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 Unser krasses hardcore RPG

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Rowan Salem
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Feb 04, 2015 12:24 am

Während Rowan erst nicht wusste, was er dem Mädchen vor ihm antworten sollte, hörte er gleichzeitig wie sich jemand hinter ihnen bewegte und sah über seine Schulter, ehe er Sam entdeckte, der dort im Halbdunkel stand und ebenfalls dem Radio zuzuhören schien. Er konnte es ihm nicht verübeln. Schließlich horchte sie doch auch alle jeden Abend darauf, ob etwas passiert war. Etwas tragisches, etwas, das ihnen Hoffnung geben konnte. Aber meistens passierte nichts außer, dass neue Tote zu beklagen waren und das zermürbte sie wohl alle.
Rowan drehte sich langsam von Sam weg, sah ihn noch ein letztes Mal an, lächelte schwach und ein wenig ermunternd, ehe er in ihre Richtung nickte und ihn so aufforderte sich zu ihnen zu setzen. "Willst du da ewig stehen bleiben?", fragte er leise und sah dann wieder zu seiner Nebensitzerin, die inzwischen angefangen hatte auf ihrer Lippe herum zu kauen, wie er es manchmal bei Jack bemerkt hatte. Er lächelte wieder und klopfte ihr aufmunternd auf die Schulter.
"Deinen Eltern geht's sicher gut. Vielleicht liegen sie jetzt schon im Bett und schlafen. Das solltest du eigentlich auch, findest du nicht?", fragte er sie und sah wie die rothaarige ihn scheu ansah, ehe sie zurück auf Sam blickte, den sie ebenfalls ein schüchtern taxierte, bevor sie sich wieder zurückwandte und zu überlegen schien was sie sagte.
"Ich kann nicht schlafen. Ich hab immer Albträume. Ich weiß, dass es ihnen gut geht, aber… ich halt trotzdem Angst", murmelte sie und Rowan konnte nicht anders als die Stirn zu runzeln. Er wusste was sie meinte. Albträume hatte er auch, allerdings nicht von seinen Eltern, sondern von Roel und Jack. Wahlweise wie sie starben, meistens durch Crouchs Hand, oder wahlweise wie Roel sie verriet und wieder zu den Todessern zurückkehrte. Beides machte ihm gleichermaßen Angst und er wusste nicht, wie er das ganze loswerden sollte. Es würde nicht passieren und daran glaubt er fest.
Statt sich dann aber weiter damit zu beschäftigen, lächelte er stattdessen weiter und hielt der Jüngeren die Hand hin.
"Ich bin Rowan. Wir haben uns noch gar nicht vorgestellt. Und du heißt…?"
"Mabel", murmelte sie zaghaft und nahm dann seine Hand, schüttelte sie leicht, ehe sie anfing zu lächeln und er sah wie sie wieder errötete. Wenn er so weiter machte und das Mädchen sich noch in ihn verliebte, würde Jack nur wieder eifersüchtig werden, so wie er in letzter Zeit sogar auf jede Topfpflanze losging, die nur falsch in Rowans Richtung zeigte...
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Sam Donahue
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Feb 04, 2015 12:47 am

Sam hatte schon wieder nach oben gehen wollen. Vielleicht weiter in Jacks Doctor Who Buch lesen und darauf warten, dass die Nacht entweder vorbei war oder ihm doch tatsächlich die Augen zufielen um dann wieder in Alpträumen zu versinken.
Aber in dem Moment, als er sich gerade umdrehen wollte, hatte Rowan ihn anscheinend entdeckt. Er konnte ihn immer noch nicht leiden. Die Sache, dass er bei den Todessern war und dann auch noch sein Freund, der sie alle verraten hatte und wegen dem Jimmy Tod war... wegen dem er Mary jeden Abend weinen hörte. Nein, er konnte ihn wirklich nicht leiden. Und vor allem traute er ihm nicht. Trotzdem ging er auf ihn und das Schlammblut - Mädchen zu und setzte sich schweigend neben sie. Sie schien ziemlich verschüchtert zu sein. Wahrscheinlich war sie vor dem Krieg in Hufflepuff gewesen. Eigentlich hatte er Hufflepuffs nie leiden können. Die waren so verdammt nett, dass einem schlecht wurde.
Aber er sah, dass es der Kleinen nicht gut ging. In ruppigem Tonfall meinte er: "Ein paar namenlose Muggel sind nicht unbedingt das Hauptziel von ihnen. Die bringen sie nur aus Spaß um und das völlig wahllos. Müssten deine Eltern schon arg blöd sein, wenn sie vom Krieg wissen und denen in die Arme laufen."
Ihm war klar, dass er sich gerade wie ein Arsch aufführte, aber es war ihm egal. Das Mädchen war so verdammt naiv. Sam fragte sich, wie sie es geschafft hatte überhaupt so lange zu leben. Wahrscheinlich war sie überfordert, weil die Todesser ihr perfektes Leben mit ihrer perfekten Familie ausgelöscht hatten und ihr größtes Problem auf einmal nicht mehr ihre Schulnoten waren. Willkommen in der echten Welt, Kleine.
"Du hast ihnen doch vom Krieg erzählt, oder?",fragte er und wusste, dass er nur Salz in die Wunde streute, falls sie es nicht getan hatte. Aber irgendwie hatte er einfach genug von diesen ganzen kleinen Kindern hier, die einfach keine Ahnung hatten und ihn jeden Tag damit vollheulten, dass auf einmal alles anders war und sie nicht mehr von Mami betüttelt wurden.
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Rowan Salem
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Feb 04, 2015 10:56 pm

Rowans Brauen wanderten mit jedem neuen Wort Sams weiter nach oben, sodass sie beinahe unter seinem zerzausten Pony verschwanden, doch nur beinahe. Sie schienen an etwas unsichtbaren anzustoßen, als Jack Bruder seine letzte Frage stellte und zogen sich augenblicklich wieder nach unten zusammen, wo sie wütend verweilten und Rowan einen düsteren Ausdruck verliehen, den er wohl nicht mehr so schnell los werden würde.
Okay, es war in Ordnung, wenn Sam ihn fertig machte. Immerhin hatte er es verdient. Aber die Kleine hier, Mabel, war fast noch ein Kind und hatte es nicht einmal im Ansatz darauf angelegt, von Sam so hart in die furchtbare Welt der Erwachsenen und des Krieges gestoßen zu werden.
Also presste er seine Zähne aufeinander, fletschte diese und sagte so leise und ruhig, wie er eben konnte: "Ein wenig sensibler geht das auch oder Sam?" Er sah ihn mit aufgerissenen Augen an, blinzelte kurz zum Hinterkopf Mabels hinüber, den er nur sehen konnte, da sie ihm den Rücken zugedreht hatte und gerade Sam anstarrte, als ob er ihre Welt zerstört hätte. Naja, irgendwie hatte er das ja gerade auch oder?
Das rothaarige Mädchen vor ihm fing währenddessen an vor sich hin zu stammeln und er merkte, wie sie versuchte die Tränen zurück zu halten, um wohl vor Sam trotzdem noch so stark zu wirken, dass sie sich nicht blamierte, doch man hörte wie ihre Stimme brüchig wurde.
"Meine Mum und mein Dad wissen nicht mal, wo ich hin bin. Ich glaube sie machen sich Sorgen, aber es immer noch besser, als wenn sie von irgendwelchen kranken Leuten umgebracht werden oder?", sagte sie und schluckte dann hart, ehe ihr Atem anfing genauso zu zittern wie ihre Stimme, sie sah Sam nicht in die Augen, sondern sah auf ihren Schoß, wo ihre Finger wieder angefangen hatten sich zu verkrampfen. Ihre roten Locken fielen ihr ins Gesicht und ihr Kopf senkte sich noch ein wenig weiter.
"Meine Geschwister sind alle keine Hexen oder Zauberer. Ich hatte Angst, dass sie auch sterben, wenn ich da bleibe. War das etwa falsch?", fragte sie dann und sah ein wenig nach oben, stand dann ruckartig auf und ging dann hastig aus dem Zimmer. "Ich bin müde", murmelte sie dann leise krächzend und rannte die Treppen nach oben. "Tut mir Leid."
Eine Weile saß Rowan so da, sah Mabel hinterher, wie sie aus dem Raum gestürmt war und drehte seinen Kopf dann langsam zu Sam hinüber, den er fassungslos anstarrte, als ob er der Kleinen gerade einen Todesfluch zwischen die Augen verpasst hätte. "Echt gut gemacht, Sam. Wirklich. Echt. Gut. Gemacht."
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Sam Donahue
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Do Feb 05, 2015 12:09 am

Sam sah schnaubend der Kleinen hinterher, die er jetzt anscheinend zum heulen gebracht hatte. Dann wandte er seinen Blick wieder zu Rowan, der ihn ansah, als hätte er gedroht, sie umzubringen. Sam verdrehte die Augen. Er wollte es eigentlich stillschweigend zur Kenntnis nehmen. Den Trottel einfach ignorieren. Und dann fragte er sich, warum. Er schwieg schließlich schon die ganze Zeit. Vielleicht sollte er ihm einfach sagen, was ihn störte. Also fing er an.
"Was willst du ihnen denn sonst erzählen? Willst du sie anlügen? Willst du ihr sagen, dass die Todesser gar keine Macht haben und wir hier nur ein Spiel spielen oder was? Willst du ihr sagen, dass alles wieder gut wird?" Seine Sätze wurden immer schneller. Nicht laut und wütend, aber man merkte, dass er sich in Rage redete und er fragte sich selbst, wie lange es her war, dass das das letzte Mal passiert war. Er hatte vergessen, wie gut es sich anfühlte. "Ja, natürlich. Das würdest du wahrscheinlich machen. Du schon." Sein Blick wurde ernst. Ja, Rowan war eine dieser Personen. Er würde ihnen alles erzählen, was sie hören wollten. Nur, damit es ihnen besser ging. Und er würde sich dabei auch noch gut fühlen. Als hätte er etwas richtig gemacht. Aber er wusste auch nicht, wie es war, wenn man dort war. Er wusste nicht einmal, wie es war muggelstämmig zu sein. Nein, er hatte nicht die geringste Ahnung. "Dir ist klar, dass ihnen das nicht helfen wird, oder? Es wird ihnen nicht im geringsten helfen, wenn sie etwas Gutes erwarten. Wir sind im Krieg. Hier gibt es kein Happy End. Die Todesser sind Monster. Das solltest du auch wissen, oder nicht? Nein, was rede ich da? Du hast keine Ahnung. Du warst nie bei ihnen. Wenn du wüsstest wie sie sind würdest du das alles hier nicht tun. Du würdest die Gefahr nicht noch größer machen, indem du andere Flüchtige hier versteckst. Du würdest einfach nur weglaufen, wenn du auch nur einen kleinen Funken Verstand hättest." Sam schüttelte den Kopf. Ihm war klar, dass er hier gerade einfach nur seine Wut ausließ. Ihm war klar, dass er viel zu viel redete. Aber er konnte sich einfach nicht zurück halten. Das alles ging ihm im Kopf herum, seit diese Kinder das Haus betreten hatten. Und er wusste einfach, dass ihm niemand zuhören würde. Vor allem nicht der Kerl vor ihm. Aber vielleicht war es nicht schlecht, wenn er es ihm trotzdem sagte. Und wenn es nur ihm selbst nützte. Verächtlich redete er weiter.
"Ist dir eigentlich klar, dass das hier eines der meistgesuchten Häuser Großbritanniens sein muss? Nicht, weil wir so wichtig sind. Das wäre lächerlich. Nein, wir haben ihnen nichts entgegen zu setzen. Wir sind ihnen nicht gefährlich. Nicht im geringsten. Nein, wir haben etwas viel Schlimmeres getan. Wir haben sie in ihrer persönlichen Würde verletzt.
Crouch wird sich Roel und das Baby holen, dass er für seins hält, gleich, nachdem er Jack getötet hat. Zumindest wenn sie nicht verschwinden. Er wird nicht aufgeben. Er wird niemals aufgeben. Er will dieses Kind, er will Roel und er will seine Rache.
Und selbst wenn er uns nicht findet wird Rhydian-" Sam brach ab. Er wollte nicht über Rhydian reden. Nicht mit diesem selbsternannten Helden. Aber vielleicht, wenn er es ihm sagte, vielleicht würde er es dann begreifen. "Rhydian wird hier auftauchen und er wird mich zurück holen. Er wird nicht zulassen, dass ich von ihm weg bleibe. Und dass alles passiert einfach, wenn wir nicht verschwinden, dagegen kannst du nicht das geringste tun. Nicht einmal dein Orden kann das. Ich meine es ist ja wunderschön, dass wir hier Asylanten aufnehmen und die Welt retten wollen. Ja, klasse! Machst du ganz toll mit deinem Orden. Ganz wunderbar, ich bin stolz auf dich, wirklich! Aber deine Schwester ist schwanger. Wenn du sie nicht aus dem Land schaffst, wird sie zu Crouch zurück müssen. Und wenn sie nicht spurt und ich denke, das wird sie nicht, wer weiß, was er mit ihr macht. Glaubst du wirklich, wenn sie Hogwarts und das Ministerium unter sich haben, dass sie dieses kleine Muggelhaus nicht finden? Bist du wirklich so naiv?" Sam lachte auf. "Und was die Muggelstämmigen angeht, wenn sie mit uns aufgegriffen werden, haben sie nicht die geringste Chance. Wir sind gesuchte Verbrecher. Also wenn du ihnen nicht die Wahrheit sagen willst, ist das in Ordnung für mich. Aber ich für meinen Teil weiß, wie es ist als Schlammblut bei den Todessern zu leben. Ich weiß es nur zur Genüge. Also lass mich gefälligst ehrlich zu ihnen sein. Denn diese verdammten Lügen ertrage ich einfach nicht mehr."
Sam stützte seinen Kopf auf den Händen ab und seine Stimme wurde ruhiger, auch wenn sie nie laut geworden war. "Mir ist klar, dass sie hier bleiben wollen. Mir ist auch klar, dass sie mich auslachen würden, wenn ich ihnen vorschlagen würde, unter zu tauchen. Aber ehrlich, wenn ich eine schwangere Schwester hätte, die von Crouch gesucht wird, würde ich mich mehr darum kümmern, dass sie verschwindet, als darum mir im Orden einen Namen zu machen, indem ich Kinder mit schönen Lügen füttere."
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Rowan Salem
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mo Feb 09, 2015 10:06 pm

Wenn Rowan ehrlich war hatte er nicht damit gerechnet, dass Sam nach seinen Worten so ausrasten würde. Auch wenn er Anfangs ruhiger war, sogar ganz still und dann erst langsam explodierte, hatte er nicht gedacht, dass es so ausarten würde und er ihm bald seine ganzen Sorgen vor die Füße werfen und ihn damit so überfordert würde. Und beschämen. Sam hatte es tatsächlich geschafft, dass Rowan sich für sein Verhalten schämte und sein Blick schien das auch zu verraten.
Er hatte den Kopf ein wenig geschockt nach hinten gelegte, sah Sam eine Weile mit aufgerissenen Augen an, ehe er diese wieder ein wenig schloss und ihn dann einige Momente mit einem ratlosen Blick musterte, von dem er selbst nicht wusste, ob er nun Schock oder Bewunderung ausdrückte.
"Ich weiß, dass meine Schwester in Gefahr schwebt, Sam", sagte er dann langsam, immer noch irritiert durch den plötzlichen Ausbruch des anderen. Seine Stimme war ernst und er sprach langsam, als ob er schon lange darüber nach gedacht hatte und ja, das hatte er immerhin auch. Er war sich ihrer Situation bewusst und ihm war klar, dass sie alle in Gefahr war, vor allem weil Crouch es so auf seine Schwester abgesehen hatte. Dennoch mussten sie weiter machen und vielleicht musste das Sam erst verstehen, ehe sie endlich anfangen konnten sich wie zwei Erwachsene zu verhalten. Er hatte die Sache mit ihm schon länger klären wollen und sich nicht mehr bei ihm einschleimen wollen, wie er es bis jetzt getan hatte. Eigentlich hatte er Sam nichts zu beweisen. Er steckte nicht mit den Todessern unter einer Decke und die anderen wussten das. Das war das wichtigste.
"Aber hast du Mal daran gedacht, dass ich sie zu nichts zwingen kann? Roel will hier bleiben und wir haben schon oft genug darüber geredet. Sie will nicht weg", sagte er leise, man hörte wie seine Stimme ein wenig brach, als ob er selbst nicht fassen könnte, was er da sagte. "Ich wollte sie überreden, aber sie will das Land nicht verlassen. Sie will nicht einmal nach Irland zu Jaque. Vielleicht hat es etwas mit ihrem Stolz zu tun, vielleicht will sie uns auch nicht im Stich lassen, ich weiß es nicht, aber…", er hielt inne und sah Sam an, zog seine Brauen zusammen und schüttelte dann seinen Kopf. "Es liegt wohl an Jack. Sie will nicht weg von ihm und ich kann es auch verstehen. Er ist der Vater ihres Kindes und das muss ich respektieren." Er spürte wie sich seine Zähne zusammen pressten, ehe er weiter sprach: "Und ich weiß auch, dass Rockwood hinter dir her ist. Warum sollte er auch nicht? Du bist abgehauen und er will dich wieder zurück. Ob das nun daran liegt, dass er dich bestrafen will oder nicht, ist nebensächlich, ich will nur dass dir klar ist, dass wir dich hier beschützen. Genauso wie diese Kinder. Und dich lüge ich nicht an und weißt du warum? Weil du erwachsen bist und weißt wie scheiße die Welt da draußen ist. Diese Kinder wissen es noch nicht. Ich will nicht, dass sie so aufwachsen wie Roel und ich und schon so früh damit klar kommen müssen. Du glaubst ich wüsste nicht wozu diese Monster in der Lage sind - da muss ich dich enttäuschen, Sam."
Er hatte bemerkt, dass er sich in Rage geredet hatte und war schließlich aufgestanden. Er wollte nicht darüber reden, er wollte auch nicht einmal darüber nachdenken, doch er musste Sam zu verstehen geben, dass das hier für ihn kein Spiel war.
"Das letzte was ich will, ist mich beim Orden einzuschleimen. Ich will nur, dass wir alle überleben. Das ist auch für unsere Verhältnisse nicht zu viel verlangt, finde ich…", seine letzten Worte waren leise, ehe er aufstand und durch das Zimmer ging. Er verließ allerdings nicht den Raum, sondern blieb mit dem Rücken zu Sam stehen und verschränkte seine Arme. Er schien nachzudenken und biss sich auf die Unterlippe, ehe er sich durch seine zerzausten Haare fuhr. Das ganze hier war doch einfach beschissen.
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Barty Crouch Jr.
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mo Feb 09, 2015 10:37 pm

In Marys Zimmer war es ruhig. Unten konnte man leise Stimmen hören, so still und kaum hörbar, dass man nicht erfassen mochte, von wem sie stammen, viel mehr klangen sie wie ein dumpfes Hintergrundgeräusch, dass sich mit den Melodien der Nacht vermischten, die als Rest durch das Haus rauschten und die Bewohner sanft in einen Schlaf wogen, in dem sie sich gut vom Tag erholen konnten. Draußen rauschte der Wind von einem herannahenden Sturm. Er ließ das Holz des Hauses knirschen und atmen, er ließ den Stein kratzen und das Metall leise quietschen.
Man hätte meinen können, dass es hier sicher war. Dass niemand hier eindringen konnte, um der Muggelfrau die Hölle auf Erden zu bereiten.
Naja, man konnte sich immer irren.
Er war da. Er war schon seit Tagen da. Er war immer da, wenn sie wach war, wenn sie arbeitete oder wenn sie sich schlafen legte. In feinster Kleinarbeit hatte er es geschafft in sie vorzudringen. In ihren Verstand, in ihren kleinen süßen Kopf, der so voller Dummheiten steckte.
Es war zum Beispiel sehr dumm von ihr gewesen ihm in das Knie zu schießen. Es war sehr dumm gewesen, dass sie Jack beschützt und ihn auch noch bedroht hatte, ehe er geflohen war. Er war von dem Muggel zum Narren gehalten worden und das musste sie jetzt bezahlen.
Wahrscheinlich ging es Barty die meiste Zeit ums Prinzip. Dass er sich nicht so behandeln ließ ohne darauf Taten sprechen zu lassen. Sie hatte es verdient und er war sich sicher, dass ihr selbst bewusst war, dass sie irgendwann dafür büßen musste. Vielleicht nur nicht, dass diese Zeit heute Nacht gekommen war.
Er sah sie, wie sie da lag und schlief, wie sie ihn nicht bemerkte. Wie auch. Er war nicht wirklich hier. Er war nur in ihrem Kopf, nur ein Traum, der sich vor ihren Augen projizierte, wie ein Film auf einer Leinwand, doch er konnte dennoch sehr real sein. Oh so verdammt real und wahrhaftig.
"Mary…", er zog ihren Namen in die Länge, nachdem er seinen Mund genüsslich geöffnet hatte und angefangen hatte zu lächeln. Ein kaltes Lächeln, welches eine solche Brise Wahnsinn widerspiegelte, dass es ihm selbst nicht auffiel. "Mary. Wach auf. Du hast Besuch. Und du willst den Besuch doch nicht warten lassen oder? Mary…" Ihr Name hatte sich in eine Art Singsang verwandelt, den er immer wieder holte, ehe er sich ihr näherte und direkt an ihr Ohr getreten war.
"Mary wach auf. Wach auf, Mary. Es ist schon spät. Du hast verschlafen und verpasst sonst noch den ganzen Tag."
Sein Lächeln verbreiterte sich zu einem Grinsen, er fuhr ihr sanft über ihr rotes Haar, über ihre Wangen und legte den Kopf ein wenig schief. Er wusste, dass sie ihn hörte, aber nicht sehen konnte. Er wusste das und dennoch sah er sie gütig an, als ob er ein Engel wäre, den der liebe Gott nur für sie geschickt hatte.

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Zuletzt von Barty Crouch Jr. am Sa März 21, 2015 4:47 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Sam Donahue
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mo Feb 09, 2015 10:40 pm

Sam war überrascht als er hörte, dass Rowan tatsächlich ernst nahm was er sagte. Anscheinend hatte er sich sogar selbst schon einmal darüber Gedanken gemacht. Das war natürlich mal ein Fortschritt. Sam hätte ihn nicht für so intelligent gehalten.
"Keine Angst, ich bin erwachsen, ich kann auf mich selbst aufpassen",antwortete er auf dieses verdammte Gelaber darüber, wie sie ihn alle wieder einmal beschützen wollten. Manchmal fragte er sich wirklich, ob er einfach aussah wie Rapunzel und es nur selbst nicht merkte. Dann ließ er dieses Thema allerdings beiseite und fügte hinzu: "Hast du vielleicht schonmal drüber nachgedacht mit Jack darüber zu reden. Er ist vielleicht nicht gerade der Intelligenteste, aber wenn du ihm sagst, dass das Leben seines Kindes davon abhängt und dass seiner besten Freundin noch dazu, vielleicht sogar dass von uns und Mary, denkst du nicht, dass er dann gehen würde? So wie ich ihn einschätze schon. Zumindest wenn du dich nicht quer stellst.
Wir könnten einfach alle zusammen gehen. Und wenn du jetzt von Flucht redest oder Feigheit oder sonst sowas, dann denk daran, von wem wir gesucht werden. Wir haben genau zwei Möglichkeiten. Gehen oder sterben. Und ich bin mir nicht sicher, was davon besser zu eurem verdammten Gryffindor - Gehabe passt. Schließlich geht es hier um ein Kind."
Sam kam sich mal wieder vor, als wäre er der einzige Vernünftige hier. So schwer war das alles schließlich nicht. Sie mussten einfach nur gehen und damit aufhören für nichts und wieder nichts ihren Hals zu riskieren.
"Außerdem sehe ich nicht, wo wir hier besonders nützlich sind. Die Kinder hier brauchen eigentlich nur ein Halbblut, dass für sie Besorgungen machen kann und dass sollte aufzutreiben sein. Wir sind hier doch komplett überflüssig."
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Rowan Salem
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mo Feb 09, 2015 10:58 pm

Rowan wollt eigentlich nicht darüber reden, er hätte am liebsten Sam einfach ignoriert und wäre zu Bett gegangen, doch er drehte sich stattdessen um und betrachtete ihn mit gerunzelter Stirn, als ob er sich selbst betrachten würde, wie er vor ein paar Tagen auf genau die gleiche Schlussfolgerung gekommen war.
"Glaubst du ernsthaft, das hätte ich ihnen nicht schon vorgeschlagen? Aber Jack scheint es entweder nicht kapiert zu haben oder war zu sehr damit beschäftigt, ob diese Stelle jetzt ihre Brüste in mein Gesicht drückt oder nicht. Er wollte nichts davon hören. Du kennst deinen Bruder. Er würde nicht gehen, wenn ich hier bleibe. Und ich muss. Ich kann euch nicht schon wieder in Gefahr bringen, wenn ich auch hier bleiben und euch den Rücken freihalten kann."
Er strich sich wieder über die Haare und fuhr sich dann mit beiden Händen über sein Gesicht. "Es hat keinen Wert", murmelte er und seufzte dann langgezogen. "Aber weißt du was Sam, auch wenn ich dich nicht leiden kann. Du hast Recht. Wir sollten gehen. Vor allem Roel sollte gehen. Selbst wenn ich sie dazu zwingen muss."
Er wandte sich mit diesen Worten ab und ging in die Küche. Er konnte jetzt ohnehin nicht schlafen, wieso sollte er sich dann nicht einen Kaffee machen und einfach dort bleiben. Allein und vor allem nachdenklich.
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mo Feb 09, 2015 11:03 pm

Marys Nächte waren immer dasselbe. Sie ging ins Bett, weinte und schlief darüber ein, bis sie am nächsten Morgen aufwachte und versuchte, ihre roten Augen mit Schminke zu verdecken.
Sie hätte selbst nicht gedacht, dass sie diese ganze Geschichte so mitnehmen würde. Natürlich, nach der Sache mit Jimmy war sie kaputt gewesen. Komplett kaputt. Aber als dann auch noch das mit ihren Eltern dazu gekommen war, mit ihren Freunden...
Sie hatte erst im nachhinein erfahren, dass dieser Crouch auch noch zwei weitere Leute vor ihrem alten Laden getötet hatte. Einer von ihnen hatte gerade den Vertrag für einen neuen Job unterschrieben. Er hatte jahrelang darauf hin gearbeitet und jetzt war alles umsonst. Den anderen hatte sie lange nicht mehr gesehen. Er hatte von einer Überraschung gesprochen, etwas, dass er ihr unbedingt erzählen musste und bei dem sie gar nicht mehr wütend auf ihn sein könnte.
Jetzt würde sie wahrscheinlich nie erfahren, was Hamish ihr hatte erzählen wollen. Genauso wenig, wie Paul bei seinem Job auftauchen würde.
Und dass alles nur wegen Crouch. Sie erinnerte sich an seine kalten Augen, die Art, wie er lachte. Kurz bevor er sie bemerkt hatte, wie er Jack angesehen hatte. Als würde es ihm gefallen, wenn andere Menschen litten.
"Mary. Wach auf. Du hast Besuch."
Es ging nur den Bruchteil einer Sekunde, bis sie völlig wach war. Allerdings blieb sie trotzdem liegen. Horchte auf eine Stimme, von der sie sicher war, dass sie sie geträumt haben musste. Die Anderen hatten schließlich gesagt, dass sie dieses Haus mit Schutzzaubern belegt hatten. Besser als letztes Mal.
Aber die Stimme redete weiter. Mary kniff die Augen zusammen. Hatte sie ihren Verstand verloren? Ihre Hand fuhr fahrig zu der kleinen Lampe auf ihrem Nachttisch und knipste sie an. Sah sich verwirrt im Zimmer um. Aber da war niemand. Langsam ließ die Angst nach. Aber die Stimme redete trotzdem weiter.
War das eine Art zauber? Sie hoffte, dass es kein Zauber war. Hoffentlich spielten ihr ihre Nerven einfach nur einen Streich. Wenn sie nun auch noch den Mörder ihres Bruders in ihrem Kopf hören würde, würde sie durchdrehen. Sie würde schlichtweg durchdrehen.
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Barty Crouch Jr.
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Sa März 21, 2015 5:12 pm

Er spürte wie die Angst durch ihre Adern schoss, als er weiter mit ihr gesprochen hatte. Er sah ihr an, wie ihre Augen sich weiteten und sich ihr Körper versteifte, bereit zur Flucht, bereit davor vor einem Feind zu fliehen, den sie nicht sehen konnte. Zumindest noch nicht.
Er wartete noch, beobachtete sie und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen während er es genoss seinen Plan langsam in die Tat umzusetzen.
Schließlich hatte es lange gedauert, oh so lange bis sie es geschafft hatte sich eine Tür in ihren Kopf zu sichern. Es war anstrengend gewesen und lästig immer nur von Außen an ihr arbeiten zu können, aber jetzt hatte er es geschafft. Und vielleicht war es auch jetzt an der Zeit sie endlich das sehen zu lassen, worauf sie sicherlich all die Wochen gewartet hatte…
"Mary?", er blinzelte, während er spürte wie sich sein Körper auf einmal neben ihr manifestierte, als Trugbild natürlich, und er sie zwischen seinen langen schwarzen Haaren, die ihm ins Gesicht fielen, ansah als ob er nicht verstünde wie er hier her gekommen war, was er hier machte und vor allem warum sie hier war.
Er war nicht er selbst, das war Crouch klar. Das sollte Mary auch klar sein, denn sie wusste nicht, dass er es war. Sie konnte es nicht wissen. Vor ihr stand ihr Bruder. Blass, schwarzhaarig und schlaksig wie er ihn in Marys Erinnerung gesehen hatte. Er hatte sich selbst nicht mehr so gut an den Muggel erinnert. Bartemius hatte noch gewusst, dass er ihn angerempelt hatte und ihn mit seiner Würdelosigkeit belästigt hatte, wofür er natürlich den Todesfluch als Strafe erhalten hatte, doch war ihm sonst nicht aufgefallen. Er widmete sich nicht gerne unwichtigen Dingen wie Muggeln…
Doch jetzt wusste er alles. Er hatte die letzten Tage damit verbracht alle Erinnerungen über Jimmy in Marys Kopf zu finden und sie so zu sortieren, wie er sie brauchte. Schließlich wollte er überzeugend sein. Schließlich war er dafür genau der richtige, um der kleinen Mary McKenzie das Leben zur Hölle zu machen. Er war eben ein begabter Schauspieler.
"Mary, ich-", er runzelte die Stirn, sah das Zimmer um sich herum verwirrt an, sah genauso irritiert zu seiner Schwester hinunter und wirkte orientierungslos, genauso wie er nun auch seltsam abwesend die Hand betrachtete, mit der er gerade noch durch ihre Haare gestrichen hatte.
Er starrte seine Finger einen Moment ratlos an, sah dann wieder zu Mary, die auf ihrem Bett lag.
"Mary, wo bin ich hier, warum bist du- Sind wir wieder daheim? Gibt's irgendwelche Probleme- Ist was mit Mama und Papa? Mary-"
Er schien zu erstarren, sah seine 'Schwester' mit leeren Augen an und senkte dann leicht seinen Kopf, um mit tonloser Stimme zu sagen: "Nein… stimmt. Ich bin ja tot."

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»Jack Donovan. FUCKING Jack Donovan.«
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Sa März 21, 2015 7:50 pm

Nervös sah sie sich im Zimmer um. Tastete mit ihren Augen jeden Winkel ab, aber hier war niemand. Trotzdem stand sie auf. Sie musste den anderen Bescheid sagen. Schließlich konnte das irgendein Trick von diesem Crouch sein. Irgendetwas um sie angreifbar zu machen. Vielleicht hatte er auch einen Weg in ihr Haus gefunden. Mary wäre froh, sie würde sich mit Magie ein bisschen besser auskennen.
Nur einen Augenblick später waren all diese Gedanken allerdings wie weggewischt. Ihr Gesicht wurde kreidebleich und ihr Mund öffnete sich zu einem stummen Schrei. Vor ihr stand nicht Crouch. "Jimmy?",keuchte sie tonlos.
Das konnte nicht sein. Er war doch tot. Er konnte nicht hier sein. Aber vielleicht... man hatte nichts gesehen. Er war einfach umgefallen. Er hatte keine Wunden gehabt. Nichts. Vielleicht hatte er doch überlebt. Ihre Hoffnungen keimten auf. Vielleicht hatte sie ihren Bruder wieder. Vielleicht würde doch wieder alles normal werden. Ein Bild, dass umgedreht auf ihrem Nachttisch lag kam ihr in den Sinn. Es war letzten Sommer entstanden. Sie waren in Italien gewesen. Mama, Papa, Jimmy und sie auf dem Markusplatz in Venedig. Es sollte einfach ein normales Bild werden, aber Jimmy hatte noch Taubenfutter in der Hand und in dem Moment in dem abgedrückt wurde, wurden sie von Tauben attackiert. Mary hatte es einfach gemocht, weil es nicht gestellt war. Aber sie schweifte ab. Es ging nur darum, dass sie dieses Gefühl wieder wollte. Vielleicht sogar wieder haben könnte. Jimmy, wie er irgendeinen Mist machte, sie, die mit den Augen rollte und ihre Eltern, die versuchte, alles auf die Reihe zu bekommen, was er vermasselte und dabei noch lachten.
Aber sein nächster Satz ließ dieses Bild verschwimmen. Trotzdem wollte sie es noch nicht gehen lassen. "Aber du stehst doch hier. Du bist nicht tot. Wenn du tot wärst, könntest du doch nicht hier sein."
Ihre Stimme hörte sich an wie ein flehen. Sie hoffte einfach, dass er ihr zustimmte. Auch wenn Sam ihr gesagt hatte, dass man Tote nicht zurück holen konnte, jedes Mal wenn sie gebettelt hatte, er solle es doch wenigstens versuchen. Vielleicht hatte er es doch geschafft. Vielleicht gab es eine Möglichkeit. Ja, so musste es sein. Sie konnten doch zaubern. Jimmy war wieder da. Dieser Alptraum war endlich vorbei.
Zum ersten Mal formte sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht. "Wie auch immer, du bist wieder da. Du bist wieder da!"
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Barty Crouch Jr.
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Sa März 21, 2015 8:10 pm

Jimmys Lippen öffneten sich leicht, er sah Mary an, als ob er nicht verstand, was sie sagte, als ob sie eine komplett andere Sprache sprechen würde, die er überhaupt nicht verstehen konnte. Er sah zu Boden, seine Hände hingen nutzlos an seinen Seiten hinunter, während er zu verstehen versuchte was hier überhaupt passierte.
"Die anderen… sind auch da. Unten", murmelte er dann, Crouch spürte wie das fremde Gesicht sich fahl und ausgemergelt anfühlte. Er selbst spürte wie sich sein Körper vor Mattheit erschwerte und seine Schultern nach unten hingen. Das musste er zumindest nicht spielen. Die kleine Schlampe vor ihm hatte ihn in ihrem Wutanfall derart geschwächt, dass nicht einmal mehr die Tränke halfen sein Bein schneller heilen zu lassen.
Nachdenklich schien er schweigend auf den Boden zu starren, sah dann auf einmal seine Schwester an und fing leicht an zulächeln, als würde er ihr glauben. Als dachte er, dass sie wirklich recht hätte und er wieder da wäre- Daheim- Bei Mama, bei Papa und ihr…
Er hob seine Hand und wollte Mary berühren, doch er fuhr durch sie hindurch, seine Finger lösten sich wie Staub und festigten sich erst wieder als er sie wieder zu sich zog.
Sie konnte sehen, dass er nicht echt war, dass er nicht lebte und diese Erkenntnis zeigte Crouch auch auf Jimmys Gesicht.
"Jetzt kapier ichs", murmelte er und sein Lächeln verschwand.

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»Jack Donovan. FUCKING Jack Donovan.«
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Mary McKenzie

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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Di März 24, 2015 7:28 pm

Mary starrte auf Jimmys Finger, der gerade durch sie hindurch gegangen war. Mit gezwungenem Lächeln schüttelte sie den Kopf. "Das bedeutet nichts, Jimmy. Sie können zaubern. Jack und Sammy können zaubern. Und ihre Freunde auch. Sie können dir bestimmt helfen."
Sie nickte, als bräuchte sie selbst Bestätigung in dem was sie sagte. Etwas fahrig griff sie nach seiner Hand und zuckte zusammen, als sie den Fehler bemerkte. "Komm einfach mit!", meinte sie stattdessen und ging in Richtung Tür. Die Anderen mussten Jimmy einfach helfen können. Sam hatte zwar gesagt, dass man die Toten nicht zurück holen konnte, aber wenn sie wieder da waren, konnte man ihnen bestimmt wieder einen Körper verschaffen. Da war sich Mary fast sicher. Langsam kam Freude in ihr hoch. Vielleicht hatte sie tatsächlich wieder einen Bruder. Vielleicht würde sie Jimmy bald umarmen können. Dann würde sie besser aufpassen. Sie würde einen Weg finden, ihn in Sicherheit zu bringen. Vielleicht zu ihren Eltern. Irgendwohin, wo dieser verdammte Crouch ihn nicht in die Finger bekommen würde.
Marys Hand wanderte zur Klinke. Ja, jetzt würde alles wieder gut werden.
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Barty Crouch Jr.
Ravenclaw
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Di März 24, 2015 10:20 pm

Wenn er nicht gerade wie ein Muggel ausgesehen hätte, und auch noch einer der besonders lächerlichen Variante, hätte er wohl seiner vermeintlichen Schwester direkt ins Gesicht gelacht. Sie war zu süß. Zu niedlich, wie sie sich an der Hoffnung festhielt, dass sie ihren Bruder retten konnte, dass sie wirklich glaubte, dass irgendjemand auf dieser Welt dazu im Stande war ihr das zurück zu geben, was er ihr gestohlen hatte. Niemand konnte das. Nicht einmal der Lord selbst. Nicht einmal Barty selbst.
Unbeholfen stolperte er ihr hinterher, vergrub die Gedanken tief in seinem Inneren und stellte sich vor sie an die Tür, versuchte unbeholfen mit seiner Hand an ihre zu greifen und zu aufzuhalten, nach draußen zu gehen, doch wieder rutschte sie hilflos hindurch.
"Nein- Mary es geht nicht. Glaubst du nicht ich hätte schon versucht zurück zu kommen?", er fuhr sie ein wenig harsch an, doch sah er sie dann entschuldigend und erschrocken von seinem eigenen lauten Ton an, nur um dann seine Miene in tiefe Trauer zu versetzen.
"Ich wollte dich nich' allein lassen. Du bist doch meine kleine Schwester. Und Mama und Papa und…", er senkte seinen Blick und sah dann erst nach einer Weile wieder Mary an, musterte sie kurz als ob ihm die Worte fehlen würden und dann öffnete er wieder leicht seinen Mund.
"Wo sind Mama und Papa überhaupt?"

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»Jack Donovan. FUCKING Jack Donovan.«
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