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 Jaque und Willow

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Jaque Gardien
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Anzahl der Beiträge : 12
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BeitragThema: Jaque und Willow   Do Sep 26, 2013 7:37 pm

Die Vögel zwitscherten leise vor sich hin. Mit seinen geschlossenen Augen konnte er einen Augenblick lang nur alles um sich herum schwanken spüren, ehe er sie wieder aufriss. Seine Miene war eine Mischung aus Übelkeit und Erstauntheit. Erstaunen vielleicht eher darüber, wie viel er eigentlich in der Lage war zu saufen, bevor er endgültig aus den Latschen kippte und erstaunt darüber, wie schlecht es ihm dabei sein konnte. Ob er noch Alkohol im Blut hatte oder nicht, wusste er nicht, doch es fühlte sich einfach nur furchtbar an, dieser jetzige Zustand.
Jaque Gardien übergab sich geräuschvoll in dem Blumenbeet, dass sich unglücklicher Weise vor ihm befand, bevor er sich schwankend wieder aufrichtete und sich die Gegend betrachtete in die er ohne Orientierungssinn hinein gewankt war.
Der junge Zauberer schien schnurstracks in einen Park oder Garten hinein gelaufen zu sein, den er nicht wieder erkannte. Er hatte sich die Nacht mit Barty um die Ohren geschlagen, seinen jämmerlichen Geschichten von zuhause zugehört und dabei immer wieder nur stumm genickt, bis… naja bis was?
Leicht runzelte er die Stirn. Obwohl er erst 16 war, waren seine Gedächtnislücken beunruhigend groß. Vielleicht sollte er mal etwas dagegen machen lassen, doch im Moment hatte er andere Probleme als sich um das zu kümmern. Er wollte nach Hause und vielleicht sogar zu erst heraus finden, wo er war und ob er sich überhaupt noch in London befand oder nicht.
Wie es aussah schien er immerhin einem Vorort von London zu sein. Ruhige Häuser waren rund um die große Wiese erbaut worden, die sich um den kleinen Weg zog, auf dem er stand und sich seine Kotze auf den Petunien anschaute, die er dort gerade noch hinterlassen hatte.
Er sollte weiter. Ächzend schleppte sich Jaque mit diesem Gedanken weiter den Weg entlang, blieb dann allerdings auf einer Parkbank sitzen und steckte seine Hände in seine Hosentaschen und versank tief in Gedanken.
Jemanden anrufen, ihn abzuholen, vielleicht wäre das das richtige, vielleicht sollte er auch einfach ein Taxi- Er wich von seinen Gedanken ab, als er etwas in seinen Taschen erfühlte. Ein Blatt Papier. Schnell zog er es heraus und betrachtete ein magisches Foto, auf dem die Menschen sich langsam in einer Schleife hin und her bewegten. Das Datum war unten hingekrakelt worden. 19.08.1970. Das gestrige Datum.
Erst als Jaque das Foto näher betrachtete verstand er was es war. Er war darauf abgebildet wie er betrunken vor sich hin lachte, zusammen mit jemand Fremden, den er nicht kannte.
 
Willow Crawford schlendere langsam die Straße entlang auf der es zu dieser Urzeit noch angenehm ruhig war. Sie liebte das. Auch wenn es hier vergleichsweise ruhig war im Gegensatz zur Innenstadt. Sie war gerne hier und zog einsame Spaziergänge denen mit Begleitung vor. So konnte man einfach besser seinen Gedanken nachhängen oder auf andere kommen. Heute war sie schon früh aufgewacht und hatte die Chance genutzt.
Wie so oft schlug sie den Weg zum Park ein in dem sie sich am liebsten aufhielt.
Als sie den jungen Mann auf der Parkbank entdeckte hielt sie inne. Er sah aus als ginge es ihm nicht besonders gut und hatte sich scheinbar auch gerade übergeben.  Sie überlegte nicht lange und ging zu ihm hin, vielleicht brauchte er Hilfe? „Hei, sorry wenn ich störe aber ist alles ok bei dir?“
 
Aus seinen Gedanken gerissen und immer noch benebelt von seinem Kater, der sich gerade eher wie ein brüllender Löwe anfühlte, drehte er sich erschrocken um, fiel dabei fast von der kleinen Parkbank und landete dann doch aus Ungeschicktheit auf dem steinernen Weg vor der Bank. Der Tag fing ja schon gut an. Nicht nur, dass er sich vor fremden Leuten blamierte, nein sein Magen drohte schon wieder sich krampfhaft umzudrehen und nach außen zu stülpen.
Mit einem kräftigen Schlucken unterdrückte er das Gefühl der herannahenden Übelkeit und sah zu der Fremden hinauf, die ihn gerade noch so erschreckt hatte. Er kannte sie nicht, aber irgendetwas sagte ihm, dass er sie dennoch schon einmal irgendwo gesehen hatte, wo genau blieb ihm verschleiert.
Bevor er etwas sagte viel allerdings sein Blick auf das Foto, dass sich direkt vor den Füßen des Mädchens befand. Auf ihm bewegte sich immer noch alles munter vor sich hin und im nächsten Augenblick weiteten sich Jaques Augen.
Er kannte diesen Kerl auf dem Foto doch. Es war Yaxley. Ein Todesser. Und auch wenn dieses Mädel vielleicht nicht einmal eine Hexe war, würde sie ihn als gesuchten Verbrecher wiederkennen. Die Farbe aus Jaques Gesicht wich endgültig und er presste kurz angespannt seine Lippen aufeinander, bevor er ihr antwortete und dann nach dem Foto schnappen wollte, dann er verloren hatte. Er presste es an sich, als ob sein Leben davon abhinge, ehe er sprach: „Ähm, nein. Nichts. Alles super. Prima wie immer. Hi, ich bin übrigens Jaque“, er hielt ihr seine freie Hand hin, während er immer noch auf seinen Knien rum rutschte, ehe er seine seltsame Pose bemerkte und sich schnell aufrichtete.
 
 Die Situation hatte wirklich etwas Seltsames an sich. Sie sah wie er einen kleinen Zettel an sich drückte. Oder war es ein Foto?  Komisch, dass er so hektisch danach gegriffen hatte, so wäre es das wichtigste auf der Welt, dass sie es nicht zu sehen bekam. Er hatte Geheimnisse da war sie sich sicher aber sie kannte ihn ja gar nicht und es ging sie auch gar nichts an also zwang sie sich dazu sich nicht weiter mit diesen Gedanken zu beschäftigen.  Stattdessen ergriff sie etwas zurückhaltend seine Hand und drückte sie leicht, einen festen Händedruck hatte sie noch nie gehabt. „Hi Jaque, ich bin Willow.“  Dann blickte sie auf, sah ihn neugierig an, versuchte etwas aus seinen Augen zu lesen wurde daraus aber nicht schlau. Sie fühlte sich etwas unwohl, wusste nicht recht wie sie mit der Situation umgehen sollte. Eigentlich hatte sie ja nur einen ruhigen Spaziergang machen wollen und stattdessen stieß sie auf einen verwirrten Jungen Mann mit offensichtlichen Geheimnissen. Das passierte einem auch nicht jeden Tag…
Als sie merkte, dass sie vor lauter denken seine Hand etwas zu lange drückte zog sie sie schnell zurück und strich sich nervös eine Haarsträhne hinters Ohr. Sie wusste nicht recht was sie sagen sollte versuchte aber ein Gespräch anzufangen. Sie wollte mehr Wissen.  „Als Jaque was führt dich denn so früh in den Park?“
 
Jaque stopfte während seine neue Bekanntschaft sprach das Foto in seine Hosentasche, peinlich dabei bedacht, dass sie nicht bemerkte, wie sich die Personen auf dem Foto immer noch besoffen anquatschten. Was er gestern Abend ausgerechnet mit Yaxley getrieben hatte, war ihm schleierhaft. Der Kerl widerte ihn an. Nur weil Barty ihn ja ach so lustig fand, musste er ja nicht gleich mit diesem Verbrecher zusammen sitzen oder?
Stirn runzelnd dachte er kurz darüber nach, ehe er wieder aufblickte und bemerkte, dass Willow immer noch da stand und ihn schließlich etwas gefragt hatte. Er konnte manchmal verdammt unhöflich sein und die meiste Zeit schob er das auf seine französischen Gene, doch in Wirklichkeit war er einfach nur ein großer dämlicher Schussel. Da gab es nichts zu beschönigen.
Jaque lächelte die Rothaarige vor sich mit einem breiten Grinsen an, schwankte währenddessen immer noch leicht. Oh man er wollte eigentlich nur ins Bett, doch etwas hielt ihn hier. Ob jetzt nun einfach die seltsame Situation war, in die er geraten war oder einfach, dass er das Mädel verdammt hübsch fand, wusste er nicht, würde er auch in diesem Zustand wohl nicht heraus finden. Er schüttelte kurz den Kopf und öffnete dann nur wenige Momente nach der gestellten Frage seinen Mund.
„Ich ähm… war ehrlich gesagt heute Nacht sturzbesoffen“, fing er an und grinste sie dabei noch einmal breit an. Dennoch konnte wohl jeder bemerken, dass es ihm peinlich war, egal wie sehr er es auch versuchte zu überspielen. „Ich hatte einen Filmriss und bin dann hier her getaumelt in einen Park … so wie es aussieht und das war vor ca. 10 Minuten und dann hab ich dich getroffen. Schöne Geschichte nicht wahr?“
Noch einmal Lächelte er und steckte seine Hände in seine Hosentaschen. Eine alte Angewohnheit, die ihn immer überkam, wenn er kurz nicht weiter wusste. Einen Moment lang wippte er dann auf seinen Fersen hin und her, ehe er aufsah und Willow anstarrte.
„DU! Du kannst mir sagen, wo genau ich bin. Ich hab nämlich keine Ahnung und finde glaub sonst nie mehr nachhause- Wir sind noch in London oder?“
 
„Ich glaube es gibt es aber dennoch schönere Geschichten.“ Sie musste nun auch leicht grinsen, irgendwie fand sie ihn lustig wie er so plapperte aber er tat ihr auch leid. Das musste wirklich verdammt blöd sein, wenn einem so etwas passierte. Sie selbst hatte sowas zum Glück noch nicht erlebt und würde es wohl auch nie, Alkohol gegenüber verhielt sie sich eher zurückhaltend.  Ob er es überhaupt noch alleine nach Hause schaffen würde? Er schien jedenfalls immer noch nicht stabil auf seinen Beinen stehen zu können. Sie begann schon zu überlegen was sie denn tun könnte, hier alleine zurücklassen wollte sie ihn ungern. Wäre sie in seiner Lage würde sie bestimmt auch froh über Hilfe sein. Sein plötzlicher Ausruf erschreckte sie und riss sie aus ihren Gedanken. Sie zuckte leicht zusammen und sah wieder von ihren Stiefeln auf, auf die sie während sie nachdachte geblickt hatte.  „Ähm naja fast.“ Sie lächelt leicht „Wir sind in einem Vorort von London, bis zur Innenstadt ist es schon ein Stückchen… Wo musst du denn hin?“
 
„Wie bin ich denn hier her gekommen?“, murmelte er leise vor sich hin, eher zu sich selbst als zu ihr und wandte kurz etwas von ihr ab. Nachdenklich und nervös trommelte er auf seiner Unterlippe herum, schloss dann wieder seinen Mund und sah wieder grinsend zu Willow hinüber, fuhr sich dann aber beschämt durch seine langen Haare, die etwas zerzaust in sein Gesicht hingen.
„Also… mir ist das jetzt ein wenig peinlich, aber wenn ich dich schon als Ortskundige da hab, würdest du mich dann vielleicht nach Camden begleiten? Ich hab keine Ahnung ich welche Richtung ich laufen muss, um da hin zu kommen.“ Kurz hielt er inne, holte dann aber wieder Luft, um sofort weiter zu reden, bevor sie auch nur Antworten konnte: „Ich weiß, ist sicherlich nicht dein Viertel, viele Punker, dunkle Gassen, aber wenn du mir nur den Weg zeigen würdest, wäre ich dir unendlich dankbar!“
Ungefragt griff Jaque an den Händen von Willow und drückte diese Leute, sah sie bettelnd und mit seinen größtmöglichen Hundeaugen an. Oh bitte, er musste irgendwie noch rechtzeitig zu Frank kommen, sonst würde der ihn wirklich einen Kopf kürzer machen. In seinen Gedanken ordnete er schon die Anzahl der Dinge, die er womöglich Barty hinterlassen müssen würde, wenn der Kerl ihn einmal den Todesfluch auf den Hals gehetzt hätte.
Doch langes Grübeln brachte nichts, er ließ seine neue Freundin kurz nach seiner Bitte auch schon wieder los und entschuldigte sich rasch für sein stürmisches Auftreten, wandte sich schon halb zum gehen ab. Was hatte er sich auch dabei gedacht, dieser elende Mistsack Frank Salem färbte ja schon ab.  
 
Sein schneller Griff hatte sie wieder zusammenzucken lassen. Warum war sie heute nur so schreckhaft? Sie war wohl einfach ein wenig überfordert und angespannt. Sie atmete durch, biss sich leicht auf die Lippe. Aber jetzt kam sie da sowieso nicht mehr raus und als er sie so bittend anschaute konnte sie einfach nicht anders. Das war einfach zu herzzerreisend und sie fühlte sich verantwortlich. Was war sie denn für ein Mensch, wenn sie ihn jetzt einfach sich selbst überlassen würde? Zwar sollte sie eigentlich schon längst wieder zu Hause sein aber was solls. Und außerdem fand sie es doch irgendwie alles aufregend und wollte auch mehr über Jaque erfahren. „Hey, schon gut ich helf dir ja“ sie griff nach seiner Schulter um ihn am gehen zu hindern „Aber nur wenn du aufhörst mich so traurig anzuschauen“ fügte sie noch schmunzelnd hinzu und lächelte ihn aufmunternd an „Das wird schon alles wieder“
 
Jaque wandte sich wieder um und sah sie glücklich grinsend an. In seinem Lächeln lag etwas ehrliches, was die meisten Menschen, denen er bis jetzt begegnet war immer sehr gefallen hatte. Viele von ihnen hatten behauptet er hätte einen natürlichen kindlichen Charme, dem sich keiner so recht entziehen konnte oder wollte, doch Jaque hatte das bis jetzt alles für Unsinn gehalten, den die Leute so daher redeten. Jetzt, wo er allerdings sein eigenes Grinsen spürte und die Erleichterung dachte er kurz daran, dass sie vielleicht doch nicht so unrecht gehabt hatten, wie er immer gedacht hatte.
Erleichtert seufzte er schließlich und nickte dann Willow zu, die er abermals musterte. Obwohl sie ihm schüchtern vorkam, war dennoch etwas an ihr was ihm gefiel, nicht auf eine anziehende oder attraktive Weise gesehen, nein, es war eher dieser kleine Funken Mut, der ihm gerade ins Auge gesprungen war. Die meisten seiner Bekannten und Freunde waren alles andere als mutig. Diese Vollpfosten würden wohl nichts tun, ohne mindestens ein oder zwei Belohnungen zu erwarten.
Mit diesem düsteren Gedanken abschließend, hob er leicht die Brauen und sah zu Willow hinüber. „Also los… zeig mir den Weg.“
 
Er sah sehr erleichtert aus, was Willow freute. „Lächelnd gefällst du mir schon viel besser“ meinte sie und grinste ihn ebenfalls an. Sie merkte, dass er ihr aus sympathisch war obwohl sie ihn erst so kurze Zeit kannte. Sie hoffte, dass sich das nicht ändern würde. Normalerweise hielt sie sich beim Fremden eher zurück doch es war wohl gut, dass sie es diesmal nicht getan hatte. Vielleicht war es ja an der Zeit etwas an ihrem Verhalten zu ändern, sie mochte es nicht immer für die Schüchterne gehalten zu werden. Dieses Verhalten hatten ihr ihre Eltern angewöhnt, immer schön ruhig und freundlich zu sein und ja keine zu große Aufmerksamkeit erregen. Langsam war sie das leid. 
Auf Jaques Aussage hin nickte sie und lief  schon mal langsam los. „Mir nach“ sie winkte ihn lächelnd zu sich heran.
 
Jaque grinste sie wieder an. Obwohl sein Kopf immer noch pochend von seinen Schmerzen klagte und ihn immer wieder kurz dazu brachte mit seinem Auge zu zucken und seine Schläfen zu massieren, tat ihm diese Begegnung sichtlich mehr als gut.
Es schien eigentlich bald offensichtlich, dass er sich wohl gestern Abend in einer üblen Gegend herum getrieben hatte und dass er vielleicht mehr abgekommen hatte, als man von seiner frohen Natur vielleicht erwartet hätte.
Gut, einige hätten ihn wohl gleich in eine Schublade gesteckt. Er hatte lange Haare, die in seinem Nacken zu einem lockeren Zopf zusammen gefasst waren, der blonde Drei-Tage-Bart auf seinem Gesicht war stoppelig, ließ ihn dabei aber nicht ungepflegt aussehen, eher fremd in so einer ruhigen Gegend wie dieser.
Es waren eben die 70er verdammt, quittierte Jaque kurz den Gedanken, als sie schon eine Weile gelaufen waren und schon einige Passanten die Straßenseite vor ihm gewechselt hatten. Der junge Mann schien nicht in ihr Bild zu passen, so dass es wie so oft die meisten vorzogen ihm aus dem Weg zu gehen. Wenn diese Leute wüssten, wer seine Eltern waren, würden sie vielleicht nicht so reagieren, doch ehrlich gesagt, war ihm die jetzige Situation sogar lieber. Mit einem Blick zu Willow zuckte er nur mit den Schultern.
„Also, dass du mir wirklich hilfst, erstaunt mich schon, weißt du… du siehst nicht gerade so aus als ob du dich mit Leuten wie mir abgibst“, er lächelte sie kurz mit einem schiefen Grinsen an und sah sich dann kurz die kleinen Häuschen an, an denen sie vorbei liefen. Sie würden bald Camden erreichen von den immer älter werdenden Gebäuden zu schließen.
„Du wohnst da hinten bei dem Park, wo wir uns getroffen haben oder?“
Langsam wurden die Straßen wieder etwas belebter und es kamen ihnen immer mehr Leute entgegen welche Willow jedoch nicht weiter beachtete. Ihre Eltern würden sicher nicht sehr begeistert sein, wenn sie merkten dass ihre Tochter schon am frühen Morgen so lange fortblieb ohne ihnen zu sagen wo sie sich befand doch das war ihr in diesem Moment egal. Sollten sie doch, einsperren konnten sie sie nicht auch wenn sie das wohl manchmal gerne tun würden. Sie lachte leise als sie hörte was Jaque sagte. „Wieso wie seh ich denn aus?“ das interessierte sie wirklich, wie sie so auf Fremde wirkte. Wirklich nur wie das brave kleine Mädchen? Na ganz toll. Ihre Eltern drehten ja schon durch wenn sie sich  auch nur ein wenig anders anzog als die breite Masse der Menschen, das würde ja ein schlechtes Bild von ihr vermitteln und sie hätte es ja sowieso schon so schwer weil sie eine Hexe war, blah blah.
„Ja genau ganz in der Nähe. Zusammen mit meinen Eltern und meinen Geschwistern“ antwortete sie auf seine Frage.
 
Kurz wurde Jaque rot bei dieser Frage, so wie er es immer wurde, wenn ihm etwas peinlich war oder man ihn auf dem falschen Fuß erwischt hatte. Na, so hatte er das ja natürlich nicht gemeint… viel mehr, dass man schon einen Unterschied sah zwischen ihrem normalen Erscheinungsbild und seiner naja … zerrissenen Jacke, Hose, sowie der überhaupt sehr unpassenden alten bestickten Weste, die er unter seinem Parka trug. Insgesamt sah der junge Mann eher so aus als ob er aus der Kleidersammlung kommen würde.
„Nein, ich meinte nicht- Du siehst völlig in Ordnung aus!“, stammelte er hastig vor sich hin und murmelte dabei etwas in einen schwarzen Schal, den er um seinen Hals geschlungen hatte. „Ich meine nur, die meisten Leute aus so einer hübschen Gegend wie deiner sind nich so gut auf mich zu sprechen. Ich hab immerhin vorhin in den Park auf irgendjemandes Petunien gereiert, ich meine… ich selbst hätte mich nicht angesprochen!“ Er lachte kurz in sich hinein und hob dann wieder den Kopf als er bemerkte, dass sie am Rande Camdens angekommen waren.
Die Straßenbahn ruckelte gerade noch quietschend an ihnen vorbei und beförderte mal wieder viel zu viele Menschen auf einmal, als Jaque sich etwas zu ihr drehte und sie kurz fragend ansah, dann davon abließ ihr eine Frage zu stellen und stattdessen weiter redete: „Ich wohne nicht mehr bei meine Eltern… bzw. sie wohnen nicht mehr bei mir. Viel geschäftlich unterwegs weißt du. Seh sie deshalb nicht oft, ABER das ist nicht sonderlich schlimm. Ich hab nen guten Kumpel mit dem ich zusammen wohne… Ist das gemütlich da, manchmal zumindest…“ Er grinste wieder kurz und musste an den riesigen Saustall denken, den er derzeit sein Zuhause nannte.
Während er gesprochen hatte, war er inzwischen an einigen Läden vorbei gegangen, die mehr oder weniger seriöse Waren anboten. Sexshops, Plattenläden und sogar einen kleinen Pub, der von außen zwar schnucklig aussah, in dem sich allerdings wohl gerade eine Prügelei abspielte, denn von drinnen kamen nur wüste Schreie und ein Bierkrug flog, nachdem sie an ihm vorbei gegangen waren, aus dem offen stehenden Fenster.
Jaque bog schließlich in eine kleinere Straße ein, in der hauptsächlich viele alte Autos parkten, die ziemlich mitgenommen aussahen. In einem Eingang allerdings standen nur zahlreiche Besen herum und genau vor diesem blieb Jaque stehen und sah abermals fragend zu Willow.
„Ähm also hier wohn ich… du kannst noch mit rein kommen wenn du willst, mein Mitbewohner macht die besten Pfannkuchen von äh … sagen wir von diesem Häuserblock“, er grinste breit und nickte hinüber zum zugestellten Hauseingang. „Alsooo…?“
 
Willow musste wieder lachen. „Ja da hast du recht, die meisten Leute bei uns sind wirklich ein wenig spießig…“ erwiderte sie „Leider“ fügte sie noch etwas leiser hinzu. „Ich  muss ehrlich zugeben ich weiß selber nicht genau warum ich dich angesprochen habe.“ Das war ihr zwar ein wenig peinlich aber sie wollte ihm das trotzdem sagen. Sie strich sich abermals eine störrische rote Haarsträhne hinters Ohr.  „Aber ich bin denke ich bin froh, es getan zu haben“ beendete sie ihren Satz, schmunzelnd. „Vielleicht wollte ich einfach mal etwas anderes erleben.“ Sie blickte sich um, diese Gegend hier sah so anders aus als die die sie gewohnt war. Viel lauter und hektischer und hier schien es  auch ganz andere Arten von Menschen zu geben. Er hatte recht gehabt das war wirklich nicht die Gegend in der sie sich normalerweise so aufhielt. Es war sehr ungewohnt für sie jedoch auch irgendwie aufregend. „Ehrlich gesagt würde ich manchmal auch lieber alleine Leben. Meine Eltern sind… nunja… etwas zu streng mit mir.“ Er hatte es gut, er konnte selber entscheiden wie er seinen Tag verbringen wollte und keine Eltern um ihn die ihn ständig kontrollieren wollten.  Das hätte sie auch gerne. Sie freute sich schon auf den Tag den dem sie endlich ausziehen konnte. Dann würde sie sich von ihren Eltern nicht mehr herumkommandieren lassen.
Als sie den Häuserblock erreicht hatten blieb sie stehen und sah neugierig nach oben, musterte alles genau. „Oh ich liebe Pfannkuchen“ sie lächelte breit. „Ich komme gerne mit“ Sie war wirklich gespannt wie er so lebte auch wenn man doch eigentlich nicht mit fast Fremden in die Wohnung gehen sollte. Doch heute war ihr so einiges egal. Wenn er ihr wirklich etwas hätte tun wollen hätte er schon längst die Chance dazu gehabt  und er schien ihr sowieso nicht so ein Typ zu sein also was sollte schon passieren.
 
Jaque lächelte noch einmal, bevor er einen alten, recht großen Schlüssel aus seiner Tasche zog und dann hinüber zur Tür ging und sich dabei zwischen die vielen Besen quetschte, die sich in dem engen Raum zwischen Treppe und Tür versammelt hatten und öffnete schließlich knarrend den alten Eingang. Er trat rasch ein und ließ Willow ins Haus treten, ehe er dann die steile Holztreppe des Treppenhauses hinauf stieg und dann im zweiten Stock vor einer der Wohnungstüren stehen blieb. Das Licht über seinem Kopf flackerte leicht und noch bevor er auch nur über die Schwelle trat konnte man durch das Holz der Tür laute Musik aus der Wohnung hören. Janis Joplin. Und jemand grölte laut mit.
Jaques Lächeln verschwand kurz und er ließ Willow schnell eintreten, schloss die Tür genauso hastig hinter ihr und rannte dann den Flur nach vorne.
Die Wohnung war auf den ersten Blick eng und klein, wie es schon der Gang des Mehrfamilienhauses gewesen war, aus dem sie gerade gekommen waren. Der Flur, in dem sie sich gerade befanden war mit Bildern voll gehängt und die einige Plakate waren grob an die Wand gepinnt worden, sodass Gesichter von Musikern schief zu ihnen hinunter sahen. Das Licht war schwach, da keine Lampe brannte, aber von draußen aus den Fenstern genügend herein schien, sodass man eigentlich alles erkennen konnte, doch dicker Rauch bildete an der Decke schon eine undurchdringbare Schicht aus Nebelschwaden.
„Oh heilige Scheiße“, murmelte er kurz zu sich selbst und sah sich um. „FRANK!“
Jaque knurrte kurz etwas zu sich selbst und ging dann in eines der Zimmer, dessen Tür offenstand. Eine relativ große Wohnküche, in der etwas in der Pfanne vor sich hin kokelte. In der Ecke an einem großen Fenster lehnte jemand schief an der Fensterbank, rauchte eine Zigarette und schien sich an dem verbrannten Geruch gar nicht zu stören.
Frank Salem war nur in einem Bademantel bekleidet und trug eine kleine Sonnenbrille, die seine Augen zwar vollkommen versteckte, doch seine noch oben gezogenen Augenbrauen offenbarte, mit denen er Jaque fragend ansah. Bis jetzt hatte er auch noch mit der Sängerin aus seinem Plattenspieler mitgesungen, doch jetzt hörte er augenblicklich auf.
„Hi, Mum“, grinste Frank und zog noch einmal an seiner Zigarette, ehe er diese in einem Blumentopf ausdrückte. „Wer ist deine Freundin?“
 
Jaque löschte zu allererst die fast brennenden Pfannkuchen und schüttete diese hastig in die Spüle der Küchenzeile, ehe er sich wütend zu Frank wandte und schon den Mund aufriss, um etwas zu sagen, doch er hielt inne mit erhobener Faust und sah dann zu Willow. Seine Hand sank und er lächelte beschämt zu ihr hinüber.
„Tut mir Leid für die Unordnung, aber während ich mich im Park übergeben hab, muss der feine Herr hier eine kleine Party gefeiert haben. Allein? Oder ist dein „Bumshaserl“ auch da?“
„Mein was? Jaque ich kann nicht deutsch, was soll der scheiß!“ Frank schien beleidigt und sah ihn dann aber dennoch mit einem breiten Grinsen an. „Meinst du Rose? Nee, die’s bei sich in der Wohnung packt. Zieht ab morgen bei uns ein, wollt ich dir noch sagen!“
Während im Hintergrund wieder die Musik der Platte langsam einsetzte und Janis laut „Cry Baby“ sang und Frank dabei mit einem genießendem Ausdruck auf seinem Gesicht mit dem Kopf hin und her wippte, stand Jaque kurz perplex da und starrte seinen Kumpel an.
„Nett, dass ich das jetzt erst erfahre, aber ok ist deine Wohnung … oh und ich kann auch kein deutsch, Rose sagt das immer … ich kann doch noch nicht mal Französisch!“, er wirbelte kurz seine Hände in die Luft und ging wieder hinüber zu Willow und sah sie entschuldigend an.
„Sorry. Da bring ich mal normale Leute mit und er ruiniert alles!“ Er sah noch einmal kurz mit einem finsteren Blick nach hinten und murmelte noch zu sich selbst: „Als ob gestern Abend nich schon schlimm genug gewesen wäre.“
Schließlich seufzte er und deutete auf ein großes und gemütlich aussehendes Sofa in der Ecke, dass vor einem schweren Holztisch stand, um den dann noch einige Esszimmerstühle gestellt worden waren.
„Setz dich, möchtest du was trinken? Will mich ja bedanken, dass du mich gerettet hast.“
 
Franks Kopf ragte sofort nach dem Knall aus der Küche. In seinem Mund hing schon wieder eine neue Zigarette und er hob kurz seine Sonnenbrille an, ehe er abermals zusammen zuckte, als noch einmal ein Knall zu hören war. Jemand sprengte draußen wohl irgendetwas in die Luft. Mit geweiteten auch sah er noch kurz zu Willow, dann zu Jaque.
„Bin dann mal weg, bye.“ Mit einem weiteren Knall war der junge Mann disappariert und vom Erdboden verschluckt. Jaque sah nur noch kurz an die Stelle, wo er gerade noch gestanden hatte, biss sich dabei auf seine Lippe. Mit leicht geöffnetem Mund gepaart mit einem fassungslosen Gesichtsausdruck sah er zu seiner neuen Bekanntschaft.
„Dieser Wichser“, entwich es ihm und er hob sofort besänftigend seine Hände. „Ich kann alles erklären. Du du … äh er hat sich nicht gerade in Luft aufgelöst, ähm du träumst- NEIN! Ich bin furchtbar böse und hab dir was unter den Tee gemischt, den du … noch gar nicht bekommen hast. Äh…“ Stand sah rang nach Worten. Er hatte ein Muggelmädchen in seine Wohnung gebracht, die von einem Zauberer bewohnt wurde, dem man eindeutig in den Kopf geschissen hatte. Super Idee.
Langsam holte er noch einmal Luft und sah sie fragend an. „Du bist nicht zufällig eine Hexe oder? Das würde mir einiges erleichtern-„
Bevor Willow auch nur die Chance hatte zu Antworten flog mit einem weiteren Knall die Türe auf und Jaque stellte sich instinktiv vor sie, zückte dann seinen Zauberstab aus dem inneren seiner Jacke und hielt sie dem Eindringling entgegen.
Das Loch, das vorhin noch seine Eingangstür gewesen war, rauchte jetzt wie Franks Pfannkuchen vor sich hin, sodass er erst spät erkannte, wer da in seine Wohnung trat.
Es war Bellatrix. Das ganze wurde ja immer besser.
„Kannst du nicht klopfen?“, Jaque senkte seinen Zauberstab und sah sie genervt an. „Meine Tür ist auf jeden Fall Schrott-„
„Ich hab auch versucht euch zig mal zu rufen, Gardien“, zischte die schwarzhaarige Hexe ihn an und stolzierte weiter auf ihn zu, sah ihn mit erhobenem Haupt an und bemerkte erst gar nicht, dass sie nicht die einzige junge Frau im Raum war.
Bellatrix Black trug eine schwarze lange Robe, die unter ihrem ebenfalls schwarzen Umhang hervor lugte, dessen Kapuze jetzt von ihrem Kopf glitt und ihre wirren kurzen Haare zum Vorschein brachte. Sie trug ihre Todessermaske nur halb auf ihrer Stirn, sodass man ihr Gesicht gut erkennen konnte.
Grinsend sah sie hinter Jaque. „Eine neue Freundin?“ Sie richtete ihren Zauberstab auf Willow und drückte ihr ihn ohne Vorwarnung gegen ihre Kehle. „Ich kenne dich. Woher?“
 
Alles passierte so schnell dass Willow Schwierigkeiten hatte alles sofort zu realisieren. Sie konnte nur geschockt auf die Stelle starren an der Frank gerade disappariert war. Er war also ein Zauberer. Obwohl sie selbst eine Hexe war und diesen Anblick gewohnt war, war es in dieser Situation sehr beunruhigend und erschreckend. Auch Jaque war aufgeregt und gerade wollte sie ihm erklären, dass sie eigentlich gar kein Muggel war  und er sich keine Sorgen um das machen sollte was sie jetzt dachte, als der Knall ertönte. Willows Kehle entfuhr ein kurzer erschrockener Schrei und sie duckte sich hinter Jaques Rücken. Als sie hervor lugte und die Frau erblickte die geradewegs auf sie zukam zuckte sie abermals zusammen und unterdrückte einen weiteren Schrei. Es war Bellatrix Black, eine Todesserin und bekannte Mörderin. Willow hatte schon oft von ihr gehört und davon war nichts gut gewesen. Aber warum redete Jaque mit ihr als würde er sie kennen?! Was ging hier nur vor?  Hatte sie sich etwa doch in ihm getäuscht? Sie hatte zu zittern begonnen, wollte so schnell wie möglich weg von hier und duckte sich noch weiter runter, hoffte Bellatrix würde sie nicht entdecken doch da stand sie auf einmal auch schon vor ihr und hielt ihr ihren Zauberstab an die Kehle. Willow  hielt erschrocken die Luft an, brachte kein Wort heraus. Sie konnte Bellatrix nur mit weit aufgerissenen, erschrockenen Augen ins Gesicht starren.
 
Jaque hielt sich immer noch vor Willow auf und legte sofort eine Maske von falschen Emotionen auf, die das Mädchen wohl nicht erwartet hätte. Er lächelte süffisant und hielt Bellatrix auf Abstand, in dem er seinen Zauberstab gegen das Schlüsselbein der Todesserin drückte und diese ihn aus den Augenwinkeln kurz erschrocken ansah und dann ebenfalls grinste.
„Du kleiner Charmeur… hast du dir eine Freundin rausgesucht?“, ihre Stimme war mit Hohn behaftet, dennoch verlor Jaque nicht seine Miene und sah sie weiterhin leicht lächelnd an.
„Nein, ihr Name ist Willow Winchester“, log er dreist und hoffte innerlich inständig, dass seine Lüge nicht auffallen würde. „Nur eine alte Bekannte von mir. Sie ist eine entfernte Cousine von Barty, ich weiß nicht ob du sie kennst… vielleicht hast sie daher erkannt?“
Jaque hob seine Augenbrauen und lächelte dann noch breiter. Die ganze Situation war sehr surreal. Er wusste, dass er wirkte wie ein Typ, der nichts aber auch gar nichts mit Todessern zu tun hatte und doch redete er gerade so freundschaftlich mit Bellatrix als ob sie schon jahrlang das besteste Verhältnis zueinander hatten.
Bellatrix nickte inzwischen langsam und tätschelte kurz Willows Schulter fast schon freundschaftlich. „Entschuldige. Ich gerate nur allzu leicht in einen Rausch, wenn wir auf Jagd sind- Freunde von Barty sind meine Freunde“, sie grinste breit und wandte sich dann halb von den zwei ab. „Obwohl ich gerade einen Moment lang dachte ich hätte etwas von dem Muggel wieder erkannt, den ich gerade noch getötet hab“, murmelte sie gedankenverloren und kicherte dann wie ein Schulmädchen vor sich hin und gestikulierte kurz beiläufig zu Jaque, der fragend die Brauen hob.
„Was ist so lustig?“
„Ach nichts – nur… weißt du noch den Muggel, den wir observiert haben? Der, der direkt neben diesem einen Auror wohnt? Wie hieß der noch gleich… Crawford! Tja, den hab ich heute erledigt. Seine Familie war außer Haus, aber ich hatte trotzdem Spaß mit ihm.“
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Jonathan Morris
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BeitragThema: Re: Jaque und Willow   Fr Sep 27, 2013 3:32 pm

Noch immer zitterte Willow heftig und konnte sich vor Angst kaum noch auf den Beinen halten. Ihr Herz schlug so laut schnell als würde es ihr gleich aus der Brust springen wollen. Noch nie zuvor hatte sie sich zu gefürchtet wie in diesem Moment. Und was war auf einmal mit Jaque los er plauderte mit Bellatrix wie mit einer Freundin! Das Ganze war so verrückt dass sie sich fragte ob sie nicht gerade einen Albtraum hatte und gleich aufwachen würde. Doch dem war leider nicht so. Wenigstens schütze Jaque sie immer noch und seine Lüge schien sogar glaubhaft für die Todesserin zu klingen. Ein Glück, wenigstens das. Hoffentlich würde sie gleich verschwinden. Noch immer brachte sie kein einziges Wort heraus, ihre Kehle war wie zugeschnürt doch das war vielleicht gut so, so konnte sie sich nicht verraten. Sie konnte der Unterhaltung der beiden kaum noch folgen, hoffte dass das bald ein Ende hatte doch dann hörte sie ihren Nachnamen. Ihr Herz schien für einige Schläge auszusetzen und sie erstarrte. Hatte sie sich gerade verhört? Nein… es war eindeutig gewesen. Aber das konnte nicht sein! Sie schwankte, krallte sich schnell mit einem festen Griff an Jaques Schulter fest um nicht umzufallen und zwang sich ruhig zu bleiben auch wenn ihr das unendlich schwer viel. Doch wenn sie sich nun etwas anmerken lassen würde wäre sie Tod. Ebenso wie… Nein sie durfte diesen Gedanken nicht zulassen, nicht jetzt.
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Jaque Gardien
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BeitragThema: Re: Jaque und Willow   Mo Sep 30, 2013 10:59 pm

Einen Moment lang neigte Jaque seinen Kopf anerkennend zur Seite und nickte schließlich langsam. Er schien gefallen daran zu finden, was Bellatrix da so von sich gab, dennoch klopfte er ihr danach auf die Schulter, was fast schon wie eine Aufforderung zum Gehen aussah.
Fast wie eine Bestätigung, hob er seine Hand einen kurzen Moment später und zeigte mit dieser Richtung Tür.
"So, gut... du weißt, dass ich da jetzt nicht sonderlich begeistert darüber sein kann, wenn du unseren halben Hausflur zerstört hast oder? Das Zeug muss bezahlt werden, meine Gute-"
"Jajajaja, blahblahblahblah, reg dich nicht so künstlich auf!" Bellatrix lächelte breit. Einer ihrer mit Ringen beschmückten Fingern schoss nach oben und strich fast schon liebkosend über Jaques Kinn, welches er leicht anhob, als er eigentlich versucht hatte ihr auszuweichen.
"Ich besuch dich später noch mal, Mäuschen... In Ordnung? Sag bescheid, wenn du keinen Besuch mehr hast..." Sie blinzelte an dem Kopf des blonden Franzosen vorbei und sah Willow einen Moment lang scharf an, abschätzig, als ob sie doch etwas bemerkt hätte.
Doch dann zuckte sie mit ihren Augen zurück zum Ziel ihrer Begierde, dem jungen Franzosen und grinste auf, bevor sie von hier weg apparierte.

Sofort schien Jaques Körpers sich sichtlich zu entspannen. Mit dieser Schreckschraube aus dem Weg, konnte er zumindest erst einmal das aufräumen, was sie zerstört hatte. Und vorallem Willows Psyche wieder herstellen, doch er wusste nicht genau wie er das anstellen wollte.
Schließlich war sie ja immer noch ein vermeindlicher Muggel...
Sofort schnellte der junge Mann wieder nach hinten, hob seinen Zauberstab und zielte damit auf die Brust des Mädchens, pinnte sie so gegen die Wand hinter ihr.
"Und jetzt zu dir... Keine Angst, ich werde dir nicht weh tun, ich werde dich auch nicht töten, ich möchte nur, dass du nichts mehr von all dem hier weißt... das wäre für einen Muggel wie dich, zu viel denke ich..."
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Jonathan Morris
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BeitragThema: Re: Jaque und Willow   Mo Sep 30, 2013 11:15 pm

Die nächsten Momente erlebte Willow wie durch einen Schleier hindurch, sie konnte nicht wirklich verstehen was die beiden noch sagten, die Töne waren für sie nur wie ein Rauschen. Doch Bellatrix verschwand, das bekam sie mit und sie wäre wohl zusammengesackt hätte Jaque sie nicht auf einmal gegen die Wand gedrückt. Das war für sie wie ein Weckruf und sie schreckte auf, stieß ihn sofort mit den Händen weg. „Ich bin kein Muggel verdammt!“ rief sie wütend aus was eigentlich sonst gar nicht ihre Art war und starrte ihn fassungslos an. Sie wollte noch etwas sagen doch sie konnte sich nur einen kurzen Moment auf den Beinen halten bevor diese endgültig einknickten und sie zitternd auf den Boden sank. „Mein Vater…“ brachte sie nur heraus bevor sie die Tränen endgültig übermannten. „Ich… wäre auch dort gewesen… ich wäre auch….“ Sie schaffte es nicht das Wort auszusprechen.

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Jaque Gardien
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BeitragThema: Re: Jaque und Willow   Mo Nov 11, 2013 12:20 am

Jaque atmete schwer. Sein Herz pochte bis zu seinen Ohren hinauf, nachdem Bellatrix sie so rasch verlassen hatte, wie sie gekommen war. Sie hatte ihn verwirrt und aufgeregt zurück gelassen. All seine unterdrückten Emotionen wuschen nun förmlich über ihn hinweg, sodass ihm schlecht wurde.
Diese Begegnung hätte auch tödlich enden können.
Normalerweise konnte er gut mit Bellatrix. Sie war einfach zu manipulieren, wenn man nur wusste wie. Doch gerade eben... er war zu perplex gewesen, als sich auf das Wesentliche zu konzentieren.
Sein Blick wanderte schließlich hinüber zu Willow und er begriff schließlich was sie da gerade hatte mitanhören müssen.
Vorsichtig und langsam legte er seine Hand auf ihre Schulter und musterte sie besorgt. Was hatte er sich da nur wieder angebrockt? Nicht nur, dass sie seinetwegen wohl nun ein Trauma hatte, nein er musste den ganzen Mist auch noch irgendwie wieder hinbiegen.

"Willow", seine Stimme klang vorsichtig und langsam, er sprach bedächtig mit ihr, da er Angst hatte, dass sie ihn sonst verprügeln würde, weil sie ihn für einen der bösen hielt. Und mal ehrlich, wer konnte ihr das verübeln?
"Du musst mir jetzt zuhören in Ordnung?" Er beobachtete und bemerkte, dass sie vielleicht gar nicht in der Lage war, ihm die Aufmerksamkeit zu schenken, die er jetzt von ihr brauchte.
Seine beiden Hände legten sich um ihre SChultern, er kniete sich vor sie und sah sie eindringlich an.
"Willow, ich bin nicht dein Feind. Hör mir jetzt genau zu. Ich kann dir helfen zu deiner Familie zu kommen und sie in Sicherheit zu bringen, aber du musst mir vertrauen, hast du verstanden?"
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Jonathan Morris
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BeitragThema: Re: Jaque und Willow   Fr Nov 15, 2013 12:11 pm

„Ich hätte nicht mit ihm mitgehen dürfen“ schoss es Willow in den Kopf, während sie einfach nur wie hypnotisiert auf den Boden starrte. Die Tränen rannen unaufhaltsam über ihre Wangen. Sie wünschte sich im Moment nichts mehr als keine Gefühle zu haben oder einfach wegzurennen und alles zu vergessen. Doch sie konnte sich nicht bewegen, war wie gelähmt.
Erst als Jaque ihr die Hand auf die Schulter legte zuckte sie zusammen und blickte auf.  Seine Worte nahm sie zwar wahr, war jedoch im ersten Moment nicht in der Lage zu reagieren. Ihre geröteten Augen blickten in seine während er vor ihr kniete. Nein er war nicht der Böse. Wenn es so wäre, hätte er sie schon längst umgebracht und würde außerdem nicht versuchen wollen ihr zu helfen.

Es erschien ihr wie eine Ewigkeit, bis sie ein Nicken und schließlich ein leises „Ja“ herausbrachte. Sie atmete tief durch und fuhr sich dann heftig mit der Hand über das Gesicht um die Tränen wegzuwischen. Sie musste sich zusammenreisen, so schwer ihr das auch fallen mochte. Ihre Familie war jetzt das Wichtigste und da durfte sie nicht hier sitzen und weinen wie ein kleines Mädchen. Langsam versuchte sie aufzustehen, musste sich dafür kurz an Jaques Schulter aufstützen. „Dafür wird sie büßen.“
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Jaque Gardien
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BeitragThema: Re: Jaque und Willow   Mo Nov 18, 2013 11:49 pm

Jaque wusste einen Moment lang nicht, ober lachen oder weinen sollte.

"Dafür wird sie büßen."

Bellatrix war nicht gerade diejenige, die sich leicht besiegen ließ, vorallem nicht von einer Hexe, die immer noch in Hogwarts zur Schule ging. Na gut, er selbst war noch in der 7. Stufe, doch er wusste, dass er den anderen seines Alter vorraus war, zumindest was die verbotenen Künste anging.
Sein Blick hatte in der Leere gehangen, er blickte allerdings schließlich auf und erhob sich ebenfalls, nur um Willow in Ruhe betrachten zu können.
Sie hatte etwas Starkes an sich, das musste er zugeben, doch schien sie sich immer noch zu überschätzen. Er musste sie einfach nur noch dringenst in Sicherheit bringen.

"Willow. Nimm meine Hand. Ich bringe dich zu deiner Mutter in Ordnung? Befindet sie sich gerade?"

Seine Hand wanderte nach oben, während er Willow immer noch prüfend ansah und wohl abzuschätzen versuchte, ob das Ganze hier überhaupt einen Sinn hatte. Aber vielleicht musste er es einfach versuchen und apparieren, sobald sie sich an ihm festhielt.
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Jonathan Morris
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BeitragThema: Re: Jaque und Willow   Di Nov 19, 2013 12:37 am

Sie wusste selbst, dass sie dies eher aus Verzweiflung ausgesprochen hatte, mit ihren jetzigen Fähigkeiten hätte sie nicht die geringste Chance, wenn sie diese überhaupt jemals haben würde. Doch was sie mit Sicherheit wusste war, dass Bellatrix nicht einfach ungestraft davonkommen durfte.
Willow blickte Jaque an. Wo ihre Mutter sich aufhielt wusste sie nicht doch ihr fiel  im Moment nur ein Ort ein, den sie nennen konnte. „Bring mich zu unserem Haus.“ Wenn sie Glück hatte war ihre Mutter dort …. Und hatte bereits gesehen was passiert war. Sie schluckte.  

Willows Hand schloss sich um Jaques, etwas unsicher drückte sie sie nachdem sie ihm die Adresse genannt hatte. Sie war noch nie zuvor appariert, es sollte ihnen erst später beigebracht werden und dementsprechend mulmig war ihr bei dem Gedanken zumute, denn sie hatte gehört was dabei alles schiefgehen konnte. Sie atmete tief durch und schon ging es los. Sie spürte auf einmal ein seltsames, ziehen im Bauchnabel. Es war unangenehm und sie merkte, wie es in ihrem Magen rumorte und sich ein starkes Übelkeitsgefühl in ihr breit machte. Sie schaffte es gerade noch sich nicht übergeben zu müssen als es zum Glück auch schon wieder vorbei war. Ihre Hand löste sich und sie taumelte ein wenig, fand dann aber wieder halt und blickte sich um.

Sie waren richtig. Dort ein paar Meter neben ihnen war ihr Haus. Es sah ganz normal aus, als wäre überhaupt nichts geschehen und davor… „Mum!“ als sie die rotblonde Frau erblickte, die dort auf dem Bürgersteig hockte und um Fassung zu ringen schien konnte sie sich nicht mehr halten. Sie stürzte auf sie zu und befand sich nur wenige Sekunden später schluchzend in ihren Armen. „Willow!“ Ihre Mutter blickte sie mit Tränennassen Augen an „Oh Gott sei Dank du lebst! Ich hatte… ich….dachte du…“ Sie konnte nicht weitersprechen aber das war auch nicht nötig, denn Willow wusste genau was sie sagen wollte. „Ich weiß…“ flüsterte sie. „Ich weiß Mum aber mir geht’s gut.“ „Zumindest körperlich…“
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