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 Zukunftsrpg, Haupterzählstrang

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Jason West
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Fr März 28, 2014 4:45 pm

Wow. Potter schien wohl doch nicht so dumm zu sein, wie er gedacht hatte. Immerhin wollte er Finn davon überzeugen, seinen Vorschlag anzunehmen. Jason war sich ziemlich sicher, dass er es schaffen würde. Er hatte eindeutig mehr zu sagen, als sein früherer Zimmergenosse.
Aber wie auch immer. Trotz allem brachten sie ihn in eine Art Zelle. Damit hatte er gerechnet. Wenigstens hatte er das Buch dabei. Er hoffte nur, in diesem verdammten Zimmer gab es irgendeine Lichtquelle. Als er das Zimmer betrat, wurden seine Erwartungen allerdings enttäuscht. In diesem Halbdunkel ließ sich schlecht lesen. Gut, dann würde er eben früh zu Bett gehen. Morgen würde er alle seine Sinne zusammenhaben müssen. Also war das nicht einmal von Nachteil.
Doch es dauerte nur ein paar Sekunden, bis er bemerkte, dass etwas nicht stimmte. Es roch nach Zigarettenrauch. Er sah sich um. Hier war noch jemand.
Dieser Jemand sprach ihn auch gleich an. Schien ihn in dem Dämmerlicht allerdings nicht zu erkennen. Jason wartete kurz, bis seine eigenen Augen sich daran gewöhnt hatten und ging dann auf das rote Leuchten der Zigarette zu. Erst als er kurz vor dem Sessel stand auf dem der andere saß, erkannte er sein Gesicht. Er hatte es schon einmal gesehen. In irgendeinem Buch. Kurz musste er überlegen. Ja, als Sullivan ihm Lesestoff über den Krieg besorgt hatte. Er war daran beteiligt gewesen. An beiden Kriegen in der Zaubererwelt genauso wie an dem Massaker von '97. Das war Bartemius Crouch Jr.
Jason setzte sich bevor er antwortete erst einmal auf eines der Betten, dass neben dem Sessel stand. "Ich dachte du sitzt in Askaban." Er sah es nicht ein Zauberer mit einem höflichen 'Sie' anzusprechen. Das war einfach unter seiner Würde. Er zog ebenfalls eine Zigarette aus der Hosentasche und zündete sie sich an um einen tiefen Zug zu nehmen. Dann grinste er sein Gegenüber an. "Ich habe mich immer gefragt, wie ein Mensch aussehen muss, der so viele Jahre in diesem Gefängnis verbracht hat. Schade, dass es hier kein Licht gibt. Aber selbst so... Ich bin nicht enttäuscht. Du ähnelst dem Monster, dass du bist, viel mehr als vorher."
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Finley Avery
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Fr März 28, 2014 4:47 pm

"Ernsthaft - er ist hier und es hat nichts damit zu tun, dass ich einsam bin!", Roels Stimme war scharf und Finley zuckte sogar einen Moment zusammen, ehe er ihr weiter zu hören konnte, er sah aus dem Augenwinkel wie Potter und Malfoy sich heimlich aus dem Staub machten, ohne Jacks Frage zu beantworten, sie wussten wohl, dass sie überflüssig waren und sich besser mit anderen Dingen beschäftigten, als mit den Streitereien ihrer Mitbewohner.
Finley musste zugeben, dass er dankbar dafür war, zumindest dafür, dass er Potters Fresse nicht mehr ertragen musste. Seufzend verschränkte er die Arme und lehnte sich an dem Stuhl zurück, auf dem er saß, musterte Jack einen Moment, ehe er wieder zu Roel sah, die inzwischen ebenfalls ihre Arme verschränkt hatte und wütend den Kopf schüttelte, ehe sie ihre Hand noch oben schnellen ließ und den Zeigefinger erhob. Abermals zuckte Finley zusammen, wenn sie so etwas tat, konnte das nichts gutes bedeuten. Als er noch ein Kind gewesen war, hatte es nach dieser Bewegung immer eine Standpauke gegeben.
"Jack, es geht hier nicht um unsere Gefühle, es geht hier um Informationen, die Crouch hat! Glaubst du ersthaft ich hätte ihn besucht, weil ich ihn vermisst habe? Ich habe nichts mit ihm, werde nie wieder etwas mit ihm haben. Ich hasse diesen Kerl, ich verachte ihn so sehr, dass ich ihn lieber tot sehen würde als in dem gleichen Haus wie unsere Tochter und vor allem nicht in dem gleichen Haus wie du!" Sie hielt einen Moment inne und holte Luft. "Ich werde nicht zulassen, dass er euch etwas an tut. Ich werde es nicht zulassen, Jack, ich verspreche es dir, aber du musst verstehen, dass wir ihn brauchen."
Finley seufzte. Eigentlich hatte er sich nicht einmischen wollen… "Er hat Informationen über Sullivan, Jack. Er war bei den Aufständen dabei, nach Voldemorts Fall."
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Barty Crouch Jr.
Ravenclaw
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Fr März 28, 2014 5:46 pm

Wenn man Bartemius Crouch noch vor einigen Jahren erzählt hätte, in welcher prekären Lage er sich in der Zukunft befinden würde, hätte er wohl gelacht und dann bitter geschluckt. Das ganze hier war nicht surreal oder in irgendeiner Weise unvorhersehbar, nein, irgendwie hatte er doch immer gewusst, dass es einmal so Enden würde.
Gefangen in Askaban, vielleicht auch in einer Zelle irgendwo beim Orden - wo sie ihn immer und immer wieder befragen würde und er ihnen niemals das liefern würde, was sie von ihm verlangten - und dabei allein und verlassen. Jedoch, konnte er nicht ohnehin bemerken, dass es schon äußerst amüsant war, dass er wohl seine Tage der Gefangenschaft nun doch nicht so einsam verbringen musste.
Man hatte ihm einen Spielkameraden geschenkt und noch bevor Crouch auch nur einen Gedanken Dankbarkeit formen konnte, fing dieser auch schon an ihn zu beleidigen - genauso wie er es sich immer gewünscht hatte.
Ein Lächeln begann sich auf seinen Lippen zu formen, er zog noch einmal an seiner Kippe, ehe er anfing zu grinsen und interessiert den jungen Mann musterte, der sich ihm gegenüber gesetzt hatte. Er kannte ihn nicht und vielleicht war das ein Fehler, aber er seit seiner Zeit in Askaban keine Möglichkeit gehabt sich über möglicherweise wichtige Ereignisse zu informieren und konnte von Glück reden, dass er von einigen Wärtern erfahren hatte, was der gute alte Captain inzwischen trieb. Ansonsten hätte er wohl niemals die Chance gehabt Roel und ihren kleinen Freund zu überzeugen, dass er wichtige Informationen hatte.
"Ich saß in Askaban", fing er an, betonte die Form des Vergangenem, leckte sich zuckend über seine Oberlippe, ehe sich sein Grinsen ein wenig verbreiterte. "Aber bevor ich weiter von mir rede, mein Guter, hättest du die Freundlichkeit mir zu sagen, wer du überhaupt bist? Du scheinst viel über mich zu wissen, das rechne ich dir hoch an…" Seine Stimmte strotzte dabei nicht nur vor Sarkasmus, auch die altbekannte Kälte schien mitzuschwingen, sodass er selbst einen Moment ein Lachen unterdrücken musste. Er fühlte sich gut, fast schon wie früher als er noch mit Salem und ihren Freunden seinen Spaß gehabt hatte...

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Jack Donahue
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo März 31, 2014 9:44 pm

"Ich weiß, dass er bei den Aufständen dabei war", pfurrte er Finley an. Dann fügte er nicht ganz so aufgebracht hinzu: "Ich hab' gesehen, was er damals angerichtet hat." Kurz wurde sein Blick glasig und er fixierte einen Punkt irgendwo hinter Roel. Dann schüttelte er allerdings den Kopf und seine Stimme wurde wieder wütend: "Und genau aus diesem Grund will ich ihn nicht hier haben. Und hier geht es nicht um mich. Ich kann mich wehren. Roro geht allerdings noch in die Schule. Wenn er auf sie zugeht und... keine Ahnung, rumcroucht, weiß sie doch gar nicht, was sie machen soll. Und was dich angeht... als hätte er vergessen, was damals zwischen euch war. Er wird es wieder versuchen. Und er wird versuchen dich zu manipulieren, dich dazu zu bringen, zu tun, was er will. Er wird wieder versuchen, dich um den Finger zu wickeln."
Er schnaubte. "Wenigstens hast du deine Seele wieder. Vielleicht hat er's dann dieses Mal nicht so leicht." Ihm war klar, dass es das alte, leidige Thema war. Das Thema, dass bei ihnen wohl am meisten Streit ausgelöst hatte. Trotzdem konnte er es nicht einfach lassen. Bei diesem Thema hatte er das nie gekonnt und Roel wusste das. Schließlich war das noch einer seiner netteren Ausbrüche. Allerdings auch nur, weil es eigentlich verjährt war. Aber jetzt war er wieder hier.
"Du weißt doch, wie er ist. Und du weißt, wie oft wir wegen ihm gestritten haben. Du kannst doch nicht wirklich denken es wäre eine gute Idee ihn hier ins Haus zu holen. Du gefährdest unsere Familie, verdammt!"
"Wer gefährdet die Familie?"
Jack fuhr herum. Im Türrahmen stand Rowan und sah ihn mit genervtem Blick an. "Wie lange stehst du schon da?",fragte er.
Sie verdrehte die Augen. "Nicht lange. Aber ehrlich, müsst ihr so schreien? Ich kann bei eurem Gebrüll Queen nicht von Nirvana unterscheiden."
"Du sollst auch keine Musik hören, du solltest schon längst schlafen. Geh ins Bett!"
Roro seufzte. "Ehrlich Dad, ich bin 16. Mum, sag was!"

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Jason West
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Di Apr 01, 2014 8:53 pm

Gut, vielleicht war das hier sogar interessanter als lesen. Jason hatte noch nicht oft mit einem Zauberer zu tun bekommen, der dazu stand, was er war.
Der Mann vor ihm grinste. Schien mit sich zufrieden zu sein. Jason musste in seiner Meinung über Zauberer nicht bestärkt werden, doch wenn er jemanden hätte überzeugen müssen, dass sie Abschaum waren, hätte er ihm diesen Mann gezeigt. Wie er sich fahrig mit der Zunge über die Lippen fuhr und ihn im Auge behielt, als würde er ihn damit an die Wand pinnen wollen. Jason hatte nur Verachtung für ihn übrig.
Dann redete er und Jason fragte sich, ob Crouch Psychospielchen mit ihm spielte. Jeder wusste, wer er war.
"Schlag' eine Zeitung auf. Ich bin der zukünftige Zaubereiminister. Ich werde euch in eure Schranken weisen",sagte er mit einer leichten Drohung in der Stimme. Dann wechselte er allerdings wieder in den gewohnt beiläufigen Tonfall. "Und dass ich dich kenne, liegt wohl daran, dass ich eine bessere Bildung genossen habe als du. Du warst doch der minderbemittelte Idiot, der dachte, er könnte Voldemorts Nachfolger werden, oder?"
Jason musste eigentlich nicht fragen. Er kannte die Antwort. Allerdings fragte er sich auch eher etwas anderes. "Warum bist du hier? Sind sie jetzt sogar so dumm, dass sie denken, du bist resozialisiert?" Er schnaubte und sah sich in dem Zimmer um, dass zu ihrer beider Zelle geworden war. "Gut, wohl eher nicht. Aber warum haben sie dich aus Askaban geholt?"
Eigentlich war es Jason komplett egal, warum dieser Wahnsinnige hier war. Doch erstens konnte er bei dem Licht nicht lesen und zweitens war es vielleicht eine Information, die er irgendwann einmal gebrauchen konnte. Morgen zum Beispiel.
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Roel Salem
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Di Apr 01, 2014 9:28 pm

Eine Gänsehaut breitete sich auf Roels Rücken aus, die sie sonst nur von den Gesprächen gekannt hatte, die Jack und sie früher geführt hatten. Über Crouch, über ihre Seele. Eigentlich hatte sie ja auch damit gerechnet diesem Thema aus dem Weg gehen zu können oder es gar ganz zu vergessen, doch jetzt da er wieder da war, konnte sie es Jack nicht verübeln, dass er es wieder ansprach. Auch wenn es einen rötlichen Schimmer auf ihren Wangen hinterließ, den sie immer bekam, wenn sie wütend wurde.
Langsam atmete sie aus und trat um den Tisch herum, an Finley vorbei, der sich wohl inzwischen hinter einem Berg von Einmachgläsern versteckt hielt, um sich nicht einmischen zu müssen. Sie ließ ihn, vorerst. Der Gute konnte seine Meinung zu dem Thema auch gerne noch preisgeben.
Sie blieb vor Jack stehen und nahm seine Hände. Sie strich einen Moment über seinen Handrücken und seufzte. "Ich will ihn auch nicht hier haben, Jack. Und bevor du etwas sagst - lass mich ausreden-"
Doch es kam nicht mehr dazu. Fast schon fühlte es sich an, als ob Jack ihr das Wort abgeschnitten hatte, doch als sie sich umdrehte erkannte sie Rowan, die ihre Mutter mit einem für sie typischen Blick ansah. Mit ihrer Anwesenheit hätte Roel allerdings auch rechnen können, genauso wie sie es hätte ahnen können, dass ihre Tochter irgendwann in die Küche platzen würde.
Während Finley endlich aufgesehen hatte und wohl wieder von den Lebenden auferstanden war, musste Roel sich einen Moment sammeln, ehe sie antworten konnte. Sie war verwirrt und das sah man ihr an.
"Was, nein - natürlich bist du 16. Geh trotzdem ins Bett, wie eine Erwachsene", sagte sie und hob leicht ihre Brauen, sah Roro noch einen Moment erwartungsvoll an, ehe sie sich von ihrem Mann entfernte und zu ihr hinüber ging. "Oder soll ich dich ins Bett bringen, wie früher?" Sie grinste ein wenig und strich ihr noch kurz über die Haare, ehe sie die Tür der Küche öffnete und noch einmal zu Jack sah. "Wir reden später darüber, ok?"
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Barty Crouch Jr.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Di Apr 01, 2014 10:29 pm

Ein wenig musste er schon über den jungen Mann vor sich lachen. Er schien viel auf sich zu halten und auch wenn er sich nicht eingebildet gab, wirkte er äußerst selbstbewusst. Und während er leise vor sich hin lachte und ein wenig seinen Kopf schüttelte, musterte er den Jüngeren ausgiebig. Er benahm sich schamlos und so als ob er kein Gefangener wäre, immerhin er hatte diese Sorte von Mensch wie Jason doch schon ewig zum fressen gern gehabt…
"Der zukünftige Zaubereiminister, huh? Haben sie dir den Titel überlassen, weil sie dich für so kompetent halten oder weil du dich so gut als Kanonenfutter eignest?", noch immer zierte Crouchs Gesicht ein Lächeln, während er sich ruhig verhielt und fast schon sanft zu Jason sprach, wie zu einem Kind.
Doch wenn Barty ehrlich war, konnte er nicht anders als von ihm als kleinen verzogenen Jungen zu denken. Er wirkte so, seine Haltung, seine Sprache - er glaubte zu tiefste daran, dass er der bessere Mensch in diesem Raum war. Gut, vielleicht hatte er da nicht so unrecht, doch er war kein unbeschriebenes Blatt.
Noch während er ihn so studierte, schien Crouch allerdings ein Licht aufgegangen zu sein. In der Dunkelheit hatte er wohl endlich erkannt, wen er da vor sich hatte.
"Wie auch immer - ich kann mir schon denken wer du bist, so uninformiert bin ich nun wieder auch nicht. Du musst der kleine Schützling von unserem El Capitano sein oder irre ich mich?"
Einen Moment lagen Bartemius Augen schweigend auf denen von Jason, er lächelte nicht mehr, er sah ihn kühl an und verschränkte dann seine Arme hinter seinem Kopf, lehnte sich entspannt zurück, hörte dabei allerdings auch nicht auf ihn mit seinen Blick zu durchbohren. Er hatte Spaß an seinem Zimmergenossen gefunden, das würde er jetzt wohl oder übel aushalten müssen.
"John? Jean? Jack? Doch nicht etwa noch ein Jack oder? Mit dem letzten hatten wir ein klein wenig Ärger, weißt du…", ein kurzes Schmunzeln huschte über seine Lippen, fast schon so als ob ihm etwas nostalgisches eingefallen wäre, ehe er weiter sprach: "Aber gut - du willst wissen, warum ich nicht in Askaban verrotte?" Sein Zunge zuckte über seine Lippen, er begann wieder zu lächeln. "Sagen wir einfach Sullivan und ich sind gute Freunde."

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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Fr Apr 04, 2014 9:42 pm

Crouch schien äußerst arrogant zu sein. Niemand behandelte ihn so herablassend. Gut, höchstens Sullivan ab und an, aber das war etwas anderes. Ein bösartiger und augenscheinlich sehr dummer Zauberer hatte kein Recht dazu. Die Menschen hatten aus gutem Grund Respekt vor ihm. Seine Frage würdigte er nicht einmal mit einer Antwort.
"Du spuckst ganz schön große Töne, dafür dass du hier in einer Zelle sitzt." Jason war klar, dass es aus Crouchs Sicht so wirken musste, als ob er in der selben Situation war. Aber das war er nicht. "Ich persönlich bin freiwillig hier. Ich habe einen Deal mitgebracht, der mich morgen schon wieder hier herausbringen wird."
Crouch redete weiter und Jason lächelte, auch wenn seine Augen Crouch mittlerweile mit kaltem Blick musterten. "So würde ich es nicht nennen. Ja, er hat mich zu dem gemacht was ich bin. Aber mittlerweile bin ich für ihn unentbehrlich geworden."
Die Sache mit seinem Namen ließ Jason unbeeindruckt. Er hatte keine Ambitionen, herauszufinden, wer Crouch Probleme bereitet hatte. Und wenn er nicht wusste, wen er vor sich hatte, war das eindeutig nicht Jasons Aufgabe, es klar zu stellen.
Nun, endlich, kam er auf Askaban zu sprechen und seine Antwort ließ Jason das ganze mit anderen Augen sehen. Kurz, kaum merklich, riss er die Augen auf. Ein Freund von Sullivan? Das machte die Sache interessanter... und gefährlicher.
Ohne sich seine leichte, innere Unruhe anmerken zu lassen, antwortete er spöttisch: "Komisch, er hat dich nie erwähnt."
Auch wenn er unbeeindruckt aussah, er beobachtete jede Regung seines Gegenübers. Das war eine Sache, über die er mehr herausfinden musste.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Sa Apr 05, 2014 12:40 am

"Ach und du sitzt hier nicht in einer Zelle? Es spielt keine Rolle, ob du freiwillig hier bist, Kleines - Es spielt eine Rolle, dass wir hier eingesperrt sind." Seine Zunge schnellte über seinen grinsenden Mund, er bleckte seine Zähne, verengte dabei seine Augen zu Schlitzen, die Jason fixierten. Er gefiel ihm außerordentlich, vor allem wenn der Jüngere sich solchen Blödsinn einredete.
Glaubte er wirklich, dass er hier so einfach wieder raus kommen würde? Sicher, er war nicht dumm, doch er hatte sich in die Klauen seines Feindes begeben und egal, welchen Deal er mit ihnen abgewickelt hatte, sie würden ihn irgendwann wieder einsperren, wenn sie nur die Chance dazu hatten. Ihm war das offensichtlich nicht klar. Doch Barty überging es. Es würde viel spaßiger sein, zu sehen wie er selbst irgendwann darauf kommen würde.
Er sprach erst weiter als Jason endlich etwas sagte, hob ein wenig seinen Kopf und lachte dann leise auf, während er sich ein wenig mehr zurück lehnte und wieder an seiner Zigarette zog, ehe er den angerauchten Stumpf auf dem steinernen Fenstersims ausdrückte und sie dort liegen ließ.
"Das mein Freund liegt daran, dass ich ihn bisher auch nicht erwähnt habe. Wir haben uns ein Wort gegeben, verstehst du? Unter Ehrenmännern." Er lachte kurz kehlig auf und erhob sich von seinem Sitzplatz, ging langsam auf Jason zu und musterte ihn dabei immer noch ausgiebig, während seine Zunge weiterhin reflexartig über seine Oberlippe schnellte. Er hatte verlernt es zu kontrollieren, die Zeit in Askaban war lang gewesen und hart. Dunkle Augenringe verliefen unter seinem wachen Blick, während er weiter ins Licht trat. Er trug nicht viel. Eine alte Hose, die aus grobem Stoff bestand. Keine Schuhe, kein Hemd - sie hatten wohl Angst, dass er irgendwo etwas verstecken konnte. Das war in Ordnung, solange sie ihm schließlich ein paar Annehmlichkeiten wie Zigaretten ließen.
"Weißt du was ich damit meine, Jason?", sagte er schließlich, ließ rasch seine Zunge schnalzen, grinste dann wieder. "Ehrenmänner? Ich weißt nicht, ob du weißt was das bedeutet, aber zu meiner Zeit war es üblich, dass man sich nicht von einem machthungrigen Muggel herumschubsen lässt. Du machst mich krank."

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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Apr 14, 2014 1:01 pm

Kleines? Jason zog die Augenbrauen nach oben. War der Kerl schwul? Er verzog seine Lippen zu einem spöttischen Lächeln, das vor Herablassung nur so strotzte. "Kleines? Soll ich dich jetzt Apfelbäckchen nennen?" Dann beließ er es allerdings dabei, lehnte sich zurück und streckte sich kurz. "Für dich mag es eine Rolle spielen...",antwortete er beiläufig und fragte sich so langsam, wie lange er dieses Gespräch noch würde aufrechterhalten müssen. Eigentlich war ihm das Gerede heute Mittag schon auf die Nerven gegangen.
Crouch redete währenddessen weiter und Jason schnaubte nur. "Anscheinend war dir die Ehre schlussendlich doch weniger Wert als gedacht."
Es war nicht so, als würde Jason viel auf Ehre geben, oder den anderen jetzt in schlechterem Licht betrachten, schließlich hätte er auch nicht anders gehandelt, wenn es um sein Überleben gehen würde oder auch nur darum, aus diesem stinkenden Loch von Askaban zu entkommen, aber er hatte die Erfahrung gemacht, dass Leute sich oft genug angegriffen, vielleicht sogar ein wenig unsicher fühlten, wenn man ihre Ehrenhaftigkeit zu Recht in Frage stellte.
Crouch kam währenddessen auf ihn zu. Erst jetzt bemerkte Jason, dass er nur eine Hose anhatte. Na super. Die alte Schwuchtel war auch noch halbnackt. Und sie fing an, ihn zu beleidigen. Jason musste bei diesem bescheidenen Versuch, ihn fertig zu machen nur lachen. "Man muss irgendwann entscheiden, was einem wichtiger ist, Macht, Geld, die Annehmlichkeiten, die man dadurch bekommt oder ein 'Ehrenmann' zu sein. Ich muss sagen, die Entscheidung fiel mir nicht sonderlich schwer."
Er sah Crouch von oben bis unten an. "Und dir ja anscheinend auch nicht."
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Apr 14, 2014 6:51 pm

"Kannst du gerne machen, wenn es dich glücklich macht", knurrte er mit einem gefährlichen Unterton, blieb kurz vor Jason stehen und sah ihn von oben herab an. Dieses Großmaul war nicht viel kleiner wie er, doch es reichte, das Crouch ihm seine Überlegenheit mit einem simplen Blick demonstrieren konnte.
In dem dämmrigen Licht des kleinen Zimmers erschien er ihm allerdings sogar noch lächerlicher, als er ihn sich vorgestellt hatte. Wie sie von ihm gesprochen hatten, hatte er fast schon Angst um seine eigene Position in ihren Albträumen gehabt, doch jetzt war er sich sicher, dass er diesen Platz noch länger inne halten würde.
Ein Lächeln huschte über seine Lippen, während seine Zunge wieder reflexartig über seine Oberlippe glitt. Der Kleine gefiel ihm und daraus machte er kein Geheimnis.
"Sagte ich, dass ich jetzt noch einer bin? Nein, kein Sterbenswörtchen - Dinge ändern sich, Jason. Ich frage mich, wann sich das Blatt für dich wendet…", murmelte er noch, ehe er von ihm wegging und sich gerade wieder auf seinen Platz setzen wollte und schon sein nächste Zigarette zwischen den Lippen klemmen hatte, als die Tür knarrend aufschwang. Aha, noch mehr Besuch… Heute war ja sein Glückstag.
"Hände hinter den Kopf." Die Person, zu der die fordernde Stimme gehörte, konnte Barty nicht direkt erkennen, das Gegenlicht im Flur machte es schwer mehr als nur eine Silhouette erkennen zu können, dennoch erkannte er wer da zu sprechen schien. Und das brachte sein kleines Herz doch tatsächlich zum Hüpfen.

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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Apr 14, 2014 7:23 pm

Crouch laberte weiter. Als würde sich das Blatt für Jason wenden. Er war auf der Zielgeraden nach ganz oben. Es gab wenig, was ihn jetzt noch aufhalten konnte. Sullivan vielleicht oder die erste Aktion der Zauberer, die von wirklicher Intelligenz zeugte, aber beides war sehr unwahrscheinlich.
Jason wollte gerade antworten, als er hörte, wie sich die Tür öffnete. Hatte man hier eigentlich nie seine Ruhe? Gelangweilt legte er seine Hände hinter den Kopf und lehnte sich wieder zurück. Der Mann, der das Zimmer betreten hatte, schien sich sowieso kaum für ihn zu interessieren. Es war derselbe, der ihn heute Mittag so mitleidig angesehen hatte. Dieses Mal fixierten seine Augen Crouch und er schien alles andere als Mitleid mit ihm zu haben.
Er ging langsam, mit erhobenem Zauberstab auf Crouch zu und drückte ihm diesen an den Hals, als er endlich nahe genug war. Leise fing er an zu reden. Man hörte seine Wut aus jeder Silbe. "Bis gerade eben hab' ich ja immer noch gehofft, das hier wäre nur ein schlechter Witz. Aber sie haben deine dreckige Visage wohl tatsächlich ins Haus gelassen.
Ich bin hier weil ich dir eins sagen will, du verdammtes Arschloch, wenn du wieder versuchst Roel in deine verfluchte Psychoscheiße einzuwickeln oder wenn du meine Tochter auch nur ansiehst, dann werde ich dich so lange verfluchen, bis du dir wünschst, wieder in Askaban zu sein, ist das klar?"
Jason verdrehte die Augen. Menschen, die ihre Gefühle nicht unter Kontrolle zu halten wussten fand er besonders jämmerlich. Und das hier schien ja ein ganz besonders emotionales Exemplar zu sein. Auch wenn Jason zugeben musste, dass er es ganz amüsant fand, wie irgendein dahergelaufener Niemand Crouch bedrohte und der einfach nichts tun konnte. Auch wenn er Süßigkeiten sonst für absolut unnötig hielt, im Moment hätte er gerne eine Tüte Popcorn gehabt.
Der wütende Kerl hatte Crouch kurz einfach nur wütend angestarrt und redete jetzt weiter. "Also ich sags dir, das hier ist meine Familie und wenn du auch nur versuchst, sie zu zerstören, werde ich dich so dermaßen fertig machen, dass sogar du überrascht bist, auf wie viele Arten das möglich ist." Kurz sah er Crouch von oben bis unten an und etwas bitteres zuckte kurz über sein Gesicht. "Eigentlich ist es schon fast ironisch, dass diesmal du derjenige bist, der in der Falle sitzt."
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Apr 14, 2014 7:51 pm

"Donovan!", fast hätte man meinen können, dass es sich hier aufgrund seiner Begeisterung um ein schönes Wiedersehen handelte. Doch dem war nicht so. Nur weil Barty sich freute, musste das nicht bedeuten, dass Donahue ihn auch so vermisst hatte. Insgeheim hoffte Crouch dennoch darauf.
Doch bevor er noch etwas weiteres hätte zum besten geben können, spürte er schon wie sich die harte hölzerne Spitze von Jacks Zauberstab gegen seinen Hals drückte und er seinen Kopf instinktiv nach hinten zog und bemerkte wie sein freudiges Lächeln sich in ein hämisches Grinsen verwandelte. Er musterte ihn langsam von oben bis unten, während er ihm zuhörte, aufmerksam wohl gemerkt, er wollte schließlich nichts von den spannenden Ausführungen des anderen Zauberers verpassen. Oh, wie sehr er doch diesen kleinen Vollidioten vermisst hatte. Sein Schlammblut, dem er doch so gern das Leben zur Hölle machte.
Kurz zuckten seine Mundwinkel nach oben und sein Grinsen verbreitete sich ein wenig, bevor er Jack antwortete. Sein letzter Satz hatte ihn deutlich amüsiert und er wollte auch nicht die Gelegenheit verpassen, es dem anderen zu zeigen. Was Jason davon hielt war ihm schlicht weg egal. Der Kleine hatte im Moment nur den Reiz, dass er lächerlich einfach zu provozieren war und dieses Spielchen konnte er jeder Zeit fortsetzen, sodass er ihn nicht mal eines Blickes würdigte.
"Fühlt sich gut an. So lebendig, wenn du mich fragst - kein Wunder, dass du und Salem so oft meine Nähe gesucht habt", knurrte er kehlig hervor, schnaubte kurz belustigt auf. "Und in der Falle sitzen, würde ich das nicht nennen… es ist besser als Askaban. Und deswegen…", er hielt kurz inne und schien die Situation zu genießen, obwohl er dieses Mal deutlich nicht die Oberhand hatte und sie auch nicht in absehbarer Zeit gewinnen würde. Es war einfach zu belustigend.
Seine Zunge schnellte noch einmal kurz zwischen seinen Lippen hervor, ehe er leise lachte und eine seiner Hand langsam Jack hinhielt. "Deswegen werde ich nichts tun, Jack. Ich gebe dir mein Wort. Und du weißt, dass ich zu meinem Wort stehe, nicht wahr?"

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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Apr 14, 2014 8:43 pm

Nach diesem Gespräch war es keine Frage mehr, ob Crouch schwul war. Diese komische sexuelle Spannung, die in der Luft lag, widerte Jason an. Er fragte sich unwillkürlich, ob die zwei Männer vor ihm irgendwann einmal etwas miteinander gehabt hatten...
Donovan schien das Ganze etwas auf die Nerven zu gehen. Diese Andeutung über das Nähe suchen ließ das ziemlich deutlich werden, als er kurzerhand ausholte und seine Faust mit aller Kraft in Crouchs Magengrube versenkte. Jason wurde das Weichei langsam sympatisch, auch wenn er sich fragte, warum er nicht einfach einen Zauber benutzte. Das war um einiges effektiver. "Das will ich für dich hoffen!",zischte Donovan noch Crouchs Hand ignorierend und verschwand dann aus der Zelle.
Jason, der es gerade sehr bequem fand, ließ seine Hände hinter seinem Kopf und sagte spöttisch: "Da scheint dich aber jemand zu mögen."
Durch das Schließen der Tür war es wieder stockdunkel. In Jason machte sich sofort wieder ein ungutes Gefühl breit, also drehte er sich zurück zu Crouch. "Ihr kennt euch wohl schon 'ne Weile. Bei dem musst du ja Eindruck hinterlassen haben."
Wenn das so weiterging war bald morgen. Er hoffte darauf. Morgen um diese Zeit wäre die Sache über die Bühne und er hatte nichts mehr zu befürchten. Es gab einfach viel zu viel, dass schief gehen konnte. Trotzdem zweifelte er nicht wirklich an seinem Plan. Schließlich hatte er ihn selbst ausgearbeitet. Wer hätte ihm auch helfen sollen?
Langsam richtete er seine Aufmerksamkeit wieder auf diese kaputte Lebensform vor sich und fragte sich, wie jämmerlich man wohl sein musste, um von so weit oben so tief zu fallen.
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Barty Crouch Jr.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Apr 14, 2014 9:04 pm

Der Schlag in seine Magengrube hatte ihn eiskalt erwischt. Wirklich, er hätte nicht damit gerechnet, dass der kleine Jack so schnell gewalttätig werden würde. Doch er hätte es sich durchaus auch denken können, das war wohl doch ein kurzzeitiger Fehler seines Urteilsvermögens gewesen, den er jetzt mit saftigen Schmerzen bezahlen musste.
Dennoch war ihm sein Grinsen nicht vergangen. Es fühlte sich gut an. Es fühlte sich lebendig an und genau das liebte er. Wie als Bestätigung schnellte Bartys Zunge noch einmal über seine Lippen und er begann heiser zu lachen, bevor Jack den Raum endgültig verließ. Er schloss die Tür und hinterließ ihn wie einen geschlagenen Hund, wobei ihn wohl genau das am meisten belustigte.
"Kann man so sagen", sagte er zu Jason gewandt, richtete sich langsam wieder auf, nachdem ihn Jack zu Boden geschlagen hatte. Sein geschwächter Körper hielt wohl immer noch nicht so viel aus, wie es ihm eigentlich lieb wäre. "Wir sind alte Freunde, weißt du. Wir haben uns immer so gut verstanden", säuselte er süßlich, ehe er sich gegen die Wand hinter sich lehnte und noch einmal kurz lachte. "Ich versteh gar nicht warum er mir die Narben auf seinem Rücken immer noch so übel nimmt. Ich finde sie stehen ihm."
Kurz blitzte noch einmal erst seine Zunge, dann ein fahles Grinsen über seine Miene, ehe Crouch seinen Kopf etwas anhob und noch einmal Jason musterte. Er war sich nicht sicher, ob der andere ihn provozieren oder sich nur die Zeit vertreiben wollte, aber ihm war beides Recht, Hauptsache er verging nicht mehr vor Langeweile.
"Du kennst ihn nicht oder?", knurrte er schließlich, das Grinsen verblasste ein wenig. "Das solltest du, Jason. Nur ein guter Rat für dich. Unterschätz niemanden, vor allem nicht dieses Schlammblut."
Mit diesen Worten wandte er sich um und ließ sich wieder auf den Sessel fallen, in dem Jason ihn angefunden hatte. Er ließ sich schon einmal drauf ein, dass dies eine lange Nacht werden würde...

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»Jack Donovan. FUCKING Jack Donovan.«
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Jason West
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Apr 14, 2014 9:26 pm

Die Bilder die Crouch ihm mit seinem Narbengefasel in den Kopf setzte, wollte Jason nur noch verdrängen. Er wollte wirklich nicht wissen, was für Spielchen die Beiden da getrieben hatten.
Crouchs nächster Satz ließ Jason nur kurz schnauben. Wenn sich jemand von diesem Wrack irgendwelche Narben zugezogen hatte, konnte man ihn wohl kaum unterschätzen.

Sie hatten noch eine Weile geredet, doch Crouch war irgendwann eingeschlafen. Jason hingegen hatte damit seine Probleme. Es war eine dieser verfluchten Schwächen seinerseits, die sich einfach nicht ausmerzen ließen. Einschlafen fiel ihm schwer und selbst wenn er es schaffte, schreckte er mindestens dreimal pro Nacht auf, weil ihn diese verdammten Alpträume verfolgten. Das ganze wurde nicht dadurch besser, dass er wieder eingesperrt war. Egal wie oft er sich sagte, dass er morgen hier raus sein würde, es verursachte eine innere Unruhe bei ihm, die ihn dazu brachte, die halbe Nacht wie ein Tier im Käfig hin und her zu laufen.
Erst in den frühen Morgenstunden schlief er endlich ein. Wenige Stunden später wurde er von der einfallenden Sonne geweckt. Es war morgen. Endlich.
Jason ging in seinem Kopf noch einmal sämtliche Aspekte des Plans durch und war immer noch ziemlich zufrieden mit sich. Jetzt kam es nur noch auf diese Idioten an und ob sie begriffen, dass das ihre letzte Chance war. Vor allem für Finley war es wahrscheinlich recht schwierig, den Plan mit seiner verdammten Ehrenhaftigkeit in Einklang zu bringen. Diese Eigenschaft war manchmal wirklich nützlich, wenn man Leute dazu bringen wollte etwas zu tun. Doch hier wäre Jason froh gewesen, es mit einer skrupelloseren Person zu tun zu haben.
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Finley Avery
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Apr 14, 2014 9:48 pm

Finleys Schritte fühlten sich schwer an, während sie knirschend über die alten Dielen flogen und es sich einen Moment so anfühlte, als ob er eigentlich schlafen würde.
Das hier war nur ein Traum. Dieser Raum, dieser lange endlos dunkle Gang war nicht echt, nichts war echt, nicht seine Kleidung, nicht seine Hände, nicht seine Stiefel, in denen er steckte. Auch nicht Jason.
Es erschien ihm unlogisch und seltsam, dass er hier war. Fast schon so als ob er gestorben wäre und nun wieder vor seiner Haustür gestanden war. Nur mit einem Unterschied: Dass Finley einfach wusste, dass Jason nicht tot war und dass ihn das natürlich freute. Aber andererseits auch Angst machte.
Der junge Zauberer schluckte, als er schließlich vor einer Tür stehen blieb und bemerkte wie Potter neben ihm ebenfalls zum Halt kam und seinen Zauberstab zog. Es war klar, dass er ihn nicht hatte allein gehen lassen können. Er war ja noch zu jung und zu dumm und überhaupt unfähig.
Innerlich schien er unter diesen Gedanken endlich aus seinem selbst heraufbeschworenen Traum zu erwachen und stellte fest, dass doch alles real war. Er hatte nur vergessen, wie sich das anfühlte, wenn Jason bei ihm war. Es war als ob sein Bruder heimgekommen wäre, nur dass er krank war und man sich um ihn kümmern musste.

Finley holte kurz tief Luft, sah aus seinen Augenwinkeln zu Potter, der kurz nickte, und öffnete dann die Tür. Er war vorsichtig, ließ sie nicht rasch aufschwingen und bewegte sich nur langsam in den Raum hinein, der in einem dämmrigen Licht dalag und in dem sich seine Augen erst daran gewöhnen mussten wieder etwas sehen zu können.
Er bemerkte erst Crouch, der zusammen gesunken in einem der Sessel saß und dessen ausgemergelter Körper Finley zwar immer noch zum Erschaudern brachte, doch den er für einen Moment außer Acht lassen konnte, auch wenn seine Augen gefährlich glühend auf ihm lagen, als ob er die ganze Nacht wachgewesen wäre. Er wusste, dass dem nicht so war, er wusste dass Crouch es sich in seiner Verfassung nicht leisten konnte nicht zu schlafen oder gar das essen zu verweigern.
Außerdem würde er ihm nichts tun. Er hatte es schon bemerkt, als sie ihn hier her gebracht hatten. Er hatte mit Roel gesprochen, die ganze Zeit. Hatte versucht sie zu beeinflussen, doch ihn hatte er nie auch nur finster angesehen. Er hatte ihn gemustert und dann in Ruhe gelassen und Finley wusste nicht einmal warum.
Der junge Zauberer war inzwischen gänzlich in den Raum eingetreten, sah sich um und hinüber zu Jason, der neben dem alten Bett stand und hob ein wenig seine Brauen, ehe er seinen Mund öffnete.
"Wir nehmen dein Angebot an."
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Jason West
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Apr 14, 2014 10:43 pm

Als die Tür sich öffnete und Finley mit Potter in der Tür stand sah Jason schon an ihren Gesichtsausdrücken, dass sie annehmen würden. Er grinste. Ja, das war gut gelaufen. Dann fügte er hinzu: "Gute Entscheidung. Also, das ganze läuft so ab, da ich nicht wusste, wie viele ihr seid, habe ich vier Autos organisiert, die euch unabhängig voneinander zu diesem sicheren Ort bringen. Ich habe dafür gesorgt, dass die Fahrer nicht reden werden, keine Angst.
Finn, du kommst mit mir mit. Deine Papiere habe ich in meiner Stadtwohnung. Sie ist durch einige Zauber geschützt und somit der sicherste Ort, den ich auftreiben konnte. Wenn wir dort sind, gebe ich dir die Adresse, zu der die Anderen gebracht werden. Allerdings ist es am besten, wenn momentan noch niemand davon weiß, falls eins der Autos abgefangen wird."
Der Plan hatte keine Lücken(!!!!). Nun war ihm wirklich jede Hürde genommen. Jasons Blick wanderte zu dem im Licht noch viel traurigeren Wrack neben ihm und dann zurück zu Finley. "Kann ich jetzt aus diesem Zimmer raus? Ihr müsst mir so oder so heute Mittag vertrauen. Da könnt ihr doch gleich damit anfangen."
Jason hoffte, sie würden kooperieren. Er hatte es satt, sich ein Zimmer mit diesem schwulen Versager teilen zu müssen.
"Wäre euch drei Uhr recht um hier zu verschwinden?",fragte er gelangweilt. Einen Vorteil hatte es ja, sich mit Zauberern abzugeben. Sie konnten zaubern. Er musste also nicht beim Packen auf sie warten. Schließlich wollte er diesen ganzen Mist wirklich heute noch über die Bühne bringen. Schließlich hatte er weitaus wichtigeres zu tun.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Apr 14, 2014 11:40 pm

Finley hörte sich den Plan aufmerksam an, nickte schließlich und wies seinen Freund schließlich mit einem Kopfnicken aus dem Zimmer, hinaus auf den wesentlich besser beleuchteten Gang, ehe er die Tür hinter sich schloss und noch einmal kurz zu Crouch hinüber blickte.
Noch immer haftete dessen Blick auf Finleys Gesicht, seine Augen glänzten leicht im Schimmer des Flurlichts und ließen ihn noch kränklicher aussehen, als ohnehin schon. Kurz huschte ein Schauer über den Rücken des jungen Mannes, ehe er die Tür schnell zu zog und nach dem lauten Knallen sorgfältig abschloss und dann Potter und Jason folgte.

Es hatte nicht lange gedauert allen bescheid zu sagen, die bescheid wissen mussten. Roel und Jack hatten schon seit gestern Abend gepackt gehabt, nachdem sie beschlossen hatten Jasons Angebot anzunehmen und er selbst besaß eh nicht genug Klamotten, als dass es ein Aufwand gewesen wäre diese Magisch in eine kleine Tasche zu packen, die er sich locker um die Schulter warf.
Seufzend blickte er den Gang hinunter, in dem sie standen. Die Koffer gepackt und minimiert, sodass sie bei jedem in die Manteltaschen passten. Betretenes Schweigen herrschte, Blicke wurden ausgetauscht und nicht einmal Roel, die sonst immer wusste, wie sie ihre Familie aufmuntern konnte, sagte etwas. Sie schien die ganze Sache zu sehr an vergangenes zu erinnern, als dass sie nur den Mund aufbrachte. Sie hielt die Schultern ihrer Tochter fest, strich dieser noch kurz ein Haar aus dem Gesicht, ehe sie sich von ihr löste und hinüber zu Potter und Jason sah. Harry wohnte hier zwar nicht, doch hatte er beschlossen sie zu begleiten, wohl einer dieser dämlichen heldenhaften Akte, die, wie Finley empfand, zu oft in seiner Gegenwart vorkamen.
Rasch verdrehte er die Augen und murmelte etwas unverständliches vor sich hin. Malfoy und die anderen, die hier nicht lebten, waren schließlich auch zu ihren eigenen Verstecken zurück gekehrt und hatten nur ihr ganzes Hab und Gut mitgenommen, was ihnen wichtig erschien. Die Bibliothek war leergeräumt und all ihre Akten und Informationen waren sicher versteckt worden.
Und Crouch... Finleys Blick huschte rasch an dem Mann in magischen Fesseln vorbei, die diskret unter einer Jacke versteckt worden waren, die er locker um seine Schultern trug. Seine Haare hingen ihm strähnig in die Stirn, sein Blick war müde und rotunterlaufen, dennoch schien er alle in seiner Umgebung anzustarren, als ob er sie gleich auffressen würde.
"Gehen wir?", fragte Finley schließlich, hielt die Stille nicht mehr aus und sah mit einem mehr als steifen Gesichtsausdruck hinüber zu seinem ehemals besten Freund.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   So Apr 20, 2014 3:10 pm

Das Häufchen Menschen hinter ihm schien nicht gerade glücklich zu sein. Abgesehen von dem Kerl, der Crouch eine reingeschlagen hatte vielleicht. Er sah zwar auch nicht gerade fröhlich aus, aber sein Blick wanderte immer wieder selbstzufrieden zu dem Ex - Todesser.
"Gut, dann gehen wir", antwortete er auf Finleys Frage und lief los.
Vor etwa einer halben Stunde hatten sie ihn endlich aus diesem Zimmer gelassen. Die Bewegungsfreiheit tat gut.
Wie die Küken watschelten die Zauberer hinter ihm her und Jason fragte sich ehrlich gesagt, was jetzt noch schief gehen sollte? Sie liefen noch etwa zehn Minuten und standen endlich vor den Autos.
"Hier wären wir."
Jack sah sich recht misstrauisch die Autos an, drehte sich dann aber um zu Finley und wusste wohl erst nciht so genau, was er sagen sollte. "Pass auf dich auf, ja?" Jason verdrehte die Augen. Fingen sie jetzt mit Tränenreichen Verabschiedungsszenen an?
Das Mädchen, dass sie auch im Schlepptau hatten und dass sich bisher die ganze Zeit über ziemlich 'cool' gegeben hatte, nahm Finley noch einmal in den Arm und wenn Jason sich nicht irrte waren da schon die ersten feuchten Augen.
"Ihr seht euch doch wieder",murmelte er, aber er wusste, dass ihm sowieso niemand zuhörte.
Endlich stieg die Gruppe Zauberer in die Autos und er musste sich zurückhalten, dass er nicht grinste. Während Jason mit Finley in Richtung Innenstadt ging fragte er sich, wie lange es dauern würde, bis sie bemerkten, dass sie auf dem Weg in eines der vielen Ghettos um London waren.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   So Apr 20, 2014 3:52 pm

Es dauerte nicht lange bis das Auto die Straße entlang fuhr und dann im Nebel verschwand. Finley kniff ein wenig seine Augen zusammen und sah dann zu Boden, er wollte nicht sehen wie sie um die Ecke fuhren, es würde dem ekelhaften Gefühl in seiner Bauchgegend nur einen weiteren Stich verpassen und das wollte er doch lieber vermeiden.
Egal an was der junge Zauberer dachte, er konnte sich nicht wirklich für seine Familie freuen. In seinem Kopf war immer noch zu sehr die Vermutung verankert, dass das ganze eine Falle war und er so leichtsinnig hinein gerannt war, dass er es vielleicht nie mehr wieder gut machen konnte.
Ein wenig presste er seine Lippen aufeinander, schnappte dann kurz nach Luft. Er sah wieder auf, blickte hinüber zu seinem ehemaligen besten Freund und zwang sich ein wenig zu Lächeln. Nun da er sich nicht wirklich mit der Situation anfreunden konnte, sah es eher aus als ob er gleich Jason die Kehle aufreißen würde, aber das störte ihn im Moment selbst wenig. Er wollte nur wissen wie es weiter ging.
"Und jetzt?", sagte er abwartend und hob ein wenig seine Brauen. Er hasste es wenn der andere ihn so auf die Folter spannte. "Lachst du jetzt diabolisch, weil du das bekommen hast, was du wolltest? Nur zu deiner Information, Jason… ich war gegen den Plan und gehe nur mit, weil ich dir eine letzte Chance geben möchte", sagte er schnell und verschränkte dann seine Arme. "Also…?"
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Sa Mai 03, 2014 12:05 am

Jason sah seinem Freund an, dass er sich denken konnte, was gerade passiert war. Dass er es zumindest befürchtete. Der Blick den er ihm zuwarf war da mehr als eindeutig.
Was er dann sagte, ließ Jason erst einmal die Augenbrauen hochziehen. Dann, nachdem er ihm sagte, dass er ihm noch eine Chance geben wollte, spürte er kurz eine Art Stich. Er hatte gelernt, sich seine Gefühle nicht anmerken zu lassen, doch es verwirrte ihn. Das Gefühl ließ sich allerdings zur Seite schieben. Schließlich tat er das Richtige. Trotzdem war die Siegessicherheit nicht mehr so befriedigend wie vorher.
Er gab Finley ein Zeichen ihm zu folgen. "Wir gehen in meine Stadtwohnung. So wie ich es gesagt habe. Dort holen wir deinen Ausweis und alles. Keine Angst, er ist nie dort." Jason wusste, dass er nicht sagen musste, von wem er redete.
Schweigend lief er vor Finley her bis sie eine Station der Underground erreicht hatten. Er stieg die Treppen nach unten und warf Finley dabei einen entschuldigenden Blick zu. "Fliegen ist schneller. Aber ich kann dich kaum mitnehmen. Und was deine Apparierkünste angeht..."
Kurz tauchten Bilder vor seinem inneren Auge auf. Von dem blutenden Finley, von dem zerstörten Haus... Aber er schob sie erneut zur Seite. Jetzt war nicht die Zeit über vergangene Dinge nachzudenken. Er hätte diesen Tag gar nicht erwähnen sollen.
"Keine Angst, es ist nicht weit", sagte er und sah auf den Fahrplan. "In zwei Minuten kommt die Bahn." Das Schweigen wurde drückend. Er wusste nicht, was er jetzt noch sagen sollte. Früher hatten sie über alles geredet. Erst jetzt wurde ihm richtig klar, wie sehr sie sich auseinandergelebt hatten. Fahrig, fast nervös fuhr er sich durch die Haare und ließ dann seine Hand sinken. Er hatte das hier alles geplant. Er war am Ziel. Was war mit ihm los?
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Sa Mai 03, 2014 12:50 am

Finley Blick haftete noch einen Moment auf Jasons Augen. Er wusste nicht warum er das tat, doch insgeheim hoffte er wohl immer noch darauf, dass er das kindliche Glitzern des Jungen wieder erkannte mit dem er in Crysanth Haven aufgewachsen war. Doch es fehlte. Vielleicht war es auch einfach inzwischen zu schwach geworden, als dass er es noch erkennen konnte, sodass er seufzend den Blick senkte und versuchte sich von seinen eigenen düsteren Gedanken abzulenken.
Es war sowieso zu spät.
Die anderen waren weggefahren worden und er hatte nicht nur im Gefühl, dass das alles ein schrecklicher Fehler gewesen war, sondern auch, dass er es ohnehin nicht hätte verhindern könnten. Potter war zu engstirnig gewesen, als auch nur einen Moment zuzugeben, dass er falsch liegen könnte und so konnte Finley nur seine Hände zu Fäusten ballen, während er Jason langsam folgte.
Er spürte wie Wut in ihm aufkochte, doch er unterdrückte sie. Er war nicht wütend auf Jason, er war wütend auf sich selbst und all die dummen Argumente, die Potter angeführt hatte und die ins Nichts geführt hatten. Doch er hatte ja wie immer den Helden spielen müssen, dachte es sich Finley noch, während er auf Jasons Hinterkopf starrte und gleichzeitig die Treppen der U-Bahnstation nach unten ging. Der junge Zauberer hob leicht seinen Kopf und sah dann nach oben auf die Decke des steilen Ganges, an dem einige Lampen zitternd aufleuchteten und dann vereinzelnd ausgingen.
London hatte seit Beginn des Krieges zwischen Zauberern und Muggeln viel abbekommen, der Strom viel öfters aus und die öffentlichen Einrichtungen wirkten zerfallen und alt. Vieles war einfach nicht mehr erneuert worden, weil das Geld fehlte oder die Muggel feststellen mussten, dass viele Orte von Magie in Stand gehalten worden waren. Manchmal konnte Finley so nur über die Dummheit der Menschen den Kopf schütteln.
Immerhin musste er sich ernsthaft fragen was beide Seiten denn erwartet hatten. Dass sie sich wirklich komplett voneinander loseisen konnten, ohne dass irgendein Schaden hinterlassen wurde?
Er hatte lange nichts gesagt, bis sie schließlich an einem der Gleise stehen blieben und Finley sich ein wenig umsah. Einige der Passanten sahen die Beiden misstrauisch an, vor allem allerdings ihn selbst und ihm war klar, dass dies nur von seinen Zaubererklamotten herrühren konnte, die er fast schon aus Trotz trug.
Ein wenig Schmunzelnd rückte er seine Fliege zurecht und bemerkte einen kurzen Moment lang das unangenehme Ziehen seiner Narbe, die darunter versteckt lag. Er zog es vor, dass man sie nicht sah, sodass er seinen Kragen richtete und hinüber zu Jason sah, der anscheinend selbst in Gedanken versunken schien.
"Meine Apparierkünste haben sich verbessert, falls du darauf anspielst…", fing er langsam an und sah seinen Freund ein wenig bitter und schief grinsend an. "Aber ich setze es nur im Notfall ein. Du weißt sicherlich aus erster Hand wie gut die Muggel inzwischen alles magische aufspüren können."
Ein Zug fuhr auf der anderen Seite des Gleises ein und die Menschen bestiegen diesen hastig, ehe er wieder mit lautem Getöse wegfuhr und Finleys Mantel aufwirbeln ließ.
"Jason…", murmelte er dann, als der Lärm weniger geworden war, "Wie viele von uns leben noch? Sind wir die letzten?"
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Sa Mai 03, 2014 1:31 am

Jason nickte. Er wusste es nur zu gut. Er war zwar außen vor, was das aufspüren der Zauber anging, aber bevor er die Standpunkte der Disturber auswendig gelernt hatte, war er einmal mitten im Flug abgestürzt und Sullivan hatte massenweise Papierkram erledigen müssen um eine Flasche Skelewachs aufzutreiben. Einer der wenigen Nachteile der Zaubererverfolgung war eben die Knappheit magischer Medikamente. Viele Zauberer wollten ihre Geheimnisse nicht an die nichtmagische Bevölkerung weitergeben. Somit kam man kaum an Tränke und Pulver. Jason erinnerte sich noch vage daran, dass seine Mutter früher einen ganzen Schrank dieser heute fast unbezahlbaren Dinge hatte.
Finleys nächster Satz riss ihn aus seinen Gedanken. Er verengte seine Augen zu Schlitzen. In dem Moment fuhr ihre Bahn ein und Jason drehte sich wortlos um um in den Zug zu steigen. Er setzte sich ans Fenster und seine Augen fuhren über das hämische, antimagische Gekritzel auf der Lehne des Sitzes vor ihm ohne es wirklich zu lesen.
Finley wusste es also nicht.
Die Bahn setzte sich in Bewegung und sie fuhren durch die dunklen Höhlen unter der Stadt. Das Rattern und Knarren hatte eine beruhigenden Wirkung. Trotz dieser Frage, die immer noch in der Luft hing.
Jason war sich recht sicher, dass keine Antwort in diesem Fall auch eine Antwort war.
Irgendwann erreichte der Zug wieder das Tageslicht. Die Häuser waren mittlerweile nobler geworden. Der Bereich der Stadt in dem man kaum etwas von dem Krieg mitbekam, der nur ein paar Kilometer entfernt wütete. Bald würden sie in die erste Kontrolle kommen.
Ein paar Sekunden später hielt der Zug an und ein paar Wachmänner liefen durch die Gänge. Sie trugen magical detectors - MDs genannt - mit sich herum und zeigten damit auf jeden Passagier. Bei ein paar piepten die Geräte schrill auf, doch bisher hatten alle einen grünen Schein dabei. Der versicherte, dass man für die nichtmagische Bevölkerung arbeitete. Als sie an ihnen vorbeiliefen, hatte Jason den kleinen Brief schon in der Hand und der Wachmann ging vorbei.
Jason seufzte, als die Männer endlich den Zug verlassen hatten und er sich wieder in Bewegung setzte. "Du wirst deinen Zauberstab daheim lassen müssen, wenn du deinen neuen Ausweis hast. Und auch sonst alles magische."
Sein Blick wanderte hoch zur Anzeigetafel. Noch zwei Stationen, dann würden sie endlich am Ziel sein.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Sa Mai 03, 2014 1:55 am

Es herrschte eine bedrückende Atmosphäre im Zugabteil und dabei war nicht einmal die Dunkelheit des Problem. Nein. Sobald die die dunklen Tunnel Londons verlassen hatten und im Tageslicht weiterfuhren erschien es Finley als ob jeder noch mehr auf der Hut wäre als ohnehin schon.
Die Menschen trauten sich gegenseitig nicht mehr und das konnte man beinah in der Luft schmecken. Die hastig ausgetauschten Blicke und die die zu Schlitzen verengten Augen, die misstrauisch zwischen den Passagieren hin und her huschten sprachen für sich und es bedurfte nicht einmal mehr der Anwesenheit der Kontrolleure um Finley endgültig einen kalten Schauer über den Rücken fahren zu lassen.
Er war zwar froh, dass Jason alles so unter Kontrolle zu haben schien, doch war es ihm unangenehm, dass er ab jetzt immer so kontrolliert werden würde.
Wenn er sonst auf Reisen gewesen war oder sich in London im Auftrag des Ordens bewegt hatte, war er zwar kontrolliert und des öfteren auch durchsucht worden, doch hatte er nie einen Schein benötigt, dem es ihm ermöglichte in ein bestimmtes Viertel einzureisen. Die Aufträge, die sie in die gehobenen Vierteln von London brachten, hatten zumeist Malfoy und Potter erledigt, sodass er hier noch nie gewesen war.
Ein wenig neugierig sah er also aus den Fenstern des Zuges hinaus, musterte die großen Villen, die an ihnen vorbei rauschten und musste sich unwillkürlich fragen, ob sie schon an dem Haus seiner Eltern vorbei gefahren waren und ob er es überhaupt noch wieder erkennen würde.
Finley hatte schließlich nicht lange in seinem Elternhaus gewohnt, vielleicht höchstens bis er 6 geworden war und danach jahrelang in Malfoy Manor.
Ein wenig seufzend wandte er sich so vom der Landschaft draußen ab und sah wieder zu Jason, musterte ihn einen Moment mit gehobenen Brauen, ehe er ihm antwortete.
"Lass mich raten - du willst mich als Muggel durchgehen lassen oder was?", murmelte er unter seinem Atem, sodass die Leute um sie herum ihn nicht hören konnten. "Und welchen Job soll ich dann bitte deiner Meinung übernehmen? Du wolltest mir schließlich einen zur Tarnung besorgen oder irre ich mich da?"
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