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 Abzweigung vom Haupstrang 1: R-13 Dachterasse, Jack und Crouch reden

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Barty Crouch Jr.
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BeitragThema: Abzweigung vom Haupstrang 1: R-13 Dachterasse, Jack und Crouch reden   Mo Jul 21, 2014 6:37 pm

Barty riss seine Augen auf und erwachte mit einem lauten Keuchen. Ruckartig richtete er seinen Oberkörper auf, spürte wie schweißgebadet er war, griff sich an seine Brust, an seinen Hals, an- Sein Atem ging schnell und er schluckte, spürte wie er stockte und abermals keuchte.
Es war ein Traum gewesen. Nein, kein Traum, eine Erinnerung an etwas, etwas-
Er vergrub sein Gesicht in seinen Händen und stützte diese auf seinen Knien auf, die er reflexartig an seinen Körper zog. Er musste sich beruhigen, wieder sortieren, ordnen… Es war alles durcheinander. In seinem Kopf schwirrten Gedanken und Bilder hin und her, die nichts miteinander zu tun hatten, Dinge, die er geglaubt hatte vergessen zu haben und die ihn jetzt quälten, so unendlich quälten.
Langsam schien er sich zu beruhigen und sein Körper kam langsam zu Ruhe. Barty verharrte noch einige Momente, Minuten, ehe er langsam seinen Kopf hob und seine Lippen aufeinander presste, während er die Wand ihm gegenüber fixierte, die mit ihrem gräulichen Beton zu dem kalten Raum passte, in dem er lag. Der grob gestrickte graue Pullover schützte ihn nur spärlich vor der eisigen Kälte, die ins Zimmer hinein gekrochen war, sodass es ihn jetzt nicht wunderte, warum er so schlecht geschlafen hatte.
Er hatte wieder Albträume gehabt. Gut, die hatte er immer, ob sie nun von seinem Vater handelten oder von Voldemort oder von Askaban… sie waren immer da. Aber dieser war besonders schlimm gewesen.
Er hatte von ihm gehandelt. Wie er gewesen war. Wie er sich gefühlt hatte und wie unendlich glücklich es ihn gemacht hatte, als er Jack gefoltert hatte. Als er gespürt hatte wie er geschrien und ihn angesehen hatte.
Abermals fuhr Barty sich mit seiner Hand über sein Gesicht und erhaschte nur kurz einen Blick auf die Gestalten, die neben ihm im Zimmer verteilt auf den ärmlichen Matratzen lagen, die in R13 ausgelegt worden waren. Da waren Roel und ihre Familie und das kleine Schlammblutmädchen, was sich ebenfalls bei ihnen eingenistet hatte und sich schon seit Tagen nicht von der Stelle gerührt hatte. Barty wusste immer noch nicht ihren Namen und er wollte ihn ehrlich gesagt auch nicht wissen. Er hatte eigene Probleme und wollte sich nicht auch noch ihrer aufbürden.
Immerhin stimmte etwas nicht mit ihm. Nein, nichts stimmte mit ihm. Er war nicht mehr der Alte, er war schwach und weich geworden, fast schon gefühlsduselig, was seine Vergangenheit und seine Taten anging. Natürlich schob er das ganze auf das Wiedererlangen seiner Seele, doch er konnte sich nicht vorstellen, dass es ihn so verändert hatte, dass es ihm auf einmal Leid tat was er getan hatte. Er war schließlich im Recht gewesen. Immerhin hatte er damals nur Roel beschützen wollen, er hatte nur gewollt, dass es ihr besser geht und dass sie nicht litt, vor allem nicht, wenn sie zu blöd war um selbst zu merken, was er ihr gut tat und was nicht.
Genervt aufseufzend rappelte er sich auf und ging aus dem Zimmer, zog den Pullover enger um seinen Körper und zog sich die angenähte Kapuze über den Kopf, damit er nicht ganz so fror, bevor er aus der Tür schlüpfte und durch den ebenfalls kahlen Gang nach oben ging, hinauf aufs Dach...

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Zuletzt von Barty Crouch Jr. am Mi Apr 08, 2015 2:40 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Jack Donahue
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BeitragThema: Re: Abzweigung vom Haupstrang 1: R-13 Dachterasse, Jack und Crouch reden   Mi Jul 23, 2014 4:45 am

Jack wachte auf, als die Tür ins Schloss fiel. Roel murmelte etwas im Schlaf und er lächelte sie an. Es machte ihn immer noch unbeschreiblich glücklich, dass er sie jetzt einfach so in den Armen halten konnte. So wie sie jetzt war, mochte er sie am liebsten. Die verstrubbelten Haare, ungeschminkt. Sie, die immer alles im Griff hatte, sah fast ein wenig verletzlich aus wie sie so dalag, mit seinem Arm um ihre schmalen Schultern.
Sein Blick wanderte durch den düsteren Raum. Rowan schien ebenfalls tief und fest zu schlafen. Sie hatte sich im Schlaf so verrenkt, dass er sich fragte, ob sie sich etwas brechen würde, wenn sie sich nur ein wenig bewegte. Ihre Decke lag etwa einen Meter neben ihr.
Etwas abseits lag dieses Mädchen, dass kaum redete. Er war sich immer noch nicht ganz sicher wie sie hieß. Sie hatte sich zu einer Kugel zusammengerollt und es sah aus, als würde sie versuchen sich mit ihren Armen selbst zusammen zu halten. Wenn nicht seine ganze Familie in diesem verdammten Ghetto feststecken würde, hätte sein Helfersyndrom bei ihr definitiv angeschlagen. Und auch so machte er sich langsam darüber Gedanken, was genau nicht mit ihr stimmte. Dass sie nicht nur darüber unglücklich war hier zu sein merkte man.
Sein Blick wanderte weiter suchend durch den Raum. Doch Crouch fehlte. Seine Decke lag unordentlich auf der Matratze, auf der er schlief, doch von ihm war nichts zu sehen.
Jack seufzte. Es machte ihn nervös, wenn er Crouch nicht im Auge behalten konnte. Selbst wenn seine Familie hier im Raum war, hatte er das Gefühl, egal wo der Todesser war, er tat irgendwas dass ihnen nicht gut tun würde.
Langsam nahm er seinen Arm von Roel und stand dann leise auf um niemanden zu wecken. Erst hob er Rowans Decke auf und legte sie wieder über seine Tochter, dann verließ er das Zimmer um Crouch zu suchen. Um diese Zeit gab es nicht viele Möglichkeiten wo er sein konnte. Sich draußen aufzuhalten, war nachts keine gute Idee. Nicht nur, dass man die Aufmerksamkeit auf sich zog, auch die Überfälle hier drin nahmen zu, sobald es dunkel wurde. Ängstliche Menschen, die wenig zu Essen hatten, kannten wenig Skrupel.
Dass er sich in einem der anderen Zimmer aufhielt war ebenso unwahrscheinlich. Dort schliefen nur Menschen. Also machte Jack sich auf den Weg zur Dachterrasse. Er ging die Treppen nach oben, öffnete die quietschende Tür und stand dann im freien. Ein unangenehmes Gefühl überfiel ihn, wie immer wenn er hier oben war. Es war komisch, dass man von hier aus das normale London sehen konnte. Die Lichter der Stadt und die weit entfernten Scheinwerfer der Autos, die durch die Straßen rasten. Die normale Welt war so nah und doch so unerreichbar.
"Was machst du hier oben?",fragte er in Richtung der Silhuette, die nur Crouch sein konnte. "Willst du dich davon überzeugen, dass es ihnen immer noch scheißegal ist, dass wir hier drin verrotten?"

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Barty Crouch Jr.
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BeitragThema: Re: Abzweigung vom Haupstrang 1: R-13 Dachterasse, Jack und Crouch reden   Fr Jul 25, 2014 1:31 am

Sein Atem floh immer noch vor seinem Gesicht, er sah wie er als schwacher Dunst nach oben in den Himmel stieg und sich auflöste in der kalten Luft, die seine nackten Unterarme mit Gänsehaut versahen. Er trug zwar einen Pullover, doch er hatte die Ärmel nach oben gerollt, er rieb sich fahrig über seinen linken Unterarm, als ob dadurch das Dunkle Mal wieder zum Leben erwachen würde, was ihn schon vor Jahren verlassen hatte. Es hatte ihn einfach mit Stich gelassen, als ob es mit dem Lord gestorben wäre, als ob seine ganze Arbeit damals umsonst gewesen wäre, wobei er es doch hätte sein sollen, der diesen vermaledeiten Mistsack tötet-
Barty blinzelte auf, keuchte und zog sich den groben Stoff wieder über seine Arme. Er musste sich beruhigen, er steigerte sich immer so gern in Dinge hinein, die nichts zu bedeuten hatten. Sein Leben war schon kompliziert genug, als dass er sich noch über Träume Gedanken machte, die jetzt nicht mehr ins Gewicht fielen. Dieser Abend war Geschichte, dieser Abend…
Seine finstere Miene blickte auf die Lichter der Innenstadt Londons entgegen. Sie flackerten im Wind auf, als ob sie aus tausenden kleinen Kerzen bestehen würden, während er sie mit seinen Blicken taxierte. Es musste sogar hier irgendwo in der Nähe gewesen sein. Irgendwo hier stand dieser kleine verlebte Plattenladen und zerbrach langsam genauso in seine Einzelteile wie diese Stadt, wie dieses Land.
Irgendwie fühlte es sich anders an, als am Vorabend des letzten Zaubererkrieges. Weniger Weltbewegend wie dieser Moment jetzt. Damals hatte er geglaubt zusammen mit seinem Lord zu siegen, er hatte noch nicht einmal darüber nachgedacht, dass dieser alte Mann verrückt geworden war, betrunken von Macht, sodass ihm die Kontrolle entglitt, während Bartemius immer gewusst hatte, wie diese Meute von Versagern zu führen war.
Doch jetzt dachte er nur daran wie kaputt diese Welt war. Zauberer waren eingesperrt wie Tiere. Die Muggel zerfraßen sich vor Angst selbst und bekämpften sich gegenseitig um ihre eigenen Streitigkeiten, während sie sich die Köpfe darüber einschlugen, ob die magische Gemeinde zu vernichten war oder nicht.
Natürlich sprach das niemand aus. Es ging um Sicherheit. Es ging doch immer nur darum.
Ein kurzes Lächeln huschte über sein Gesicht und verschwand genauso jäh wie es gekommen war. Gut, er musste zugeben, dass sie recht hatten. So langsam bekam er nämlich sogar schon vor sich selbst Angst…

Barty drehte sich erschrocken um, als er hörte wie die Tür ins Schloss und Donahue über seine Privatsphäre herfiel. Er musterte ihn einen Moment mit leicht geöffnetem Mund, schloss diesen dann, um ihm einen eisigen Blick zu schenken, der allerdings mehr bockig wirkte, als bedrohlich.
Er wusste nicht genau was er auf Donahues Worte sagen sollte, auch wenn er mit seiner Vermutung recht hatte und er genau über das nachgedacht hatte. Er hasste es, wenn er ihn in seinen Dummheiten bestätigen musste.
Also verschränkte er die Arme und lehnte sich gegen das Geländer hinter sich, hörte einen Moment den nächtlichen Geräuschen der Großstatt zu, wie die Autos in der Ferne rauschten, ehe er denn seinen Mund abermals öffnete, um etwas zu sagen: "Du hast mir gerade gefehlt."
Seine Stimme hörte sich erschöpft an. Er war müde. Nicht nur weil es Nacht war und kalt und Price ihm den letzten Nerv bei ihrer Begegnung vor R13 geraubt hatte, sondern auch weil ihn Jacks Anwesenheit nervös machte. Er mochte es nicht, wenn sie beide alleine waren.
"Und was suchst du hier? Steht Mr. Salem öfters Nachts auf und denkt sich: Ohja Zeit Crouch auf die Nerven zu gehen!" Er kommentierte seine eigenen Worte mit einem schmalen Grinsen, das er Jack wenig überzeugend zuwarf, nur um sie abzuwenden und sich mit seinen Armen auf dem Gelände abzustützen. "Würde mich nicht wundern", murmelte er dann und fuhr sich fahrig durch seine Haare, brachte sie damit genauso durcheinander wie seinen Gemütszustand.

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Jack Donahue
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BeitragThema: Re: Abzweigung vom Haupstrang 1: R-13 Dachterasse, Jack und Crouch reden   Mo Jul 28, 2014 7:02 pm

Jack ging vor zum Geländer, lehnte sich dagegen und sah über die Lichter Londons. "Was ist los mit dir? Hat dich dein Arzt heute wieder geärgert?",antwortete er abfälliger als er es eigentlich vorgehabt hatte. Aber er kam immer noch nicht damit klar, wieder mit diesem Menschen reden zu müssen. Sich sogar auf engstem Raum mit ihm auseinander setzen zu müssen.
Irgendwo in der Stadt fuhr ein Krankenwagen und Jack musste an Finley denken. Bisher hatte er sich jeden Gedanken an ihn verboten. Er machte sich genug Sorgen um den Teil seiner Familie, der hier war und dem er zumindest teilweise helfen konnte. Aber irgendwie konnte er sich dieses Mal nicht davon abhalten. Das einzige, was ihn hoffen ließ, war die Tatsache, dass dieser West - Arsch früher einmal mit ihm befreundet war. Selbst wenn diese Freundschaft mittlerweile offensichtlich vorbei war, hoffte Jack, dass West Finn wenigstens nicht getötet hatte.
Genauso wenig wie er wusste, wo Finley war, hatte er von Sams Familie gehört. Sie waren untergetaucht und hatten sich als Muggel ausgegeben, als Jack zum letzten Mal mit Sam geredet hatte. Jedem, der mitbekam, wie es wirklich war, wurde von Sammy das Gedächtnis gelöscht. Er war mittlerweile ziemlich gut darin. Aber Jack hatte keine Ahnung, ob sie ihn, Mary und die Kinder mittlerweile nicht doch erwischt hatten. Schließlich war dieses Ghetto verdammt groß.
Er schüttelte kurz den Kopf. Es brachte nichts, jetzt darüber nachzudenken. Vor allem nicht, wenn Crouch neben ihm stand. Er kannte ihn gut genug um zu wissen, dass der ehemalige Todesser jede Schwäche ausnutzte, die man ihm zeigte.
Er zwang sich seinen Blick von der Aussicht auf seine zerstörte Heimatstadt zu lösen und ihn stattdessen Crouch zuzuwenden. Er sah ihn sich das erste Mal seit 15 Jahren wieder genau an. Er war älter geworden. Und man sah ihm an, dass er kaputter war. Vielleicht verstand er mittlerweile sogar, was er damals angestellt hatte. Nein. Wahrscheinlich nicht. Jack seufzte. Er hatte wohl immer noch einen Drang dazu, diesen Mann besser zu machen, als er war. Er war ein Monster. Mehr nicht.
Trotzdem konnte er beim Anblick dieses Gesichtes nicht anders, als an damals zurück zu denken. Seit dem Kampf um Hogwarts, hatte er nicht mehr über diese Zeit nachgedacht. Damals, als er noch nicht diese wahnsinnige Wut verspürt hatte, wenn er den Todesser auch nur sah.
Er hatte sich manchmal gefragt, was Crouch über die Sache dachte. Was er damals für ihn gewesen war. Aber erstens würde er ihn niemals fragen und zweitens hatte er sich die Antwort darauf schon lange selbst gegeben: Er war ein Mittel zum Zweck gewesen.
Es wunderte ihn nicht, dass er gerade jetzt immer wieder mit diesen alten Erinnerungen zu kämpfen hatte. Crouch war wieder da, er war genauso eingesperrt wie damals und auch die alte Hoffnungslosigkeit war zurück. Gut, man war älter und Jack würde immer wieder beteuern, dass sie es heil hier herausschaffen würden. Aber die Zeiten erinnerten an früher. Nur, dass dieses Mal alle Zauberer im selben Boot saßen. Sogar der Todesser vor ihm.
"Übrigens, gut, dass du meine Frau bisher in Ruhe lässt.",sagte er noch und sein Blick wanderte zurück auf das zerstörte London.

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