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 Abzweigung vom Haupstrang 2: Camden

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Roel Salem
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BeitragThema: Abzweigung vom Haupstrang 2: Camden   So Apr 20, 2014 3:40 pm

Ein kalter Wind fegte die ersten Herbstblätter vor sich her, tauchte zusammen mit den dunklen Wolken, die bedrohlich über ihnen am Himmel hingen, die Straße in ein unbehagliches Licht. Es ließ Roel frösteln, eine Gänsehaut zog sich über ihren Körper, obwohl sie in einen warmen Mantel gehüllt war und die Hand ihres Mannes fest hielt. Sie drückte ein wenig zu und sah ihn von der Seite an, ehe sie Rowan zuerst einsteigen ließ und sich dann selbst in das Auto setzte. Sie war seit Jahren nicht mehr in einem Auto gefahren, sodass sie ein wenig von alten Erinnerungen verfolgt ihr Gesicht verdunkelte und sie nur mit Unbehagen zusah wie auch Crouch vor ihr ins Auto verfrachtet wurde. Er trug ein erheitertes Lächeln auf seinen aufgesprungenen Lippen, sein düsterer Blick war nach vorn gerichtet, ehe er anfing leise zu Lachen und sein Schmunzeln in ein dunkles Grinsen zu verbreiten.
"Was?", zischte Roel und beobachtete den Todesser, wie er langsam seinen Kopf drehte und sie immer noch leise lachend ansah. Etwas warmes lag in seinem Blick, was sie von ihm nicht gewohnt war, sodass sie seinem Blick auswich und ihn nur noch hörte, wie endlich antwortete: "Ihr seid immer noch so dumm wie früher."
Roel sagte nichts. Sie schloss die Augen und hörte wie die Tür neben ihr zugeschlossen wurde. Das Schloss klickte und Crouch fing nur noch lauter anzulachen.
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Jack Donahue
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BeitragThema: Re: Abzweigung vom Haupstrang 2: Camden   Mo Mai 12, 2014 2:56 pm

Roel schien genauso nervös zu sein wie er selbst. Er erwiderte ihren Händedruck und hatte ein verdammt mieses Gefühl dabei, seiner Familie dabei zuzusehen, wie sie in das Auto stieg. Er setzte sich neben Roel und seine Hand umklammerte den Zauberstab in seiner Tasche.
Crouch fing vor ihnen an zu lachen, doch Jack ignorierte ihn. Erst als er sich umdrehte und sie beleidigte sagte er: "Ach, halt doch die Klappe." Allerdings kam das längst nicht so aggressiv raus, wie es eigentlich sollte. Denn auch wenn er Crouch nicht gerne recht geben wollte, er fühlte sich verdammt dumm, wie er diesem kleinen, arroganten Sack vertrauen schenkte, nur weil er ein Sandkastenfreund von Finley war. Wenn ihn diese Situation nicht viel zu sehr an seine eigene Vergangenheit erinnern würde, wäre er nie in dieses Auto eingestiegen. Kurz wanderte sein Blick zu Roel. Sie schien von der Situation wirklich nicht begeistert zu sein. Er nahm ihre Hand und hoffte einfach, dass er ein wenig mehr Beruhigung ausstrahlte, als er empfand.
Der Wagen setzte sich in Bewegung und Jack sah durch den Rückspiegel, wie Finley und West immer kleiner wurden. Eine fahrige Bewegung ließ ihn zu Roro sehen. Doch er sah schnell wieder weg. Sie schien die Tränen verstecken zu wollen, die ihr aus den Augen rollten, seit Finley sich verabschiedet hatte und wischte sie immer wieder mit ihrem Pulloverärmel weg während sie fast schmollend geraudeaus sah. Ob sie wohl selbst daran glaubte, dass niemand bemerkte, wie sie schon seit geraumer Zeit an ihm klebte wie eine Klette? Kurz musste er fast Grinsen, aber das war wirklich nicht der Zeitpunkt dafür.
Jack sah aus dem Fenster, aber er hatte keine Ahnung wohin sie fuhren. Auf jeden Fall immer weiter in die Randgebiete der Stadt. Die Gegend wurde immer verlassener. Vor allem an den äußeren Gebieten konnte man sehen, dass die Landflucht immer noch im Gange war.
Ganz langsam beschlich Jack ein Verdacht. Er fragte den Fahrer: "Wohin genau fahren wir?"
Als dieser keine Antwort gab, war er sich fast sicher. Er versuchte die Tür des Wagens zu öffnen, aber sie war von innen abgeschlossen. "Verdammt!",murmelte er und zog seinen Zauberstab. Doch es war sinnlos. Das Auto war gesichert. Hier drin konnte man keine Magie gebrauchen.
Er drehte sich zu Roel um und sagte leise: "Wir müssen hier raus. Das Ganze ist eine Falle."
Jetzt fing der Fahrer doch zu reden an und was er sagte, ließ Jack die Augen aufreißen: "Das könnt ihr versuchen, es würde euch nur nichts bringen. Wir haben die Grenze vor etwa 500 Metern passiert."
Jacks Blick wanderte langsam wieder zum Fenster. Er hatte die abgerissene Kleidung der Menschen, die unterwegs waren schon bemerkt, aber erst jetzt erkannte er, dass es sich dabei meistens um Umhänge handelte.
"Wir sind bald bei eurem neuen Haus."
Rowan drehte sich zu ihren Eltern. "Mum? Dad? Was passiert jetzt?" Es passierte nicht oft, dass man Angst in ihrer Stimme hörte und Jack hatte nicht die geringste Ahnung wie er sie beruhigen sollte. Er wusste, dass die einzige, winzige Hoffnung, die sie noch hatten, Bestechung war. "Lassen Sie meine Familie gehen. Wir haben Geld. Wir haben Informationen. Was wollen Sie?"
Doch der Fahrer stellte sich taub. "Verdammt nochmal, was wollen Sie? Hören Sie mir nicht zu?"
"Es tut mir Leid, ich kann nichts tun. Wir sind übrigens da."
Das Auto hielt an, doch Jack stand nicht auf. "Lassen Sie uns gehen! Bringen Sie uns zurück! Wir sollten in ein geschütztes Haus, verdammt!"
Der Fahrer antwortete nur: "Steigen Sie bitte aus und beziehen sie Ihr neues Haus. Dritter Stock. Zweite Tür links."
Erst jetzt sah Jack nach draußen und betrachtete das, was vorgesehener Weise ihr neues zu Hause sein sollte und die Ironie daran brachte ihn zum Grinsen. "Wow. Ein Plattenbau."

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BeitragThema: Re: Abzweigung vom Haupstrang 2: Camden   Mo Mai 12, 2014 3:13 pm

Sie starrte immer noch fassungslos auf diese Wände. Kahler Beton starrte zurück. Jeder Schritt, den sie in diesem Zimmer gegangen war, war laut von den Wänden zurückgeprallt und mittlerweile bildete sie sich schon ein, ihren eigenen Atem widerhallen zu hören.
Solange sie die Wände anstarrte, musste sie sich nicht mit der Tatsache abfinden, wie dieses Zimmer eingerichtet war. Es war vielleicht 20qm groß und trotzdem lagen einige Matratzen auf dem Boden, die darauf schließen ließen, dass man ihr nicht einmal dieses bisschen an Privatsphäre zugestehen würde. Und dann würde sie sich diesen Ort (sie weigerte sich nach kurzer Überlegung, es als Zimmer zu bezeichnen) auch noch mit Zauberern teilen müssen. Bisher hatte sie Abstand zu ihnen gewahrt. Natürlich, auch an ihr war es nicht spurlos vorbei gegangen, dass es Zauberer gab. Sie hatte gesehen, wie man sie aus ihren Wohnungen zog, in Wägen verfrachtete und wegbrachte. Aber bisher hatte sie immer gedacht, ihr würde dieses Schicksal erspart bleiben. Schließlich hatte doch niemand davon gewusst. Sie hatte doch alle hinter sich gelassen. Komplett allein gelebt. Und dann war da dieser Vorfall. Mitten auf der Straße. Warum hatte sie sich nur nicht im Griff?
Kurz stampfte sie mit dem Fuß auf. Ihr Selbstmitleid würde nichts bringen. Trotzdem konnte sie sich nicht ganz aus dieser Starre befreien, in der sie sich seit sie heute morgen hier angekommen war befand. Die kleine Tasche über ihrer Schulter, die alles enthielt, was sie in der kurzen Zeit einpacken konnte warf sie auf eine der Matratzen und setzte sich daneben. Dann öffnete sie sie und zog ein Foto heraus, dass sie kurz sehnsüchtig ansah, bevor sie es wieder wegsteckte. Jetzt würde sie erst einmal auf die Leute warten, mit denen sie sich diesen Ort teilen musste. Sie rollte sich auf der Matratze zusammen und fragte sich, wann diese Starre sie endlich wieder loslassen würde.
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Roel Salem
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BeitragThema: Re: Abzweigung vom Haupstrang 2: Camden   Mo Mai 12, 2014 9:07 pm

Während das Lachen Crouchs immer noch nicht zu verblassen schien und die Worte des Fahrers nur begleitend unterstrich, kamen sie an. Der Wagen hielt ruckartig, sodass Roels Kopf nach vorn zuckte und sie instinktiv ihre Hände um die Schultern ihrer Tochter legte und Jack dabei zuhörte wie er mit dem Fahrer stritt.
Natürlich konnte er nichts dafür, dass er sie hier abliefern musste. Natürlich. Niemand war Schuld. Keiner hatte etwas gesehen. Diese Ignoranz hätte sie fast zum würgen gebracht, doch stattdessen presste sie ihre zitternden Lippen aufeinander und sah Crouch nur abfällig von der Seite an, als dieser kurz abermals ihre Blick kreuzte.
Sie hatte ihm nichts zu sagen und noch weniger dem Fahrer. Denn eigentlich waren sie doch selbst Schuld gewesen, sodass ihre eigene Dummheit ihr nur einen Schauer über den Rücken jagte. Sie hatte Angst, ja, aber sie ließ es sich nicht anmerken. Immerhin wollte sie ihre Tochter beschützen und diese nicht beunruhigen.
"Steig aus, ja Maus?", ihre Stimme war nicht laut, nicht mehr als ein Flüstern in Richtung von Rowan, doch sie wusste, dass sie sie hören konnte. Im Auto war die Atmosphäre eingefroren, sodass sie einfach nur noch aus diesem Fahrzeug raus wollte.
Sie betrat die Straße und spürte den schmutzigen Asphalt unter ihren Füßen knirschen. Das Auto hinter ihnen verließ schnell den Schauplatz des Geschehens, sobald sie alle ausgestiegen waren, als ob der Fahrer es gar nicht erwarten konnte die Schranke wieder zu passieren, die sie von der Außenwelt trennte. Roel begrüßte dies nur. Sie wollte eigentlich am liebsten die Augen schließen und das ganze hier ignorieren, doch es ging natürlich nicht. Vor allem, nicht wenn Crouch immer noch vor sich hin grinste, als ob er komplett seinen Verstand verloren hätte. Und dabei war sich Roel nicht einmal sicher, ob er das nicht bereits getan hatte.
Sie sah sich um und bemerkte, dass sie die Gegend kannte, in die sie verfrachtet worden waren. Es war einer der Szeneviertel von London als sie noch in Rowans Alter gewesen war. An manchen alten Plakaten und abgerissenen Schaufenstern konnte man es noch erkennen, vor allem an der kleinen Kneipe, die zwar jetzt als Unterschlupf für eine andere Familie diente, aber noch deutlich als solche zu erkennen war und die direkt vor ihnen lag.
Kurz schloss Roel ihre Augen und fuhr mit ihrer Hand darüber. Sie hörte noch quietschende Reifen und dachte daran, dass es sich vielleicht um das Auto handelte mit dem Potter weggebracht worden war, doch der selbsternannte Held war wohl eher zu den hohen Tieren dieser neuen Regierung gebracht worden. Er war zu wichtig, um mit ihnen in ein einfaches Lager gebracht zu werden.
Seufzend schüttelte sie den Kopf und ging mit ihrer Familie in das Haus, um der Wegbeschreibung des Fahrers zu folgen. Der Plattenbau war zu ihrer Überraschung beinahe leer. Es waren nicht viele Menschen anwesend und wenn dann saßen sie dichtgedrängt zusammen in kleinen Räumen, die nur spärlich mit Möbeln bedeckt waren. Roel hatte schon damit gerechnet, dass es hier so aussehen würde, doch dass sie letzten Endes selbst hier landete hinterließ einen Kloß in ihrem Hals, sodass sie hart schlucken musste, als auch schließlich die Tür von ihrem Zimmer aufgestoßen wurde und sie hinein blicken konnte.
Crouch ging voraus, er hatte die Tür geöffnet und hielt sie fast schon gentlemanlike für die anderen offen, als ob er nett zu ihnen sein wollte, doch das immer noch hämische Grinsen auf seinem Gesicht verriet etwas anderes. Er hatte nichts mehr zu verlieren, sodass das hier wohl eher eine Verbesserung war als immer noch in Askaban zu sitzen.
Der ehemalige Todesser lachte kurz leise auf und streckte sich ein wenig, als ob er es sich hier gemütlich machen wollte, doch setzte er gleich darauf hin an, etwas zu sagen: "Gemütlich oder? Und so viel Gesellschaft", knurrte er leise, ehe Roel überhaupt bemerkte, dass sie nicht allein im Raum waren. Eine junge Frau lag zusammen gerollt auf einer der Matratzen, sie schien allein zu sein und niemanden zu haben, mit denen sie ebenfalls hätte ankommen können.
Roel nahm schließlich die Hände von ihrer Tochter und ging langsam auf das fremde Mädchen zu, blieb einige Meter vor ihr stehen und sah ein wenig besorgt zu ihr hinüber. "Hey… alles in Ordnung?"
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Jack Donahue
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BeitragThema: Re: Abzweigung vom Haupstrang 2: Camden   Mo Mai 12, 2014 9:32 pm

Jack musste sich zurückhalten, seine Frau und seine Tochter nicht anzufahren, als sie einfach so ausstiegen. Doch schlussendlich musste er zugeben, dass sie Recht hatten. Hier rannte man gegen Wände. Jack öffnete ebenfalls die Tür, stieg aus und trat noch einmal hart gegen das Auto. "Arschloch!",fuhr er den Wagen an.
Erst dann machte er sich auf den Weg in ihr neues 'zu Hause'.
Während Crouch vorne ging und somit eine Art Pufferzone bildete, machte Jack das Schlusslicht und warf immer wieder einen Blick über die Schulter.
Das ganze sah trostlos aus. Komplett trostlos. Die wenigen Menschen, die das Haus bevölkerten, wirkten wie verprügelte Hunde, so wie sie sich zusammen kauerten.
Sie erreichten die Tür und während Roel sich um ein Mädchen kümmerte, dass anscheinend mit ihnen hier leben würde, erfasste Jack den kleinen Raum mit einem Blick. Kahle Wände, wenig Möbel, Kälte und ein paar Matratzen auf dem Boden. Es lief ihm kurz kalt den Rücken herunter. "Das kennen wir doch, was?"
Roro sah ihn verwundert an: "Was kennen wir?" Erst jetzt bemerkte er, wie befremdlich diese ganze Situation für sie sein musste und er schüttelte den Kopf und wuschelte ihr kurz durchs Haar. "Nichts, Kleine. Es ist alles in Ordnung. Glaub mir, man gewöhnt sich an alles."
Sie schien nicht sonderlich überzeugt, sondern zog eine Augenbraue nach oben, sah sich noch einmal um und antwortete: "Ja, bestimmt Dad."
Jack grinste sie schief an: "Warum fragst du mich, wenn du sowieso alles besser weißt?" Rowan zuckte die Achseln. "Keine Ahnung, vielleicht will ich dir jedes Mal wieder eine neue Chance geben."
Man merkte ihnen beiden an, dass sie versuchten ihre Anspannung zu überspielen und nicht wirklich amüsiert waren. Aber für Jack war es besser als nichts und so wie er seine Tochter kannte, ging es ihr genauso.

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BeitragThema: Re: Abzweigung vom Haupstrang 2: Camden   Di Mai 13, 2014 10:56 pm

Sie war sich nicht sicher ob sie schon einige Stunden oder nur ein paar Minuten auf der durchgescheuerten Matratze lag und ein Stück übriger Tapete an der Wand fixierte. Irgendwo im Haus schrie ein Kind und nebenan schienen Menschen zu streiten. Der Geruch von Essen lag in der Luft. Die anderen Insassen dieses Hauses schienen sich schon einzurichten.
Rue war in einer Art Halbschlaf, als sie hörte, wie die Tür hinter ihr geöffnet wurde. Sie drehte sich nicht um, bewegte sich nicht und spannte sich an.
Sie erkannte bisher drei verschiedene Stimmen. Ein Mädchen, wenn sie sich nicht täuschte und zwei Männer. Der eine Mann verhielt sich wie ein Arschloch, aber wirklich übel nehmen konnte sie es ihm in dieser Situation nicht. Trotzdem würde sie sich vor ihm erst einmal in Acht nehmen. Der zweite redete mit dem Mädchen, das allem Anschein nach seine Tochter war.
Dann mischte sich allerdings noch eine neue Stimme ein. Eine Frau, von der sie ein paar Sekunden zu spät bemerkte, dass sie mit ihr sprach. Rue nickte, ohne sich umzudrehen. Ihre Fingernägel krallten sich fester in die Matratze und sie zog ihre Beine noch enger an ihren Körper.
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BeitragThema: Re: Abzweigung vom Haupstrang 2: Camden   Di Mai 13, 2014 11:15 pm

Es war kalt in ihrem Zimmer. Der alte morsche Holzboden knirschte laut unter ihren Schritten auf, als sie langsam näher auf die Matratze zuging und dann neben dem Mädchen in die Hocke ging. Roel presste ihre Lippen aufeinander und sah die Fremde besorgt an, hob leicht ihre Hand und legte sie vorsichtig neben das Mädchen auf den versifften Stoff der Matratze, ehe sie ihren Mund öffnete und leise etwas sagte.
"Alles in Ordnung?", murmelte sie langsam, bemerkte zwar wie sich hinter ihr etwas regte, doch drehte sie sich nicht um, um die andere nicht zu verunsichern.
Sie konnte Crouchs Blick in ihrem Nacken spüren und ignorierte ihn geflissentlich, während dieser die Arme verschränkte und die Augen zu verdrehen schien.
"Natürlich - ihr geht's super, Roel", kommentierte er immer noch leise lachend. Grinsend wandte er sich zu Jack um, musterte diesen einen Moment, während seine Zunge zwischen seinen Lippen hervor zuckte und er sich schließlich ebenfalls auf einer der Matratzen nieder lief und sich leicht nach hinten lehnte. "Wahrscheinlich geht's es ihr genauso gut wie euch oder? Ihr seid schließlich diesen Luxus nicht gewohnt."
Sein Kichern schien ihm heiser in der Kehle zu stecken und schien es nicht so schnell wieder los zu werden und dabei schwor sich die Blonde, dass sie ihm, wenn er den ganzen restlichen Tag noch so drauf sein würde, noch eine verpassen musste. Es ging ihr auf die Nerven, nicht nur wegen dieser ausweglosen Situation sondern auch weil Crouch selbst sie unendlich nervös machte. Er war nicht geplant gewesen, seine ganze Anwesenheit brachte sie aus dem Konzept, sodass es ihr schwer viel sich wieder auf die junge Frau vor sich zu konzentrieren, die so verletzlich zusammengekauert vor ihr lag.
Sie runzelte ein wenig ihre Stirn und öffnete leicht ihren Mund, antwortete Crouch einfach nichts und hob stattdessen lieber noch einmal ihre Hand und legte schließlich diese sanft auf die Schulter der anderen.
"Bist du verletzt? Wir können helfen…"
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Jack Donahue
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BeitragThema: Re: Abzweigung vom Haupstrang 2: Camden   Mi Mai 14, 2014 5:00 pm

Bisher hatte er Crouch ignoriert. Diese ganze Situation war schließlich schon ohne ihn beschissen genug. Aber natürlich konnte der Ex Todesser und gleichzeitig Ex seiner Frau nicht damit leben, dass man nicht jede Sekunde des Tages damit verschwendete, seine volle Aufmerksamkeit auf ihn zu richten. Jack wollte sich nicht ausmalen, dass sie nun dazu gezwungen waren, zusammen zu leben. Er drehte sich zu Crouch und antwortete: "Ja, natürlich, du weißt natürlich wovon du redest. Ich hab' auch schon gehört, dass es in Askaban neuerdings Sterneköche und Whirlpools gibt."
Damit war die Sache für ihn gegessen, auch wenn er sich nicht vorstellen konnte, dass Crouch es damit auf sich beruhen lassen würde. Rowan, die wohl ihre Aufmerksamkeit lieber auf den alten Sack lenkte, als auf ihre momentane Situation gab nun ebenfalls ihren Senf dazu. "Warum bist du so gemein zu ihm Dad? Er ist doch nur ein verbitterter alter Mann."
Jack hatte zwar nie gewollt, dass seine Tochter auch nur in Crouchs Nähe kam, aber ihr Spruch, der sicher nicht böse gemeint war, brachte ihn zum Grinsen. "Ja, du hast Recht. Wir sollten den armen, alten Mann in Ruhe lassen."
Er hoffte, Roro würde nicht zu viel von Crouch und ihrer aller gemeinsamer Vergangenheit erfahren. Als gestern klar war, dass sie ihn am nächsten Tag sehen würde, hatte er ihr erklären müssen, wer er war. Aber er war oberflächlich geblieben. Sie wusste, dass er früher ein Todesser war und dass sie sich von ihm fern zu halten hatte. Und auch wenn sie sich an solche Dinge quasi nie hielt, hoffte Jack dieses Mal doch, dass ihr gesunder Menschenverstand sie von Crouch fern halten würde.
Er suchte sich nun ebenfalls eine Matratze aus und öffnete darauf seinen Koffer. Er warf Roro ihren Bettbezug zu und fing dann an für sich und Roel ein Bett herzurichten. Sie schien immer noch mit dem Mädchen beschäftigt, dass alles andere als glücklich aussah. Wie auch?
Aber Jack war froh, dass Roel sich darum kümmerte. Ihm war es schon zu viel, seine Tochter und Crouch in einem Raum zu wissen, da konnte er sich nicht auch noch um fremde Frauen kümmern.

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BeitragThema: Re: Abzweigung vom Haupstrang 2: Camden   Mi Mai 14, 2014 5:17 pm

Durch das Absinken der Matratze wusste sie, dass die fremde Frau sich neben sie legte. Rue krampfte sich weiter zusammen. Sie wusste, dass die Frau sich wohl nur Sorgen machte, aber ihr war es mehr als unangenehm.
Als sie dann auch noch ihre Hand auf Rues Schulter legte, zuckte sie zurück, drehte sich um und rutschte von der Frau weg, bis sie an der Wand anstieß. Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen. Die blonde Frau hatte ihren Plan, alle einfach zu ignorieren zunichte gemacht. "Lass mich einfach in Ruhe. Mir geht es gut",sagte sie heiser und ließ ihren Blick das erste Mal kurz über die anderen Menschen im Raum wandern.
Vor ihr war diese blonde Frau. Mitte Dreißig. Hübsch, aber anscheinend gestresst. Hinter ihr ein Mann um die Vierzig. Wahrscheinlich das Arschloch. Er unterhielt sich mit dem anderen Mann, der wohl mit der Frau und dem Mädchen, dass gerade ihr Bett überzog eine Familie bildete. Was das Arschloch allerdings bei ihnen zu suchen hatte, erschloss sich ihr nicht ganz. Er war auf keinen Fall alt genug um von einem der Beiden der Vater zu sein. Vielleicht war er ein älterer Bruder der Frau. Diese schien ihn schließlich nicht ganz so zu verachten, wie der Mann es tat.
Sie schienen recht normal zu sein. Vielleicht sogar nett. Aber Rue hatte nicht vor hier Freundschaften zu schließen. Sie würde mit diesen Leuten so wenig wie möglich zu tun haben. Schließlich war sie schon hier eingesperrt worden ohne überhaupt Zauberer zu kennen, ohne auch nur einen Zauberspruch zu beherrschen. Was würde passieren, wenn sie sich erst mit ihnen abgab? Nein. Diese Leute gingen sie nichts an.
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Roel Salem
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BeitragThema: Re: Abzweigung vom Haupstrang 2: Camden   Mi Mai 14, 2014 6:50 pm

Das Verhalten der Fremden erschreckte Roel zwar nicht, doch es irritierte sie sichtlich. Verwirrt zuckte sie nach hinten und hielt sich gerade noch so an der Matratze fest, sodass sie in ihrer knienden Haltung nicht umkippte und richtete sich dann langsam auf.
Während sie ihren Mantel langsam ablegte und die Koffer hinüber zu Jacks und ihrem Bett stellte, drehte sie sich nur noch einmal kurz zu der Fremden um, ehe sie dann ihrem Mann half sich häuslich einzurichten. Oder es zumindest zu versuchen, so gut es eben ging.
Ihre Hände tauchten zwischen die Stoffschichten ein, wühlten kurz und hielten dann inne. Sie konnte ihren Atem vor ihrem Mund sehen, als sie das Gepäck durchsuchte und den Koffer gleich wieder zuklappte. Es hatte keinen Sinn auszupacken, wenn sie hier keine Schränke hatten.
Seufzend drehte sich die Blondine um und hob ein wenig genervt die Brauen, in dem Moment als sich ihr Blick einen Moment mit dem von Crouch kreuzte. Dieser schien zwar immer noch höchst amüsiert von Jacks Reaktion zu sein, doch hatte er inzwischen aufgehört zu grinsen und hatte sich betreten schweigend gegen die kalte Wand hinter ihm gelehnt und sah dann beiläufig an Roel vorbei.
Natürlich hatte sie bemerkt, dass er Rowan bis jetzt noch kein einziges böses Wort an den Kopf geworfen hatte. Nein, er hatte noch nicht einmal mit ihr gesprochen oder ihr auch nur geantwortet, wenn sie ihn etwas gefragt hatte, sodass sich Roel unwillkürlich fragen musste, ob es ihm zu schaffen machte, dass er ihr begegnet war. Sie hatte Jack zwar nie davon erzählt, doch sie rechnete relativ fest damit, dass Barty noch immer annahm, dass Rowan nicht vielleicht doch seine Tochter sein könnte und nicht die Jacks…
Seufzend verdrehte die Augen und bezog schließlich das Bett zu Ende. Rowan war Jacks Tochter. Das war sicher. Doch sie konnte sich gut vorstellen, dass allein der Glaube des Todessers wohl Ärger bringen würde.
"Roro?", fragte sie ihre Tochter und hielt ihr daraufhin einen Rucksack hin, der ihr gehörte. "Kümmer dich einfach nicht um ihn, in Ordnung? Wir müssen hier eine Weile zusammen leben, also geh ihm am besten aus dem Weg."
Sie bemerkte aus dem Augenwinkel eine Reaktion des Älteren, sah aber nicht hin.
"Mich zu ignorieren hat früher schon nicht funktioniert, Salem", murmelte er fast schnurrend, während sich wieder ein leichtes Schmunzeln auf seine blassen Lippen schlich. "Das müsstest du am besten wissen…", knurrte er noch kurz, ehe er sich von der Wand abstieß und einige Schritte Richtung Tür wanderte. "Ich seh mich mal um, wenn es euch nicht stört. Bin auch wieder zeitig zu Hause, Mum und Dad", er zwinkerte Jack noch einen Moment hämisch zu, ehe er dann durch die Tür schlüpfte und diese knallend hinter sich schloss.
Roel kommentierte sein schnelles Verschwinden nicht, sie seufzte nur abermals und drehte sich wieder zu ihrer Mitbewohnerin um, von der sie immer noch nicht den Namen wusste. Sie runzelte ein wenig besorgt die Stirn und ging dann wieder ein paar Schritte auf sie zu, hielt dabei dennoch genügend Abstand.
"Wir wollen dir nichts tun, hörst du? Aber… wenn du etwas brauchst, dann frag einfach. Wir sollten uns gegenseitig helfen, finde ich…", begann sie langsam und lächelte dann ein wenig, doch es sah eher halbherzig aus, als ob sie sich selbst die Worte nicht abnehmen würde. "Darf ich dich nach deinem Namen fragen?"
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Jack Donahue
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BeitragThema: Re: Abzweigung vom Haupstrang 2: Camden   Mi Mai 14, 2014 11:06 pm

Roel hatte wohl nicht sonderlich viel Erfolg dabei, das Mädchen dazu zu bringen auch nur irgendwie auf sie einzugehen. Stattdessen half sie nun mit, das Zimmer hier wenigstens im Ansatz bewohnbar zu machen. Sie gab Roro noch einen Rat mit auf den Weg und sie zuckte nur mit den Achseln. Ihr schien Crouchs Anwesenheit egal zu sein. Ihrem Blick nach fand sie es anscheinend sogar ein bisschen interessant einen Schwerverbrecher um sich zu haben. Jack musste eindeutig ein Auge darauf haben, dass sie sich von ihm fern hielt.
Crouch stand auf einmal auf und fing an das auszusprechen, das Jack schon die ganze Zeit versuchte zu verdrängen. Doch bevor er etwas darauf sagen konnte, war der Ex Todesser auch schon verschwunden. Jack kniff kurz die Augen zusammen und wandte sich dann an seine Frau. "Wäre er doch nur einen Tag später eingezogen. Einen Tag, dann hätten wir ihn jetzt nicht am Hals."
"Mum, was meint er damit, dass du wissen solltest, dass man ihn nicht ignorieren kann?",fragte Rowan und ihrem Blick nach zu urteilen, konnte sie sich schon ganz gut selbst ein Bild davon machen, was Crouch da gerade herausposaunt hatte.
"Nichts, ok. Er meint nichts damit",antwortete Jack aggressiver als er vorgehabt hatte. "Ahja",war ihre Antwort und man sah ihr an, dass ihr Verdacht sich damit bestätigt hatte. "Ehrlich Mum, der?"
Roel hatte sich währenddessen wieder ihrer Mitbewohnerin zugewandt. Diese zuckte nur mit den Achseln, als sie ihr Hilfe anbot und murmelte auf die Frage nach ihrem Namen ein leises: "Rue."
Sie schien nicht sonderlich gesprächig zu sein. Jack hob trotzdem seine Hand und sagte ihr seinen Namen. Damit war das schonmal erledigt. "Warum bist du hier?",fragte er, ohne wirklich zu glauben, dass sie antworten würde. Doch sie setzte zu einer Erklärung an. Zumindest sah es erst so aus, als würde sie überlegen, was sie nun sagen sollte. Dann antwortete sie allerdings: "Ich gehöre nicht hierher."
Jack seufzte. "Das tun wir wahrscheinlich alle nicht. Aber wir sind es eben. Warst du in einem versteckten Haus?"
Sie schüttelte den Kopf, drehte sich um und schien nicht mehr mit ihnen reden zu wollen und Jack zuckte mit den Achseln. Sie würden Zeit genug haben sich besser kennen zu lernen.

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BeitragThema: Re: Abzweigung vom Haupstrang 2: Camden   Di Jul 22, 2014 7:46 pm

bei crouch gehts hier weiter: Plattenbau R13
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