihn bittend an. "Könnten wir darüber in Ruhe reden? Ich wollte es dir nicht hier sagen, ich dachte eher an wo anders… bei mir daheim oder so."
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