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 Unser krasses hardcore RPG

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Jack Donahue
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BeitragThema: Unser krasses hardcore RPG   Mi Sep 11, 2013 5:10 pm

Wieder wurde er aus seiner alptraumhaften Wirklichkeit geweckt. Doch dieses Mal nicht so nett wie vorhin.
Er spürte einen heftigen Schmerz auf den Wangen als er aufwachte. Als er bemerkte, wer vor ihm stand, riss er die Augen auf. Rockwood war wieder da. Das bedeutete nichts Gutes. „Hilfe!“, keuchte er. Doch er war sich nicht sicher, ob es bis in die nächste Zelle drang. Und selbst wenn, was sollten die schon groß ausrichten. Sie waren ja selber eingesperrt.
Dann fing Rockwood an zu Grinsen. Ein Grinsen bei dem es Sam kalt über den Rücken lief. Die Drohung hätte er sich sparen können. Nach dem nächsten Fluch konnte Sam nichts anderes mehr als schreien.

In der Nachbarzelle wurde Jack langsam wahnsinnig. Er hatte das leise Hilfe gehört. Genauso wie ein gezischtes 'Crucio!'. Als er den markerschütternden Schrei seines kleinen Bruders hörte versuchte er noch einmal gegen die Stangen anzukämpfen. Aber es ging nicht.
Er bemerkte, dass es Rowan nicht gut ging. Gar nicht gut. Aus dem Augenwinkel sah er, wie blass sein Freund war. Doch er konnte sich jetzt nicht um ihn kümmern. Er konnte sich doch nicht um sie Beide kümmern.
Der Schrei wurde kurz leiser, doch sofort ertönte ein Neuer. Lauter als der erste. „Nein!“ Jack bemerkte nicht einmal dass er schrie. „Hör auf! Bitte, hör auf! Was willst du? Sag, was du willst, aber hör auf!“
Er wusste nicht, was die Todesser von ihnen wollten. Wahrscheinlich irgendwelche Informationen. Es war ihm egal. Im Moment war er dazu bereit alles auszuplaudern, solange die Todesser Sam in Ruhe ließen. Verdammt nochmal! Der Kleine hatte die letzten Jahre in so einer Zelle zugebracht. Er konnte das nicht schon wieder zulassen. Nicht, wenn er etwas daran ändern konnte.
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Rowan Salem
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Sep 11, 2013 5:34 pm

Rowans Finger schmerzten, als sie gegen das harte Metall gequetscht wurden und versuchten das Werkzeug tiefer in die Kerben der groben Schrauben zu drücken, die die Tür und das Schloss ihrer Zelle zusammen hielten.
Mit fliegendem Atem versuchte er den Schraubenzieher zu drehen, hörte Metall gegen Metall reiben und keuchte auf.
Er rutschte leise fluchend ab und horchte, hörte wie Sam um Hilfe rief und Jack neben ihm bald die Fassung ganz verlieren würde.
Das alles war zu viel. Es einfach zu viel. Der Schlafmangel, die Schreie von Jacks kleinem Bruder. Und Roel.
Bevor sie verschwunden war, hatte er eigentlich gedacht, dass jetzt vielleicht alles besser werden würde. Sie hatte ihm verziehen, sie hatte Jack vergeben.
Und jetzt? Was war jetzt? Sie war verschwunden, außerhalb seiner Reichweite, um ihr helfen zu können und das nun schon zum wiederholten Mal.
Manchmal fragte er sich, ob es das ganze Wert war. Das Leid und die Zerstörung und ob er sie nicht einfach das nächste Mal schnappen sollte und einfach weg-
Überrascht starrte Rowan einen Augenblick lang auf das Schloss das mit einem dumpfen Geräusch auf den staubigen Boden fiel und die Tür langsam und knirschend aufging.
„Jack, jetzt nichts überstürzen“, murmelte er schließlich und legte seine Hand auf die Brust des Jüngeren, um ihn etwas zurück zu halten.
Ob der Todesser von nebenan etwas von ihrem Ausbruch bemerkt hatte, erkannte er nicht, doch so wie beschäftigt der war, wollte Rowan sich einfach vorstellen, dass sie ihn vielleicht doch überraschen konnten.
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Rhydian Rockwood
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Sep 11, 2013 5:54 pm

Dieses elendige Schreien. Warum tat er das? Eigentlich wusste Rhydian genau, warum Donahue schrie, aber es war ihm unangenehm, weswegen er sich gestattete, diese rhetorische und sich selbst erklärende Frage zu stellen.
Er fragte sich, ob die beiden nebenan Donahues Schreie gut hören konnten, denn er war zum ersten Mal in dieser Zelle, um jemanden zu foltern. Er bevorzugte im Normalfall eine der Zellen auf der anderen Seite des Kerkers. Sie waren hygienischer und sauberer; im Gegensatz zu dieser Zelle, bei der er sich nicht sicher war, wann sie das letzte Mal einen ordentlichen Sauberkeitszauber gesehen hatte. (Für einen Moment spielte er mit dem Gedanken, einen Zauber anzuwenden, um sich nicht mehr ganz so unwohl zu fühlen, aber den Verwarf er wieder, weil er wusste, dass alles, was ihm unangenehm war, für den Gefangenen noch viel schlimmer zu ertragen war. Wie zum Beispiel das Schreien; das viel zu nervtötend war.)

Er senkte seinen Zauberstab und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Sammy, ich will dir doch nicht wehtun“, sagte er und sie beide wussten, dass es eine Lüge war. Donahue, weil er Rhydian lange genug kannte, und Rhydian, weil er gezwungen war, auf Lügen zurückzugreifen, um sich das zu holen, was er brauchte. Informationen. „Ich möchte doch nur etwas mehr über dein Brüderchen und seinen Freund da drüben erfahren.“ Er setzte ein Lächeln auf und ließ seine Arme einfach locker. Die eine Hand in die Hosentasche, die andere hielt den Zauberstab fest. „Du hast mir nie sonderlich viel erzählt. Dabei verstehen wir uns doch so gut miteinander. Oder hast du das in der kurzen Zeit, in der du nicht bei mir warst, vergessen?“
Mit langsamen Schritten ging er auf Donahue zu und ging vor ihm in die Hocke. Immer noch mit einem geschäftsmäßig-freundlichen Lächeln auf den Lippen.
„Du weißt doch, dass es schönere Orte gibt, als dieses dreckige Verlies, in dem wir uns gerade befinden“, fuhr er fort und streckte seine Hand aus, um ihm leicht durch die Haare zu fahren. „Du musst mir nur ein paar Dinge erzählen, mehr nicht. Es ist gar nichts dabei, wenn du es tust, schließlich will ich niemandem Schmerzen zufügen. Also, Sammy-Boy, was wirst du tun?“ Er machte eine Pause, in der er ihn einfach nur anlächelte und ihm sanft durch die Haare strich. „Wirst du reden oder schreien?“
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Jack Donahue
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Sep 11, 2013 6:21 pm

Sam sah den Größeren an und er wusste, er war wieder dort, wo er angefangen hatte. Diese kurze Zeit in der er endlich einmal draußen gewesen war schien vorbei zu sein. Rockwood hatte ihn wieder. Er sagte leicht panisch: „Ich weiß doch nichts. Ich war doch gar nicht lange weg.“
Sam kniff die Augen zusammen. Er zermarterte sich das Hirn. Nein, es gab wirklich nicht, dass er hätte sagen können. Trotzdem konnte er es versuchen. „Naja... Roel ist weg. Jack und der Andere suchen sie. Ich weiß aber auch nicht wo sie ist.“ Sam wusste, dass es nicht genügen würde. Er zitterte unkontrolliert. Wie ein Faustschlag traf ihn die Angst, als Rhydian ihm die Frage stellte, die ihm klar machte, dass er noch lange nicht damit fertig war, ihn mit dem Crucio zu belegen. „Bitte hör auf. Du weißt, dass ich nichts weiß.“

In dem Moment konnte Rowan die Tür öffnen. Jack hielt es nicht aus. Das Gewimmer aus der Nachbarzelle war zu viel. Er wollte diesem Schwein einfach nur den Hals herum drehen. Wenn er keinen Zauberstab hatte, würde er ihn eben in Muggelmanier verprügeln. Doch Rowan schien seine Gedanken lesen zu können und hielt ihn zurück. Jack zischte: „Rowan, lass mich vorbei, oder ich zwing' dich dazu.“
Natürlich war es dumm ohne Zauberstab zu versuchen, einen Todesser zu überwältigen. Aber eine andere Chance sah er nicht. Und Sammy zurück lassen, kam für ihn nicht in Frage. Er flüsterte zu Rowan gewandt: „Halt dich einfach raus, wenn du willst. Aber ich lass' ihn nicht schon wieder im Stich.“
Damit schuckte er Rowan zur Seite und bahnte sich seinen Weg vor Sammys Zelle und schluckte erst einmal. War das nicht der Typ, den sie schon im Ministerium getroffen hatten?
Jack machte gerade einen Plan, wie er diesen Typen am besten Hinterrücks ausknocken konnte, als Sammy ihn sah und direkt in seine Richtung starrte.
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Sep 11, 2013 6:49 pm

Rowans Atem verlangsamte sich und stockte einen Moment. Jacks Worte trafen ihn sichtlich, auch wenn sie sich nicht um ihn oder seine Familie drehten, konnte er seinen Freund verstehen.
Es ging um seinen Bruder.
Er konnte ihn nicht zurücklassen, nein, nicht so wie er all die Jahre Roel zurück gelassen hatte.
Ein Stechen durchfuhr seine Brust, während er hilflos zusah wie Jack an ihm vorbei stürmte und direkt auf die Zelle zu, wo Todesser und Gefangener gleichmaßen auf ihn warteten.
Wie sollten sie da ohne Zauberstab nur heraus kommen?
Eigentlich fiel ihm kein Weg ein. Sicherlich waren oben dutzende, wenn nicht sogar hunderte Todesser, die es wahrscheinlich gar nicht abwarten konnten, Jack und ihn in die Finger zu bekommen. Es galt Schulden zu begleichen, so wie er sie verraten hatte.
Nachdem er diesen Gedanken verbittert zu Ende gebracht hatte, schmunzelte er kurz und schnaubte auf.
Na gut, wenn sie hier heute Nacht unten sterben sollten, dann würde er es tun, in dem er so viele von ihnen mit sich riss.
Seine Lippen verzogen sich weiter zu einem bereiten Grinsen, er machte einen ersten Schritt und rannte Jack hinterher, trat an seine Seite und kümmerte sich sofort um Rhydian, ehe dieser sich auch nur umgedreht hatte und versuchte ihn mit purer Kraft gegen die Wand zu drücken.
„Ihr hättet mehr darauf achten sollen, dass eure Zellen Muggel sicher sind. Jeder Vollidiot bekommt diese rostigen Schrauben aus ihrer Fassung, mein Süßer“, knurrte er wütend und sah im Augenwinkel noch nach Jack und Sam.
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Sep 11, 2013 7:40 pm

Er konnte sie hören. Ihre Schritte, den hektischen Atem des Einen, den Donahue anstarrte.
Rhydian war kein Idiot und er wusste, dass er aufgeschmissen war, wenn sie ihn erwischen würden. Also beförderte er seinen Zauberstab weg von sich, denn würden sie ihn mit Zauberstab sehen, würden sie eins und eins zusammenzählen. Und er war nicht so dumm, als dass er sie unterschätzen würde.
Ohne Zauberstab, noch immer mit der Hand in Sams Haar, wurde er umgeworfen. Direkt gegen eine Wand. (In Gedanken schalt er sich, weil er den Sauberkeitszauber doch hätte anwenden sollen. Dann würde er nicht mit der Nase im Dreck wühlen und sich fragen, ob er sich irgendwelche Krankheiten einfangen würde, wenn er überleben würde.)
Er versuchte den Mund zu öffnen, um dem Kerl zu antworten, aber statt auch nur ein Wort sprechen zu können, atmete er den Staub ein, der in den Ritzen der Mauer war. Und begann zu husten.
Irgendwie schaffte er es, seinen Kopf so zu drehen, dass er nicht einmal mehr mit der ausgestreckten Zunge den Stein berühren könnte, und sagte mit kratziger Stimme: „Der Bastard ist geflohen und du nagelst mich fest? Sollten wir den Freak nicht verfolgen?“
Rhydian versuchte sich nicht einmal aus dem Griff des Kerls zu befreien, denn er wusste, dass er ein besserer Stratege als Kämpfer war. Im Normalfall hatte er damit keine Probleme, aber in diesem Fall schämte er sich dafür, dass er nicht alle Variablen miteinberechnet hatte (zum Beispiel die Tatsache, dass Schlammblüter mit Dreck vertraut waren und nicht davon scheuten, sich hindurchzuwühlen. Aber sie kannten Rhydian noch nicht und er würde ihnen zeigen, dass auch Reinblüter in der Lage waren, sich in Schlamm zu wälzen, wenn es Vorteile mit sich brachte. Und er würde sich nicht dafür entschuldigen, dass er gewillt war, alles zu tun.).
Das nächste Mal würde er sich nicht mehr dazu überreden lassen, die Gefangenen allein zu lassen (noch dazu in einer Zelle. Welcher Idiot hatte das angeordnet?).
„Wir sind auf einer Seite!“, sagte er und vertraute darauf, dass Sam sich daran erinnerte, dass er sich jeder Zeit wieder in Rhydians Händen befinden könnte. Solange Sam ihn nicht verraten würde – und bei dem Gedanken an ein paar Minuten zuvor, würde es ihn nicht wundern, wenn er es tun würde –, dann hatte er gute Chancen das zu tun, wofür er bestimmt worden war.
Und wenn Rhydian einen Plan verfolgte, ließ er sich nicht so leicht davon abhalten. Und wenn es ihn Schweiß und Blut kosten würde. Und seinen Zauberstab.
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Jack Donahue
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Sep 11, 2013 8:21 pm

Jack war kurz etwas verwirrt. Das war so ziemlich die dümmste Ausrede, die er je gehört hatte. Er lief auf Rockwood zu und holte aus, als er auf einmal ein lautes: „STOP!“, hörte. Noch verwirrter drehte er sich um. „Sammy, er hat dich gerade gefoltert.“
Doch Sam schüttelte fast schon panisch den Kopf. „Nein... nein, er war es nicht. Er kam auf einmal hier rein und der andere Typ ist geflohen.“
Mit hochgezogenen Augenbrauen sah er seinen kleinen Bruder an. „Was redest du da? Ich hätte es gesehen, wenn jemand geflohen wäre.“

Sam durfte nicht zulassen, dass sie Rockwood noch mehr verärgerten. Er wusste, jedes falsche Wort würde er früher oder später ausbaden dürfen. Er sah den Mann, der ihn wahrscheinlich am meisten in seinem Leben verängstigt hatte entschuldigend an und wandte sich dann an Jack. „Tu ihm nichts.“ Da er wusste, Jack würde ihm nicht glauben fügte er eine Lüge hinzu, die ihm leichter von den Lippen ging, als er erwartet hätte: „Er hat mir damals geholfen, aus dem Ministerium zu fliehen.“
Sofort ließ Jack seine Faust sinken. Auch wenn er immer noch ein wenig ungläubig dreinsah. Sam biss auf seiner Unterlippe herum, als sein Bruder auf ihn zuging und ihm hoch half. Auf seine Frage hin ob er okay war nickte er nur. Er wusste, dass er, wenn er so weiter machte, nie von diesem Typen loskommen würde. Aber mittlerweile hoffte er nur noch darauf, dem Schlimmsten zu entgehen.
Jack ging zurück zu Rockwood und sagte: „Naja, in dem Fall... danke.“ Und Sam wusste nicht, ob er erleichtert sein sollte oder einfach nur davon laufen.
Er sagte leise: „Jack, können wir nicht einfach nach Hause gehen?“

Nun war es an Jack, zu Boden zu sehen. Was sollte er sagen? Er wollte nicht, dass es raus kam. Nicht hier. Also schüttelte er nur den Kopf und sah Sam dann wieder an. Etwas aggressiver als geplant sagte er: „Nein, wir müssen erst Roel finden.“
Er wusste, früher oder später musste er Sam die Wahrheit sagen und er fragte sich, ob der Kleine dann immer noch mit ihnen unterwegs sein würde. Er fragte sich sogar, ob Rowan und Roel dann noch mit ihm redeten.

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Rowan Salem
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Sep 11, 2013 9:17 pm

Rowan hatte das ganze eher schweigsam betrachtet. Sein Blick war zwischen den Dreien hin und her gesprungen, während seine Miene denselben Ausdruck behielt, nämlich eine wütende Grimasse, die offensichtlich Rookwood galt.
Er sah hinüber zu Jack, ließ den Todesser immer noch nicht los und schüttelte dabei den Kopf.
„Du glaubst ihm das doch nicht wirklich oder? Ich hab ihn auf dem Weg zu euch zurück aufgegabelt, er war hier ganz in der Nähe, glaubst du nicht eher, dieser Rookwood hat ihn eher aus dem Ministerium geholt, weil sie ihn vielleicht in ein anderes ‚Gästezimmer’ verlegen wollten?“, den letzten Part knurrte Rowan eigentlich nur noch in das nahe Ohr Rhydians, den er nur noch fester packte.
„Freilassen werde ich ihn sicher nicht“, begann er wieder und suchte mit einem Blick den Kellerraum ab, um vielleicht den Zauberstab seines jetzigen Gefangenen zu entdecken.
„Hast du irgendwo seinen Stab gesehen, Jack? Er kann gerne mitkommen und ich lasse ihn auch los, aber nur wenn ich weiß, dass er unbewaffnet ist.“
Rowans Miene blieb eisern, er würde sich sicherlich nicht von Jacks kleinem labilen Bruder überreden lassen einen dieser Verbrecher frei rumlaufen zu lassen. Er war müde, aber nicht lebensmüde.
„Was wir jetzt als nächstes tun, ist folgendes“, fing er dann wieder schließlich an, nachdem er ein paar Momente lang tief eingeatmet und sich gesammelt hatte. Seine gerade noch so harten Augen wurden einen bisschen wärmer und weicher, sahen Jack mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen an, das eher bitter wirkte als triumphierend.
„Lasst uns Roel suchen und dann nach Hause gehen…“
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Sep 11, 2013 9:18 pm

Tak. Tak. Tak. Tak.
Klackernde Schritte schallten durch die Eingangshalle. Die Geräusche der hochhackigen Schuhe hallten weit gegen die hohen Decken, gegen die langen engen Fenster, durch die nur schwaches Mondlicht in die Villa eindrang.
Staub bedeckte die meisten Möbelstücke, Statuen und Büsten, die den Gang säumten, in dem die Füße verschwanden, die zu den High Heels gehörten.
Das Klackern bewegte sich weiter unzählige Gänge entlang, die Frau, die ihre Besitzerin war, schien abwesend zu sein und grüßte dennoch ab und zu einige derjenigen, die ihr entgegenkamen mit einem kühlen Lächeln und einem kurzen Nicken ihres blondes Schopfes.
Sie hielt eine Pergamentrolle zwischen ihren Fingern, umklammerte diese regelrecht, während sie begann eine lange steinerne Wendeltreppe hinunter zu gehen, die in einem dunklen Loch im Boden zu verschwinden schien, indem jegliches Licht von Schatten gefressen wurde.
Erst als sie bemerkte, dass ihre Schritte nicht die einzigen waren, die die leisen Mauern zu wecken schienen, verlangsamte sie ihre Schritte und kam mit dem Klopfen ihrer Absätze etwas aus dem Takt.
Ein hochgewachsener Mann war ihr gefolgt, seine Schritte waren dumpf und schnell, sodass sie ihm nur kurz zu lächelte, ehe sie gemeinsam weitergingen.
„Du wirkst nervös.“
Seine Stimme klang in ihren Ohren wie eine Provokation.
Natürlich war sie nervös. Herr Gott noch mal, sie ging gerade in den Kerker hinunter und wusste ganz genau was sie dort erwartete, oder besser gesagt wer.
„Nein“, sie tischte ihm rasch diese Lüge auf und bedachte ihn nur kurz mit einem leichten Seitenblick, ehe sie wieder um eine andere Kurve ging und er sie weiterhin verfolgte.
„Hör auf mich ständig zu kontrollieren, in Ordnung? Seit du wieder da bist-„
„Kontrolle? Hör mal, Püppchen“, die Stimme des Mannes klang leicht scharf, aber immer noch belustigt. „Du bist diejenige, die uns alle allein gelassen hat. Dabei haben wir uns solche Sorgen gemacht. Vor allem der Lord und natürlich ich.“ Er strich ihr kurz über die Wange, sodass ihr Kopf zur Seite weg zuckte. Er grinste wieder breit, sodass sie seinem Blick auswich.  
Sie traten die letzten paar Stufen hinunter, nachdem sie sich wieder eine Weile angeschwiegen hatten und sie seinen Blick ertrug.
Der Geruch von Moder und Verwesung kroch ihr in die Nase, während sie immer tiefer atmete. Das was jetzt kam, musste kommen und das schon ewig. Also warum regte sie sich dann so auf?
Ihre Hand zitterte schon fast nicht mehr als sie die Türklinke hinunter drückte und die Tür mit einem Zauber öffnete und ihr Körper fühlte sich schon fast nicht mehr so an, als ob sie gleich sterben würde, als sie die ersten Schritte in den langen Gang des Kerkers taten und hinter sich die Tür schlossen.
Und Roel hatte mit ihrem Schicksal fast abschlossen, als sie wieder die Stimme ihres Bruders hörte und neben sich nur Barty’s dämliches Grinsen bemerkte.
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Rhydian Rockwood
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Sep 11, 2013 9:40 pm

In Gedanken dankte er Sam, aber nicht zu viel, denn wenn man es genau nahm, verdankte er es seiner eigenen Talentiertheit, dass Sam genau das tat, was er von ihm erwartete. Es war ein wenig langweilig, bereits zu wissen, dass Sam alles tun würde, um in seiner Gunst zu stehen, aber immerhin war er so am Leben geblieben. Er würde sich zu späterer Stunde revanchieren. Wie, würde er sich in der jeweiligen Situation, den Umständen entsprechend, überlegen. Aber er war einfallsreich, ihm würde schon das ein oder andere einfallen, da war er sich sicher.
„Und wenn du mich fesselst“, begann Rhydian etwas entnervt sprechend, ganz darauf bedacht, den richtigen Ton zu treffen, „ich bin unbewaffnet und vollkommen wehrlos. Was soll ich euch denn tun? Euch zu Tode kitzeln? An euren Haaren ziehen, bis ihr anfangt zu weinen? Also bitte.“
Er versuchte seinen Kopf weiterhin von der Wand fernzuhalten, um nicht noch mehr der modrigen und staubigen Luft einzuatmen, die wie eine unsichtbare Schicht an der Mauer haftete. Wenn er sich wenigstens den anderen zudrehen könnte. Diese Position machte es ihm beinahe unmöglich, die beiden Brüder und vor allem seinen Angreifer zu beobachten. Er konnte nicht einschätzen, wie sie auf ihn reagierten und das brachte ihn aus dem Konzept.
Er warf einen Blick auf Sam und lächelte ihn gewinnend an.
Es machte Rhydian Spaß, mit ihm zu spielen, auch wenn er am Anfang niemals daran gedacht hätte. Schließlich hatte er noch nie sonderlich viel Spaß gehabt, der nichts mit den allgemein gültigen Regeln der Welt zu tun hatte. Aber durch Sam hatte sich das irgendwie geändert. – Ein bisschen. Ein kleines bisschen zumindest.
„Wir sollten uns auf den Weg machen, bevor sie uns noch bemerken“, schlug er den Anwesenden vor und versuchte sich noch einmal zu bewegen, auch wenn es nur war, um sich von der Wand wegzubewegen.
Und er fragte sich, warum gerade er dazu auserkoren worden war.
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Sam Donahue
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Sep 11, 2013 9:59 pm

Er hätte Jackys Kerl am liebsten angeschrien, er solle Rockwood fesseln. Doch er konnte nicht. Er öffnete seinen Mund, doch er brachte es nicht über sich. Wenigstens bekam er einen Lächeln von ihm. Das hieß, was auch immer kam, es konnte nur besser werden. Zumindest hoffte er das. Fast wollte er zu Rowan gehen und ihn dazu bringen, Rockwood los zu lassen. Nur, damit er die weiteren 'Sitzungen' noch weniger zu befürchten hatte. Doch er hielt sich zurück. Sollten die Anderen entscheiden. Ein wenig Stolz hatte er schließlich auch noch.
Er wischte sich kurz den Schweiß von der Stirn und war einfach froh, dass es vorbei war. Mittlerweile erholte er sich recht schnell von Rockwoods Übergriffen. Vielleicht akzeptierte er es oder vielleicht hatte sein Gehirn einfach die Verdrängung perfektioniert. Wie auch immer es aussah, Sam war froh darüber.
Auf einmal kamen noch mehr Leute in den Raum. Und als er sah, wer da auf einmal vor ihm stand wusste er, dass das Thema Rockwood schnell abgehakt sein würde. Die anderen Beiden würden aus dem Häuschen sein und wenn er Jack so ansah, hatte er Recht. Sein Bruder schien die Welt nicht mehr zu begreifen. Doch was er dann tat ließ nun auch seine Kinnlade herunter fallen. Sein Gesichtsausdruck wechselte zu einer wütenden Fratze und er schrie: "Verdammt nochmal, wo warst du? Ich hoffe, du bist stolz auf dich. Wegen dir sind wir in diesem verdammten Loch gelandet. Fällt dir eigentlich nichts Besseres ein, als abzuhauen, wenn wir ein einziges, verdammtes Mal in Sicherheit sind?"
Sam hätte sich am liebsten mit der flachen Hand aufs Gesicht geschlagen. Sein Bruder hatte wohl im Gegensatz zu ihm in den letzten Jahren nicht dazu gelernt. Wenn Todesser in der Nähe waren, behielt man die Wahrheit am besten für sich. Jeder andere hätte so getan, als würde er Roel aus einem anderen Grund suchen, als aus ach so großer Freundschaft. Jeder Andere hätte versucht sich raus zu reden. Jetzt war klar, dass sich das Mädchen mit einem mörderischen Schlammblut abgab.
Sam fragte sich wirklich, wie Jack die letzten Jahre überlebt hatte. Dahingehend hatte er viel zu viel von ihrem Vater geerbt. Auch wenn Sammy es niemals aussprechen würde, da er dann wohl eine Tracht Prügel zu erwarten hatte. Was wieder für seine Theorie sprach, aber gut.
Sam sah wieder zu Rockwood. Dieser schien erst gar nicht mitbekommen zu haben, dass sie Zuwachs bekommen hatten. Er fragte sich, wann er eine Chance finden würde, zu entkommen. Oder würde er da bleiben und sich bei seinen Freunden einschleimen, um ihn im Auge zu behalten? Sam wollte sich keine Gedanken darüber machen, aber sie drängten sich ihm einfach auf. Er hatte die Hoffnung aufgegeben, jemals wieder ohne diesen Mann leben zu dürfen. Aufgrund dessen hoffte er eher darauf, dass der Todesser sich ihnen anschloss. So hatte er wenigstens ein wenig Ablenkung.
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Roel Salem
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Sep 11, 2013 10:42 pm

Roels Hand war fast blitzartig nach Jacks kleiner Rede hinauf geschossen. In ihr lag ihr Zauberstab, den sie fest umklammerte und direkt auf Jacks Herz richtete.
Ihr Blick war emotionslos, doch man sah ihr an, dass sie ihren Freund nicht bedrohen oder gar töten wollte, es schien eher eine Art Verteidigung zu sein, so wie sie den Stab schützend vor sich und ihre Begleitung hielt.
Dass sie Crouch mitbeschützte, war ihr selbst fremdartig und erschien ihr, als ob sie sich selbst noch mehr verraten würde, als sie es ohnehin schon tat. Doch sie ignorierte ihre Gefühle, ihre Unsicherheit, die tief in ihrer Magengrube an ihr nagte, sodass sie einfach weiterhin den Zauberstab auf Jack gerichtet hielt und dabei versuchte den Blicken ihres Bruders auszuweichen.
„Jack, du verstehst nicht, dass es genau um das geht“, sprach sie schließlich. Sie klang heiser und ruhig, schien sich allerdings nicht aufzuregen und hielt ihre Stimme in einem besonnenen und langsamen Rahmen. Ihre Aufregung war wie verflogen. Es war ohnehin zu spät. Alles war zu spät.
„Ich kann hier nicht mehr raus. Nie mehr. Aber ihr schon-„
„Tsch! Jetzt beschleunigen wir mal das ganze, wir haben nicht den ganzen Tag zeit, das weißt du, das weiß ich und jetzt kommen wir mal auf den Punkt, dass ihr Süßen das auch wisst.“
Crouch starker schottischer Akzent hinterließ auf Roels Rücken einen kalten Schauer und schien sie kurz aus dem Konzept zu bringen, als sie von ihm unterbrochen wurde und Barty seine Stimme genervt über die der anderen erhob.
„Es gibt einen Deal. Der leider etwas unterbrochen wurde, als hier her verfrachtet wurdet und dafür möchte ich mich doch herzlichst noch mal entschuldigen.“
Seine Entschuldigung klang falsch und erlogen, doch Roel überging ihn und wartete einfach nur drauf, dass er fortfuhr.
„Gut, der Deal: Alle Salems, außer dem blonden Spatz hier natürlich, kommen frei, inklusive dieses kleinen französischen Drecksacks. Alle Donovans- Dolomans, egal, ihr fühlt euch angesprochen, ihr bleibt hier. Und Rockwood…“
Crouch’ Blick verfinsterte sich und richtete seinen Zauberstab auf Rowan, den er kurzerhand mit einem Zauber gegen die nächste Wand schleuderte und ihn so von Rhydian entfernte.
„Das nächste mal bitte weniger Schlampigkeit bei der Arbeit. Niemand sieht das hier gern. Vor allem nicht der Lord.“
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Sep 11, 2013 10:42 pm

Rowans Atem stockte für einen Moment als er bemerkte, wer sie da mit ihrer Anwesenheit beehrte. Sein Herz schien für einen kurzen Augenblick lang auszusetzen, sodass er nach Luft schnappte und sein Griff an Rockwoods Körper lockerer wurde.
Er hatte nur noch Augen für seine Schwester. Wie sie dort stand, bei diesem Todesser, bei diesem elenden Mörder und nicht einen Finger krumm machte, um diese ganze Situation zu beenden.
Dass der Kerl, Crouch, am Leben war und nicht seelenlos in einer der Zellen von Askaban vor sich hin siechte, wusste Rowan. Dass er auch schon eine ganze Weile wieder an der Seite seines Lords stand auch, doch dass Roel mit ihm in Kontakt stand. Schon wieder.
Rowan schüttelte ungläubig den Kopf. Er hätte es nie für möglich gehalten, dass er seine Schwester je wieder so sehen würde. Doch jetzt passierte es und er war mitten drin.
„Das ist nicht dein ernst-„, knurrte er schließlich, wurde aber unterbrochen als er gegen die Wand geschleudert wurde und sich die ganze Luft aus seinen Lungenflügeln drückte, sodass er erst zitternd am Boden lag, ehe er sich wieder begann aufzurichten.
„Glaubst du das ist es Wert? Mein Leben? Das von Jaque? Wir sind nicht so viel wert, dass du das tust, Roel!“, er schrie sie fast schon an, seine Stimme hallte von den Wänden des Kerkers wieder und schien einige Fledermäuse aufzuschrecken, doch das kümmerte ihn nicht.
Was ihn kümmerte war sie abwesende Miene Roels und wie sie ihm einfach nicht antwortete.
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Sep 11, 2013 11:35 pm

Dieser dreckige-! Crouch war ein Idiot und das war er immer schon gewesen. Aber diesmal hatte er den Bogen eindeutig überspannt. Wieso konnte er sein Mundwerk nicht einmal im Zaum halten? (Vielleicht sollte er sich einen Maulkorb für den Schwachkopf zulegen) War er inzwischen so wahnsinnig geworden, dass er nicht mehr zwischen adäquatem und unangemessenem Verhalten unterscheiden konnte? Bei so viel geistiger Umnachtung wunderte es Rhydian nicht, dass Crouch nicht mehr dazu in der Lage war, klar zu denken.
Er drehte sich um, trat einen oder zwei Schritte zur Seite und hielt sich in Sams Nähe auf. Er wusste, dass Sam ihn beobachtet hatte und dass er darüber nachgedacht hatte, sich auf seine Seite zu stellen und für ihn zu sprechen. Die ganze liebevolle Fürsorge, die er Sam in den letzten zwei Jahren entgegen gebracht hatte, war also nicht umsonst gewesen. Sam würde sich für ihn einsetzen, vor allem jetzt, da er Crouchs Ansprache gehört hatte. (Für einen kurzen Augenblick dachte er darüber nach, dass er schottischen Akzent nicht mochte. Es erinnerte ihn an Vieles, das ihn eigentlich gar nicht interessieren sollte. Und vor allem dachte er an Crouch, mit dem er noch nie zurechtgekommen war.)
Rhydian überlegte, ob er sich in das Gespräch einmischen sollte, aber ihm war vollkommen klar, dass er in keiner Hinsicht auch nur den Hauch einer Chance hatte, sich irgendjemandem entgegenzusetzen oder jemandem beizustehen, weil er waffen-, wehr- und ideenlos war. Das erste Mal, dass er sich so fühlte – und eigentlich war es ihm egal. (Er hätte gedacht, dass er Furcht oder Angst empfinden würde, wenn er unbewaffnet einer Furie gegenüberstehen würde, aber das tat er nicht. Er fühlte Gleichgültigkeit – wie immer.)
Rhydian hatte einen Entschluss gefasst – spontan, was ihm normalerweise niemals passierte – und er würde sich auch von diesem nicht mehr abbringen lassen. Sam würde ihn nicht mehr losbekommen, denn wenn Rhydian sich einmal festgebissen hatte, ließ er nie wieder los. Vor allem dann, wenn er noch ausstehende Pläne hatte.
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Sep 11, 2013 11:53 pm

Seine Wut, die so plötzlich aufgeflackert war, war verraucht, als wäre sie nie da gewesen. Jack starrte Roel einfach nur an. Er wusste nicht mehr was er sagen sollte. Er wusste nicht einmal mehr, was er denken sollte. Sie hatte sich selbst also für Jaque und ihren Bruder verkauft. Gut, Rowan kam wenigstens hier raus.
Doch er und Sammy würden hier bleiben. Instinktiv schob er sich zwischen Crouch und seinen Bruder. Er schloss kurz die Augen. Langsam bekam er Kopfweh. Das war einfach zu viel für einen Tag. Rhydian war also ein Todesser. Gut, auch das war ihm egal. Ob er nun wirklich zu den Bösen gehörte oder nicht, darüber konnte er morgen nachdenken. So wie es aussah hatte er ja jetzt genug Zeit dafür.
Rowan fing an zu schreien. Er konnte ihn verstehen. Trotzdem wollte er wenigstens den einen Vorteil auskosten, den dieser Deal hatte. Er drehte sich zu Rowan um und sagte mit müder Stimme: "Sei einfach ruhig und geh! Tu mir den Gefallen."
Jack wusste nicht, was er sonst tun sollte. Sammy würde er hier nicht mehr rausbringen. Ihm kam es schon komisch vor wie er mit diesem Rockwood umging. Die zwei schienen sich aus unerfindlichen Gründen zu mögen. Zumindest sagten das Sammys Taten. Auch wenn seine Blicke eine andere Sprache sprachen. Trotz allem... vielleicht konnte er sie ja da heraus holen. Zumindest Sam...
Sein Blick wanderte wieder zu Roel. Er hieß nicht gut, was sie getan hatte. Aber er konnte sie verstehen. Und er konnte sich denken, wie schwer es für sie war. Aus diesem Grund nickte er ihr zu und hoffte einfach, sie verstand.
Nun würde er noch warten, bis Rowan endlich aus dieser Zelle verschwunden war, dann würde er sich hinlegen und endlich schlafen. Ändern konnte er nun sowieso nichts mehr. Sie waren erneut an einem Tiefpunkt angelangt. Nur dass es dieses Mal wirklich keine berechtigten Chancen gab, dass sie sich alle herauswinden konnten.

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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   So Sep 22, 2013 11:51 pm

Rowans Augen hafteten an seiner Schwester, als ob sein Leben davon abhängen würde.
Nein. Wie sie ihn ansah und ihm nicht antwortete, es konnte nicht real sein.
Alles schien in Zeitlupe abzulaufen. Er rief noch Roel etwas zu, das er selbst nicht wirklich hörte, griff reflexartig nach seinem Zauberstab, fand ihn natürlicher Weise nicht und griff ins Leere.
Der junge Zauberer schmeckte etwas Metallisches in seinem Mund, nachdem er fertig war, seine Schwester anzubrüllen.
Zwischen Rowans Lippen quoll dunkles Blut hervor. Er musste sich beim Aufprall auf die Wand reflexartig selbst gebissen haben. Seine Faust wischte es rasch und geräuschlos von seinem Mund ab, der sich zu seiner bitteren Miene zusammen gepresst hatte und setzte schon mit einem energischen Schritt an, auf Roel und Crouch zu zugehen, als er plötzlich ein Ziehen in seinem Bauchnabel verspürte.
Er schalt sich einen Narren, einen Augenblick unachtsam gewesen zu sein. Noch bevor er realisieren konnte, dass er keine Chance mehr haben würde, mit seiner Schwester dieser Situation zu entfliehen, landete er schon geräuschvoll auf dem Asphalt einer dunklen Straße irgendwo in England.
In seinen Augen war noch das Gesicht seiner Schwester eingebrannt, sodass ihr blasses Gesicht noch kurz auf dem dunklen Boden zu erkennen war, ehe dickflüssiges Blut von seinem Gesicht auf die Straße tropfte und die Illusion für ihn beendete.
Er hatte sie verloren und er hatte wieder nichts getan, um es zu verhindern.
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   So Sep 22, 2013 11:51 pm

Das Bettlaken auf Roels Haut fühlte sich kühl an. Ihre Fingerspitzen fuhren langsam und vorsichtig darüber, als ob sie sie zum ersten Mal richtig fühlen würde und prägte sich die rauen Fasern der Decke genau ein.
Sie tat das manchmal, zu ihrem eigenen Erstauen in letzter Zeit immer häufiger. Angefangen hatte das Ganze, als sie als Kind nie gewusst hatte, ob sie den heutigen Tag überleben würde oder doch plötzlich leblos in einer Ecke des Kerkers liegen und ihrem Leben ein Ende gesetzt werden würde.
Damals hatte sie geglaubt, wenn sie sich so viel wie möglich merkte und wusste, wie die Dinge sich anfühlten, wenn sie mit ihren Händen darüber fuhr, wusste sie wie das Leben wirklich war.
Wie es roch. Wie es schmeckte. Wie es aussah. Ob es rau war, kalt oder warm und weich.
Heute war es das erste Mal seit Jahren, dass sie diese alte Angewohnheit wieder zum Leben erweckt hatte und das wohl ganz wegen der letzten Tage, die sie immer wieder in Träumen heimgesucht hatten.
Ihre Gedanken wanderten weiter und wie immer endeten sie an den vergangenen Ereignissen der Nacht im Kerker als sie ihrem Bruder und Jack wieder begegnet war.
Die Verzweiflung, die in Rowans Stimme und seinen Augen lag, schienen wie eingebrannt. Immer wenn sie die Augen schloss, konnte sie ihn wieder vor sich sehen genauso wie das Gesicht beider Donahues.
Verdammt. Roel verzog ihre Miene in anbetracht der ganzen Kindheitserinnerungen, die ihre Tagträumereien fluteten und kniff noch einmal die Augen zusammen und rieb mit ihren Handballen darüber.
Wie sie sich wortlos von Jack und Sam verabschiedet hatte, nachdem Crouch sich ihrem Bruder entledigt hatte, versetzte sie immer noch in einen unkontrollierbaren Zustand der Scham. Alles war so aus dem Ruder gelaufen.
Ihr Blick wanderte langsam über die zahllosen Falten des Bettbezugs, während sie sich aufrichtete und den hell durchfluteten Raum betrachtete.
Kleidung lag auf dem Boden, wild hingeworfen und in Hast ausgezogen.
Gestern Abend hatte sie wohl doch mehr Zuwendung gebraucht, als sie eigentlich hatte zu lassen wollen.
Kurz knurrte sie einen unterdrückten Fluch, richtete sich auf und schlich rasch durch das Schlafzimmer, sammelte ihre Kleidung ein, zog sich hastig an, ehe der nackte Kerl auf dem Bett aufwachen würde. (Leute ich brauch das jetzt xD)
Vollständig angezogen rauschte sie durch die Zimmertür, trat in einen kleinen Flur, den sie entlang ging, ehe sie in einen großen dunklen Korridor trat, in dem nur einige Hauselfen ihrem Handwerk nachgingen und die alten Bilder entstaubten, mit denen die Wände geschmückt waren.
Ein genuscheltes „Miss Salem“ konnte Roel noch vernehmen, ehe sie sich schnellstens auf den Weg machte und um die Ecke rauschte, nur um dort mit Crouch zusammen zu stoßen.
„Guten Morgen, Kleines“, obwohl sein süffisantes Grinsen heute etwas kleiner ausfiel als sonst, schien er die Salem mit seinem üblichen Blick zu scannen, sodass diese ihm mit einem scharfen Blick in die Augen sah. Sie waren kalt und leer, genauso wie ihre wenn man genau hinsah.
„Guten Morgen, Vollidiot-„
„Ich tue jetzt einfach mal so, als ob ich das nicht gehört hätte. Vor allem nicht deinen aggressiven Ton.“ Crouch schien belustigt darüber zu sein, wie Roel ihre Abneigung ihm gegenüber zeigte, ließ sich dadurch aber nicht beirren.
„Du siehst aus als ob du gerade erst aufgestanden wärst, weißt du das? Bei wem warst du, Mäuschen?“
„Ich glaube nicht, dass dich das interessieren sollte, Barty“, ihre Stimme klang rau und angespannt, sodass sie sich ohne weitere Worte an ihm vorbei drückte und weiter ging. Seinen Kommentar, den er ihr hinterher gerufen hatte, überging sie einfach.
Sie konnte sich gerade nur auf eines konzentrieren, auf die Tür, die vor ihr lag und derjenige, der sich dahinter befand.
Als die Todesserin schließlich ihr Ziel erreicht und das dunkle Holz der alten Tür im westlichen Teil der Villa vor Augen hatte, seufzte sie und öffnete den Durchgang.
Dahinter saß Jack Donahue, gefesselt mit magischen Ketten und seit Tagen ein Gefangener.
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Di Sep 24, 2013 11:07 pm

Als Rowan verschwunden war, hatte Jack noch eine Weile auf die Stelle gesehen, an der sein Freund gerade eben noch gestanden war. Dann hatte seine Aufmerksamkeit nur noch den Zauberstäben seiner einstigen Freundin und deren Todesserkumpel gegolten. Er hatte kurz den Kopf geschüttelt, aber anscheinend hatte sie es gar nicht wahr genommen. Es folgte nur noch ein roter Blitz.
Seit er aufgewacht war, saß er allein in diesem Zimmer. Natürlich hatten sie ihn bewegungsunfähig gemacht, damit er ihnen nicht durch die Lappen ging. Fragen wurden ihm nicht beantwortet und die Wände schienen schalldicht zu sein. Langsam wurde er wütend. Er hasste es, ausgeliefert zu sein.
Sein Blick hing starr auf die Tür gerichtet, durch die sie ihm ab und an ein wenig Essen brachten und er bemerkte schon zum wiederholten Mal an diesem Tag, dass einem immer dann die Nase juckte, wenn man sich ums verrecken nicht kratzen konnte.
Auf einmal öffnete sich der einzige Zugang zur Außenwelt. Das plötzliche Licht blendete ihn und er kniff die Augen zusammen. Zum ersten Mal, seit sie ihn hier festhielten stand Roel vor ihm. "Was willst du?", murmelte er. "Solltest du nicht bei deinen Todesserfreunden sein?"
Das Verständnis, dass er im ersten Moment noch für sie verspürt hatte, war mit der Tatsache, dass ihm keiner sagen wollte, wo sein Bruder war, verraucht. Auch die Tatsache, dass er nun schon seit Tagen in der gleichen Position verharren musste, machte sie ihm nicht symphatischer.
Er sah sie wütend an. "Wo ist Sam? Hm?", spuckte er ihr fast entgegen. "Und wenn du mir jetzt keine Antwort gibst, bestätigst du mir nur, dass du von Anfang an die Todesserschlampe gewesen bist, für die ich dich gehalten habe."
Er verhielt sich hier nicht so, wie sie es ihm beigebracht hatten. Damals, als er noch tagtäglich gegen Todesser gekämpft hatte. Doch es war ihm egal. Er wollte, dass Sammy hier heraus kam. Er wollte wissen, ob Rowan es wirklich weg geschafft hatte. Und wenn Roel und er hier drin verrotten würden, sollte es ihm nur Recht sein.

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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Di Sep 24, 2013 11:58 pm

Die letzten Tage hatte er in diesem Haus verbracht. Die Anderen kümmerten sich nicht um ihn. Sie wussten, was er war. Er hörte sie flüstern. Aber langsam war er es gewohnt. Rockwoods Spielzeug nannten sie ihn. Früher hätte er ihnen für diesen Ausspruch eine zentriert. Doch jetzt... er wusste, dass sie Recht hatten.
Er saß auf Rhydians Bett. Schon in seinen Gedanken hörte sich dieser Name komisch an. Doch der Todesser hatte es ihm erlaubt, ihn so zu nennen. Oder fast schon verlangt. Er sagte, es wäre an der Zeit. Also hatte Sam nicht widersprochen. Genauso wenig, wie an dem Tag im Kerker. Als Jack den Stupor abbekommen hatte, war er Rockwood gefolgt wie ein Hündchen. Auch wenn er selbst wusste, wie jämmerlich das war. Mittlerweile hatte er wohl wirklich seinen ganzen Stolz eingebüst.
Rhydian war gerade nicht da. Er hatte nicht einmal die Tür abgeschlossen. Er wusste, dass Sam nicht davonlaufen würde. Nicht einmal, als er Jack seinen Namen schreien hörte, war er abgehauen. Doch er durfte Rhydian nicht verärgern. Dieser hatte ihm schon oft genug eingebläut, dass er nur noch am Leben war, weil er es erlaubte.
Er säufzte und fragte sich gleichzeitig, wann er den Mut aufbringen würde, endlich die Frage zu stellen, an der er schon seit Tagen knabberte. Und im Moment sah es ja nicht einmal schlecht aus. Der Todesser war verhältnismäßig nett zu ihm gewesen. Er hatte ihm nicht weh getan und ihm sogar erlaubt, sich frei im Haus zu bewegen. Und das mit dem Vornamen... Er würde es heute tun. Er würde ihn heute fragen. Auch wenn er Angst hatte, dass er sich damit Rockwoods Freundlichkeit verspielte. Wartend sah er auf die Zimmertür und hoffte, der Todesser würde bald auftauchen.
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mi Sep 25, 2013 12:57 am

Am Anfang hatte er sich noch Sorgen darum gemacht, ob er aufgeflogen war, aber im Nachhinein hätte ihm klar sein können, dass Roel das, was sie tat, gut durchdachte und sich nicht davor scheute, Späne fliegen zu lassen. Selbst, wenn Barty dabei war (den Rhydian noch immer nicht ausstehen konnte), war es möglich, einen Plan auszuführen. Er musste nur einfach so idiotensicher sein, wie er idiotensicherer nicht sein konnte.
Die letzten Tage hatte Rhydian dann damit verbracht, sich um andere Dinge zu kümmern. Er hatte sich von dem älteren Donahue ferngehalten und hatte sich eine lange Zeit mit Sam in seinem Zimmer beschäftigt, aber es gab noch einige andere Dinge, um die er sich hatte kümmern müssen. (Scabior hatte Mist gebaut. So viel Mist, dass er selbst es nicht schaffte, es aus der Welt zu schaffen. Also war es an Rhydian, Scabior da wieder herauszuziehen und die Sache zu bereinigen.)
Jetzt saß er draußen auf einer Bank und genoss es, wie eine kühle Brise über die blanken Stellen seiner Haut fuhr. Kein Stress, keine Befragung, keine Aufmüpfigen. (Was ihn zum Einen störte und zum Anderen auch beruhigte.)
Er warf einen Blick nach links und einen nach rechts; langsam, schweifend, aber dennoch aufmerksam. Als er sich sicher war, dass er alleine draußen war, ließ er seine Hand in die Tasche seines Jacketts gleiten und holte eine kleine, weiße Schachtel heraus. Ungarisches Drachenkraut. (Eine Angewohnheit, die er sich von seinem Vater abgeschaut hatte und die er eigentlich Jahre lang nicht mehr beachtet hatte. Bis vor einem Jahr und vier Monaten. Da hatte er wieder angefangen und er wusste eigentlich gar nicht so genau, warum er das getan hatte. Die einzige Veränderung, die es in dieser Zeit gegeben hatte, war Sam Donahue gewesen.)
Ein Schnipsen später inhalierte er den Rauch der Zigarette und stieß danach eine weiße Wolke aus, die sich in der kalten Luft des einsetzenden Winters mit seinem Atem vermischte und noch länger in der Luft schwebte, als sowieso schon.
Wieder ein Zug und er fragte sich, warum er das tat. Es war vollkommen irrational, schließlich war es ein Suchtmittel, welches gesundheitsschädlicher nicht sein konnte, aber trotzdem rauchte er weiter, wenn ihm der Sinn danach stand. (Jeder Mensch sollte sich eine Disziplinlosigkeit gönnen – und seine war das gelegentliche Rauchen von Zigaretten.)
Für einen Moment fragte er sich, ob er in sein Zimmer zurückkehren sollte, wo Sam bestimmt schon auf ihn wartete. (Welcher Teufel hatte ihn eigentlich geritten, ihn darum zu bitten, ihn bei seinem Vornamen zu nennen? Das baute viel zu viel Vertrauen zwischen ihnen auf – auch von Rhydians Seite aus. Und das war mehr kontraproduktiv. Das Schlammblut sollte nicht anfangen, sich wohl zu fühlen, sonst würde es noch auf dumme Ideen kommen.)

Inhalieren. Luft anhalten. Luft ausstoßen.
Es hatte etwas von Meditation und von Frieden – vor allem, wenn man sich darüber im Klaren war, dass da draußen noch immer welche waren, die gegen die Großartigkeit des dunklen Lordes kämpften. (Rhydian verstand nicht, warum sie das taten. Es widersprach den Gesetzen der Logik, sich gegen ihren wahren Helden aufzulehnen. Survival of the Fittest wie Darwin so schön sagte. Der Stärkste überlebte und der Schwächere gehörte ausgerottet. So war das Leben und Rhydian hatte es verstanden.)

Inhalieren. Luft anhalten. Luft ausstoßen.
Für einen Moment fragte er sich, was Sam wohl gerade tat. Wenn er fliehen würde, hätte Rhydian das beste Druckmittel gegen Donahue verloren, aber eigentlich befürchtete er ein derartiges Verhalten nicht, denn er hatte sich eigentlich recht gut um Sams Erziehung gekümmert. (Rhydian war nicht umsonst ein ranghohes Mitglied der Death Eater und seit seiner Jugend von seinem Vater ausgebildet worden.)

Inhalieren. Luft anhalten. Luft ausstoßen.
Vielleicht sollte er zurückgehen. Vielleicht. Denn eigentlich saß er gerne allein hier draußen auf einer Bank, bis die kalte Luft seine Wangen rot färbte und seine Nase sich kalt anfühlte.
Und vielleicht wurde sich Sam bald auf die Suche nach ihm begeben – was sollte er auch sonst tun? Ohne Rhydian war Sam in diesem Haus ausgeliefert. Und dieser Gedanke ließ Rhydian sich gut fühlen.

Inhalieren. Luft anhalten. Luft ausstoßen.
Was für ein herrlicher Tag.
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   So Sep 29, 2013 10:20 pm

Den Mund geöffnet und den Blick gesengt, hatte sie gerade zu einer Antwort ansetzen wollen, doch sie misslang ihr.
Langsam trat die junge Frau näher an ihren ehemals besten Freund. Ihr Blick schien verklärt, irgendetwas schien sie davon abzuhalten sich gänzlich dieser Situation zu stellen, Gedanken, die sie eigentlich nicht haben wollte. Welche, die sie niemals wieder in sich spüren wollte.
Circa einen Meter blieb Roel vor ihm stehen und sah schließlich direkt auf ihn hinunter. Wie er dort saß, gefesselt und jeglicher Möglichkeit beraubt sich zu befreien. Es brannte ihr in den Augen.
Eigentlich hätte sie diese am liebsten geschlossen. Vor diesem ganzen Irrsinn, der hier schon so lange ablief und sie alle davon abhielt nur eine Minute verschnaufen zu können.
Es ging nur noch Schlag, auf Schlag, auf Schlag, auf Schlag.
Doch sie hielt sie offen und seufzte schließlich leise und langgezogen. Für ihn musste das ganze aussehen wie eine schlechte Schmierenkomödie, doch das war es nicht. Ganz und gar nicht.
Seit diesem Vorfall von vor über 10 Jahren, hatte sie nicht mehr gewusst, wie man ehrlich zu Anderen war. Und das hatte Jack bis jetzt immer irgendwie verkraftet, aber jetzt...
Irgendwann schien es doch zu viel auch für ihn zu sein.
Roels Mund öffnete sich schließlich, nachdem sie noch einmal tief eingeatmet hatte und formte ein kurzes und bitteres Schmunzeln, ehe sie anfing zu sprechen.
"Jack. Ich werde dir diese Dinge nicht beantworten können. Jetzt noch nicht, zumindest..."
Ihre Stimme klang gefasst und klar, dennoch nicht so kühl, wie er es sonst von ihr gewohnt sein musste. Sie konnte wirklich eine kleine Eisprinzessin sein...
"Aber ich kann dir eins sagen. Wir sind hier sicher. Niemand hört uns im Moment zu und niemand wird je erfahren, was ich jetzt tun werde."
Wieder lächelte sie leicht, zog sich einen Stuhl vor Jack heran und setzte sich schließlich.
Einen Moment lang kam sie sich vor wie Rockwood, wenn er einen der Neuen befragte. Ein kalter Schauer fuhr ihr über den Rücken, als sie daran dachte und blinzelte kurz irritiert, ehe sie schließlich weiter fortfuhr:
"Wenn wir dich hier rausbekommen wollen, musst du eins tun, Jack. Du musst mir Vertrauen. Ich weiß, dass du Rowan vertraust und ich weiß, dass er dir erst Dinge zeigen musste, um das zu erreichen, aber ich kann dir das nicht bieten. Ich bitte dich einfach darum."
Ihr Blick wirkte leer, sie fühlte wie ihr ganzer Körper anfing zu zittern.
"Okay...", ein verzweifeltes Lachen mischte sich unter ihre Worte, ihre Schultern fingen an zu zittern und sie sah kurz zu Boden, während sich ihre Hände in ihrem Schoß verkrampften.
"Ich kann dich hier raus bringen, wenn du den Todesser spielst."
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   So Sep 29, 2013 11:07 pm

Jack hörte ihr zu und wurde mit jedem ihrer Sätze wütender. Es war ihm vollkommen egal, dass sie eine beste Freundin war. Es war ihm auch egal, dass sie aussah, als würde sie das alles ernst meinen. Es war ihm alles egal. Sie hatte ihm Sammy schon einmal genommen. Ein zweites Mal würde er es ihr nicht verzeihen.
Bei ihrem kleinen Vortrag darüber, dass er ihr vertrauen sollte, schnaubte er nur. "Meinst du nicht, dass ich dir oft genug vertraut habe? Roel ich habe alles für dich riskiert. Aber jetzt reicht es mir. Es reicht. Irgendwann ist Schluss. Alles verzeihe ich dir eben doch nicht. Wenn du mich an die Todesser verschenkst, gut. Sehe ich ein. Ich hab' dir genug angetan. Aber Sammy..." Nach einer kurzen Pause fügte er hinzu: "Ohne ihn werde ich sowieso nicht gehen. Und das weißt du."
Dass sie Rowan erwähnte ließ ihn nachdenken. Was er wohl sagen würde, wenn er Roel einfach hier zurück ließe? Wahrscheinlich wäre er nicht gerade erfreut. Ja, sie hatte Mist gebaut und nun hatte sie es auch bei Jack einfach verschissen. Aber was ihre kleinen Geschwister anging waren sich Rowan und Jack schon immer recht ähnlich gewesen. Er nahm sich also vor, falls er jemals die Möglichkeit haben sollte, hier heraus zu kommen, würde er Roel mitnehmen. Aber dann würde er sie aus seinem Gedächtnis streichen.
Ihr letzter Satz brachte ihn kurz zum Schweigen. Er starrte sie an. Als er bemerkte, dass es kein Scherz war, fing er an, schallend zu lachen. Das konnte nicht ihr Ernst sein. Als er sich ein kleines bisschen beruhigt hatte antwortete er: "Ehrlich Roel? Ehrlich? Du willst dass ich, Ex - Mitglied der Phönixe und bekennendes 'Schlammblut' einen auf Todesser mache? Hast du sie noch alle?"
Er schüttelte den Kopf und fragte sich gleichzeitig, was sie damit bezwecken wollte. War das eine neue Art der Befragung? Wollte sie etwas aus ihm herauskitzeln? Vielleicht, ob er immer noch so dumm war, ihr sein Vertrauen zu schenken?
Aber wie auch immer. Er musste wieder zum eigentlichen Punkt zurück. "Gut, jetzt haben wir alle genug gelacht. Meine Frage ist dieselbe. Wo ist Sammy? Wenn ihr ihn gehen lasst, mache ich, was ihr wollt. Aber lasst ihn laufen."

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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   So Sep 29, 2013 11:44 pm

Mit dieser Reaktion hatte Roel natürlich gerechnet. Sie war die letzten Tage immer wieder dieses Szenario durchgegangen und war sich jedes Mal sicher gewesen, egal wie sie es drehte und wendete, dass er so reagieren würde. Es war einfach die natürlichste Art und Weise für Jack.
Einen Moment lang musste sie ein Schmunzeln nach diesem Gedanken unterdrücken, wich allerdings dem Blick ihres offiziellen Gefangenen nicht aus. Sie musste ihm standhalten, sonst würde er ihr niemals Vertrauen schenken.
Wieder nach einer ziemlich langen Pause, in der sie ihren Gedanken nachhing, sprach sie weiter, versuchte ihre Stimme auf einem konstanten Level zu halten, um ja nicht zu stottern oder unsicher zu wirken.
Seinen wiederholten Fragen, wich sie dabei abermals aus.
"Hör zu, Jack. Es gibt eine Möglichkeit, wie ich dich zumindest für heute oder morgen aus dieser Zelle rausbringen kann."
Einen Moment lang haperte sie mit sich selbst, steckte ihre Unsicherheit dann aber wieder ganz weit weg, in eine der hintersten Ecken ihres Kopfes und fuhr dann fort:
"Ich konnte einige Todesser davon überzeugen, dass ich dich umpolen könnte, damit du für uns einige widerspenstige Gruppierungen infiltrierst oder flüchtigen Schlammblü-"
Roel räusperte sich kurz.
"-flüchtigen Muggelstämmigen nachjagen kannst, ohne dass diese misstrauisch werden..." Wieder hielt sie inne. "Natürlich weißt du genauso wie ich, dass dieser Plan vollkommener Schwachsinn ist. Aber die anderen kennen dich nicht. Sie wissen kaum etwas darüber, wie du niemals deine Prinzipien verraten würdest. Aber ich weiß das und wir können das nutzen."
Ein leichtes Lächeln huschte über ihr Gesicht, verschwand dann wieder in einem weiteren Rausch von Worten, die schnell zwischen ihren Lippen hervor drangen.
"Ich kann dich zuerst aus dieser Zelle herausholen, wenn sie erste Erfolge bemerken. Du kannst mir dann durch die Villa folgen oder sogar in einem eigenen Zimmer schlafen. In einem Bett wohlgemerkt... Und irgendwann würden sie dich gehen lassen. Im Glauben, dass du Aufträge erfüllst..."
Nachdem sie aufgehört hatte zu reden, atmete Roel auf und schloss einen Moment ihre Augen, als ob sie froh wäre, dass sie das jetzt von der Seele-
Innerlich hielt sie inne und öffnete dann schnell wieder ihre Augen, von ihren eigenen Gedanken aus den Konzept gebracht, sah sie Jack fragend an.
"Und?"
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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mo Sep 30, 2013 12:20 am

Wieder hörte er ihr zu. Und schüttelte währenddessen nur belustigt den Kopf. Auch, wenn er sich fragte, was für einen Vorteil sie daraus zog, wenn er aus dieser Zelle kam. Wenn es ihr nämlich wirklich um ihn gehen würde, hätte sie ihm in einem Raum, in dem sie angeblich nicht belauscht wurden, zumindest andeuten können wie es Sammy ging. Doch das tat sie nicht. Und das, obwohl sie wusste, wie wichtig ihm das war. Demnach musste es ihr einen Vorteil bringen.
Jack lächelte sie übertrieben freundlich an. "Erstens musst du dich bei mir nicht verstellen. Nenn uns ruhig Schlammblüter. Glaub mir, ich habe andere Probleme. Und zweitens, wenn du mir nicht sagst, was ihr mit Sam angestellt habt, werde ich mich hier drin aufführen wie der größte Todesserhasser, den du je gesehen hast. Der ganz nebenbei noch Muggeleltern hat." Oder hatte, fügte er in seinen Gedanken hinzu. Aber das tat hier nichts zur Sache.
Er schnaubte. "Weißt du, ich bin nicht dumm. Wenn du irgendwelche Vorteile daraus ziehen willst, dass ich behaupte ich wäre Voldifan, bitte. Ich küsse dem Kerl den Arsch, ok, wenn du mir einfach nur sagst, was zur Hölle ihr mit Sam gemacht habt."
Langsam aber sicher drückte sich seine Wut wieder durch. In den letzten Tagen hatte er sich immer wieder zusammen reißen müssen. Er merkte selbst, wie dieses Monster, dass in ihm schlummerte, langsam wieder gefüttert wurde. Wenn er nicht aufpasste, würde er bald wieder mordend durch die Gegend ziehen. Das einzige, was ihn davon abhielt, war der Gedanke an Rowan. Er schluckte. Vielleicht musste er es anders probieren.
"Roel, sag' mir einfach wo Sammy ist, ok? Bitte. Wenn dir noch irgendetwas an mir liegt. Nur irgendetwas, dann lass mich nicht im Ungewissen. Du weißt doch selber, wie es ist, sich um Geschwister zu sorgen, oder nicht?"
Er hoffte, sie würde bald darauf eingehen. Denn selbst wenn seine Handgelenke mittlerweile noch so aufgescheuert waren, wusste er, dass es ihm sein verdammtes Pflichtgefühl nicht möglich machen würde, einzuknicken. Und das konnte einen verdammt langen Tag bedeuten.

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BeitragThema: Re: Unser krasses hardcore RPG   Mo Sep 30, 2013 11:07 am

Natürlich, Sammy...
Ein bitteres Lächeln zuckte schließlich über Roels Lippen. Ihre Hände waren immer noch damit beschäftigt, sich gegenseitig festzuhalten, verkrampften sich in der Position, ehe sie schließlich losließ und plötzlich aufstand.
Man konnte ihr ansehen, dass sie mit sich selbst rang. Jack hätte es nicht erfahren sollen, nicht jetzt und nicht so. Ihm war sein Bruder viel zu wichtig, als dass er es ertragen konnte, ihn in so einer Position zu sehen.
Roels Hand strich über ihre Augen, sie seufzte und drehte sich von Donahue weg, um ihn nicht ansehen zu müssen. Er würde sie nur um so mehr hassen, wenn sie ihm jetzt alles offenbarte.
Schließlich war sie doch hier gewesen, nur wenige Korridore davon entfernt, was Rockwood mit seinem Bruder angestellt hatte.
Jahrelang hatte sie ihn nur ignoriert und so getan, als ob alles in Ordnung wäre, nie hinterfragt, wie er wirklich zu Tode gekommen war und als dieser kleine blonde Vollidiot wieder vor im Wald stand...
Die junge Frau ließ ihre Hand sinken und verschränkte stattdessen ihre Arme, legte einen Moment lang ihren Kopf in den Nacken, nur um sich dann wieder zu Jack umzudrehen und ihn anzusehen.
Sie hatte doch eigentlich immer geahnt, dass er am Leben war.
„Sammy ist...“, fing sie an und schnaubte kurz verächtlich auf. „Samual Donahue ist derzeit bei Rhydian Rockwood untergebracht. Dort hat er auch die letzten zwei Jahre verbracht.“ Einen Moment lang hielt sie inne. „Sammy war tot, Jack. Ich hatte wirklich gedacht, dass sie ihn umgebracht hatten... aber jetzt... Ich weiß nicht was ich denken soll."
Gut. Es war raus. Aber die Angst vor Jacks Reaktion machte Roel noch viel mehr zu schaffen, als die reine Aussprache.
„Ich will das du das verstehst, dass er hier vielleicht nicht mehr lebendig raus kommen wird.“
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