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 Unser krasses hardcore RPG

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Sam Donahue
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mo Sep 30, 2013 11:17 pm

Rhydian schien nicht wieder zu kommen. Zumindest nicht in nächster Zeit. Sam stand vom Bett auf und öffnete die Tür. Der Flur roch nach altem Holz und schlechten Erinnerungen. Er sah die Tür am Ende des Korridors. Jacks Zimmer. Jeden Tag war er daran vorbei gelaufen. Er konnte das nicht mehr. Vor allem, seit er wusste, dass Jack jeden Ausweg verweigerte. Wegen ihm. Weil er so feige war. Sam würde nun auch einmal Mut beweisen müssen. Auch wenn es nur ein wenig war. Was konnte ihm schon passieren? Rockwood würde ihn nicht töten. Sonst hätte er es schon längst getan. Wenn er ihn foltern würde... in diese Situation würde er früher oder später sowieso wieder kommen. Also was hatte er zu verlieren?
Sam wusste nicht wo der Todesser war, doch er konnte es sich denken. Wahrscheinlich saß er draußen und rauchte. Entweder das, oder er redete mit anderen Todessern. Allerdings war zweiteres unwahrscheinlich, da die meisten gerade entweder beim Essen waren oder auf einer Art Mission, von der Sam nicht die geringste Ahnung hatte.
Sam ging sah also noch einmal auf die Tür, hinter der sein Bruder wartete, schwor sich dieses eine Mal kein feiger Slytherin zu sein und ging langsam die Treppenstufen nach unten. Er durchquerte die getäfelte Eingangshalle und öffnete schließlich die Tür nach draußen.
Nicht weit vom Eingang saß Rhydian und rauchte. Er hatte ihn noch nicht gesehen und Sam nutze diese Zeit um sich noch einmal vor Augen zu halten um was es hier ging. Er atmete noch einmal tief ein um sich Mut zu machen und umrundete dann die Bank, auf der der Todesser saß. Als er direkt vor ihm stand, sah er ihm in die Augen und sagte: "Ich will meinen Bruder sehen."
Es hatte sich um einiges entschlossener angehört, als er sich fühlte. Hoffentlich nicht zu entschlossen. Doch wenn ihm Rockwood das gewähren würde... dann hatte er endlich einmal einen Sieg zu verbuchen. Er sah Rhydian direkt in die Augen. Dieses Mal würde er nicht klein beigeben.
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Jack Donahue
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Fr Nov 01, 2013 4:36 pm

Sammy war also bei Rockwood gewesen. Die ganze Zeit. Er hatte sich schon gedancht, dass Sam ihn kannte. Dass dieser Typ mehr im Schilde führte, als er zugab. Jack war sich zwar nicht sicher, ob er einer von den Bösen war, aber es sah fast so aus.
Weiter starrte er Roel wütend an. Doch ihr letzter Satz ließ jegliches Gefühl verrauchen. "Was?", murmelte er verständnislos. Dann sah er sie eine Weile nur an, ohne sie wirklich wahrzunehmen. Nein, das konnte nicht sein. Nicht schon wieder. Nicht jetzt. Er biss die Zähne zusammen. Es war jetzt unwichtig wer hier vor ihm stand. Sein Blick richtete sich wieder fest auf Roel. "Was kann ich tun? Gibt es irgendetwas, dass ich tun kann?"
Dieses Mal hasste er sich nicht für seine Worte. Ja, er würde vielleicht Todessern helfen und sie würden ihm sicher nicht einfach glauben, dass er zu ihnen gehörte. Doch was war schon Verrat oder Folter? Er hatte gelernt, ein Egoist zu sein. Was sollte dieses ganze Getue um Moral, wenn man niemanden mehr hatte?
Die Wut kochte erneut in ihm hoch. Doch dieses Mal durfte er ihr nicht freien Lauf lassen. Roel war vielleicht seine einzige Chance, Sam hier noch irgendwie raus zu bringen.
"Du weißt, dass ich das alles nur für Sam mache. Wenn er stirbt, bin ich raus und glaub mir, ich finde einen Weg, dich mit reinzuziehen." Trotz allem musste er die Wahrheit wissen. Er schloss kurz die Augen. Hatte Angst vor der Antwort, auf seine nächste Frage. "Gibt es noch eine Chance, Sammy hier rauszuholen?"
Er musste sich fast dazu zwingen Roel anzusehen. Doch sie durfte seine Schwäche nicht sehen. Auch wenn er befürchtete, dass sie ihn dazu zu gut kannte. Von dieser Antwort machte er es abhängig, ob er seine Prinzipien ein weiteres Mal verraten würde.

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Roel Salem
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Fr Nov 01, 2013 5:05 pm

Roels Kehle fühlte sich trocken an, kratzig als ob sie nie mehr ein Wort zwischen ihren Lippen hervor bringen konnte. Langsam drehte sie sich wieder um und sah Jack an. Bedauern lag in ihren Augen, die langsam Jacks Gesicht abtasteten.
"Sam ist von Rockwood abhängig. Ich weiß nicht, was er mit ihm angestellt hat, aber der Kleine gehorcht ihm aufs Wort. Deshalb... weiß ich es nicht, wie wir ihn hier heraus bekommen werden."
Abermals holte Roel tief Luft und verschränkte ihre Arme vor ihrem Brustkorb, sah auf den dunklen Boden unter ihren Füßen. Das letzte Licht des Abends drang durch einige Ritzen der zugenagelten Fenster in den kleinen Raum und machte glitzernden Staub sichtbar, der zwischen ihnen hin und her tanzte.
Wenn man den Grund einmal beiseite schob, weswegen sie sich hier gerade unterhielten, hätte die Szenerie fast schon etwas ruhiges gehabt.
"Es gibt noch einen anderen Grund, warum ich hier bin, Jack...", begann Roel schließlich und sah ihn mit einer klaren Bitterkeit in ihrem Blick an. "Wenn der Lord mich nicht hätte testen wollen, hätte er Barty geschickt. Oder Avery. Aber er will sehen, in wiefern ich dich brechen kann."
Ein leises Schnauben war zu hören, sie verzog ihr Gesicht zu einer wütenden Grimasse. "Er wird versuchen mich dazu zu bringen ihm die Wahrheit zu sagen, Jack. Mit allen Mitteln... Deswegen, musst du unsere geheimen Treffen verheimlichen und das auch vor mir."
Sie ging näher auf ihn zu, legte rasch ihre Hände an seine Fesseln und befreite ihn.
"Du darfst dich ab jetzt frei in diesem Raum bewegen. Verlass ihn nicht, auch wenn die Tür nicht abgeschlossen sein sollte. Und..."
Mit einem schnellen Griff in ihre Manteltasche, zog sie einen Zauberstab hinaus, der mit seinem dunklen Holz leicht im Licht glitzerte und dessen Grafierung leicht aufleuchtete, als Roel ihn in Jacks Hand drückte.
"Wenn ich diesen Raum verlasse, musst du mir meine Erinnerungen nehmen. Gib sie mir erst zurück, wenn ich dich das nächste Mal aufsuche, sonst werden wir beide hier drin verrecken."

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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Nov 06, 2013 6:05 pm

Wow. Du - weißt - schon - wer übertraf sich mal wieder selbst in seiner Grausamkeit. Er sah sich Roel einmal genau an. Ganz objektiv. Dicke, dunkle Ringe lagen unter ihren Augen und ihr Blick war irgendwo zwischen Wut und Verzweiflung. Außerdem hatte sie wieder abgenommen. Ihre Wangenknochen sprangen ihm direkt entgegen. Alles in allem sah sie aus wie eine Leiche und wahrscheinlich fühlte sie sich auch dementsprechend. Nichts erinnerte mehr an das kleine Mädchen von damals. Nicht einmal an die junge Frau aus Hogwarts. Roel war wohl kurz davor, gebrochen zu werden. Vielleicht war sie sogar schon darüber hinaus.
Doch dann löste sie seine Fesseln und was sie sagte lies ihn eine Augenbraue nach oben ziehen, während er die Druckstellen an seinen Handgelenken massierte. Ungläubig sprach er die Tatsache aus, die er erst im Moment so ganz verstand. "Du willst mir wirklich helfen, oder?"
Es war eher eine rhetorische Frage. Er kannte die Antwort bereits. Trotzdem war er vorsichtig. Im Moment mochte sie ihm noch helfen wollen, doch wenn sie weiter unter diesen Monstern hauste... wer konnte schon sagen, was das mit ihr anstellen würde?
Er stand auf und lief ein wenig hin und her. Seine Beine hatten schon gekrampft von dem ganzen Sitzen. Immer wieder musste er sich an der Wand abstützen. Einige Fragen taten sich ihm trotzdem auf. "Was hast du für einen Vorteil daraus?" Er konnte sich nicht vorstellen, dass sie das alles nur ihm zuliebe tat. Schließlich war das hier immer noch Roel und er hatte sie gefoltert und sie für den Mord an Sammy verantwortlich gemacht. Sie hatte ihn und seinen Bruder hierher ausgeliefert. Obwohl zumindest Jack eigentlich nur dort war, um sie von was auch immer zu befreien.
Kurz ließ er sich ihrer beider Situation durch den Kopf gehen und er konnte ein kurzes Lachen nicht unterdrücken. "Da haben wir uns mal wieder ganz schön in die Scheiße geritten, was?"

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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Nov 06, 2013 6:22 pm

Roels Augen lagen auf denen von Jack, beobachteten ihn und zuckten kurz zusammen, bevor sie feucht wurden und sie die Flüssigkeit grob mit ihren Handrücken abwischte.
Sie kam sich vor wie ein dummes Kind.
Müdigkeit und Angst und Trauer und Stress. Alles war zu viel, doch sie riss sich zusammen. Wischte noch einmal an ihren Augen herum, ehe sie ihren Mund öffnete und ihm antwortete. Allerdings langsam und bedächtig.
"Weißt du Jack... Die Leute geben auf. Alle. Du und Rowan. Jaque und ich, wir sind eine der Letzten. Außer uns gibt es vielleicht noch Potter. Sonst niemanden mehr. Ein Widerstand nach dem anderen wird niedergeschlagen. Menschen sterben und ich stehe hier."
Sie ließ ihre Arme nach unten fallen und legte ihren Kopf kurz in den Nacken, ehe sie weitermachte. Die Stimmbänder in ihrer Kehle schienen angestrengt und waren kratzig.
"Ich stehe hier auf diese Seite. Und vielleicht ist es das, was es braucht, dass es endlich aufhört. Damit er stirbt und dass wir leben können. Und deshalb werde ich dich hier rausbringen und wir töten diese Bastarde."
Ihr Blick verfinsterte sich, bevor sie schließlich mit einem Kopfnicken auf den Zauberstab in Jacks Händen zeigte.
"Na los. Ich sollte gehen... und bevor ich das tue, solltest du mich alles vergessen lassen. Bis zum nächsten Mal, Jack."
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Nov 06, 2013 6:41 pm

Jack sah, dass sie weinte. Doch er ging nicht zu ihr um sie zu trösten. Dafür hatten sie sich wohl beide zu sehr verändert. Er wartete, bis sie sich wieder gefasst hatte. Beobachtete währenddessen den Staub, wie er im Licht hin und her schwebte.
Dann fing sie an zu reden. Er hörte ihr einfach zu und hatte zum ersten Mal das Gefühl, sie zu verstehen. Er hatte sich geirrt. Sie war noch das Mädchen von damals. Sie war es die ganze Zeit gewesen. Gut versteckt hinter Ablehnung, Hass und dieser ewigen Verzweiflung. Doch da war sie. Zum ersten Mal seit Jahren erkannte er sie wieder. Dieses Wissen brachte ihn zum Lächeln.
Er sagte: "Und wie wir diese Bastarde töten. Gut. Ich bin dabei."
Dann hob er seinen Zauberstab. "Und wehe du lässt dich von diesen ganzen Schweinen manipulieren. Schließlich will ich dich nächstes Mal genauso entschlossen erleben wie heute. Bis dann."
Damit sprach er seinen Zauber und löschte ihr Gedächtnis.

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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Nov 06, 2013 7:26 pm

Als ihre Augenlider zusammen gepresst die Welt um sie herum ausschlossen und sie nur noch das Rauschen der Blätter über ihrem Kopf hörte und das Klicken hinter ihr, wusste sie, dass es Zeit war aufzuwachen.
Oder zumindest nachzusehen, ob Barty letztenendes doch das Gewehr auf sie gerichtet hatte.
Roel wandte ihren Kopf nach hinten und sah auf Crouchs zusammen gezogene Brauen, die versuchten die störende Sonne von seinen Augen abzuschirmen. Er schien gerade die Muggelwaffe zu begutachten, die Scabior präpariert hatte. Neue silberne Knöpfe zierten die Seiten, die sicherlich irgendeinen speziellen Effekt bewirkten, wenn man auf ihnen herumdrücken würde.
Ein heller Hund saß nicht weit entfernt von ihnen zwischen zwei Bäumen und schien aufmerksam zu warten, hechelte ab und zu und sah einem Vogel hinterher, doch verhielt sich ruhig. Kein Wunder, es war Malfoys Hund und das Manor und seine umliegenden Ländereien waren sein Zuhause.
"Brauchst du Hilfe?" Roels Stimme war seit gestern kratzig und wirkte schwach, als ob sie lange geweint hätte. Dabei konnte sie sich nicht erinnern sich heute Nacht auch nur ein wenig herum gewälzt zu haben, sie hatte endlich einmal wieder geschlafen wie ein Baby.
Einen Moment lang schien Barty nicht zu antworten, er schien zu konzentriert, wie er nachdenklich auf seiner Unterlippe herumkaute, ehe er abermals ein klicken hörte und schließlich die Waffe anlegte.
Als er schoss traf er ein Ziel weit oben in den Baumkronen, das schließlich hinunter fiel und auf dem Gras vor ihnen liegen blieb. Ein kleiner Sack mit einem roten Kreuz darauf, auch ein Werk Scabiors. Er war nicht beschädigt, keine Kugel schien ihn getroffen zu haben, nur eine kleine grün glühende Stelle in der Mitte war zu sehen, die langsam vor sich hin kokelte.
"Nein, hat geklappt", antwortete er schließlich seufzend, beobachtete noch einen Moment die wehenden Braumkronen, kniff seine Augen zusammen, um besser hindurch sehen zu können und hob sein Ziel auf.
"Sag Avery bescheid, dass wir noch mehr von den Dingern brauchen. Wenn der Lord diesen Militärstützpunkt infiltrieren will, brauchen wir mehr magische Gewehre..."
Roel zündete sich indes eine Zigarette an, wandte sich von ihm ab und war schon drauf dran zu gehen, schulterte dabei ihre eigene Waffe, die sie neben einem Baum abgestellt hatte.
Crouch folgte ihr zügig, bis er sie aufgeholt hatte.
"Er plant weit voraus, Potter ist noch nicht einmal tot und er denkt schon daran die Muggel mit ihren eigenen Waffen zu schlagen."
"Das klingt, als ob du ihn nicht bewundern würdest?", fragte Roel und sah ihn von der Seite an, sah kurz auf den Hund, der ihnen schließlich wieder gefolgt war und bellenden neben ihnen her sprang, um irgendetwas zu fangen, was sie nicht sehen konnte.
"Das klingt, als ob du dich heute wieder um Donahue kümmern müsstest", erwiderte er angefressen und warf ihr einen kurzen Seitenblick zu, der kühler nicht hätte sein können.

Es war als ob sie erst wieder aufatmen würde, wenn sie die Türe hinter sich schloss und auf Jack zu ging. Als sie ihre Hand von dem kühlen Metall des Türknaufs nahm, glitzerte schwach ein Licht um ihre Schläfe herum auf und sie blinzelte kurz, während sie nach Luft schnappte.
Sie hatten vor einigen Tagen den Knauf mit einem Fluch belegt. Ein Zauber, der ihr und auch nur ihr jedes Mal die Erinnerung zurück gab, die sie verloren hatte, wenn sie zurückkam.
Roel blieb einen Moment stehen und schluckte. Diese Erfahrung machte sie nie gern, jeden Tag nachdem sie dieses Ding angefasst hatte, durchfuhren die Erinnerungen so grob und harsch ihren Körper, dass sie einen Moment lang innehalten musste, damit ihr nicht schlecht wurde.
Sie sah auf und ging weiter auf Jack zu, zog sich einen Stuhl heran und sah zu ihm hinüber. Sein Zimmer war inzwischen wohnlicher geworden, mit jedem Tag, den er hier verbrachte und sich ruhig verhielt, schien ein neuer Gegenstand aufzutauchen, wie zum Beispiel ein Bett oder ein mehr oder weniger bequemer Stuhl.
Es war fast schon als ob sie ihn wie ein Haustier mit Belohnungen trainieren wollten.
"Der Lord hat mich gestern zu sich geholt", fing sie schließlich an, sprach ruhig und zündete sich mit zitternden Händen eine Zigarette an, an der sie tief zog.

Roels Knie schrien, zitterten und drohten nachzugeben, als der dunkle Lord sie mit einer kurzen Hand bewegung magisch auf ihre Knie zwang. Sie hatte ihn nicht kommen sehen, dabei war es eigentlich immer dasselbe.
Sie wurde in den kühlen, mit marmor ausgekleideten Saal geschickt, der von vielen Fenstern gesäumt und von Vorhängen verhangen war, stand mit zitterndem Körper mitten im Raum, umringt von hunderten und aberhunderten von Bücherregalen.
Die Bibliothek war früher einmal ihr Lieblingsort gewesen und jetzt hasste sie sie mit voller Inbrunst.
Ein Keuchen entrang sich ihrer Kehle als sie den harten Stein unter ihren Knien spürte und in den kalten Blick ihres Lords starren musste.
"Mein Lord..."
Voldemorts Miene schien entspannt, ein leichtes Lächeln zierte seine dünnen Lippen, die roten Augen, die stechend auf sie hinab blickten, waren kalt und schlangenhaft wie sie Roel noch aus ihren Albträumen kannte.
"Mir wurde zugetragen, dass du mit der Aufgabe gesegnet wurdest den jungen Donahue für uns zu gewinnen. Er weiß viel und ich würde es zu schätzen wissen, wenn du diesen Auftrag nicht unterschätzt, Carolyne."
Roel nickte bedächtig, ihr Zittern verschwand allmählich.
"Er macht Fortschritte. Seine Fesseln wurden entfernt, doch legt er keinerlei Anstalten an den Tag mich anzugreifen. Wir reden lange über seine Muggeleltern und ich glaube dass ich diesen wunden Punkt weiter gegen ihn verwenden kann. Es sollte nicht mehr lange dauern."
Voldemorts Augen verengten sich zu Schlitzen, er musterte Roel misstrauisch, hob aber schließlich seine Hand, sodass sie aufstehen durfte.
Mit ihm wieder auf gleicher Augenhöhe zu stehen, schien jegliche Angst und Nervosität von Roel genommen zu haben. Sie sah ihm nicht direkt in die Augen, so wie es sich gehörte, und neigte leicht unterwürfig ihren Kopf. So wie sie es gelernt hatte und so wie sie es zu tun hatte.

Roel stockte als sie Jack erzählte was passiert war. Sie schien einen Augenblick lang nicht zufrieden mit sich selbst zu sein und sah hinüber zum kleinen FEnster, aus dem leicht schimmerndes Licht einfiel.
"Ohne die Erinnerungen an diese Abende, wenn wir reden, bin ich anders. So kalt."
Ihre Hand wanderte wie von selbst nach oben, ihre Finger legten sich sanft auf ihre Lippen, während sie die Zigarette mit ihrer anderen hielt und tippte nachdenklich auf ihrem Mund herum.
"Von Sam habe ich die letzten Tage kaum etwas gehört. Ab und an sehe ich ihn zusammen mit Rhydian, er läuft ihm hinterher, als ob er sein kleiner Schüler wäre..."
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Do Nov 07, 2013 12:42 am

Immer wieder blies er den Rauch in Richtung Tür, während er darauf wartete, dass sie sich öffnete und Roel erneut vorbei kam. Er saß auf seinem neuen Bett und widmete sich seiner einzigen Beschäftigung, solange er allein war. Er starrte die Tür an.
Manchmal konnte er sich kaum zurück halten einfach nach draußen zu gehen. Vor allem wenn er durch sein kleines Fenster im Garten seinen Bruder sehen konnte, wie er wie ein Hündchen hinter Rockwood herdackelte. Doch er erinnerte sich daran, was Roel gesagt hatte. Sie mussten diese Bastarde töten und dazu musste er hier sitzen und warten. Und wenn es ihn noch so in den Fingern kribbelte diesen verdammten Knauf umzudrehen.
Wenigstens war er nicht mehr an einen Stuhl gefesselt. Sein Zimmer sah fast wohnlich aus. Auch wenn er genau wusste, würde er aus der Reihe tanzen hatte seine Scheinfreiheit schnell ein Ende. Wenn Roel nicht ab und zu vorbei gekommen wäre, würde er wahrscheinlich früher oder später entweder an langeweile krepieren, oder diesen ganzen, verdammten Laden in die Luft jagen.
Dreimal am Tag kam jemand und brachte ihm Essen. Doch keine dieser Personen redete auch nur ein Wort mit ihm. Sam war immer noch nicht hier gewesen. Die ganze Situation war beschissen.
Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als der Türknauf sich endlich bewegte und eine wie immer etwas verstörte Roel das Zimmer betrat. Es war wohl nicht gerade angenehm, wenn einen die Erinnerungen geradezu überfielen.
Sie sah immer noch nicht besser aus. Eher schlechter. Doch er hatte sich daran gewöhnt, dass sie wie ein Geist aussah. Wenigstens war sie wieder wie früher. Sobald sie dieses Zimmer betrat, hatte er wieder seine alte Freundin vor sich. Es war fast wie früher. Nur ein wenig dunkler.
Sie zündete sich ebenfalls eine Zigarette an und fing ohne Umschweife an, vom dunklen Lord (ja, er versuchte, sich anzugewöhnen, ihn so zu nennen) zu reden.
Jack hätte nie gedacht, dass er die Wichtigkeit besaß, dass der Oberboss überhaupt seinen Namen kannte. Doch anscheinend war er tatsächlich wichtig. Gut, sie ließen ihn am Leben. Das war wohl Beweis genug dafür.
Roel gab also Jacks Eltern als wunden Punkt an. Er fragte sich, was sie sagen würde, wenn sie wissen würde, dass es tatsächlich einer war. Nur in ganz anderer Weise, als sie ahnte.
Dass sie außerhalb dieses Zimmers anders war, ließ ihn kurz Lächeln. Ja, hier war sie sie selbst. Zu Sam nickte er nur. Er wusste nicht, was er dazu sagen sollte. Sam schien schließlich dazu gewillt gewesen zu sein, hier weg zu kommen. Doch vielleicht war das auch alles nur Show gewesen. Jack hatte einsehen müssen, dass er den Kleinen kaum kannte.
Als Roel geendet hatte seufzte er und zog noch einmal an seiner Zigarette. "Was heißt das jetzt für uns? Wenn er sich schon für mich interessiert?"
Nach kurzem Überlegen fügte er hinzu: "Und denkst du nicht, dass es an der Zeit wäre, mir deinen Plan zu verraten?"

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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Do Nov 07, 2013 1:04 am

Einen Moment lang hielt Roel inne, ließ ihre Zigarette an ihren Lippen haften, presste diese kurz zum den Filter zusammen. Sie schien nachzudenken, über Dinge, die sie manchmal wirklich vergaß und das nicht nur wegen eines Zaubers... Vielleicht hatte sie sich das Vergessen in den letzten Jahren zu sehr antrainiert.
Erst nach einigen Momenten, öffnete sie wieder ihren Mund und zerdrückte ihre Zigarette auf einem leergegessenen Teller, der neben ihnen auf einem kleinen alten Schränkchen stand.
"Mein Plan", sie sprach die Wort aus, als ob sie ein einziger Witz wären, lachte leise für sich selbst und stützte ihre Arme auf ihren Oberschenkeln auf, starrte einen Moment lang auf den Boden.
"Mein Plan ist alles andere als gut. Aber er ist der einzige, der mir im Moment ansatzweise machbar erscheint- der vielleicht nicht in einer Selbstmordmission endet. Das wäre nicht schlecht, wenn wir überleben würden."
Wieder schmunzelte sie.
"Du-weißt-schon-wer plant Potter entgültig zu töten. Er war im Ministerium. Wir haben ihn im Wald getroffen und letzte Woche soll er gesichtet worden sein. In Godrics Hollow."
Einen Moment lang hielt sie inne, sie räusperte sich kurz und wusste wohl nicht, wie genau sie nun weiter fortfahren sollte, also nuschelte sie den nächsten Satz schnell: "Fröhliche Weihnachten im übrigen..."
Nachdem sie sich noch einmal geräuspert hatte, sprach sie dann weiter, wenn auch ein Wenig aus dem Konzept gebracht.
"Wir wüssen ihn aufhalten, so viel steht fest. Potter sucht etwas um ihn zu vernichten, genauer gesagt sucht er Hocruxe..." Wieder hielt sie inne. Heute schien sie sich besonders schwer zu tun, Jack alles zu erzählen.
"Ich habe nachgeforscht. Genauer gesagt habe ich Barty letzte Woche abgefüllt und ihn ausgefragt. Inzwischen vertraut er mir wieder mehr oder weniger..."
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mo Nov 25, 2013 11:32 pm

Jack zog eine Augenbraue nach oben. "Und du denkst wirklich, dass das keine Selbstmordmission ist? Du - weißt - schon... Der dunkle Lord wird einen Teil seiner Seele kaum unbewacht lassen."
Dann fiel ihm etwas auf. "Horcruxe? Du meinst es gibt mehrere?" Jack hatte selbst nachdenken müssen, was ein Horcrux war. Doch er erinnerte sich schleierhaft daran, dass man einen Teil seiner Seele in einem Gegenstand verstecken konnte. Doch zu dem Zauber gehörte es, einen Menschen zu töten. Gut, der dunkle Lord hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass er damit kein Problem hatte.
Er sah zu Roel und seufzte. "Wie genau willst du das anstellen? Weißt du wo sie sind, oder was er für Horcruxe hat?"
Jack hoffte es. Schließlich hatte er keine Lust, ganz England auf den Kopf zu stellen. Auch wenn er sich vorstellen konnte, dass es darauf hinauslaufen musste.
Doch Jack beschäftigte noch etwas anderes. Er hatte sich bisher nicht getraut zu fragen. Wahrscheinlich hatte er sich einfach vor der Antwort gefürchtet. Er biss sich auf die Lippe und starrte auf einen Fleck hinter Roel. "Hast du eigentlich was von Rowan gehört?"
Er wartete gespannt auf ihre Antwort. Schon seit er hier war, machte er sich darüber Gedanken wie es dem Kerl wohl ging. Gut, Jack war verdammt froh darüber, dass er nicht hier war, aber es zerrte an seinen Nerven, nicht zu wissen, wo er war. Schließlich gab es genug Leute, die ihn nicht gerade als guten Freund betrachteten.
Er konnte sich zwar nicht vorstellen, dass Roel viel mehr darüber wusste, aber vielleicht konnte sie ihm wenigstens sagen, wo sie ihn hingebracht hatten, oder das für seine Sicherheit gesorgt war.

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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mo Nov 25, 2013 11:56 pm

Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen fing Roel kurz an zu lachen, es fühlte sich falsch an. So unecht. Dennoch war ihr zu Lachen zu Mute, das ganze war einfach zu Surreal.
"Wenn dir was besseres einfällt, sag mir bescheid", fing sie schließlich wieder an und legte ihre Hände in ihren Schoß. Sie ballte ihre Finger zusammen, sodass ihre Knöchel weiß von ihren Fäusten hervortraten.
Sie atmete langsam aus. Beruhig dich. Alles wird gut. Alles ist in Ordnung. Kein Chaos.
"Es ist nur so... Barty konnte mir einiges erzählen. Ich weiß nicht...", fing sie an und runzelte leicht die Stirn. "Es ist so als ob er mir wieder vertrauen würde. Er erzählt mir Dinge, die er mir vor einigen Jahren niemals anvertraut hätte. Und ich meine... Niemals."
Seufzend stand Roel auf, verschränkte ihre Arme und ging hinüber zu einem der Fenster.

Draußen schien die Sonne, einige Hauselfen schienen etliche Stockwerke unter ihnen den Schnee von den Wegen zu räumen und kümmerten sich um die unglaublich kitschigen Eisstatuen, die Malfoy hatte aufstellen lassen. Man mochte eigentlich glauben, dass er in seinem jetzigen geistigen Zustand besseres zu tun hatte, als sich um solch einen Schnick Schnack zu kümmern, aber naja... wie man sich irren konnte.
"Okay... Was ich eigentlich damit sagen wollte, ist folgendes", fing sie wieder an und schien sich innerlich zu sammeln. "Ich weiß nicht wie viele Hocruxe er besitzt, dazu konnte ich Barty noch nicht überreden es mir zu erzählen... Was ich allerdings weiß, dass der Lord beunruhigt ist und sicherlich weiß, dass sie nacheinander gejagt werden und wahrscheinlich auch schon zerstört. Wir müssen also von hier aus agieren. Und ihn so lange wie möglich aufhalten Potter zu finden. Das ist das einzige, was wir im Moment tun können."
Sie drehte sich wieder um und lächelte schwach. Sie wusste nicht wie sie reagieren sollte. Alles war seltsam und verwirrend.
"Aber als erstes müssen wir dich hier raus bringen... Man hat mir zugesichert, dass ich dich in einigen Tagen außerhalb des Raumes im Auge behalten darf. Du kannst dann ... bei mir schlafen", den letzten Satz nuschelte sie vor sich hin.
Jack bei ihr im Zimmer. Sie hatten noch nie zusammen in einem Raum geschlafen, geschweige denn im selben Bett. Obwohl es jetzt sicherlich schlimmere Dinge gab, bei denen es sich lohnte sich Sorgen zu machen, erschreckte sie das einen Moment. Fast schon so, als ob sie nur normale Freunde wären. Mit normalen Problemen.

Mit einem leichten Kopfschütteln riss sie sich aus ihren absurden Gedanken heraus. Es ging wirklich um wichtigere Dinge. Zum Beispiel um ihre Familie.
"Ich weiß nicht wo sie ihn hingebracht haben... es ist schon einige Wochen her, man versichert mir, dass sie ihn gehen haben lassen, aber... wann haben sie das schon einmal gemacht?" Kurz wischte sie sich mit ihrer Hand an ihren Augen vorbei, eine kleine Träne hing daran, die mit einer raschen Handbewegung an ihrem Hemd abgewischt wurde. Sie bedeutete nichts, wie immer.
"Nicht mal von Jaque konnte ich etwas hören. Nichts."
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Di Nov 26, 2013 12:49 am

Jack zog einen Mundwinkel nach oben. Lachen konnte er nicht. Vor allem weil ihm ihr Lachen Angst machte. Er fragte sich schon länger, wie lange sie das noch aushalten würde. Doch er konnte von hier aus nichts tun, außer das was sie sagte um den Krieg so schnell wie möglich zu beenden. Denn auch, wenn er sie nach Kriegsende wahrscheinlich nie wieder sehen wollte, im Moment machte er sich Sorgen um sie.
Dann fing sie auch noch an, vor Crouch zu sprechen. Dem Irren, der damals ihr Lehrer war und ein Verdacht keimte in Jack auf. Ohne groß darüber nachzudenken sprach er ihn aus. "Lach mich ruhig aus, wenn ich mich irre. Aber du hast doch nichts mit Crouch, oder?"
Allein der Gedanke daran, ließ ihn das Gesicht verziehen. Er glaubte auch nicht wirklich daran. Aber für ihn war das so langsam eine gute Erklärung für diese komische Beziehung die Roel mit diesem Monster führte. Er grinste sie an und wartete darauf, dass sie ihn entweder auslachte oder sauer wurde.
Doch dann wurde er wieder ernst. "Das soll wirklich Harry alleine machen? Ich weiß, wir sind nicht viel älter, aber Harry, Ron und Hermine sind Kinder. Ich weiß, dass sie einiges geschafft haben, aber ich habe sie auch oft genug im Gemeinschaftsraum gesehen um zu wissen, dass sie noch lange nicht erwachsen sind." Er seufzte kurz. "Aber gut, wenn wir nichts anderes tun können, halten wir ihnen wenigstens den Rücken frei."
Er kratzte sich kurz am Hinterkopf. Diese ganze Sache lief langsam wirklich aus dem Ruder. Auch, wenn es nun endlich Sinn ergab, dass der dunkle Lord damals nicht getötet wurde. Roel fing wieder an zu reden und Jack fragte sich, von welcher Katastrophe er nun wieder erfahren würde. Doch er hatte sich geirrt. "Ich darf hier raus? Wow. Und du darfst dann meinen Aufpasser spielen? Naja, von mir aus. Besser, als hier drin zu sitzen." Und vielleicht bekam er dann ja auch Sammy mal zu Gesicht und konnte sich selbst ein Bild davon machen, warum Sam diesem Rockwood wie ein Zombie hinterher lief.
Roel nuschelte noch etwas. Im selben Bett schlafen? Warum machte sie das so nervös. "Keine Angst, ich tu dir nichts. Glaub mir, du bist nicht mein Typ. Zu viele Östrogene." Er grinste.
Doch dann schüttelte sie den Kopf und er hörte die Antwort auf die Frage, vor der er sich schon seit Wochen drückte. Er schluckte. "Du denkst also, sie halten ihn irgendwo gefangen?"
Jack fröstelte bei der Vorstellung. Sein Hoffnungsschimmer hier drin, war immer die Tatsache gewesen, dass wenigstens Rowan nicht hier war. Er hätte nicht fragen sollen.

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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Di Nov 26, 2013 1:18 am

Roel schluckte hart. Eigentlich hatte sie gerade etwas sagen wollen, sich verteidigen, dass sie natürlich nichts mit Crouch hatte, denn immerhin HA wie seltsam wäre das denn, sie würde sowas niemals tun, natürlich hatte es da diesen Gedanken gegeben und Crouch und sie waren sich öfters sehr nah wenn sie alleine waren und diese Nächte hatten auch nichts zu bedeuten, da sie beide sowieso nichts fühlen konnten-

Während sie im Gesicht rot anlief und ihre Wangen heiß wurden, fragte sie sich, warum ihr Körper so reagierte. So eine Reaktion hatte er schon lange nicht mehr gezeigt.
"Nein", sagte sie schließlich deutlich und sah Jack mit großen Augen an. "Nein, da läuft gar nichts. Er ist ein widerwärtiger Bastard und- Nein. Einfach nein. Ich weiß einfach nicht, wie du darauf kommst und wenn es genau wissen willst, gibt es da einen anderen", brabbelte sie vor sich hin, kam in Gedanken ganz durcheinander. Was redete sie da? Es gab eigentlich keinen anderen. Es hatte doch alles keinen Sinn, in dem Zustand, in dem sie sich befand.
"Ich muss gehen", sagte sie schließlich schnell. "Wir besprechen das alles, wenn ich dich hier raus holen, kann ich versprechs dir. "Oh und ich find es ganz super, dass du dazu stehst, dass du schwul bist. Irgenwie, ich weiß es nicht!", quietschte sie noch, ehe sie den Türknauf packte und aus dem Zimmer stürmte.

Weswegen sie sie aufgewühlt war, wusste sie nicht, als sie am anderen Ende des Durchganges die Tür verschloss und in den dunklen Treppenabgang blickte, den sie jetzt hinunter steigen musste. Die Sitzungen mit Donahue verwirrten sie immer mehr und bald würde sie vielleicht mehr wissen, ob sie überhaupt noch dazu in der Lage war, sich um ihn zu kümmern...


Doch ihre innere Unruhe beruhigte sich in den folgen Tagen wieder. Sie hätte nicht gedacht, dass es so schnell gehen würde, doch ehe sie sich versah, schien alles wieder beim alten zu sein.
Barty nervte und schien sie immer weniger in Ruhe zu lassen, Avery stellte fleißig Waffen her und Scabior brachte ihr ab und an welche zum Testen vorbei.
Alltagsgefühle, die sie sich vor einigen Wochen nicht hätte träumen lassen. Alles erschien fast schon stumpf und etwas langweilig, sodass sie gar nicht auf den Gedanken kam, an ihre Familie zu denken. Es war keine Zeit. Es war nicht der Ort dafür und vielleicht musste sie einfach wieder lernen zu vergessen.

Und vielleicht hätte sie es auch wirklich getan, wenn sie nicht Jack aus seiner Zelle geholt hatte. In dem Moment, in dem sie wieder das kleine Zimmer betrat, brach alles über sie hinein und sie verdrängte einen Augenblick einige Tränen, ehe sie sich leicht Lächeln zu ihrem Freund umdrehte.
"Geschafft", murmelte sie schließlich und ging langsam auf ihn zu. Ihre Schritte klopften leicht auf dem zerkratzten Parkett, ehe sie anhielt und Kleidung auf Jacks Bett legte.
"Neue Kleidung. Und ein neues Zuhause. Sie glauben, ich kann dich hier raus holen..."
Ihre Stimme klang leise und sie zog ihren Zauberstab, mit dem sie währendessen den Fluch von der Türklinke löste, der ihr sonst später abermals die Erinnerung geraubt hätte.
"Ich hoffe wir brauchen so etwas nicht mehr..."
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Di Nov 26, 2013 11:08 pm

Er schluckte. Wow. Das hätte er wirklich nicht erwartet. Roel hatte was mit Crouch, dem alten Sack. Aber sie machte deutlich, dass sie nicht darüber reden wollte. Also ließ er sie damit in Ruhe. Auch, wenn es ihm gegen den Strich ging. Wenn er es ignorierte, glaubte sie ihm vielleicht sogar, dass er ihr diese Geschichte abnahm.

Die Tage vergingen und er wartete darauf, dass Roel ihn endlich aus diesem verdammten Zimmer rausholte. So langsam hätte er sehr viel dafür getan hier heraus zu kommen. Er musste sich sehr zurück halten, den Knauf nicht einfach umzudrehen und raus zu spazieren. Dadurch, dass er wusste, dass es nicht mehr lange gehen konnte, wurde es fast unerträglich. Er fing an, Federn aus seinem Kissen zu zupfen und ihre kleinen Fasern im ganzen Raum zu verteilen. Immer den Blick auf die Tür gerichtet.
Hier drin gab es aber auch wirklich nichts zu tun. Er konnte nur vor sich hin starren und warten. Es trieb ihn fast zur Weißglut.

Er zerrupfte gerade eine neue Feder, als der Knauf sich drehte. Roel betrat das Zimmer. Er hörte sich zu und ein breites Grinsen machte sich auf seinem Gesicht breit. Er konnte endlich hier raus. Er packte die Klamotten und schritt zur Tür. "Ich zieh mich nachher um. Ich muss erst mal aus diesem verdammten Loch hier raus."
Er ging zur Tür und öffnete sie. Endlich mal etwas anderes. Er hätte nie gedacht, dass er sich einmal an einem einfachen getäfelten Treppenhaus so freuen würde. Er sah sich die einzelnen Bilder an, die an den Wänden hingen und war froh, dass niemand da war, der ihn beobachten konnte, wie er hier wie bekifft herumlief. Doch, es gab jemanden. Er drehte sich zu Roel um. "Tut mir Leid. Aber du kannst dir gar nicht vorstellen, wie es einen wahnsinnig machen kann, wochenlang in ein und demselben Zimmer zu sitzen."
Erneut sah er sich um. Dann runzelte er die Stirn. "Wo ist eigentlich dein Zimmer? Und mal rein aus Interesse, warum soll ich eigentlich bei dir schlafen? Ich mein, nicht dass es mich stören würde, aber sie haben mich so lange in diesem Zimmer gehalten, obwohl die Tür nicht verschlossen war. Warum sollten sie dann gerade jetzt jemanden suchen, der auf mich aufpasst? Nur, weil ich rumlaufen darf?"
Als er sich selbst so reden hörte, kotzte ihn die Situation noch mehr an. Er kam sich vor wie ein Tier im Käfig. Aber gut, wenn er damit helfen konnte den dunklen Lord aufzuhalten, dann war es das wohl wert.

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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Di Nov 26, 2013 11:34 pm

Roel lächelte nur schwach, als Jack vor ihr aus dem Zimmer ging, sie schloss die Tür sorgfältig hinter sich, ging ihm mit leisen Schritten hinterher und wirkte verschwiegen.
Natürlich ließ sie ihn Gewehren, doch jetzt war es nicht an der Zeit eine Hausführung zu machen. Sie musste hier weg, hoch in den letzten Stock und in ihr Zimmer, wo sie Jack weiter unterweisen konnte, wenn sie jetzt auch nur Crouch über den Weg laufen würden, könnte eine Katastrophe passieren.
Also biss sie sich auf die Lippen und trat näher an Jack heran, um ihm etwas leise zu zuflüstern.
"Später. Sag lieber nichts, die Wände haben Ohren."
Einen Moment lächelte sie ihn halbherzig an, dann faltete sie ihre Hände zusammen hinter ihrem Rücken, ging voran, zeigte Jack nur noch mit einem Kopfnicken, ihr zu folgen.

Das ganze Haus schien düster und ruhig zu sein, doch aus manchen Zimmern konnte man deutlich Stimmen vernehmen, die sich entweder leise miteinander unterhielten, Hauselfen gehörten oder zwei Streithähnen, die sich wohl über den letzten Auftrag nicht einig wurden.
Gerade als sie schon einige Minuten gelaufen und schließlich eine große Wendeltreppe hinunter gingen, kamen ihnen einige Menschen entgegen, Zauberer und Hexen, die hastig die Treppen nach oben eilten und dann verschwanden bis ihr Fußstapfen nicht mehr zu hören war.
Roel hielt dabei Jack dicht hinter sich, stellte sich schützend vor ihn und erntete dafür einige kritische Blicke ein, bevor sie weiter gehen konnte.
Sie waren das Gespräch der ganzen Villa.
Jeder schien wissen zu wollen, ob Salems kleines Experiment Früchte tragen würde und wie weit ihre Gegner beeinflussbar waren. Aber Roel kannte ja die Antwort. Es war alles eine Lüge, so wie immer.

"Halt dich ruhig, in Ordnung? Wir sind gleich da, wir müssen nur zum Foyer und dann über den Dienstboteneingang… ähm … erwarte nicht zu viel. Ich wohne normalerweise mit jemandem zusammen, weswegen du auch bei mir schläfst. Sie wollen, dass ich meine Arbeit intensiviere", sie sprach leise, aber deutlich und schien sich jetzt genauso korrekt verhalten zu wollen, wie alle anderen, die ihnen entgegen kamen. Ihre Haltung war aufrecht und selbstbewusst, sie grüßte ab und an Leute mit einem leichten Nicken, bis sie um eine Ecke bog und dort abrupt stehen blieb.

"Salem, ich dachte schon, dass ich dich heute noch irgendwann finden würde." Jemand war vor sie getreten, ein großbewachsener Zauberer, mittleres Alter, Dreitagebart, in Begleitung eines kleinen braunhaarigen Jungen, der mit einem schüchternen Lächeln zu Roel aufsah.
Der Mann lächelte sie freundlich an, doch etwas schien in seiner warmen Miene zu liegen, was einem nicht behagte, etwas abschätzendes und entwürdigendes, was Roel eine leichte Schamesröte ins Gesicht trieb. Schon wieder. Was stimme nicht mit ihr? War sie wütend?
"Wegen den neuen Waffen? Ich denke wir finden später noch einen Zeitpunkt das zu besprechen, Avery. Momentan bin ich wie du siehst mit einem meiner anderen Arbeiten beschäftigt."
Theodore Avery hob seine Brauen und lächelte abermals. Er schien beeindruckt, doch schüttelte er dann ungläubig den Kopf.
"Dann freue ich mich schon auf dein Ergebnis deines kleinen … Versuchs hier." Er sah kurz zu Jack und legte dann seine Hand auf die Schulter des kleinen Jungen. "Du musst mir alles erzählen", sagte er gespielt aufgeregt, legte seinen Kopf leicht zurück und lachte leise. "Am besten wenn ich Finley heute Abend zu dir bringe. Vergiss das nicht." Sein Lächeln verschwand. "Es wäre eine Schande, wenn ich nicht zum Empfang im Ministerium kommen könnte, haben wir uns verstanden?"
Roel nickte und sah ihn scharf an, blieb dennoch auf abstand und versuchte ihn nicht zu provozieren. "Verstanden", sagte sie deutlich, ehe sie an den beiden vorbei ging und Jack hinter sich her zog.
Der Junge sah ihr noch hinterher und hob seine Hand leicht, um ihr hinterher zu winken, ehe er mit seinem Vater Hand in Hand weiter ging.

Es dauerte noch eine Weile bis Roel endlich zu Ruhe kommen konnte. Sie standen nach einigen Minuten des Treppensteigens in einem kleinen dunklen Gang, der sich direkt unter dem Dach zu befinden schien. Dunkles Holz dominierte diesen Teil des Hauses und es roch nach Staub und altem Holz.
Mit einem leisen Klacken öffnete sie mit einer kurzen Handbewegung ihre Tür, ließ Jack erst hinein treten, ehe sie ihm hintere ging.
Der Raum war überraschend hell. Große Fenster waren an den Seiten der Dachschräge einbaut worden, die das Zimmer dominierten, viele weiße Möbel standen herum und zwei kleine aber gemütliche Betten.
"Willkommen…? Ich weiß gar nicht was man da sagt, wenn jemand bei einem einzieht", murmelte sie und kratzte sich leicht an ihrer Schläfe.
"Ähm… wenn du dich umziehen magst, das Bad ist nebenan… dann erklär ich dir alles weitere ok?"
Die junge Frau war nervös, nicht weil sie Angst hatte oder weil Jack sie in irgendeiner Weise ängstlich machte, nein, es war einfach seltsam. Es war als ob sie einfach nur zusammen in ihrer Wohnung wären und sonst nichts passiert wäre. Als ob alles normal wäre.
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mo Dez 02, 2013 6:47 pm

Schweißnasse Finger verkrampften sich um das inzwischen feuchte Pergament, während seine Augen immer wieder über die in Tinte geschriebenen Lettern strichen und versuchten einen Sinn heraus zu lesen.

"Liste der Gefallenen."


Sein Hals fühlte sich rau an, sein ganzer Körper erfüllte sich mit einem Ekel, den er nur von sonst feucht fröhlichen Nächten kannte, wenn er zu viel gebechert hatte. Er wollte sich übergeben und aus diesem Zimmer verschwinden, das mit seinen dunklen Vorhängen und erstickend schweren Möbeln auf sein Gemüt drückte, noch mehr als dieser Brief es tat.
Und vor allem noch mehr als Jaques Blick.

Der ältere Mann stand nur wenige Meter von ihm entfernt, er schwieg und hatte die Hände in seine Hosentaschen versenkt, während er still gegen den Boden starrte.
Er schien keinerlei Traurigkeit zu verspüren, doch Rowan schob es auf die Zeit, in der er Gelegenheit gehabt hatte, sich schon darauf vorzubereiten, dass Verbündete auf der Liste standen. Oder Freund und Familie.
Vielleicht lag es auch daran, dass er ihn nie hatte leiden können und dass er sie aufgegeben hatte. Schon vor langer Zeit, als sie nicht mehr zurück gekommen war. Als sie verlernt hatte zu lachen. Hatte sie nicht eigentlich schon viel früher damit aufgehört…?

"…
Jack Donahue
Carolyne Rosemary Salem
…"


Rowans Augen füllten sich mit Tränen, die ohne Worte oder Laute seine Wangen hinunter liefen und auf seinem Umhangkragen landeten.
Er wollte nichts fühlen, keine verdammte Emotion und das nie wieder.
Also schnappte er sich seinen Zauberstab und warf das Pergament weg, schritt auf Jaque zu, an ihm vorbei und aus der Tür.
"Wir haben Arbeit oder etwa nicht? Hogsmeade?"
Rowan konnte nicht mehr sehen, ob Jaque zu stimmte oder nicht.
Es war nicht wichtig. Nichts war wichtig.
Sie waren immer wichtig gewesen und jetzt wo es vorbei war… da konnte er nur noch weiter kämpfen.
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Di Dez 03, 2013 9:11 pm

Ja, das hatte er nicht bedacht. Er hielt sofort den Mund. In was für eine Scheiße waren sie nur da wieder hinein geraten. Trotzdem konnte er sich nicht wirklich aufregen. Schließlich war er endlich aus seinem Gefängnis raus gekommen.
Er lief ihr hinterher. Gespannt, wo er sich hier eigentlich aufhielt und immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass sie ja vielleicht Sammy über den Weg laufen könnten. Doch erst einmal sah es nicht so aus. Das düstere Haus, war komplett leer, auch wenn man hörte, dass in den einzelnen Zimmern doch etwas los war. Stimmengewirr drang durch die Türen. Doch keine gehörte zu seinem Bruder.
So gingen sie eine Weile weiter, als ihnen die ersten Menschen begegneten. Ein paar Hexen und Zauberer, die wohl nichts besseres zu tun hatten, als ihn von oben bis unten anzustarren. Jack funkelte sie nur an. Als Roel sich dann vor ihn stellte, zog er eine Augenbraue nach oben. Er fand es zwar ganz niedlich, dass sie dachte, auf ihn aufpassen zu müssen, aber ganz so schutzbedürftig war er dann auch nicht. Gegen ein paar dieser Idioten würde er sich ja wohl wehren können. Schließlich hatte er das schon oft genug bewiesen. Er musste sich zurückhalten, nichts zu sagen, als ihn eine Hexe besonders lange musterte und ihm das Gefühl gab, nicht einmal den Dreck unter ihren Schuhen wert zu sein. Doch Roel schien das zu bemerken und flüsterte ihm zu, dass er sich ruhig verhalten sollte. Also hielt er den Mund. Auch wenn es ihm noch so schwer fiel.
Irgendwann waren die Arschlöcher dann auch an ihnen vorbei. Jack fragte sich, mit wem Roel normalerweise das Zimmer teilte und hoffte einfach, dass es nicht Crouch war. Auch wenn er ihr, wenn er sie nun so beobachtete einiges zutrauen würde. Sie verhielt sich genauso wie früher in der Schule. Genauso mechanisch und unnahbar. Er fragte sich so langsam, wie lange sie gebraucht hatte, um ihre ganze Ausstrahlung so zu verändern.
Auf einmal blieb sie stehen und ein streng aussehender Mann und ein Kind standen vor ihnen. Der Mann musterte sie so abfällig, dass Roel rot anzulaufen schien. Jack konnte diesen Drecksack jetzt schon nicht ausstehen. Sein Blick verdüsterte sich und er musste sich erneut daran erinnern dass er seine Klappe halten musste.
Dann wandte sich der Mann ihm zu. Trotzdem redete er nicht mit ihm sondern richtete seine Worte weiterhin an Roel. Nach seinen Worten bemerkte er auch warum. Ein Versuch? Ein verdammter Versuch? Die Abfälligkeit mit der er diese Worte aussprach war kaum zu übertreffen und Jack ballte seine Hände zu Fäusten.
Er fragte sich, warum Roel den Babysitter spielte und ob er darin involviert sein würde. Das ganze hier erschien ihm viel zu familiär.
Als Avery endlich ging, war Jack nicht gerade traurig darüber. Dieser Typ war ihm eindeutig zu arrogant und seine Augen schienen komplett kalt zu sein.
Endlich kamen sie vor einer Tür zu stehen, die Roel schließlich öffnete. Jack betrat den Raum und hörte sich ihre kleine Ansprache an. Als sie geendet hatte, ging er nicht darauf ein. Unter anderen Umständen hätte er sich wahrscheinlich darüber gefreut, dass sie sich wieder so verhielt wie früher. Doch im Moment machte ihn das nur noch stutziger. Er fragte: "Wie zur Hölle hältst du es mit diesen Leuten aus? Wie dieser Avery uns angestarrt hat. Ich meine gut, er weiß, dass ich ein 'Schlammblut' bin, aber wie er dich angesehen hat. Als wärst du das Letzte. Roel, wie zur Hölle machst du das, ohne durchzudrehen?"
Er musste aus diesem Zimmer heraus. Mit einer schnellen Bewegung packte er seine Sachen und verschwand im Bad. Kurz blieb er stehen und atmete ein paar Mal tief durch. Fast alle Menschen, die ihm wichtig waren, waren hier. Hier mit diesen verdammten Arschlöchern und er konnte sich nicht vorstellen, wie man sich hier nicht verändern sollte. Er zog sich um und ging dann zurück zu Roel. "Tut mir Leid, aber im Gegensatz zu denen hier, kommen mir sogar die vom Ministerium noch recht umgänglich vor."
Um das Thema zu wechseln fügte er hinzu: "Mit wem wohnst du hier eigentlich normalerweise?" Er konnte nur hoffen, dass die Antwort nicht Crouch war.

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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Do Dez 12, 2013 12:21 am

Natürlich hatte Roel bemerkt, dass Jack sich nicht wie ein Experiment behandeln ließ. Und natürlich wusste sie, dass es eine Anmaßung ihm gegenüber war, ihn auch noch so zu betiteln - aber was sollte sie sonst tun?
Die anderen sollten keinen Verdacht schöpfen, sie sollten glauben, dass Roel immer noch kalt war. Eisig und präzise, sie war die Frau für die feinen Arbeiten, sie war diejenigen, die wusste wie sie Leute zu manipulieren hatte… Wie sonst sollte sie denn an diesen Job heran gekommen sein?
Ehrlich gesagt wusste sie nicht einmal, ob das Jack bewusst war. Ob ihm klar war, dass sie inzwischen viel höher in der Gunst Voldemorts stand, als noch vor einigen Monaten. Und das wegen Barty…

Die junge Frau schluckte und sah einen Moment zu Boden. Sie faltete ihre Hände vor ihrem Körper zusammen und seufzte dann langgezogen. Wieso musste auch immer alles so schwierig sein?

"Ich weiß nicht, wie ich dir das erklären soll"
, fing sie an, sah wieder auf und ging dann wortlos an ihm vorbei. Sie wollte nicht desinteressiert wirken, doch gerade jetzt konnte sie nicht anders. Eigentlich wollte sie über dieses Thema nicht sprechen, nicht mit ihm, mit keinem.

Unwillkürlich musste sie an die letzte Nacht denken, die sie eigentlich allein in ihrem Zimmer hatte verbringen wollen. Aber es war mal wieder etwas dazwischen gekommen…

"Ich wohne momentan allein hier, wie du siehst… Anfangs hab ich mir das Zimmer mit Astrid geteilt. Die rothaarige Todesserin, die euch in der Kneipe angegriffen hat… entschuldige sie einfach. Sie ist wirklich in Ordnung."
Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen begann Roel hinter Jack einige Schubladen einer Kommode aufzuziehen und reichte ihm einige Klamotten, sowie Kissen und Decken.
"Und jetzt… wohne ich hier mit Scabior zusammen. Astrid ist auf Auslandseinsatz… sie kümmert sich um einige Angelegenheiten mit Jägern. Sollte bald erledigt sein."

Als sie fertig war das ganze Schränkchen zu durchsuchen, richtete sie sich wieder auf und legte ihre Hände einen Moment auf das glatte Holz des Möbels, strich darüber und schwieg.
Sie hatte sich jetzt lange genug gedrückt, ihm eine richtige Antwort zu geben. Er würde ohnehin wieder nachfragen.

"Man hält es aus… hier mit den anderen. Irgendwann hält man alles aus, Jack." Ihre Stimme wirkte wieder kühl und diplomatisch, wie sie vorhin bei Avery geklungen hatte. Wie sie eigentlich schon seit Wochen klang, wenn sie nicht gerade bei ihm gewesen war. Vielleicht war sie wirklich zu oft mit Crouch unterwegs.
"Man passt sich an. Man erkennt, dass viele von ihnen, wie man selbst, keine andere Wahl haben und einfach durchhalten. Oder glaubst du die ganzen Kinder, die sie hier her verfrachtet haben, können sich wehren?"
Kurz schaubte Roel auf. Es war doch ironisch.
"Eins muss man ihnen lassen, sie kümmern sich gut um ihre Kinder. Sie würden sie nie zurücklassen."
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Do Dez 12, 2013 12:42 am

Jack hörte ihr erst einmal wortlos zu. Er hatte vergessen, wie kalt sie sein konnte. In letzter Zeit war sie wieder die Roel von früher gewesen. Doch er hätte nicht so naiv sein sollen, zu glauben, dass es so blieb. Kurz schüttelte er den Kopf. Doch er sagte nichts dazu. Er hatte lange genug mit Zombie Roel auskommen müssen um zu wissen, dass es sowieso nichts brachte. Also ging er auf ihr Gerede ein. "Scabior? Ist das nicht dieser minderbemittelte Typ, dem ich schon mehrere Crucios an den Hals gehext habe?"
Jack konnte sich kaum vorstellen, dass sie anders darüber dachte. Schließlich war der Kerl wirklich nicht gerade eine Leuchte. Gut, wenigstens war er nicht Crouch, aber trotzdem nicht gerade die beste Gesellschaft. Auch, wenn er sich nicht sicher war, ob Zombie Roel ihn vielleicht mochte. Schließlich machte er sich langsam ernsthafte Gedanken, ob diese Frau unter Schizophrenie litt.
Bei ihrem letzten Satz horchte er auf. Diese Schönrederei hatte er nicht von ihr erwartet. Aber ja, sie war lange genug mit diesen Menschen unterwegs gewesen um sich soweit mit ihnen abzufinden, dass sie sogar Entschuldigungen für sie erfand. Da musste er schnell einen Riegel vorschieben. "Ja, ich weiß, dass manche nicht ganz freiwillig hier sind. Aber du kannst mir nicht erzählen, dass Todesser kleine, brave Lämmchen sind, die nur darauf warten, gerettet zu werden."
Aber eigentlich wollte er gar nicht mehr groß darauf eingehen. Seine erste Zeit außerhalb dieses Zimmers wollte er nicht damit verbringen, sich zu streiten. Also lenkte er das Thema ab.
"Was denkst du, wann ich Sammy sehen kann?"
Auch dieses Mal hatte er Respekt vor der Antwort. Schließlich wusste er nicht einmal ob Sammy sich überhaupt mit ihm treffen wollte. Doch er würde sein verdammtes Helfersyndrom gegenüber dem Kleinen wohl nie ausschalten können. Egal, wie tief der sich in die Scheiße ritt, Jack würde versuchen, ihn da rauszuholen. Und wenn er selbst einen Köpfler hinein machen musste.

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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Do Dez 12, 2013 1:05 am

"Das habe ich nicht gesagt", knurrte sie gereizt zurück und wanderte wieder an ihm vorbei durchs Zimmer und sah aus dem Fenster, das direkt an (wohl) ihrem Bett war und den Raum am meisten mit Licht durchflutete.

Draußen war nur Schnee zu sehen und einige Schritte, die hindurch zu führen schienen, als ob jemand hastig hindurch gerannt wäre. Daneben Hundespuren, vielleicht auch die von Hauselfen, Roel war sie da im Moment nicht sicher…

"Sie sind Verbrecher, Jack. Wir… Wir alle sind Verbrecher. Und mir ist klar, dass ich nicht aus dieser Sache heraus kommen werde, ohne mein restliches Leben in Askaban zu verbringen."
Ein leichtes Lächeln huschte über ihre Lippen, doch Jack konnte es nicht sehen, da sie ihm ihren Rücken zu wandte.
Heute war einer dieser Tage, von denen sie schon von Anfang an gewusst hatte, dass es wohl so laufen würde. Es hatte in der Luft gelegen, in Jacks Blick.

"Das ist es aber wert. Denke ich", mit einem abermals leichten Lächeln wandte sie sich zu ihm um und musterte ihn einen Moment.
In Roegs Gedanken war die Sache mit Askaban ohnehin schon abgeschlossene Sache. Es würde so laufen, sie würde dort verrotten, aber ob sie das ganze noch mitbekommen würde, war ein gänzlich anderes Thema.

"Du musst mich verstehen, ich lebe mit diesen Menschen. Ich unterrichte ihre Kinder. Irgendwann sieht man den Menschen dahinter und kann nicht mehr objektiv handeln."
Hastig strich sie sich durch ihre Haare und seufzte abermals.

"Gut. Kein Streit. Auf keinen Fall, das können wir uns nicht leisten", murmelte sie eher zu sich selbst als zu ihm und lief kurz vor ihrem Bett auf und ab, ehe sie sich wieder beruhigte.
"Als nächstes… müssen wir uns um Sam kümmern. Er ist bei Rockwood, wie immer, aber ich weiß noch nicht wie wir am besten an ihn heran kommen können. Vielleicht…"
Die junge Frau hielt inne und hatte ihre linke Hand gehoben, um etwas zu sagen, doch sie starrte ihren tattoowierten Unterarm einen Moment an, ehe sie zu einem Schluss kam.
"Morgen. Ich habe einen Auftrag. Und du kommst mit."

Ein leichtes Grinsen strich über ihre Lippen, etwas spitzbübisches schien hindurch zu schimmern, was Jack vielleicht nur von ihrem Bruder kannte. Ein breites Lächeln folgte.

"Perfekt!", stieß sie schließlich aus und huschte hinüber zum Schreibtisch, um dort einige Unterlagen durchzukramen.
"Ich muss morgen in die Gewölbe des Ministeriums. Rockwoods Folter- Büro ist dort unten und wir werden versuchen ihm einen Besuch abzustatten. Vielleicht kannst du dort mit Sam reden. Ich muss nur noch… mit dem Lord sprechen." Ihre Stimme war leiser geworden und ihr Lächeln verschwand.

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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Do Dez 12, 2013 6:50 pm

Er bemerkte, dass er etwas Falsches gesagt hatte. Vielleicht sollte er sich erst einmal etwas zurück halten. Diesen Vorsatz warf er aber gleich wieder über den Haufen, als er ihren nächsten Satz hörte. "Roel, du kommst nicht ins Gefängnis. Es gibt doch genug Leute, die bezeugen können, dass du gegen den dunklen Lord gearbeitet hast. Zumindest kann ich das bezeugen."
Ehrlich gesagt hatte er sich über die Zeit nach dem Krieg noch nie groß Gedanken gemacht. Hauptsache war, es würde schnell so sein und dann war alles gut. Doch wenn er Roel so reden hörte, kam er doch ins nachdenken. Ihr schien es ähnlich zu gehen, schließlich sah sie geistesabwesend aus dem Fenster. Was war, wenn sie ihr nicht glaubten, dass sie für die Guten gearbeitet hatte? Was, wenn sie es Rowan nicht glaubten? Alle Menschen, die ihm wichtig waren, waren in Dinge verstrickt, die sie ein Leben lang nach Askaban verfrachten konnten. Alles was dagegen stand, war sein Wort... er musste auf jeden Fall am Leben bleiben.

Da fing sie wieder an zu reden und riss ihn damit aus seinen Gedanken. Sie sagte, dass es das Wert sei und Jack schüttelte nur leicht den Kopf. Er wusste, dass er nichts anderes behaupten konnte, ohne von ihr als naiv abgestempelt zu werden. Doch so lange er hier war würden sie nicht in Askaban enden.

Dann wechselte sie das Thema und ja, wenn er es so betrachtete, konnte er es irgendwie nachvollziehen. Auch, wenn er sich vorstellen konnte, dass der Hauptgrund dafür war, unter all diesen Monstern nicht wahnsinnig zu werden. Als sie schließlich davon sprach, dass sie keinen Streit haben sollten nickte er nur. Er war nicht wirklich wütend gewesen. Das ganze war nur seine Art, mit der Sache umzugehen. Doch diese ganzen Gendanken waren wie weggeblasen, als sie von Sam anfing.

Jack zog eine Augenbraue nach oben, da er immer noch nicht verstand, was sein kleiner Bruder mit diesem Rockwood zu schaffen hatte und Roel schien nicht wirklich einen Plan zu haben, was da los war oder auch nur, wie sie an Sam herankommen sollten. Doch da schien sie eine Art Geistesblitz zu treffen. Sie grinste, wie Jack es eigentlich nur von Rowan kannte und ihm fiel wieder einmal auf, wie ähnlich die Beiden sich manchmal waren.
Sie redete weiter und Jack fragte: "Was macht Sam mit einem Todesser in einem Folter - Büro?" Er hoffte, es war etwas geschäftliches. Wenn dieses Arschloch Sammy folterte, würde Jack dafür sorgen, dass er es bereute.
Als Roel weiter sprach, wusste Jack, dass das alles erst einmal warten konnte. Sein Blick verdüsterte sich, doch dort musste er sie leider alleine hin gehen lassen.

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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Do Dez 12, 2013 7:35 pm

Langsam drehte sie sich wieder um. Roels Blicks sprach Bände, als sie abermals zu Jack sah und ihren Mund verzog. Einen Moment lang musterte sie ihn, seufzte dann und wandte sich dann wieder zum Schreibtisch und blätterte in einigen Pergamenten herum.

Jack schien sich das ganze noch schön zu reden, doch Roel kannte die Wahrheit schon länger. Sie würde diesen Krieg entweder nicht überleben oder in Askaban verrotten. Noch hatte sie die Wahl, einem der beiden Dinge aus dem Weg zu gehen und ihr Schicksal selbst zu bestimmen… in einigen Monaten könnte diese Chance schon verflogen sein…
Leicht schüttelte sie ihren Kopf und verbannte den Gedanken aus ihrem Kopf. Es gab wichtigeres, über das sie sich Gedanken machen musste, als hypothetische Zukunftsszenarien. Doch irgendwie wollte die Idee sie nicht los lassen.

"Wir werden sehen, ob-", begann sie geistesabwesend zu sprechen, brach dann allerdings abrupt ab, während sie die Berge von Unterlagen zu durchwühlen schien.
Langsam richtete sie ihren nach unten gebeugten Oberkörper wieder auf, hielt dabei etwas in der Hand, was sie allerdings nicht sofort Jack zeigte.
Erst musste sie es selbst fassen, was sie da gefunden hatte. Wer hatte dieses Ding überhaupt hier gelassen?
Einen Moment verkrampften sich ihre Hände, bevor sie sich zu ihm um wandte und ihn einen Moment lang schweigend betrachtete.
"Ich weiß es nicht. Aber Rockwood scheint Sam sehr zu mögen. Er ist immer bei ihm. Manche sagen er wäre sein kleines Spielzeug und er habe ihn deshalb noch nicht umgebracht."
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Do Dez 12, 2013 7:46 pm

Roel reagierte genau so, wie er es erwartet hatte. Er sah ihr an, dass sie ihn für einen Naivling hielt. Gut, vielleicht war er das auch. Aber wenn er sich nicht wenigstens ein bisschen Glauben an etwas Besseres bewahren würde, würde er irgendwann nur noch mit Flüchen um sich werfen. Außerdem, was hätte diese ganze Sache für einen Sinn, wenn alles, wofür er gearbeitet hatte, in Askaban verrotten würde? Doch er verscheuchte diese Gedanken wieder.
Roel schien etwas gefunden zu haben, dass sie beschäftigte. Er fragte: "Was hast du da? Alles in Ordnung?"
Doch dann redete sie weiter und Jack wurde nun richtig misstrauisch. Wütend fragte er: "Was zur Hölle meinen die mit Spielzeug?" Jetzt machte er sich wirklich Sorgen. Was hatte Rockwood mit seinem Bruder vor? Und was hieß hier Spielzeug? Gemeinsam mit dieser Folterkeller - Geschichte, machte ihn die Sache wirklich wütend. Wenn dieser Typ Sammy auch nur ein Haar gekrümmt hatte...
Jack fragte sich, was der nächste Tag bringen würde und ob er diesem verdammten Rockwood den Hals würde umdrehen müssen.

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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Do Dez 12, 2013 7:56 pm

"Mit Spielzeug meinen sie wohl…", Roel konnte ihren Satz nicht beenden, sie starrte unablässig auf das Ding in ihrer Hand, welches in Papier gewickelt worden und mit einem roten Faden zusammen gebunden gewesen war.
Scabior hatte es hier her gelegt. Er wusste, dass das rote Band von Jaque sein musste. Aber wieso hatte er es ihr nicht persönlich gegeben…?
Langsam glitt ihre Hand über das braune Packpapier, ihre Finger zupften an der Schnur bis diese aufgab und langsam zu Boden segelte.
Während sie den Umschlag öffnete fielen schon einige Papiere heraus, die sich als Fotos entpuppten und vor Jacks Füßen landeten.

Es waren Fotos von ihnen als sie noch klein gewesen waren. Jack Donahue und Carolyne Salem auf dem Spielplatz, wo sie sich kennen lernten.
Jack Donahue und Carolyne Salem in dem Wald am Rande der Wohnsiedlung, in der sie gelebt hatten. Direkt auf einem alten Baum, kletternd und spielend.
Jack Donahue und Carolyne Salem wie sie sich gegenseitig Pflaster auf verletzte Stellen klebten. Auf aufgeschürfte Knie, auf blaue Flecken und Brandwunden.

"Was…", Roel verstand einen Augenblick nicht, schluckte dann und öffnete den Brief, den sie nun aus dem Packet heraus zog und begann zu lesen.
Immer wieder huschten ihre Augen vom Geschriebenen hinunter auf die vielen Fotos, ehe sie aufhörte und ihre Augen leicht aufriss. Ihr Atem stockte.

"Sie sind tot", murmelte sie schließlich. Fast schon nebensächlich legte sie das Pergament ab, auf den Tisch, wo sie es vorgefunden hatte, wandte sich zu ihrem Bett hinüber und setzte sich darauf.

"Rowan und Jaque sind tot."
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Jack Donahue
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Do Dez 12, 2013 11:43 pm

Roel versuchte zu antworten. Doch sie schien nicht bei der Sache zu sein. Immer noch starrte sie auf das Päckchen in ihren Händen. Als sie es öffnete ergossen sich Bilder auf den Boden. Jack bückte sich reflexartig um sie aufzuheben und erkannte erst dann, was sie darstellten. Bilder von ihnen. Von ihnen als sie klein waren. Verwirrt sah er sie sich kurz an und blickte dann zurück zu Roel. Ihr schien eine Welt zusammenzubrechen. Sie flüsterte etwas und noch bevor Jack die Worte wirklich verstand hörte er die Namen. Den Namen.
Er stand da. Geistesabwesend ließ er die Bilder fallen. Sie breiteten sich vor seinen Füßen aus und eines verknickte. Doch das war egal. Das Ticken der Uhr nahm eine fast unerträgliche Lautstärke an, während er Roel anstarrte und darauf wartete, dass sie es zurück nehmen würde. Doch sie tat es nicht. Seine Hände zitterten und alle Gedanken setzten aus.
Er setzte sich aufs Bett und vergrub seinen Kopf in seinen Händen. Bohrte seine Fingernägel in seine Kopfhaut. "Nein!", flüsterte er, als er seine Stimme wieder gefunden hatte. "NEIN!" Dieses Mal brüllte er fast.
Ruckartig stand er auf und riss Roel das Pergament aus der Hand. Dort stand es. Schwarz auf weiß. Rowan war im Kampf gefallen.
Jack pfefferte den Brief mit aller Kraft gegen die Wand. "Nein, verdammt nochmal!", schluchzte er. Einzelne Tränen bahnten sich ihren Weg über seine Wangen. Er schlug gegen die Wand. Immer wieder bis seine Knöchel bluteten. Irgendwann, als ihn seine Kräfte verließen hörte er auf. Er stützte sich auf seinen Knien ab und atmete schwer.
Erst jetzt sah er mit roten Augen zu Roel. "Das kann nicht stimmen, Roel. Du weißt, dass das nicht stimmen kann. Er lässt sich nicht so einfach umbringen. Nicht Rowan."
Er bemerkte, dass er nicht der Einzige war, dem gerade alles zusammen gebrochen war. Er ging auf Roel zu und nahm sie in den Arm. "Er ist nicht tot. Bestimmt nicht." Zumindest hoffe ich das...

_________________



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