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 Zwischenzeugs 1 - In Wales, nach der Schlacht von Hogwarts

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Roel Salem
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BeitragThema: Zwischenzeugs 1 - In Wales, nach der Schlacht von Hogwarts   Di März 13, 2018 9:23 pm

Natürlich hatte es Verletzte gegeben. Auch Tote. Viele Tote und viele, die es auch auf ihrer Seite zu beklagen gab. Aber Roel war ehrlich gesagt nur froh gewesen, dass es nicht allzu viele waren. Dass es nun vorbei war und alle Verbliebenen sich in Sicherheit befanden. Sie hatte bisher noch gar keine Zeit gehabt sich darüber Gedanken zu machen was genau passiert war. Dass Lupin gefallen war. Oder Tonks. Irgendwie kamen diese Gedanken noch nicht ganz an, obwohl sie wusste, dass sie kommen würden.
Es war schließlich erst ein paar Tage her. Einige Verletzte wurden hier im Haus behandelt, unter der Betreuung von Oliv und David, zusammen mit der ständigen Überwachung und dem Tadeln von Olivs Großmutter.
Gerade jetzt, an diesem Nachmittag, schlief Robin in seinem Bettchen (eine alte Kinderkrippe aus Holz, die mit Drachen und anderen magischen Wesen bemalt war) und Roel saß an der Tür zum Garten, ein Glas kühle Limonade in der Hand. Es war der Beginn eines heißen Sommers.
Zykaden zirpten, ein wenigstens leicht kühlender Wind ließ den Saum ihres langen weißen Sommerkleids flattern. Jaque kam nach draußen und lehnte sich gegen einen der Holzpfähle, die die Veranda und das Stockwerk über ihnen stützten. Er sah hinaus auf den Garten, dann lächelnd hinüber zu seiner Tochter. Sein Gewicht stützte er dabei auf Krücke, die er tragen musste, bis das Skelewachs die Knochen in seinem linken Bein zurück wachsen hatte lassen. Ein Fluch hatte ihn während der Schlacht dort besonders fies getroffen.
„Ich kann es immer noch nicht fassen…“
„Dass es einfach so vorbei ist?“ Roel schüttelte ihren Kopf und runzelte ihre Stirn. „Ich auch nicht. Ich warte immer, dass jemand kommt und mich festnimmt.“
Jaques Stirn runzelte sich als Antwort ebenfalls. „Nein, das wird niemand tun. Sonst hätten sie dich schon längst geholt. Die kennen dich und würden es nicht noch mal zulassen, dass du sie so bloß stellst.“ Jaque grinste, also erlaubte sich Roel ebenfalls ein leises Lachen.
„Nicht, dass ich stolz auf dich wäre…“, meinte er leiser und Roel sah ins Leere, das Lächeln verließ sie.
„Du hättest die Wochen mit mir darüber reden können, als wir bereits hier waren-„
„Du warst schwanger. Jetzt bist du so weit über den Berg, dass ich wieder sauer sein kann. Aber keine Sorge. Nur ein wenig. Schließlich hast du mir ja ein Geschenk mitgebracht. Beziehungsweise zwei“, Jaques Stimme wurde leiser und er sah hinein in das Zimmer, hinüber zu Robins Bettchen.
„Zwei?“, Roel hob die Brauen und sah ihn an.
„Ich kann Sam ganz gut leiden.“ Mit diesen Worten trat Jaque wieder in das Zimmer und ließ Roel zurück. Sie hörte wie er in die Küche ging und dann wohl hinauf in sein Zimmer.
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Sam Donahue
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BeitragThema: Re: Zwischenzeugs 1 - In Wales, nach der Schlacht von Hogwarts   Di März 13, 2018 10:51 pm

Man sollte meinen dass Sam einfach nur glücklich war. Alles war vorbei. Er hatte Roel. Er war frei. Er konnte einfach wieder er selbst sein und musste nicht mehr aufpassen, was er sagte oder tat. Aber stattdessen war alles irgendwie irreal. Irreal und merkwürdig. Es fühlte sich an wie in einem komischen Traum.
Selbst sein Körper war wie ein Kleidungsstück, dass ihm einfach nicht passte. Abgesehen davon, dass er jedes Mal erschrak, wenn er in den Spiegel sah, war auch seine Koordinationsfähigkeit irgendwie daneben. Er war kleiner. Seine Arme waren kürzer. Nichts war so wie es sein sollte.
Gut, wenigstens war es nicht wie damals, als er zu Kenny wurde und sich dauernd den Kopf anstieß, weil er auf einmal um zehn Zentimeter größer war.
Doch das waren nur die offensichtlichen Dinge. Die würden sich irgendwann geben. Allerdings wurde ihm langsam klar, dass er zwar immer aus dem Todesser dasein fliehen wollte, aber nie weiter gedacht hatte. Er hatte keinen Job. Keine Wohnung. Nicht einmal einen Schulabschluss. Und was sollte er in einen Lebenslauf schreiben? Die letzten Jahre würden sich schließlich schwer erklären lassen.
Von seiner psychischen Verfassung wollte er gar nicht erst anfangen.
Seufzend klopfte er an eine Tür. Vorhin hatte er Rowan nach unten gehen sehen. Jack sollte also allein sein. "Hey. Ich wollte nur kurz was fragen."
Sein Bruder sah auch nicht gerade gut aus. Einige der Toten hatten ihm ziemlich zugesetzt. Gerade Fred Weasley schien ihm nahe zu gehen. Sam hatte ihn kaum gekannt. Genauso wie die anderen. Es war komisch in einem Haus voller Trauernden zu sein und selbst niemanden verloren zu haben.
Allerdings hatte er schon vorher irgendwie krank ausgesehen. Aber Sam wollte jetzt nicht darüber nachdenken ob Crouch dieses kranke Schwein mit ihm dasselbe abgezogen hatte, wie Caleb damals.
"Ja, was gibts?",fragte Jack, der bis gerade noch aus dem Fenster gesehen hatte.
"Ich weiß, bei dir ist auch nicht gerade viel Platz, aber denkst du ich kann eine Weile bei dir unterkommen, bis ich was eigenes hab? Ich weiß nicht, wo ich sonst hin soll."
Jack sah einen Moment fast so aus, als würde er sich richtig darüber freuen. "Klar. Bleib solang du willst. Rowan hat bestimmt nichts dagegen."
Sam nickte nur. "Super. Danke!" Damit ging er wieder nach unten, sah Roel in ihrem weißen Kleid auf der Terrasse sitzen und in den Garten sehen. Er betrachtete sie einen Moment lächelnd und setzte sich dann neben sie. "Und? Gönnst du dir eine kleine Pause vom Kinder hüten?"
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Roel Salem
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BeitragThema: Re: Zwischenzeugs 1 - In Wales, nach der Schlacht von Hogwarts   Di März 13, 2018 11:14 pm

Roel sah ihren Freund (sie traute es sich noch immer nicht ganz auszusprechen, nein, nicht mal zu denken, weil es ihr so surreal vor kam) von der Seite an und legte dann ihren Arm um seine Hüfte, um ihn ein wenig näher zu sich zu ziehen, nachdem er sich gesetzt hatte. Es tat gut einfach so bei ihm zu sein, ihn anzusehen und niemandem verheimlichen zu müssen, wie sehr sie ihn mochte. Quatsch… liebte. In ihrem Kopf explodierten Glückshormone und Roel grinste wie eine Irre in sich hinein, bevor sie Sam frech von der Seite anblickte und meinte: „Kinder? Das letzte Mal als ich gezählt habe, war da nur eins. Willst du mir auch noch mal eins machen?“
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Sam Donahue
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BeitragThema: Re: Zwischenzeugs 1 - In Wales, nach der Schlacht von Hogwarts   Di März 13, 2018 11:26 pm

Sams Lächeln wurde breiter, als Roel ihre Hand um seine Hüfte legte und ihn näher zu sich zog. Er konnte immer noch nicht fassen, dass sie es einfach geschafft hatten, aus dieser ganzen Scheiße heil heraus zu kommen und jetzt tatsächlich einfach zusammen waren. Tatsächlich wog das Gefühl einfach nur neben ihr zu sitzen die ganze restliche Scheiße auf. Er lächelte sie einen Moment an, bis sie anfing zu reden und er selbst bemerkte, wie er knallrot anlief. "Also, ähm- ich meine-" Es dauerte tatsächlich einen Moment bis ihm klar wurde, dass sie nur einen Witz gemacht hatte und er einen Moment den Kopf schüttelte. "Du bist doch doof." Bevor er ihr einen Kuss aufdrückte. "Ich hab' übrigens mit Jack geredet. Ich kann eine Weile bei ihm unterkommen, bevor ich was eigenes hab. Vielleicht kann ich auch irgendwo kellnern oder so. Jack und Rowan scheinen da ja einige Leute zu kennen."
Er versuchte, dabei so zu klingen, als würde er es für eine gute Idee halten, auch wenn er sich bei Gott schöneres vorstellen konnte, als jeden Abend irgendwelchen Betrunkenen bei ihren geistreichen Gesprächen zuzuhören.
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Roel Salem
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BeitragThema: Re: Zwischenzeugs 1 - In Wales, nach der Schlacht von Hogwarts   Di März 13, 2018 11:32 pm

„Was-„, platzte es aus Roel heraus, sie starrte Sam an als ob er ihr gerade gesagt hätte, dass er in Hogwarts wieder in der ersten Klasse anfangen oder bei den Chudley Cannons sich als professioneller Quidditchspieler einen Namen machen wolle. Dann fing sie an noch breiter zu Grinsen als vorher. „Dummkopf. Du ziehst natürlich bei Jaque und mir ein. Ich krieg das mit dem Baby doch nicht allein hin und Jaque muss sich ums Antiquariat kümmern. Er wird ein toller Opa, ich weiß das, aber du kennst Robin jetzt schon besser als sein biologischer Vater.“ Sie sah ihn für einen Moment lang abwartend an und lächelte fast schon schüchtern. „Und was sagst du?“
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Sam Donahue
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BeitragThema: Re: Zwischenzeugs 1 - In Wales, nach der Schlacht von Hogwarts   Do Apr 05, 2018 9:36 pm

Als sie anfing zu reden, konnte Sam erst kaum glauben, was sie da vorschlug. Er sollte mit zu ihr... einfach so bei ihr in Dublin wohnen. Raus aus London. Weg von dieser ganzen Scheiße und mit ihr zusammen leben.
Einen Moment sah er sie einfach nur perplex an, bevor er anfing breit zu Lächeln und sie dann fast schon stürmisch in den Arm nahm. Kurz hielt er sie einfach nur fest, bevor er sie schließlich los ließ und sein Lächeln langsam zu einem schiefen Grinsen wurde. "Ich weiß nicht, ob ich mich mehr darüber freue, mit dir zusammen zu wohnen oder darüber, dass ich mir nicht jeden Abend betrunkene Philosophien von Jacky anhören muss."
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