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 Zukunftsrpg, Haupterzählstrang

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Jason West
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mi Nov 06, 2013 6:23 pm

Jason starrte Finley an. Er hatte seinen alten Freund seit Jahren nicht mehr von nahem gesehen. Aber er schien gesund zu sein. Vielleicht ging es ihm sogar gut. Zumindest so gut, wie es einem in diesen Zeiten gehen konnte.
Dann fing er sogar an, mit ihm zu reden. Verdammt! Er schien zu wissen, was er war. Wie hatte er sich verraten? Doch diese Frage klärte sich mit dem nächsten Satz. Finley war einfach nur paranoid.
Jason war sich nicht sicher, was sein nächster Schritt sein sollte. Gut, was er tun sollte, wusste er schon. So schnell wie möglich davon fliegen und nach Hause gehen. Diesen Tag am besten aus seinem Gedächtnis streichen. Doch es gab da eine kleine Stimme, die ihm etwas anderes sagte. Dieselbe, die ihn dazu gebracht hatte, vor Finleys Füßen zu landen.
Was würde schon passieren, wenn er Finley zeigen würde, wer er war? Natürlich meldete sich sein Verstand zurück. Es war hirnrissig. Gut, früher hatte er Finley vertrauen können. Zumindest hatte er das immer gedacht. Doch ob er heute immer noch derselbe war, konnte schließlich keiner sagen. Vor allem wenn er sich mit diesem Zaubererpack abgab. Jason war ziemlich enttäuscht von seinem alten Freund, dass er sich einer Gruppierung von solch minderen Kreaturen angeschlossen hatte. Gut, sie gehörten selbst dazu, doch wenigstens versuchte Jason trotzdem ein Mensch zu sein und sich nicht von diesen niederen Instinkten leiten zu lassen, die die magische Bevölkerung regelrecht auszusondern schien.
Finley sollte das wissen. Schließlich war er auch zur Schule gegangen.
Doch wie auch immer. Er saß immer noch mitten im Zauberergebiet, für jedermann sichtbar auf dem Boden und starrte Finley an. Doch er konnte nicht wegfliegen. Oder besser gesagt: Er wollte nicht. Dieses eine Geheimnis hatte er lange vor Sullivan verheimlichen können. Sehr lange. Warum sollte er es nicht einfach ein wenig ausweiten?
Diese Rebellionslust kannte er von sich selbst gar nicht. Doch wenn sie schon einmal da war... Außerdem, und er wollte es eigentlich gar nicht zugeben, wollte er, dass Finley wusste, wer er war. Er wollte mit ihm reden. Schließlich hatte er abgesehen von Finley nie wieder einen Freund gehabt. Wahrscheinlich war der Junge sowieso der einzige Freund, den er je hatte. Gut, er hatte Menschen mit denen er sich umgab. Natürlich. Aber diese Menschen wussten eben gar nichts. Nicht das geringste. Und hier stand er vor jemandem, den er eigentlich vergessen sollte, der aber als einziger eine Ahnung hatte was passiert war.
Der Rabe schrie einmal auf und flog dann zum nächsten Gebüsch. Nicht jeder sollte ihn sehen.
Dann schloss er die Augen. Als er sie wieder öffnete sagte er: "Hallo, Finley. Lange nicht gesehen."
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Finley Avery
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mi Nov 06, 2013 6:38 pm

Eigentlich hatte Finley sich abwenden wollen, um weiter zu gehen. Sein Kopf schmerzte zwar, wenn er schon wieder an das nächste Treffen des Ordens dachte, doch er musste hingehen. Er schuldete es allen, dass er ihnen half, dass er seine ganze Kraft hergab.
"Wie auch immer", knurrte er unter seinem Atem, der kühl glitzernd in den Himmel aufstieg, direkt in die trockene Winterluft hinein, während er seine behandschuhten Hände in seine Manteltaschen steckte.
Eigentlich hätte er jetzt einfach schnell gehen sollen. Aus dem Apparierschutz hinaus, direkt hinein in das Wohnzimmer Potters. Und Ihn süßlich freundlich begrüßen.
Doch er tat es nicht. Stattdessen sah er aus den Augenwinkeln den Raben und dann Jason.

Jason.

Finley konnte seinen Atem nicht mehr spüren, nicht mehr sehen. Er hörte sein Herz direkt neben seinen Ohren pochen, sein Kopf schien zu zerbersten und fühlte sich gleichzeitig so leicht an wie der eiskalte Nebel um sie herum.
"Du-"
Auf einmal setzten seine Instinkte wieder ein. Er ging direkt auf ihn zu, schloss ihn in die Arme und drückte ihn an sich. Hitze, Kälte durchflossen nacheinander seinen Körper, abwechselnd und schnell, sodass es sich anfühlte als ob er gleich umfallen würde. Doch er blieb stehen.
Zusammen mit dem kleinen Kerl, den er so vermisst hatte. Von dem er gedacht hatte, dass er tot wäre. Und jetzt war es wieder da, sein kleiner Bruder.
"Wie bist du entkommen, Jason-!" Finley schnappte nach Luft, er lachte auf, als ob er seit Wochen nichts mehr zu Lachen gehabt hätte. Vielleicht war es auch so gewesen, er konnte sich nicht mehr daran erinnern.
"Du bist ein Animagus...", es schien ihm gerade erst bewusst zu werden, was er da gesehen hatte. Abermals verbreiterte sich sein Grinsen.
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Jason West
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Do Nov 07, 2013 1:02 am

Finley schien erst ein wenig überrascht zu sein. Gut, das konnte man ihm nicht verdenken. Dann nahm er ihn in den Arm. Jason war das doch etwas unangenehm. Er hob einen seiner Arme ebenfalls und platzierte ihn irgendwo auf Finleys Rücken. Unbeholfen klopfte er ein paar Mal darauf. Körperkontakt war etwas, dass er seit Jahren nur noch mit Mädchen teilte. Und selbst da nicht mehr als notwendig.
Schnell löste er die Umarmung und hörte diesem wuselnden etwas zu, dass da vor ihm wohl geistige Freudentänze aufführte. Er lächelte. Ja, Finley hatte sich nicht verändert.
Nun wollte er wissen, wie Jason entkommen war. Verdammt! Sollte er ihm die Wahrheit sagen? Sollte er Lügen? Erst einmal schob er diese Gedanken beiseite und sagte: "Jap. Ich musste doch ab und zu gucken, ob du dich schon selbst in die Luft gejagt hast. Das war als Vogel um einiges einfacher. Man fällt einfach nicht so auf."
Eine kurze Stille trat ein, in der er Finley einfach nur anstarrte. Dieser Anblick erinnerte ihn unwillkürlich an das schwache Ding, dass er einmal gewesen war. Er fragte: "Wie geht es dir?" Etwas abfälliger fügte er hinzu: "Und warum lebst du bei diesem Zaubererpack?"
Ein angewiederter Blick in Richtung des versteckten Hauses folgte. Er konnte sich einfach nicht damit abfinden, dass Finley hier freiwillig lebte. Schließlich war das der Abschaum der Menschheit. Sie hatten selbst Kinder ermordet und waren sich keiner Schuld bewusst. Gut, Jason war auch nicht gerade unschuldig, aber er konnte eben auch nicht aus seiner Haut. Und wenn er schon diese Veranlagung hatte, setzte er sie eben für gute Zwecke ein. Schließlich musste man wissen, wo sich dieses Gesindel versteckte. Nur so konnte man dagegen vorgehen.
Doch es stand immer noch eine Antwort seinerseits aus. Er entschied sich für die Wahrheit. Da diese wahrscheinlich sowieso bald ans Licht kommen würde. "Ich bin nicht entkommen. Ich lebe bei Sullivan. Dem Doktor, wie wir ihn früher genannt haben. Da ich der Letzte bin, werde ich gut behandelt. Ich bekomme was ich will. Man hat Großes mit mir vor."
Jason sagte das ohne jeden Stolz. Für ihn war es selbstverständlich, dass er etwas Besseres war. Schließlich war er ein Zauberer, der sich von deren Dreck absonderte oder ihn zumindest nur einsetzte, wenn es einen höheren Sinn hatte. Somit war er besser als ein einfacher Muggel und natürlich auch besser als der magische Abschaum.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Nov 25, 2013 6:59 pm

Er musste sich verhört haben. Nochmal.

"Ich bin nicht entkommen."

Ein kalter Schauer rauschte über Finns Rücken. Seine Nackenhaare stellten sich abrupt auf, er fühlte wie seine Beine drohten ihm wegzurutschen. Das ganze hörte sich falsch an. Gänzlich falsch.
Was? Was hatte der Kleine gesagt?

"Ich lebe bei Sullivan. Dem Doktor, wie wir ihn früher genannt haben. Da ich der Letzte bin, werde ich gut behandelt. Ich bekomme was ich will."

Es hatte eine Weile gedauert bis Jasons Worte gänzlich bei Finley angekommen waren. Sein Bewusstsein schien sich dagegen zu wehren, er konnte den Satz einfach nicht verstehen, ehe sich seine Augen aufrissen und er ruckartig einen Schritt zurück stolperte. Schneller Atem stieg in die kalte Luft auf, versperrte ihm einen Moment die Sicht auf Jason, bis er blinzelte und ihn wieder genau musterte.
Das ganze hörte sich an wie in einem seiner Albträume. Er wiederholte die Worte in seinem Kopf.

"Man hat Großes mit mir vor."

Die Lippen des jungen Zauberers pressten sich fest zusammen, sein Blick verfinsterte sich, seine Hand senkte sich nach unten zu seiner Manteltasche, wo er seinen Zauberstab aufbewahrte, zückte ihn aber nicht. Er wollte noch abwarten.
"Was soll das Jason? Ich finde das alles andere als lustig."
Abermals musterte er ihn, sein Blick wurde immer ungläubiger, als ob das ganze ein schlechter Scherz wäre. "Haben sie das aus dir gemacht? Eine Waffe? Haben sie es also geschafft? Und- Und was soll das bitte schön heißen, sie haben Grosses mit dir vor?!", Finleys Stimme wurde lauter, Zorn verzerrte sein Gesicht, während er anfing zu schreien. "Bist du denn des Wahnsinns?!"
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Di Nov 26, 2013 12:13 am

Jason sah, dass es Finley überhaupt nicht gefiel, was er zu berichten hatte. Seine Züge verdunkelten sich kurz. Doch nur für den Bruchteil einer Sekunde. Dann zierte ein kaltes Lächeln sein Gesicht. "Ist es so schlimm, eine Waffe für das Gute zu sein? Weißt du, du musst nicht hier bleiben. Dieser Abschaum ist nicht alles für dich. Du hast deine Ausbildung zwar nicht abgeschlossen, aber das kann man sicher nachholen. Wenn ich dich darum bitte, nimmt Sullivan dich sicher wieder bei sich auf."
Jason hoffte einfach, dass Finley es sich überlegen würde. Er konnte doch nicht dabei zusehen, wie sein bester Freund in so etwas abrutschte.
"Ich weiß, du denkst diese Leute sind gut für dich. Sie haben es an sich, einen das Glauben zu machen. Doch es ist eine Lüge. Sie sind Zauberer. Sie sind Mörder." Das konnte Jason aus eigener Erfahrung bestätigen.
Er wollte, das Finley sein Angebot annahm. Warum, dessen war er sich genauso unsicher, wie über die Frage, warum er dauernd hierher kam. Oder warum er ihm gezeigt hatte, wer er war. Aber diese Emotionen interessierten ihn, die dieser Junge nach all den Jahren noch bei ihm hervorrief. Es war interessant zu sehen, was daraus werden würde. Auch, wenn er schon an dem Blick seines Gegenübers sehen konnte, wie sehr er sich verändert haben musste. Und er war sich nicht sicher, ob ihm dieser Blick wirklich gefiel. Das letzte Mal, als sie sich gesehen hatten, war seine wahre Natur noch nicht aus ihm heraus gebrochen. Erst nachdem sie sich das letzte Mal gesehen hatten, war er zum Mörder geworden. Jason fragte sich, wann das wohl bei Finley der Fall gewesen war oder ob er eine dieser seltenen Ausnahmen bildete, die trotz magischen Blutes, niemanden tötete. Er konnte es sich vorstellen. Doch es konnte trotzdem jederzeit so weit sein und Jason würde versuchen, ihn davor zu bewahren. Doch nur, wenn er sich jetzt kooperativ zeigen würde.
Jason fügte noch etwas hinzu, dass dem Anderen den Ernst der Lage klar machen würde. Vielleicht war er nur für diesen Satz immer und immer wieder hierher gekommen. Mit emotionslosem Gesicht sagte er: "Weißt du, wenn du weiter bei ihnen bleibst, werde ich früher oder später kommen müssen, um dich umzubringen. Aber das will ich nicht. Komm mit mir. Hilf uns."
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Di Nov 26, 2013 12:56 am

Finleys Kopf wollte immer noch nicht ganz folgen. Er blinzelte, betrachtete danach aber immer noch die neblig kalte Straße und den jungen Mann vor sich. Der ihn bedrohte und ihn zurück zum Doktor bringen wollte.
Was ging hier vor sich?
War das ein schlechter Scherz?
Ihm selbst war zumindest alles andere als zu Lachen zumute. Seine Hände ballten sich zu Fäusten, während er zu Boden sah. Er keuchte, fuhr sich kurz mit einer Hand über seine Augen, nur um dann wieder aufzublicken. Sein Schädel brummte. Alles tat weh, nur durch Jasons Worte.

Erst als er wieder die Augen öffnen konnte und einen Moment lang ins Nichts gestarrt hatte, erfasste sein Blick wieder seinen Freund. Seinen Bruder.
Er würde niemals zurück kehren. Nicht einmal tot, dafür würde er sorgen. Und dass sie Jason mit Haut und Haaren bekamen, würde er auch verhindern oder es zumindest wieder in Ordnung bringen müssen.

Alles drehte sich, während er schließlich seinen Blick fasste und seine Schultern wieder straff zog. Er zückte seinen Zauberstab und lächelte sanft, fast wie das Lächeln eines großen Bruders, dass er ihm früher immer geschenkt hatte, wenn Jason verletzt auf seinem Bett gelegen und er seine Wunden verbunden hatte. Als sie sich noch umeinaner gekümmert haben...
"Ich muss dich enttäuschen, Jay", fing er an, eine einzelne Träne verwischte ihm abermals die Sicht, doch er wagte es nicht, sie dieses Mal zu vertuschen. Er sollte sehen, dass es ihm ernst war.
"Diese Mörder wie du sie nennst... Das ist meine Familie und ich hatte gehofft, dass ich dich eines Tages finden würde und du wieder ein Teil davon wärst, aber da habe ich mich wohl geirrt."
Kurz schnaubte er leise, lachte kaum hörbar über diese ganze Ironie und das Schicksal, bevor er sich wieder fassen konnte und fortfuhr. Er würde Jason ein Angebot machen, dass er annehmen konnte, wenn er nur wollte... doch Finley bezweifelte es nach seinen letzten Worten.
"Du kannst zu uns kommen. Ich kann nichts anderes tun, als dir das gleiche anzubieten, wie du mir... Dich von diesen Mördern abzuwenden und ein normales Leben zu führen. So normal wie es eben geht."
Ein letztes Mal lächelte er noch auf, doch es wirkte traurig, sodass es schnell verblasste.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Di Dez 03, 2013 9:40 pm

Jason bemerkte, dass er den Anderen aufgewühlt hatte. Aber das hatte er erwartet. Finley war zu lange bei ihnen. Wahrscheinlich hatten sie ihn bis oben hin mit ihren Lügen vollgestopft. Kurz sah es aus, als würde er hier und jetzt zusammen brechen. Doch dann fasste er sich wieder und sah Jason mit einem Blick an, der ihm gar nicht gefiel. Er wich einen Schritt zurück und kurz flackerte eine Art von Ekel in seinem Blick auf, vor all diesen Gefühlen, die der Andere einfach so zeigte. Doch dann fasste er sich wieder und sein Blick wurde genauso emotionslos wie immer.
Finley lehnte sein Angebot ab und eine Träne lief seine Wange hinunter während er den Abschaum als seine Familie bezeichnete und seine Hoffnung aussprach, ihn eines Tages dazu zählen zu können. Dann fügte er noch das Angebot hinzu, dass er ja auch zu ihnen kommen könnte.
Kurze Zeit stand Jason einfach nur da und sah fassungslos auf den Mann vor ihm. Dann fing er an zu Lachen. "Du denkst wirklich, ich würde einfach alles aufgeben, wofür ich so lange gearbeitet habe, nur um bei deiner sogenannten Familie dabei zu sein." Er schnaubte verächtlich. "Weißt du, ich kann dir selbst nicht sagen, warum ich hierher gekommen bin. Vielleicht um dir noch eine letzte Chance zu geben. Aber anscheinend willst du ja hier bleiben und es scheint dir sogar Spaß zu machen, unser Land zu vergiften. Aber dass du wirklich von mir erwartest, dass ich mich bei eurer kleinen Zaubererparty einschreibe... So wichtig bist du mir nun wirklich nicht.
Ich denke wir haben uns alles gesagt."
Jason fragte sich erneut, warum er überhaupt hergekommen war. Er sah Finley noch einmal abschätzend an und sagte dann: "Nein, ich weiß wirklich nicht, warum ich hierher gekommen bin. Wir sehen uns."
Dann verwandelte er sich wieder in einen Raben und breitete die Flügel aus.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   So Dez 15, 2013 8:03 pm

Finleys Augen fielen zu. Das letzte was er sah waren Jasons schwarze Flügel gewesen und wie er Richtung Himmel langsam verschwunden war.
Seine Lider fühlten sich schwer an. Müde und ausgemergelt. Dabei hatte der morgen so normal angefangen. So alltäglich wie es eben ging.
Und jetzt?
Der junge Avery wusste einen Moment nicht, was er tun sollte, bis ihm wieder der Gedanke kam, warum er heute überhaupt auf dieser Straße stand.
Potter. Er hatte zu Potter gewollt. Und auch, wenn sich sein Körper gerade wie damals anfühlte, als er blutend aus dieser weißen Hölle entkommen war, war es wohl das einzige, was er jetzt tun konnte.
Einfach weiter leben.

Der Geräuschpegel war in diesem kleinen Raum eindeutig zu hoch. Auch wenn sich nicht viele Zauberer und Hexen um den langen Esstisch gesetzt hatten, der sich darin befand, konnte man kaum seine eigenen Gedanken verstehen, geschweige denn auseinander halten.
Finleys Kopf fühlte sich an, als ob er mehrere Male gegen eine Mauer gelaufen wäre, bis endlich jemand den anderen Ruhe gebot.
Der Zauberer, der sich am Kopf der Tafel erhoben hatte, sah die anderen alle nacheinander an, wobei sich Besorgnis und Ärger in seinem Blick spiegelten.
Über seinem linken Braue prangte eine helle lange Narbe, die sich über das Lid zog und die sich bis über die Mitte seiner Wange erstreckte. Zusammen mit seiner alten Narbe auf seiner Stirn sah ihr Anführer aus, als ob er von einem Rudel Wölfe zerfleischt worden wäre. Doch Finley wusste es besser.
Seine Augen waren grün, manche hätten gesagt wie die seiner Mutter, doch Averys Magen drehte sich nur bei dem Gedanken an diesen Ausspruch um.
Es war Potter. Einfach nur Potter. Und die Leute glorifizierten diesen Kerl, als ob er der neue Sohn Gottes wäre. Oder Santa Claus.
Und gerade als eben dieser seinen Mund öffnete und anfing zu sprechen, begann sich seine Laune noch mehr zu verschlechtern. Manchmal wusste er nicht einmal, was er gegen ihn hatte. Er mochte ihn einfach nicht.
"Nachdem ich annehme, dass wir vollzählig sind, möchte ich nicht länger mit den Neuigkeiten geizen, die mir vor einigen Minuten berichtet worden sind."
Leises Gemurmel brach unter den Anwesenden aus, Molly schlug sich besorgt die Hand vor ihren Mund, während ein verbittert dreinschauender Draco Malfoy seine Arme vor sich verschränkte.
"Haben sie das Sperrgebiet erweitert? Oder haben wir noch eine Chance auf offener Straße nicht erschossen zu werden?"
Potter schien einen Moment zu zögern, doch dann öffnete er seinen Mund und sprach weiter, ohne auf Malfoys Frage zu antworten: "Wie ihr wisst, haben sie schon einige auf unserer Seite, Zauberer, die denken, dass sie besser überleben, wenn sie sich ihnen anschließen oder ihre Zauberkräfte verbergen, aber jetzt…", wieder stockte er, dann hob er einfach die Zeitung an, die vor ihm auf dem Tisch gelegen hatte.
Es war eine Muggelzeitung. Auf dem Titelbild war groß das Gesicht eines jungen Mannes zu sehen. Im Anzug und auf einem Sprecherpodium. Finley hatte dieses Gesicht seit Wochen nicht mehr gesehen und hatte es fast geschafft, es aus seinem Geist zu verdrängen, doch …
Es war Jason.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   So Dez 15, 2013 8:36 pm

Er saß in einem dieser großen, teuren Autos. Ein Mercedes, wenn er sich nicht täuschte. Das Auto war so neu, dass es immer noch nach Fabrik und Chemie stank. Eines der Dinge, die er an seinem neuen Leben nicht leiden konnte. Die Aufmerksamkeit war in Ordnung. Die Partys waren der Hammer (zumindest die, die er selbst ausrichtete). Aber diese großen Autos, für die er einen Chauffeur anstellen musste und die er somit nicht selbst fuhr, weil sich das nicht gehörte, wie Sullivan es ausgedrückt hatte... das ging ihm auf die Nerven.
Aber wenn er an sein gefülltes Bankkonto dachte, konnte er damit leben. Das alles würde er jetzt aber erst einmal hinter sich lassen.
Seine teuren Klamotten hatte er zu Hause gelassen. Stattdessen trug er ein ausgewaschenes, graues Sweatshirt und eine einfache, schwarze Jeans. Er war inkognito unterwegs. Niemand sollte ihn erkennen und seinem Chauffeur konnte er soweit vertrauen, dass er die Klappe halten würde. Spätestens nach dem letzten Crucio war das kein Problem mehr.
Das Villenviertel hinter sich lassend, fuhr der Wagen in die Innenstadt Londons. Jason sah aus dem Fenster, doch eigentlich war er mit den Gedanken wo ganz anders. Er hatte immer gewusst, dass Sullivan großes mit ihm vor hatte. Doch dass er ihn eines Tages in solch eine Position bringen würde...
Jason stand zur Wahl des Zaubereiministers. Den Namen hatten die Muggel aus der alten Zaubererwelt geklaut. Auch wenn er heute eine ganz andere Bedeutung hatte. Der Minister war dafür zuständig, das Zauberproblem einzudämmen und der nichtmagischen Bevölkerung ein sicheres Leben zu ermöglichen, in dem sie so wenig wie möglich über Magie nachdenken mussten. Soweit Jason wusste, war Sullivan auf diesen Namen gekommen. Er fand es wohl lustig, die Magier damit zu verspotten.
Wenn man den Umfragen glaubte, hatte Jason die Wahl in der Tasche. Die Muggel glaubten seit dem letzten Minister der Zauberei nicht mehr daran, dass ein Nichtmagier gegen diese Monster ankam. Schließlich wurde er eines Morgens Tod aufgefunden. Man konnte nicht feststellen, an was er gestorben war, was den Avada Kadavra äußerst wahrscheinlich machte. Jason war sich dessen sogar sicher. Schließlich hatte er ihn ausgesprochen. Damals hatte er jedoch noch nicht gewusst wozu. Kurz danach hatte sein Aufstieg begonnen. Er war nicht der einzige Zauberer, der für die Muggel arbeitete. Aber er war der Einzige, der von einem angesehenen Wissenschaftler getestet und ausgebildet worden war. Man hatte ihn also nach Muggelmeinung unter Kontrolle.
Der Wagen hielt. Sie waren nur ein paar Straßen von seinem Ziel entfernt. Jason wies seinen Fahrer dazu an, anzuhalten und schickte ihn dann zurück zur Villa. So bald würde er ihn nicht mehr brauchen. Er wechselte seine Gestalt und flog los um bald darauf auf seinem Baum am Grimmauldplace zu landen. Dort wartete er auf Finley.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   So Dez 15, 2013 9:11 pm

Die Sitzung allein hatte genügt, um ihm den ganzen restlichen Nachmittag zu verderben.
Finleys Stirn legte sich auf die kühle Oberfläche der Tür seines Zuhauses, als er unmittelbar davor appariert war.
Er wusste welche Zeiten ungefährlich waren, um dort aufzutauchen, weswegen er sich nicht einmal mehr umsah. Die Gegend schien verlassen. Keine Menschen, die Nachbarn alle ausgeflogen oder weggezogen, weil sie Angst hatten noch weiter in London zu leben. Diesem Zauberernest.

Normalerweise war der junge Mann eine umgängliche Gesellschaft. Er konnte von sich behaupten zu jedem freundlich zu sein, dem er begegnete, doch bei Potter und diesen Sitzungen…
Während Finley so nach dachte, kamen ihm einige Erinnerungen hoch.
Natürlich, es hatte Zeiten gegeben, als der Mann, der überlebt hatte, ihm positiv gesinnt war, fast schon zuvorkommend, aber hauptsächlich konnte er sich an die Streitigkeiten erinnern, die sein dunkles Mal verursacht hatte, als er es zum ersten Mal gesehen hatte.
Damals als er das erste Mal in dem verwilderten Feld vor dem Fuchsbau aufgetaucht war. Blutüberströmt und sterbend.

Seine Augen fixierten gerade noch den dunkelroten Lack der Holzes direkt vor ihm, ehe er seine Stirn runzelte und die Augen zusammen kniff. Zähl bis Zehn, Finni. Denk nicht daran. Er ist es nicht wert.
Mit einem langen Seufzer schien er sich schließlich zu beruhigen und öffnete die Tür, trat ein und achtete in Gedanken nicht darauf, ob ihm jemand oder etwas schnell durch einen Spalt folgen konnte...
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   So Dez 15, 2013 9:42 pm

Jason hatte schon eine Weile gewartet und sich überlegt, was Finley wohl sagen würde. Er hoffte nur, er würde ihn nicht abweisen. Schließlich wusste er dann nicht, wohin er sollte. Er konnte nicht zurück.
Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als Finley auf einmal mitten auf dem Platz auftauchte. Er ging geradewegs auf die Lücke zwischen zwei Häusern zu und öffnete eine Tür. Der Rabe breitete seine Flügel aus und kurz bevor die Tür sich schloss, flog er hindurch.
Hier wohnten sie also. Es war ziemlich düster, doch er konnte einen langen Gang erkennen, der vor ihm lag. Alles war altertümlich eingerichtet und roch ein wenig modrig. Außer seinem alten Freund war niemand zu sehen. Also verwandelte er sich zurück. Kurz dachte er noch einmal die Konsequenzen durch. Dann tippte er dem Jungen vor sich auf die Schulter. Er hatte sich lange auf dieses Gespräch vorbereitet. Schließlich wusste er, wie unglaubwürdig er war und wie schlecht sie sich das letzte Mal getrennt hatten. Kurz holte er noch einmal Luft und redete in einem Schwall, da er nicht wusste, ob er weitermachen konnte, wenn er erst einmal aufhörte.
"Finley?", sagte er und man konnte ihm ansehen, dass er sich nicht wohl fühlte. "Ich habe draußen auf dem Baum auf dich gewartet. Dann bin ich dir einfach hinterher."
Er strich sich kurz eine lose Strähne aus dem Gesicht und redete dann weiter während sein Blick angespannt auf Finleys Schuhen ruhte. Für ihn war dieses Gespräch alles andere als leicht. "Ich weiß, wie es das letzte Mal abgelaufen ist und ich weiß, dass ich nicht gerade nett war." Er biss sich kurz auf die Lippen. Eine Entschuldigung brachte er einfach nicht heraus. Er hoffte Finley verstand ihn trotzdem. "Ich dachte, du hilfst mir vielleicht trotzdem.
Sie wollen mich zum Zaubereiminister machen. Mich! Sullivan will, dass ich da mitmache. Ich habe den letzten Minister auf seinen Geheiß getötet. Er war nicht einmal magisch. Ich kann das nicht mehr. Gut, der Reichtum ist toll. Die Partys sind toll. Aber wenn man sieht um welchen Preis. Ich weiß nicht, zu was er mich noch zwingen wird... Ich halte zwar nichts von Zauberern, wie du weißt, aber ich wusste nicht, wo ich sonst hin sollte. Ich will dich zwar um nichts bitten, aber denkst du, du könntest irgendeinen Platz finden, an dem ich eine Weile untertauchen kann? Ich brauche schlichtweg Zeit um nachzudenken."
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mi Feb 12, 2014 11:26 pm

Ein Rauschen erfüllte Finleys Ohren, als er herum wirbelte und nur halb die Hand auf seiner Schulter wahrnahm, viel mehr den potentiellen Angreifer, den er sofort mit seinem Zauberstab bedrohte. Er schnappte nach Luft und richtete seinen Stab konzentriert auf den Gesicht des Fremden, ehe er überhaupt die Gesichtszüge vor ihm fokussieren konnte und-
Finley blieb die Luft weg. Er konnte einen Moment nur mehr Atmen, er hörte immer noch dieses unerträgliche Rauschen in seinem Gehörgang, es ging einfach nicht weg, wurde lauter und lauter, ehe er seine Augen aufriss, Luft holte und seinen Mund öffnete.
Alles war still. Er hörte Jason kaum etwas sagen, konnte sich nicht auf Worte einlassen, die sein Freund da aussprach, er konnte sich nicht konzentrieren. Kein Ton drang aus seiner Kehle, bis er keuchte, dennoch immer noch Jason bedrohte und seine Hand nicht sinken ließ.
"Jason?", krächzte er, zog seine Brauen zusammen und schloss dann langsam seinen Mund. Man sah ihm an, dass er ihm misstraute und wer konnte es ihm auch übel nehmen? Schließlich hatte der Zauberer vor ihm es sogar gerade zugegeben, dass er den letzten Minister getötet hatte. Auch wenn er es angeblich unfreiwillig getan hatte…
Finleys Gedanken rasten. Es lief auch nichts glatt oder? Als ob dieser Krieg nicht schon schlimm genug wäre, jetzt stand auch noch ein unberechenbarer Jason vor ihm. Er konnte ihn nicht einschätzen, er wollte ihn auch nicht als gefährlich einstufen, doch er musste und drückte seinen Zauberstab gegen seine Brust.
"Glaubst du wirklich, dass es so einfach wäre? Ich… Jason, du hast gemordet. Ich will dir helfen, aber kann ich es auch? Ich weiß es nicht…"
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mi Feb 12, 2014 11:47 pm

Finley schien ziemlich erschrocken zu sein und bedrohte ihn mit seinem Zauberstab. Jason sah auf das kleine Stöckchen hinab und musste sich ein Grinsen verkneifen. Als ob Finley ihn ernsthaft bedrohen könnte...
Aber das tat jetzt nichts zur Sache. Wenn er es jetzt vermasselte, würde er ihn hinauswerfen. Er hörte, was er sagte und seufzte. Ja, er hatte gehofft, dass es so einfach wäre. Aber anscheinend musste er seine Ehrlichkeit anders beweisen, als nur durch ein paar Worte. "Ich verlange nicht, dass du mich hier bei euch wohnen lässt oder dass du mir sofort vertraust." Er lachte kurz auf. "Nein, das verlange ich bei Gott nicht. Aber wenn dir irgendetwas einfällt, wo du mich unterbringen kannst, nur für ein paar Tage, dann wäre das wirklich hilfreich." Er hob kurz seine Hände um zu signalisieren, dass er nichts schlimmes vorhatte, auch wenn er nicht wirklich Angst vor Finleys kleinen Zaubertricks hatte, wollte er ihn doch nicht mehr beunruhigen, als er es sowieso schon geschafft hatte. Dann zog er seinen Zauberstab, den er Finley hinhielt. "Hier. Du kannst mir auch den Zauberstab abnehmen, wenn du willst. Ich mach' dir keine Probleme."
Und das war nicht einmal gelogen. Jason fuhr sich mit der Hand durch die Haare und wusste nicht wirklich, was er noch hinzufügen sollte. Er hatte erwartet, dass Finley Probleme machen würde, aber trotzdem ging es ihm auf die Nerven, sich erklären zu müssen. Wenn er seinen Zauberstab abgeben würde, musste er doch verstehen, dass keine Gefahr von ihm ausging. Was sollte er denn schon groß tun? Um sich schlagen wie ein Nichtmagier würde gegen diese Bestien wohl kaum etwas bringen. Das wusste er nur zu gut.
"Wenn du keine Möglichkeit siehst, mich irgendwo unterzubringen, muss ich zurück. Dann werde ich wohl oder übel das Amt des Ministers annehmen." Er sagte das ohne groß Emotionen hineinzupacken. Vielleicht ein wenig genervt von der Tatsache, dass es nicht so lief, wie er wollte. Aber das war alles. Er hatte sich entschieden, es mit Ehrlichkeit zu versuchen. Zumindest soweit er das für richtig hielt.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Do Feb 13, 2014 12:23 am

Noch immer schien sich alles in seiner Gedankenwelt zu drehen, nichts stoppte nichts wurde langsamer, alles drehte sich und bei jedem Wort Jasons drohte alles zu erzittern. Sein Atem ging schnell, er beruhigte sich aber wieder langsam, stockte dann erst, als plötzlich ein Zauberstab in sein Gesicht gehalten wurde. Allerdings nicht als Bedrohung.
Finley blinzelte und blickte seinen Freund verwirrt an, zog seine Brauen zusammen und öffnete leicht seinen Mund. "Was hast du vor?", fragte er barsch und presste seine Zähne aufeinander, seine Mimik verhärtete sich. Er verstand hier keinen Spaß, Misstrauen war ihm immer noch ins Gesicht geschrieben. Er konnte ihm nicht glauben, dass er so einfach seine Meinung gewechselt hatte.
"Jason, das kannst du nicht ernst meinen. Vor ein paar Tagen bist du noch vor mir gestanden und hast meine Familie als Monster bezeichnet und jetzt willst du unsere Hilfe?", er unterdrückte die aufkochende Wut in seiner Brust und lachte leise und verzweifelt auf. "Denkst du wirklich mit dem allem hier ist es getan?" Mit diesen Worten entriss er ihm seinen Zauberstab, er konnte nie sicher genug sein, egal ob es sich hier um eine Falle handelte oder nicht, er musste sicher gehen, dass Jason handlungsunfähig war.
"Ich hab dich in der Zeitung gesehen. Sah für mich nicht so aus als ob du ihren Plan so einfach über Bord werfen würdest", sagte er, er hatte sich ein wenig beruhigt, dennoch war er immer noch wütend auf ihn. Denn wie konnte nur so jemand aus ihm geworden sein? Sein kleiner Bruder…
"Wenn du Hilfe willst, dann nur hier, verstanden? Das ist mein einziges Angebot", sagte er schließlich und wagte einen Schritt nach vorn, der Zauberstab war immer noch auf Jasons Brust gerichtet. "Hier ist der einzige Ort, an dem du bleiben könntest. In meiner Nähe, unter meiner Aufsicht…"
Eigentlich wollte er ihm nicht helfen, zumindest die Logik gebot es ihm, es nicht zu tun, doch er konnte nicht anders. Schließlich konnte er ihn doch nicht sehen lassen oder?
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Jason West
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   So Feb 16, 2014 11:37 pm

Jason sah, dass Finley ihm nicht einmal im geringsten vertraute. Aber das hatte er erwartet. Schließlich hatten sie sich letztes Mal wirklich nicht gerade nett getrennt. Er seufzte genervt auf. "Ehrlich Fin, mir wäre es auch um einiges lieber, ich könnte auf eure Hilfe verzichten. Aber wenn du nicht willst, wirf mich eben raus. Ich hab's dir schonmal angeboten."
Der Zauberer nahm seinen Zauberstab an sich und Jason grinste halb erleichtert und halb siegessicher. Aber Finley schien immer noch nicht zufrieden zu sein. Jetzt fing er von der Zeitung an. Stimmt, die hatte er total vergessen. "Ja, ich weiß dass ich zur Zeit recht viel Aufsehen erregt habe. Anfangs fand ich es sogar gut, wenn ich ehrlich bin. Wer würde es nicht gut finden, so eine Position zu bekleiden?" Er seufzte kurz auf. "Gut, hören wir auf mit den ganzen Lügen. Ich sage nicht, dass ich dieses Amt nicht vielleicht doch annehme. Ich will mir nur ein letztes Mal darüber Gedanken machen, das ist alles. Herzlichen Glückwunsch, du hast hiermit die Chance erhalten, mich von deiner naiven Meinung zu überzeugen, dass Zauberer keine Monster sind. Ich wünsche dir viel Glück dabei."
Auch das war nicht einmal falsch. Er hatte sich seine Meinung eigentlich gebildet, war aber gespannt, was er hier zu sehen bekommen würde.
Finley lenkte schließlich ein. Endlich. Ein breites Grinsen breitete sich auf Jasons Gesicht aus. "Super! Damit kann ich leben."
Ja, das konnte er allerdings. Er wollte diese Monster sehen. Aus nächster Nähe wollte er sie beobachten. Es gab viele Gründe dafür... vielleicht würde er sogar endlich verstehen, wo seine eigene Monstrosität ihren Ursprung hatte.
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Finley Avery
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Feb 17, 2014 12:19 am

Er konnte Jason immer noch nicht ganz glauben. Doch wenn er ihn ansah, konnte er ihn auch nicht wegschicken, immerhin wie oft hatte er davon geträumt, dass sein Freund zu ihm zurück kommen würde und endlich aus dieser Hölle entfliehen konnte? Eigentlich jeden Tag seit er selbst von dort entkommen war. Seitdem hatte er nicht die Hoffnung aufgegeben, bis er Jason vor dem Grimauld Place begegnet und seine Illusion zerbrochen war. Dass er ihn jemals wieder so vor sich sehen würde, damit hatte er nicht gerechnet.
Finley seufzte und ließ den Jasons Zauberstab in eine seine Hosentaschen verschwinden. Er ging völlig darin unter, natürlich da Finns Taschen mit einem Zauber von innen größer waren als von außen. Für ihn war es inzwischen normal, doch anfangs hatte er sich über solche Spielereien so gefreut. Sie hatten ihn an seine Kindheit erinnert.
"Komm mit. Sei leise. Ich bringe dich auf ein Zimmer und informiere dann die anderen", sagte er mit gedämpfter Stimme, kontrollierte sich selbst, dass er nicht allzu viele Emotionen vor Jason zeigte. Er war wütend auf ihn, er sollte nicht glauben, dass er sich freute ihn zu sehen. Nein, das tat er ganz und gar nicht.
Als er sich umwandte und mit einer Handbewegung Jason zu verstehen gab, dass er ihm folgen sollte, verdrehte Finley die Augen vor seiner eigenen Dummheit. Irgendwo hatte er im Gefühl, dass er nun einen Fehler begann, vor allem wenn er an die Reaktion der anderen dachte, wenn er es ihnen berichten würde.
Er seufzte und ging hastig die Gänge entlang, nachdem er Jason vor sich gelassen hatte, damit er hinter ihm laufen konnte und drängte ihn so schnell vor sich her, ehe er eine Tür öffnete und seinen Freund hinein schob.
Vor ihnen erstreckte sich eine großzügige Bibliothek, deren Fenster allerdings zugenagelt waren. Die Zauber dort hatten nicht mehr richtig gewirkt, nachdem Muggelsoldaten ihr Viertel mit Sonic Disturber gespickt hatten, die die Magie an einigen Stellen wirkungslos machte. Finley wurde schon schlecht, wenn er die verriegelten Fenster sah, die nur noch als einfache Tarnung dienen konnten, ehe der eigentliche Schutzzauber nur wenige Zentimeter dahinter wieder anfing. Sie hatten ihre Schilde nicht ganz zerstört, aber durchaus geschwächt.
"Bleib hier, Jason und bitte… wenn du irgendetwas versuchst, werde ich dich finden und töten", sagte er kühl, sah ihn noch kurz mit einem intensiven Blick in die Augen, ehe er sich umwandte die Tür hinter sich schloss.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo Feb 17, 2014 1:23 am

Er hatte es geschafft. Nicht, dass er ernsthaft daran gezweifelt hätte. Trotzdem war er froh, dass dieses leidige Gerede ein Ende hatte. Er konnte es nicht leiden, wenn man ihn in Frage stellte.
Finley führte ihn durch das alte Haus und sie liefen niemandem über den Weg. Schade eigentlich. Er hätte gern die Reaktion gesehen, wenn sie den Zauberer, der in jeder Zeitung als ihr Feind dargestellt wurde, durch ihr Haus laufen sahen. Eine lustige Vorstellung. Aber eigentlich war es besser so. So konnte Finley sie davon überzeugen, dass er für ein paar Tage hier bleiben durfte. Er selbst hätte es zwar auch gekonnt und würde das wohl noch beweisen müssen, doch momentan hatte er genug von diesem ewigen Gerede.
Finley öffnete eine Tür und Jason stand in einem ziemlich schäbigen Zimmer. Anscheinend eine Bibliothek. Naja, wenigstens würde er etwas zu lesen haben. Wahrscheinlich sogar ein paar Bücher, aus denen er etwas lernen konnte. Seine Zauberei war brilliant, aber es wurde immer schwieriger, Zauberbücher aufzutreiben. Vor allem solche, die auch wirklich etwas brachten. Warum sollte man zum Beispiel einen Zauberer entwaffnen, wenn man ihn auch gleich töten konnte?
Finley sagte noch etwas, dass Jason anerkennend nicken ließ. "Doch nicht mehr ganz so naiv, was?"
Doch selbst er bemerkte, wie komisch diese Situation war. Früher hätten sie so gut wie alles füreinander getan und jetzt hatten sie beide schon Todesdrohungen gegeneinander ausgesprochen. Aber ja, damals war er noch nicht ausgebildet gewesen. Damals war er der Naive gewesen. Was hatte er schon gewusst? Er hatte die Muggel dafür gehasst, was sie ihm alles angetan hatten. Dabei hatten sie jedes Recht dazu.
Finley verließ den Raum und Jason lief die Regale entlang, bis er ein Buch gefunden hatte, dass seine Aufmerksamkeit erregte. Unter einem ziemlich langweilig aussehenden Wälzer über Muggelstudentinnen, fand er ein Buch über Okklumentik. Er schlug es auf und hatte vor zu lesen, bis die Tür sich wieder öffnen würde.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Di Feb 25, 2014 11:51 pm

Es war dumm gewesen Jason allein zu lassen, schoss es Finley durch den Kopf, während er sich in die Richtung der Küche aufmachte. Dort öffnete er die Tür, nur um dahinter eine summende Blondine zu finden, die ihm den Rücken zukehrte, während sie zu kochen schien. Der Raum war aufgeräumt, dennoch stand viel Krimskrams herum. Magische Hilfsmittel zum Kochen, einige Töpfe und Pfannen, die magisch von allein vor sich hin brutzelten und einige Werkzeuge, die eifrig durch die Luft flogen.
Im ersten Moment traute sich Finley nicht gleich in die Küche hineins, er räusperte sich stattdessen und wartete auf eine Reaktion.
Die Frau reagierte erst nicht. Es duftete derweil immer stärker nach heißen Tomaten und gekochten Nudeln, während auf dem Esstisch hinter ihr zahllose Gläser mit eingemachtem Gemüse standen, von denen sich einige automatisch wieder aufzuräumen schienen.
Alles was sie hier aßen, stammte aus einem riesigen Vorrat, den sie immer wieder aufstockten. Jeder der hier lebte, wusste nie wann es wieder etwas richtiges zu Essen geben würde, wenn es wieder Engpässe gab, also hatten sie angefangen alles einzumachen, damit es lange haltbar war.
Finley war zugegebener Maßen kein großer Fan von diesen Gläsern. Er mochte es frisch, wahrscheinlich weil er es so selten bekam.
Abermals räusperte er sich und erhob dann seine Stimme, über die Geräusche des Kochens.
"Roel?"
Die blonde Frau drehte sich überrascht um und sah ihn einen Moment blinzelnd an, während sie noch etwas zu rühren schien.
"Bist du wieder daheim? Ich hab dich gar nicht kommen hören", sagte sie lächelnd und nickte hinüber zum Tisch. "Setz dich, du kannst mir helfen ein paar Sachen einzulegen."
Bevor er auch nur ein wenig pikiert die Nase über den Essiggeruch rümpfen konnte, der ihm gedanklich in die Nase stieg, schüttelte er seinen Kopf.
"Ich… Jason ist da."
Die Hexe hielt inne, genauso wie einige Küchenhelfer, die genauso erschrocken in der Luft stehen blieben und sich zu ihm umdrehten.
"Wo ist er?"
"In der Bibliothek. Ich hab ihn eingesperrt", haspelte Finley rasch, sah zu wie Roel alles abstellte und nach ihrem Zauberstab fischte, der auf dem Esstisch gelegen hatte.
"Ich hole Potter, geh zurück vor die Tür und warte da bis wir da sind", sagte sie kühl und rasch, sodass er Finley ihr nur noch aus dem Weg gehen konnte, ehe sie sich an ihm vorbei aus der Küche drücken konnte.
Sofort ging das wilde Treiben am Herd weiter, allerdings jetzt ohne einen Aufpasser.

Es dauerte nicht lange bis alle da waren, zumindest die wichtigen Personen, die sie für Jasons 'Empfang' benötigten.
Potter und Malfoy waren so schnell wie möglich über das Flohnetzwerk hergeholt worden und kamen gerade zusammen mit Roel auf ihn zu. Finn konnte sich schon denken, das ihm gleich eine Standpauke drohen würde, natürlich, wie sollte es auch bei St. Potter auch anders sein. Er mochte ihn nicht und es erschien dem jungen Zauberer fast schon so als ob seine reine Existenz für Harry Potter Grund genug wäre ihn immer während fertig zu machen.
"Tolle Idee, Avery - tolle Idee! Holen wir doch gleich den Feind ins Haus! Hast du ihm Tee angeboten, Kekse?"
Potters Stimme war keineswegs arrogant, aber Finley konnte nicht anders als eine gewisse Note darin wiederz u finden, die ihm ganz und gar nicht passte.
Er verdrehte die Augen und verschränkte seine Arme.
"Er ist mein Freund - was hätte ich tun sollen, ihn töten, 'Sir'?" Finn zog seine Brauen zusammen und musterte Potter misstrauisch, während dieser schon wieder den Mund aufmachte, um ihn weiter zu kritisieren, doch Roel kam ihm zuvor.
"Ruhe. Wir besprechen das später. Finn… mach die Türe auf, wird Zeit, dass wir ihn sehen…"
Finley nickte und auch wenn er sich noch gerne weiter mit Potter gezofft hätte, warf ihm diesem stattdessen noch einen kühlen Blick zu, ehe er sich umwandte und die Tür der Bibliothek magisch entriegelte und dann zusammen mit seinen Begleitern eintrat.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mi Feb 26, 2014 12:12 am

Jason hatte einiges über das lesen der Gedanken anderer Menschen gelernt, bis die Tür sich wieder öffnete und Finley mit einigen anderen dastand. Gut, jetzt würde also die Fragerunde beginnen. Aber darauf war er ja gefasst gewesen.
Er ließ seinen Blick kurz über die Leute streifen, die da vor ihm standen. Zum einen Finley, natürlich. Dann ein Mann Ende zwanzig mit hellblonden Haaren, der ein Gesicht hatte, wie ein Wiesel. Neben ihm stand eine Frau Mitte dreißig, die ihn nicht gerade wohlwollend musterte und dann noch einer. Jasons Augen blieben an ihm hängen. War das eine Blitznarbe auf seiner Stirn? Konnte das sein? War das Harry Potter? Jason hatte von ihm gelesen. Er hatte einen Du - weißt - schon - wer umgebracht. Wenn das Zaubererproblem einmal richtig eingedämmt werden sollte, würde ihm das vielleicht ein paar Bonuspunkte bringen. Schließlich war der ja nicht gerade bekannt dafür, Muggel zu mögen. Jason erinnerte sich noch vage an die Erzählungen seiner Schwester über den Kampf in Hogwarts.
Kurz danach war alles zusammen gebrochen. Mittlerweile fragte Jason sich manchmal, ob man diesen Schwarzmagier nicht einfach am Leben hätte lassen sollen. Er hatte seine Anhänger wenigstens so weit im Griff gehabt, dass sie nicht öffentlich mordend durch die Straßen gezogen waren. Aber dafür war es jetzt wohl zu spät.
"Also was wollt ihr wissen?",fragte er fast ein wenig gelangweilt.
In dem Moment tauchte noch eine Person im Zimmer auf. Ein Mann, wohl etwa im gleichen Alter wie die blonde Frau. Er schien außer Atem zu sein. "Tut mir Leid. Die Nachricht hat mich jetzt erst erreicht und Roro musste sich erst von allen ihren Freunden verabschieden, bis sie mit mir mitgekommen ist und dann hab' ich auch noch Sam getroffen, der mich zugeschwallt hat. Jetzt ist sie endlich oben und packt aus. Natürlich total beleidigt, weil ich ihr nicht gesagt habe, was los ist." Er hörte sich ziemlich genervt an und Jason sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an. Er hatte den zukünftigen Zaubereiminister vor sich und alles worüber er reden konnte, war ein Kind, das wohl gerade aus Hogwarts gekommen war. Nachdem er der blonden Frau noch einen Kuss aufgedrückt hatte (was genauso unnötig war) wandte er sich endlich an ihn. "Das ist er also?",fragte er und Jason wunderte sich, dass er nicht mehr Abscheu zu hören bekam. Es hörte sich eher mitleidig an.
Das ließ es Jason kurz eiskalt über den Rücken laufen. Mit Abscheu konnte er leben. Mit Mitleid allerdings nicht. Warum auch? Er stand hunderte von Stufen über diesem Abschaum.
Hoffentlich fing die Befragung nun endlich an. Je schneller sie anfing, desto schneller war sie zuende.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo März 17, 2014 2:14 am

Finleys Blick wanderte nur kurz über seine Begleiter. Während die Luft dick erschien und sich nur langsam und träge in seine Lungen vorbahnte, beobachtete er stumm seine Begleiter, bemerkte wie Potter Jason aufmerksam musterte und Malfoy seinen finsteren Blick überall im Raum verteilte, als ob er diesen Ort noch nie betreten hätte. Finley wusste zwar, dass der Blonde misstrauisch und paranoid war, doch dass er den Torso seines Freundes und ihres Gefangenen bald mental zersägte, behagte Finn überhaupt nicht.
Seine Hände ballten sich zu Fäusten, während er sich selbst zurück hielt gleich einzuschreiten. Er musste abwarten und den Schweigsamen geben, er wollte Jasons Anwesenheit und seine eigene Sturheit nicht zusammen bringen. Er wusste, dass dies wohl alles zum eskalieren bringen würde.
Roel neben ihm schien bemerkt zu haben, wie sich sein Körper angespannt hatte und legte einen Moment ihre Hand auf seine Schulter, lächelte ihm schwach zu, während sie den Kuss ihres Mannes erwiderte. Finley hatte zwar nicht gewusst, dass Jack ebenfalls alarmiert worden war, doch es sollte ihm recht sein. Jeder, der nicht so engstirnig wie Potter war, sollte ihm Recht sein.
Einen Moment presste er seine Lippen aufeinander, seufzte und wollte gerade etwas zu Roel murmeln, als Potters Stimme den Raum erfüllte und endlich die Stille brach. Wurde auch Zeit, der Ältere schien zwar viel von seinem Pathos zu halten, doch der junge Zauberer konnte nichts mit dieser ganzen Theatralik anfangen.
"Gib uns einen Grund, dich nicht sofort hier und jetzt umzubringen, West", fing er der Zauberer an und Finley änderte seine Meinung augenblicklich. Vielleicht konnte er doch mit dem Geschwafel dieses Irren etwas anfangen - vor allem, wenn er ihm gleich eine verpassen würde.
"Potter-!"
"Lass das meine Sorge sein, Avery", murmelte er zurück, sah Jason immer noch mit kritischem Blick an und richtete seinen Zauberstab auf ihn, während er ruhig weiter mit ihm sprach. "Was willst du? Du bist sicherlich nicht grundlos hier."
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Mo März 17, 2014 2:34 am

Jason seufzte kurz auf. Die Bonuspunkte für das Töten Voldemorts konnte Potter sich abschminken, wenn er so weitermachte. Auch, wenn Jason nichts anderes erwartet hatte, der Typ schien sich selbst für eine Art Gott zu halten. Zumindest für den Anführer dieser jämmerlichen Truppe.
"Du willst einen Grund? Wie wäre es damit, dass ich Informationen für deine kleine Organisation hier habe, an die ihr sonst niemals kommen würdet?" Jason schlug das Buch zu, dass immer noch aufgeschlagen auf seinem Schoß gelegen hatte. "Ehrlich Potter, wenn ich euch irgendetwas antun wollte, wäre ich sicher nicht durch den Vordereingang hereinspaziert und hätte freiwillig meinen Zauberstab abgegeben, oder?" Er zog eine Augenbraue nach oben und redete in seinem gewohnt gelangweilten Ton weiter. "Also, ich weiß, du hältst dich hier für den absoluten Helden und alles, aber jetzt hörst du Mal zu, in Ordnung?"
Gut, jetzt würde der Teil des Erzählens drankommen. Er hatte extra vor Finley nichts erzählt. Das hier sollten sie alle hören. "Der wahre Grund warum ich hier bin, hat nichts mit Nächstenliebe zu tun oder damit, dass mich irgendjemand hier drin auch nur im geringsten interessiert. Ich dachte nur, es wäre schade, wenn Finny, der damals so schön das Apparieren geübt hat, jetzt wieder eingesperrt wird.
Falls ihr es noch nicht mitbekommen habt, Zauberer werden in Ghettos gesteckt. Zu ihrer eigenen Sicherheit. Zauberstäbe werden zerbrochen und die magische Bevölkerung wird weggesperrt. Die Sonic Disturber werden ausgeweitet. Und euer kleines Versteck hier sollte in höchstens einer Woche aufgeflogen sein.
Falls ihr also keine Lust habt, euer Leben als Gefangene und unter Umständen Versuchskaninchen zu verbringen, würde ich euch raten abzuhauen. Und am Besten nicht mit magischen Mitteln. Sie kontrollieren das Flohnetzwerk und die Apparierzentrale. Und eure Besen stürzen ab, bei den ganzen Disturbern in der Stadt.
Solange ich bei euch bin, passiert euch nicht viel, aber ich kann nicht lange hier bleiben. So, hier habt ihr die Wahrheit. Willst du mich jetzt immer noch umbringen, du ach so großer Held?",fragte er und blickte weiterhin gelangweilt zu Potter.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Fr März 28, 2014 2:41 pm

Finley's Herz hatte während Jasons kleiner Rede angefangen immer schneller zu klopfen. Er hatte zwar versucht sich zu beruhigen, ruhig zu bleiben und das Ganze objektiv zu betrachten, doch es ging nicht. Jason war sein Bruder, zumindest fühlte es sich so an und dieses Gefühl konnte er wohl doch nicht wie gewünscht so schnell aus seinem Körper verbannen.
Dass er auch manchmal so gefühlsduslig sein musste… Doch noch immer saß der Schock von Jasons plötzlichem Auftauchen so tief, dass er gar keinen klaren Gedanken formen konnte.
Während er seufzend der Szenerie folgte und bemerkte wie Roel neben ihm die Hand von ihrem Mann nahm, war Potter ein wenig nach vorne getreten. Malfoy folgte ihm langsam, doch mit etwas Abstand, um ihren Gefangenen nicht unnötig aufzuregen. So subtil und vorsichtig hatte er den ehemaligen Todesser zwar auch noch nie gesehen, doch er konnte sehen, warum er es tat. Er hatte Angst und Potter schien so ziemlich der einzige hier zu sein, der glaubte die Situation im Griff zu haben.
Finley selbst hielt es allerdings für ungesund Jason zu unterschätzen. Er wusste wozu er fähig war, er wusste was passiert war nachdem er Chrysanth Haven verlassen hatte, er wusste dass sein damaliges Zuhause nicht mehr existierte. Sie hatten es ihm damals zwar lange verschwiegen, um Finley nicht unnötig zu beunruhigen, doch irgendwann hatte er es eben doch erfahren. Die schwelenden Reste des Krankenhauses, in dem er aufgewachsen war, hatte er allerdings nie mit eigenen Augen gesehen. Er hatte es sich immer nur vorstellen können…
Aus den Gedanken gerissen, sah er auf und presste seine Lippen aufeinander, spürte wie seine Hände sich zu Fäusten ballten. Er würde dazwischen gehen falls Potter auf dumme Gedanken kommen würde, aber genauso würde er eingreifen, falls das bei Jason der Fall sein würde. Er wollte keine Partei ergreifen, redete er sich selbst ein. Es ging hier um die Sicherheit aller.
Noch immer schwieg Potter Jason an, stand nun direkt vor ihm, nur ca einen Meter von ihm entfernt und hielt seinen Zauberstab noch immer auf ihn gerichtet, während er ihn musterte. Er schien zu überlegen und einen Moment glaubte Finley so etwas wie Überraschung in seinen Augen zu sehen, ehe er ebenfalls aufzuseufzen schien.
"Wir wissen, dass wir hier nicht mehr lange bleiben können. Allerdings dachte ich nicht, dass es schon so bald sein würde", murmelte er. Währenddessen bemerkte Finn wie Roel neben ihm nach Luft zu schnappen schien. Sie schien es ebenfalls nicht geahnt zu haben. Und Finley erst Recht nicht. Eigentlich hatte er sein Zuhause hier immer für sicher gehalten. Falsch gedacht.
"Was willst du im Gegenzug, West? Informationen? Geld hast du sicherlich genug, das bezweifle ich nicht", sprach Potter weiter, während Malfoy hinter ihm ein wenig seinen Zauberstab senkte.
"Oder interessiest du dich wirklich nur für deinen kleinen Freund? Für Finley? Ist das alles?"
Ein scharfer Stich durchfuhr den jungen Zauberer hinter ihm, Finley sah auf und verzog empört sein Gesicht. "Hey!"
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Fr März 28, 2014 3:12 pm

Die ganze Truppe schien auf einmal sehr aufgebracht zu sein und Jason wunderte sich nicht wirklich. Dass Zauberer dumm waren, hatte er schon immer gewusst. Obwohl er sich doch fragte, was sie gedacht hatten, wie lange die Regierung ihr kleines Versteck hier noch tolerieren würde? Potter wurde gesucht, Finley wurde gesucht und jeder, der sie versteckt hielt hatte nicht gerade die besten Voraussetzungen, in Ruhe gelassen zu werden. Dieser Abschaum galt sogar vor dem Gesetz als Verbrecher. Und da sie nun wussten, wo besagte Personen sich aufhielten...
Man sollte sein Gesicht eben nicht in der Öffentlichkeit zeigen, wenn man im ganzen Land gesucht wurde.
"Dafür, dass sie wegen dir wissen, dass ihr hier seid,"sagte er und lächelte Potter dabei spöttisch an "dafür spielst du dich ganz schön auf. Dir ist klar, dass in allen umliegenden Häusern Nichtmagier wohnen und dein Gesicht in jeder S - Bahn hängt, oder?"
Was dieser Möchtegern - Held dann von sich gab, ließ Jason aufseufzen. "Du verstehst immer noch nicht, dass ich euch helfen will, oder? Ich habe mit meiner Zeit zwar weitaus Besseres zu tun, aber ich habe euch einen sicheren Ort gefunden, an dem ihr eine Weile bleiben könnt. Es ist nicht besonders groß oder schön und ihr müsst auch von dort in ein paar Monaten verschwunden sein, aber wenn ihr lieber mit euren Zauberstäben Puzzle spielen wollt, lehnt einfach ab."
Dann drehte er sich zu Finley. "Für dich habe ich ein wenig mehr Aufwand betrieben. Ein Pass, der dich als Nichtmagier auszeichnet, einen Arbeitsplatz, den du ein, zwei Monate belegen solltest um sicher zu gehen und eine kleine Wohnung. Das sollte dich erst einmal aus Sullivans Sichtfeld rücken. Ich war unvorsichtig. Er weiß, dass du am Leben bist. Deshalb solltest du so weit untertauchen, wie es geht. Was du dann machst, ist mir egal. Du kannst ein normales Leben führen oder dich ans Messer liefern. Das geht mich dann nichts mehr an. Aber ich habe dich eine Chance versprochen."
Dann wandte er sich wieder an alle und redete mit genervtem Gesichtsausdruck weiter: "Mir ist klar, dass ihr mir nicht vertraut und so weiter, aber das ist eure einzige Chance. Spätestens morgen solltet ihr Abreise fertig sein und wissen, ob ihr lieber in ein Ghetto geht oder in eine sichere Wohnung. Sonst kann ich für nichts mehr garantieren."
Damit schlug er das Buch wieder auf und vergrub seine Nase in Kapitel zwölf.
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BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Fr März 28, 2014 3:57 pm

Es dauerte nicht lange ehe Finley auf das Gesprochene reagierte, nicht einmal ein paar Sekunden vergingen ehe er bitter auflachte und die Verzweiflung in seiner Stimme stark dabei mitschwang, ehe er einen Schritt nach vorn trat und dabei von Roel festhalten wurde, damit er nicht noch näher an Jason heran kam. Sie wollte ihn schützen, das war ihm klar, doch er hätte seinem besten Freund am liebsten eine verpasst. Wie konnte er erwarten, dass er seine Familie im Stich ließ?
Und noch bevor er Jason hatte antworten können, schien Potter endlich wieder seine Stimme zurück erlangt zu haben. Er blinzelte, schien ehrlich verwirrt und auch wenn Finley zugeben musste, dass er den Retter der Zaubererwelt noch nie so erlebt hatte, tat er ihm irgendwie sogar ein wenig leid. Er hob senkte ein wenig seinen Zauberstab und starrte Jason an, als ob dieser gerade die Offenbarung für alle ihre Fragen vorgelegt hätte.
"Natürlich ist mir das klar, dass ich- Ich meine… Was?!", haspelte er, schien fast schon in die alte Schiene des Schuljungen zurückzukehren, der Voldemort besiegt hatte, sodass Malfoy hinter ihm sich genervt die Schläfen rieb. Anscheinend schien das keine Besonderheit zu sein, dass Potter einmal sprachlos war.
Doch Finley war dies im Moment egal, er riss sich von Roels Griff an seiner Schulter los und ging noch einmal einige Schritte auf Jason zu.
"Dir ist klar, dass ich dieses Angebot nicht annehmen werde oder?", fing er an und sah ihn verständnislos an. "Wieso ich? Wieso solltest du mir helfen, Jason? Nachdem was du getan hast, glaubst du nicht, dass es mir ein wenig schwer fällt dir das alles zu glauben? Und ganz sicher werde ich nicht alleine in Freiheit leben, während meine Freunde irgendwo gefangen sind und sich nicht zeigen dürfen!-", er schnappte nach Luft und hielt dann inne. Er hielt sich zurück zu fluchen, wusste dass es nichts bringen würde und bemerkte wie Potter sich endlich wieder fing.
"Und wie du das annehmen wirst, Avery. Wenn wir diese eine Chance haben, auch wenn sie von jemandem wie West kommt, werden wir sie annehmen", zischte er und rieb sich einen Moment selbst über seine Stirn. "Wir haben keine andere Wahl."

Finley hatte nicht einmal mehr Zeit gehabt zu protestieren, Roel hatte ihn mit sanfter Gewalt aus dem Zimmer gedrängt, während sich Malfoy und Potter um Jason gekümmert hatten. Er wusste nicht, wohin sie ihn brachten, doch er tippte auf eines der Zimmer im ersten Stock, die früher einmal Gäste beherbergt hatten und nun als Gefängnis dienen mussten.
Er hatte gerade die Küche erreicht, war in das Sammelsurium von Einmachgläsern und Kochtöpfen eingetreten, als Malfoy, Potter und Roel hinter ihm eintraten und die Tür fest verschlossen. Sie wollten wohl nicht, dass das ganze Haus mithörte, wenn sie schon solch einen besonderen Besuch hatten.
Finley setzte sich währenddessen an den Tisch, zwischen Essiggurken und gekochten Tomaten und blickte durch die Türme von Gläsern hinüber zu Jack und Roel und musterte sie einen Moment, ehe er seinen Kopf auf die Tischplatte legte.
"Was gedenkst du jetzt zu tun?", murmelte Roel, strich ihm rasch über seinen Kopf und zerzauste seine eh schon wilden Haare, ehe sie hinüber zu ihrem Mann ging.
"Ich weiß es nicht. Lasst mich nachdenken okay, ich muss-"
"Gut, weil wir haben auch noch ein anderes Problem", fuhr sie ihm zwischen das Wort und stützte sich an einem der Stühle ab, biss sich auf ihre Unterlippe und tippte nervös immer wieder mit ihrem Fuß auf den Steinboden auf.
"Wir haben nicht nur einen Gast… Jack… wir ähm…" Rasch sah sie hinüber zu Finley und musterte ihn, der aufeinmal aufsah und die Augen ein wenig weitete. Sie meinte doch nicht… oh. Er brauchte einen Moment, ehe er sich auf die neue Situation und das neue Problem einlassen konnte. Dass heute auch alles so drunter und drüber gehen musste…
"Wir… waren in Askaban und…", Roel schien den Satz nicht alleine fertig zu bringen, also musste Finley wohl für sie einspringen. Hoffentlich würde Jack ihm dafür nicht den Kopf abreißen.
"Crouch ist hier."

Während unten in der Küche wohl dramatisches zu passieren schien, beobachteten zwei Augen den Neuankömmling in seiner Zelle aufmerksam. Er schien ihn noch nicht bemerkt zu haben, zu dunkel musste wohl die Ecke sein, in der er auf einem Sessel saß. Eigentlich hatte er geglaubt heute keinen Besuch mehr zu bekommen, doch so wie der junge Malfoy den anderen in seine Zelle katapultiert hatte, konnte Crouch wohl nicht davon ausgehen, dass er freiwillig hier war. Sie saßen wohl im selben Boot, huh?
Noch zog er rasch an seiner Zigarette, die sie ihm überlassen hatten und sah wie das Ende der Kippe in der Dunkelheit rot aufleuchtete, ehe er seinen Mund öffnete und zu dem Fremden sprach. Er konnte ihn in der Dunkelheit nur schemenhaft erkennen, doch das reichte um zu sehen, dass er jung war.
"Bekomme ich jetzt einen Zimmergenossen? Wie aufmerksam…"
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Jack Donahue
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Ort : Wo auch immer ihr wieder scheiße zu mir seid -.-

BeitragThema: Re: Zukunftsrpg, Haupterzählstrang   Fr März 28, 2014 4:24 pm

Jack war klar, dass sie dieses Angebot annehmen mussten. Das hieß also wieder umziehen. Warum das allerdings gerade passieren musste, wenn Roro da war... Wenn sie sich in dieser verdammten Wohnung verstecken mussten... Naja, vielleicht konnte Finley sie ja dann irgendwie nach draußen schaffen, damit sie zurück nach Hogwarts konnte. Wenn er sie nicht immer so vermissen würde, wäre es ihm sowieso am liebsten, sie würde Hogwarts gar nicht mehr verlassen. Dort war es wenigstens noch einigermaßen sicher...
Sie waren in die Küche gegangen. Anscheinend wurde noch einmal über alles diskutiert, auch wenn es eigentlich klar war, was sie zu tun hatten. Gut, man konnte Jason nicht vertrauen, aber alles war besser als diese Ghetto - Geschichte. Vor allem, da sie wahrscheinlich nicht gerade die Luxus - Behandlung erhalten würden, wenn man sie mit Harry und Finley fand.
Doch anscheinend war das nicht ihr einziges Problem. Roel fing an herumzudrucksen. Es war nie ein gutes Zeichen, wenn sie das tat. Er sah sie fragend an. Was gab es momentan wichtigeres, als diese West - Geschichte?
Sie war in Askaban? Wen sollte sie dort besucht haben? Finleys Vater? Und warum war das ein Problem? Sie schien nicht weiterreden zu können und Jack sah fragend zu Finley, der ihren Satz beendete.
Jack zog eine Augenbraue nach oben. "Nein, jetzt ernsthaft."
Doch er musste sich nur die Gesichtsausdrücke ansehen um zu bemerken, dass das kein Witz war. "Ihr habt ihn hergeholt? Seid ihr bescheuert?"
Erst langsam sickerte die volle Bandbreite dieser Tatsache zu ihm durch und kurz flackerten einzelne Bilder von ihm vor seinem inneren Auge auf, wie er so ziemlich alle Leute fertig gemacht hatte, die er mochte.
Er drehte sich zu Harry und Malfoy um. "Wusstet ihr davon? Heißt ihr das etwa gut? Ihr wisst, wer dieser Kerl ist!" Dann wanderte sein fassungsloser Blick zurück zu Roel. "Ok, ganz ehrlich, ich wusste ja immer, dass du ein Talent dafür hast, scheiße zu bauen, aber dass du tatsächlich Spaß daran hast zu leiden, war mir nicht klar. Meine Fresse, wenn du dich einsam fühlst, kauf' dir doch 'ne Katze!"
Auf einmal kam ihm ein furchtbarer Gedanke. Sein Blick war angewidert. "Du hast doch nicht wieder was mit ihm, oder? Wie alt ist der jetzt? 60?" Jack wusste, dass das maßlos übertrieben war, aber es war ihm egal. Das konnte doch alles nicht wahr sein. "Dir ist klar, dass wir eine Tochter in diesem Haus haben, oder? Wo ist er jetzt? Ehrlich, ich will nicht, dass er sie auch nur ansieht.
Verdammt, Roel, du weißt doch wer er ist. Hast du schon vergessen, was er uns allen angetan hat? Soll ich dir zur Erinnerung vielleicht noch mal meinen Rücken zeigen?"
Wenn er daran dachte, dass Roro diesem Monster vielleicht über den Weg laufen könnte, wurde ihm schlecht. "Du hast mir versprochen, dass er unser Kind nie zu Gesicht bekommt und jetzt holst du ihn zu uns ins Haus.
Ich will, dass er verschwindet. Bring ihn in das Loch zurück, aus dem er gekrochen ist!"

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