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 Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee

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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo Nov 02, 2015 10:01 pm

Er hörte, wie sie von Crouch redete und die Dankbarkeit, die sie für ihn empfand. Vielleicht sogar Liebe. Er selbst war da anders. Er war nicht Dankbar. Weder Roel noch Crouch. Roel hatte er bis vor kurzem noch gehasst. Oder zumindest hatte er es sich eingeredet. Immer und immer wieder. Schließlich hatte er Crouch nicht hassen können. Er durfte ihn nicht hassen, dafür, dass er ihn nicht hatte gehen lassen. Dass er damals herein gekommen war, genau in dem Moment, in dem Roel ihn nach draußen bringen wollte. Es war viel einfacher gewesen, Roel zu seinem Feind zu machen. Natürlich hatte er das alles immer gewusst, aber er hatte es verdrängt, so gut er konnte. 
Roel redete währenddessen weiter und Sam kniff die Lippen zusammen, als er seinen Namen hörte. Ihm war klar, dass es ihr Leid tat, aber er konnte ihr nicht verzeihen. Er hatte damit angefangen, aber es war noch zu früh es wirklich auszusprechen. Statt ihr also zu antworten sah sie aus dem Augenwinkel an und nach einer Weile nahm er all seinen Mut zusammen um etwas zu fragen, dass er schon viel zu lange vor sich herschob. "Caleb- wo ist er?"
Natürlich hatte er gehört, dass er im Ausland war, aber eigentlich müsste er schon längst wieder zurück sein. Nur bisher hatte er ihn nicht gesehen. Und egal wie lange er ignorierte, dass dieses Monster wahrscheinlich wieder im Land war. Früher oder später würde er sich der Wahrheit stellen müssen. 
"Er ist wieder in England, oder?"
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Roel Salem
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo Nov 02, 2015 10:16 pm

Roels Hals schnürte sich zu. Es war offensichtlich gewesen, dass Sam nach ihm fragen würde, es war klar gewesen, dass sie es ihm nicht länger verheimlichen konnte, doch seit sie so eben seinen Namen ausgesprochen hatte, war ihr plötzlich wieder klar geworden, dass Kenny nicht existierte. Sam war echt, nicht dieser Abklatsch von einem Todesser, den sie erfunden hatten. Sam hatte jedes Recht danach zu fragen, aber sie hatte es von sich weggeschoben, wohl unter der Vorstellung, dass es Kenny nichts anging.
„Ja“, sagte sie abermals trocken und sah wieder zu Sam, sie schämte sich, aber wollte ihm dennoch in die Augen sehen, „Er ist schon lange wieder da. Als er damals nach Kanada gereist ist, hat er mich bedrängt, dass er dich mitnehmen will. Ich habe ihm gesagt, dass du nicht kannst, weil Crouch dich versteckt hat. Und dass ich nicht wüsste, wo er wäre. Caleb hatte Angst vor Barty, dass wusste ich schon immer. Er hat mich gezwungen ihm zu versprechen, dass ich ihm schreiben werde, wie es dir geht. Dann ist er gegangen. Danach kamen alle paar Tage Briefe.“
Sie schluckte und verschränkte dann ihre Arme. Ihr war kalt und alles tat weh.
„Ich habe ihn abgewimmelt und ab und an sogar deine Handschrift versucht zu fälschen. Dass er denkt, dass du ihm schreibst. Keine Angst… ich habe ihm nicht geschrieben, dass du ihn liebst. Nur das nötigste. Eigentlich das, was du auch gesagt hättest, nur damit er nicht ausrastet.“
Sie schluckte abermals hart. Ihr Hals fühlte sich rau und krank an, als ob er keine Lust mehr hatte zu Sprechen. Und ehrlich gesagt konnte sie ihn ganz gut verstehen.
„Irgendwann habe ich begonnen ihn abzuwimmeln und ihm zu verstehen gegeben, dass die Briefe gefährlich für dich sind. Dass sie abgefangen werden könnten, ect. Dann hat es aufgehört. Lange kam nichts mehr und dann…“ Sie kniff ihre Augen zusammen und zog die Decke enger um sich. „Vor ein paar Monaten ist er zurück gekommen. Er hat mir erst geschrieben. Dann stand er vor meiner Tür, noch in Malfoy Manor. Er war verdammt wütend, wollte wissen wo du bist. Da habe ich ihm gesagt, dass du gestorben bist.“
Eine kurze Pause folgte, in der Roel abermals aus dem Fenster sah, ehe sie wieder zu Sam blickte. Ihre Stirn legte sich in Falten, die restlichen Tränen hingen noch auf ihrer Wange.
„Es war wohl das beste, damit er dich in Ruhe lässt. Er kann sich nichts anmerken lassen, aber ich weiß, dass er trauert wie ein Wahnsinniger. Er hat damals geweint und wollte, dass ich ihn in den Arm nehme, aber ich habe ihm die Tür vor der Nase zu geschlagen, nachdem ich ihm gesagt hatte, dass er mich mit diesem Thema nur selbst nur traurig machen würde.“
Sie schnaubte kurz verächtlich über Calebs Verhalten und schüttelte den Kopf.
„Er glaubt, dass du nach langer Krankheit gestorben ist. Ich hatte schon einmal so etwas erfunden, damit er sich nicht wundert, warum keine Briefe von dir mehr kamen. Ich bin nur froh, dass er Barty derart meidet, sonst wäre er sicherlich schon längst hier.“
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo Nov 02, 2015 10:51 pm

Während sie redete fixierte Sam seine Schuhe. Damit, dass er wieder da war, hatte er gerechnet. Aber eigentlich war er davon ausgegangen, dass er Sam schon lange vergessen hatte. Doch da hatte er sich wohl geirrt. Er spürte, wie Angst seine Kehle hinauf kroch. Das alte Gefühl, als würde er in einem Käfig sitzen, dass er nie ganz hatte abschütteln können, wurde wieder allgegenwärtig. 
Aber da war noch etwas anderes. Er sah wieder zu Roel und meinte dann mit einer Stimme die sich viel zu sehr nach dem anhörte, der er schon lange nicht mehr war: "Danke, dass du ihn von mir fern gehalten hast."
Die Vorstellung, dass Caleb irgendwann hier auftauchen könnte, schnürte ihm fast die Luft ab. Er wollte ihn nicht sehen. Nie wieder dieses Gesicht sehen, seine Berührungen spüren, die er ihm immer aufgezwungen hatte. Sam wurde schlecht. Dann schüttelte er allerdings den Kopf. Er war nicht mehr Sam. Er war Kenny. Und Kenny konnte Caleb nichts anhaben. Er stand in der Rangordnung über ihm. Hatte sich schon hunderte Male bewiesen. Wenn Avery ihm auch nur ein wenig zu nahe kommen würde, würde er ihn in Stücke reißen. Und das musste dem anderen klar sein. Verdammt nochmal, er hatte es sogar irgendwie geschafft, seinen eigenen Bruder zu foltern. Da würde Caleb das kleinste Problem darstellen.
Wieder mit diesem merkwürdigen Lächeln auf den Lippen meinte er: "Auf eine gewisse Art und Weise hast du nicht einmal gelogen."
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Roel Salem
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo Nov 02, 2015 10:58 pm

Roel sah Sam für einen Augenblick ernsthaft erstaunt an. Er dankte ihr? Für was? Für sie war es selbst verständlich gewesen, dass sie Caleb von ihm fern hielt, anfangs weil sie geglaubt hatte, sich selbst schützen zu müssen, nur um dann festzustellen, dass sie es ausschließlich für ihn tat. Immerhin hatte sie sein Leben zerstört und ihn lange genug bei diesem Irren sitzen lassen. Da war es doch klar, dass sie ihn schützte. Oder?
Bei dieser Sache war sich Roel nicht sicher. Vor allem wenn Sam wieder dieses Lächeln auflegte und damit die Maske aufzog, die er gerade fallen gelassen hatte. Sie selbst hatte es ebenfalls getan, sich ihm geöffnet, wie sie es schon seit Jahren nicht mehr für möglich gehalten hatte. Doch jetzt war da wieder diese harte Kälte, die Kenny ausgemacht hatte, seit er auf dieser Welt erschienen war. Und Roel machte das Angst. Sie mochte den Todesser nicht, sie mochte Sam.
„Ja, aber- Nein. Sam, du bist nicht tot. Du bist nur- Du versteckst dich, das ist ein Unterschied, verdammt“, widersprach sie ihm und presste dann ihre Lippen aufeinander. Sie wusste, dass sie sich irgendwo selbst belog, doch sie wollte daran festhalten.
„Können wir einfach so tun, als ob alles wieder gut werden wird?“, fragte sie dann plötzlich und legte ihre Hand auf ihren Bauch. „Zumindest wenn…“, sie schluckte, „Zumindest so lange wir hier sind?“
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo Nov 02, 2015 11:19 pm

Er bemerkte selbst dass die Mauer, die er um sich herum errichtet hatte und die in letzter Zeit immer öfter bröckelte, nur um gerade eben für einen Moment fast komplett eingestürzt zu sein auf einmal wieder da war. Er hielt Roel wieder auf Abstand, genauso wie seine Emotionen, von denen er wusste, dass sie ihm jetzt nach diesem Gespräch wieder einige schreckliche Nächte bescheren würden. 
Nachdem zu urteilen wie Roel reagierte, hatte sie es auch bemerkt und Kenny sah, dass es ihr zu schaffen machte. Aber was hätte er tun sollen? Er konnte es sich nicht leisten, wie Sam zu sein. Sein Leben hing davon ab, dass er es nicht war. Und jetzt, wo Caleb wieder da war umso mehr. 
Auf einmal fragte sie ihn, ob sie nicht so tun könnten, als ob alles wieder gut werden würde und Kenny wollte gerade zu einer gehässigen Antwort ansetzen, als sie sich an den Bauch fasste und ihn so daran erinnerte, dass sie schwanger war. Auch das hätte ihn vielleicht nicht davon abgehalten, aber da war noch etwas. Einen Moment kam es ihm vor, als würde er eine leise Stimme in seinem Hinterkopf hören. 
"Bestimmt. Es wird wieder wie früher",hallte der Satz der kleinen Japanerin aus der Winkelgasse in seinem Kopf nach und er seufzte. "Gut. Von mir aus." Damit sah er einen Moment zum Fernseher und fragte: "Hast du Lust auf eine Runde Tekken?"
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Di Nov 03, 2015 12:57 am

Jack hatte seinen Geburtstag genossen, genauso wie Barty genossen hatte, seine Nähe und vor allem seine Fertigkeiten spüren zu dürfen. Eigentlich hatten sie nichts anderes getan, als sich die ganze Nacht gegenseitig den Verstand aus dem Leib zu ficken, doch Barty wusste genau wie er mit wenig Schlaf klar kam.
So merkte man ihm seine Müdigkeit kaum an, als er vor dem Garten des kleinen Hauses apparierte, das er Roel und Kenny geschenkt hatte und betrat unverschämt gut gelaunt den Flur, ehe er sich rasch umsah und bemerkte, dass Roel nicht wie gewöhnlich in der Küche sondern im Wohnzimmer saß. Mit Kenny.
Schlagartig verließ ihn sein Lächeln und stattdessen blickte Crouch in die offene Tür hinein, als ob er gerade beobachtet hätte, dass der Lord zusammen mit Wurmschwanz Ballkleider anprobierte. Er runzelte seine Stirn, trat langsam in den Raum und blickte ein wenig ungläubig auf den flimmernden Bildschirm dieser Muggelkiste, die nun Platz im Wohnzimmer wegnahm.
„Was… bei Merlin macht ihr da?“, fragte er verwirrt, sah auf das flackernde Bild und erkannte wie einige bunte Figuren darauf in kleinen Kisten saßen und um die Wette zu rennen schienen.
„Wie wärs mit einem Hallo?“, entgegnete ihm Roel stattdessen und drückte auf einem kleinen Brettchen mit vielen Knöpfen herum, worauf die obere Figur eine Bombe fallen ließ und die anderen zum explodieren brachte.
Barty hob abermals seine Brauen und sah dann zu seiner Verlobten. Er legte langsam seinen Mantel ab, hängte über einen der Stühle und räusperte sich dann.
„Hallo?“, setzte er dann wieder an, nur um einen derben Fluch entgegen geschleudert zu bekommen, als Roel das kleine Brett hinwarf und ihn mit verschränkten Armen ansah.
„Du warst echt lange nicht mehr da“, sagte sie und sah ihn finster an, während sie ihre Arme verschränkte. Sie wirkte nervös und Crouch konnte dies nur mit einem weiteren Stirnrunzeln kommentieren.
„Ja, war ich, allerdings war es auch nicht einfach Donahue aus der Scheiße raus zu ziehen, in die er sich manövriert hat und- Ach verdammt, was macht ihr da? Habt ihr dieses Muggelzeug von meinem Geld gekauft?“, fragte er trat einige Schritte näher, ging an Kenny vorbei und setzte sich auf Roels andere Seite ungefragt auf das Sofa, sodass sie nun recht gedrängt darauf saßen.
„Ja - was erwartest du eigentlich, was wir sonst den ganzen Tag machen sollen“, murrte Roel und schien noch einen Moment zu schmollen, ehe sie zu ihm sah und dann ihre Arme um seinen Hals schlang, nur um ihn dann in eine Umarmung un einen raschen Kuss zu ziehen. „Ich hab dich vermisst“, sagte sie kaum hörbar.

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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 7:39 pm

Kenny verzog leicht das Gesicht, als ihm klar wurde, wer da gerade das Zimmer betreten hatte. Seit Jack aufgetaucht war hatte sich die Freundschaft, die die beiden verbunden hatte zumindest bei Kenny in Hass verwandelt. Bisher hatte er immer ignorieren können, mit wem er da redete, aber seit er ihn gezwungen hatte, in diesen Keller zu gehen war das nicht mehr möglich. 
"Hast du ihn raus gehauen?",fragte er und war sich ziemlich sicher, dass Crouch verneinen würde. Immerhin hatte er bisher noch nichts für sich aus der Sache geschlagen. Und was würde es ihm schon bringen, Jack laufen zu lassen. Während er darüber nachdachte, zog sich ihm wieder der Hals zusammen und Kenny wartete einen Moment, bis er wieder atmen konnte, in dem er Roels kleinen Satz hörte. Vermissen... er wusste wirklich nicht, was sie an ihm fand. 
Dann drehte er sich zu dem Todesser um und meinte mit einem viel aggressiveren Unterton, als es eigentlich geplant war: "Könntest du übrigens den Befehl von mir nehmen, dass ich nicht über Jack nachdenken darf?" Er schüttelte kurz den Kopf und fügte dann, ohne den Blick vom Bildschirm zu nehmen hinzu: "Vor kurzem wäre ich fast im Schlaf erstickt, nur weil er in einem verdammten Traum im Hintergrund rumstand."
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 8:13 pm

„Ich dachte ihr würdet schon irgendeine Beschäftigung finden“, meinte Barty mit hochgezogenen Brauen und musterte Roel einen Moment abschätzend, ehe er den Kuss erwiderte und seinen Arm um sie legte, nur um dann zu Kenny zu sehen.
Sein Blick traf ihn im ersten Augenblick schweigsam, er beobachtete ihn und fing dann an leise zu lachen, ehe er nickte. „Von mir aus. War eigentlich nicht meine Absicht, dass du so leiden musst, Kenny. Entschuldige“, seine Stimme triefte vor Sarkasmus, während er anfing zu grinsen, „Du kannst wieder gern an Jack denken. Er wird bald raus sein. Ich hab ein paar Greifer zusammen getrommelt, die ihn nach Askaban bringen sollen, allerdings sind sie allesamt ziemlich beschränkt und wenn ich ihm einen Zauberstab besorge, sollte es für ihn ganz einfach werden ihnen zu entkommen.“
Sein Lächeln schmälerte sich wieder und er sah dann zu Roel, die inzwischen die Fernsteuerung weggelegt und ihren Kopf an seine Schulter geschmiegt hatte. „Aber… was viel wichtiger ist: Wie gehts dir?“
Roel presste ihre Lippen aufeinander und versuchte sich an einem Lächeln, doch es kam schwach und fast schon krank bei Crouch an. „Gut. Vierter Monat eben“, murmelte sie und wollte schon instinktiv abermals an ihren Bauch fassen, als Barty ihr zuvor kam und seine Hand darauf platzierte, um sie dort vorsichtig zu streicheln.
„Wirklich? Ich hatte dir gesagt, dass du mir Bescheid geben sollst, wenn du einen Heiler sehen möchtest oder?“, meinte er leise und Roel schluckte, ehe sie ihren Kopf schüttelte.
„Schon okay. Mir ist nicht mal schlecht oder so. Ist nur ungewohnt… ein wenig seltsam eben“, meinte sie dann und spürte wie Barty einen Kuss auf ihre Stirn hauchte.
„Ich hab mich schon nach einem Haus umgesehen. Keine Sorge, unser Kind muss nicht hier aufwachsen. Ich habe ein paar in London im Auge. Wir können aber auch woanders hin, wenn du möchtest. Vielleicht nach Dub-„
„Nein“, sagte Roel plötzlich, während ihr falsches Lächeln gänzlich verschwand und sie ernst ihre Brauen zusammen zog. „London, passt. Such dir was raus, mir ist es ziemlich egal.“
„Okay…“, murmelte Crouch ein wenig irritiert, streichelte abermals über die kleine Wölbung, die schon seit ein paar Wochen ihre Schwangerschaft zeigte und schmunzelte dann aufmunternd.
„Wenn es dir gut geht, kannst du dann doch auch zur Weihnachtsfeier kommen oder? Die Malfoys haben sich nach dir erkundigt. Der Lord auch.“
Roel zögerte kurz, starrte gegen den Bildschirm, ehe sie dann leicht nickte. „Ja, klar…“

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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 8:36 pm

Kenny nickte einfach nur als Antwort und war froh, dass er als er über Jacks Freilassung nachdachte, ganz normal weiter atmen konnte. Er überlegte einen Moment, ob Crouch seinen Bruder da nicht überschätzte, aber der musste schließlich auch irgendwas dazu gelernt haben, als er beim Orden gearbeitet hatte. 
Währenddessen war Crouch dabei, über den Bauch von Roel zu streicheln, der ihm, zumindest aus Kennys Sicht bisher ziemlich egal gewesen war. Ansich kam er sich ziemlich fehl am Platz vor. Also wartete er, bis das dumme Rennen zu Ende war, dass Dank Crouch einer der NPCs gewonnen hatte und stand schließlich auf. "Ich geh dann mal. Dann habt ihr eure Ruhe",meinte er und war ehrlich gesagt einfach froh, den Todesser hinter sich lassen zu können. 
Nur ein paar Minuten später betrat er das kleine Cafe, in dem er mittlerweile zum Stammgast geworden war. "Hey Oscar!",meinte er lächelnd, als das riesige Vieh an ihm hoch sprang und streichelte ihm über den Kopf, bevor er sich an seinen Platz am Tresen setzte. Ein Blick in den Raum reichte um zu sehen, dass außer ihm niemand da war. Auch Baylee konnte er im ersten Moment nicht entdecken. Sie war wohl in der Küche oder im Lager beschäftigt. Trotzdem konnte sie nicht wirklich weit weg sein. "Ich bin's",sagte er also einfach laut, damit sie wusste, dass sie sich Zeit lassen konnte.
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Baylee Morimoto
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 8:54 pm

Bay hatte die letzten Tage damit verbracht ihren Laden allein mit ihrem Hund zu hüten. Oscar war ihr eine schöne Gesellschaft gewesen, doch nachdem Fred und George sich ebenfalls immer weniger blicken ließen, waren ihre Tage doch sehr einsam geworden.
Gestern wäre es ihr sogar lieber gewesen, wenn sie einfach in Ruhe gelassen worden wäre. Ein paar Greifer waren gekommen, hatten sich beschwert, dass der Tropfende Kessel keinen Drachenwhiskey mehr hatte und ihren Tisch zerschlagen, als sie bemerkt hatte, dass sie ebenfalls keinen ausschenkte.
So stand jetzt nur noch ein kleiner Tisch am Fenster des Cafés, wirkte so fahl wie Baylees Gesicht sich gerade anfühlte. Sie hatte die Trümmer des anderen schon weggebracht und wischte gerade noch hinter der Theke auf dem Boden, wo ebenfalls einiges zu Bruch gegangen war. Gestern Abend hatte sie es nicht mehr geschafft, sie war einfach nur in ihr Bett gelegen. Ob sie geheult hatte, wusste sie nicht mehr, sie hatte sich danach mit dem Wein betrunken, den sie noch da gehabt hatte.
Gerade wischte sie noch ein paar Flecken weg, die ein Packen magischen Kaffees angerichtet hatte und den sie nicht mit ihrem Zauberstab weg machen konnte, als sie die Türklingel hörte und bemerkte wie jemand jenseits der Theke eingetreten war. Sie hörte das Kratzen von Oscars Krallen und schmunzelte kurz bitter, ehe sie die Brauen finster zusammen zog. Vielleicht waren es wieder die Greifer. Vielleicht, aber auch…
Sie stand ruckartig auf als sie Kennys Stimme hörte und begann breit zu grinsen, während sie sich nervös ihre Haare hinter die Ohren strich und dann um die Theke herum auf ihn zu ging.
„Hey- Tut mir Leid, ich musste nur noch sauber machen, hatte gar nicht bemerkt, dass du es bist. Ich mach gleich deinen Kaffee“, meinte sie dann strahlend und ging nach hinten in die Küche.
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 9:11 pm

Obwohl er verdammt froh war, Crouch hinter sich gelassen zu haben und hier zu sein, bemerkte er, dass irgendetwas nicht stimmte. Baylee benahm sich zwar wie immer, aber auch wenn sie es hier in der Winkelgasse zur Zeit nicht leicht hatte, sah man ihr an, dass sie etwas anderes bedrückte, als die normale Scheiße, die jeden Tag hier abging. "Ist alles in Ordnung?",fragte er, während er an seinem Kaffee nippte und ihr einen Blick zuwarf. 
Kurz sah er zu dem Platz, an dem bis vor kurzem noch ein zweiter Tisch gestanden hatte und irgendwie konnte er sich denken, was passiert war. "Scheiß Kundschaft?",fügte er dann ebenfalls fragend hinzu.
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Baylee Morimoto
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 9:15 pm

Seufzend ließ sie sich ihm gegenüber auf dem anderen Stuhl nieder und sah auf die Tasse Tee, die sich sich selbst gemacht hatte. Das goldbraune Getränke glänzte im Licht der Kerzen, die an der Decke schwebten, doch sie konnte sich davon nicht aufmuntern lassen, wie sie es sonst immer tat. Kenny spürte das und fragte sie und ehrlich gesagt hatte sie nichts anderes erwartet.
„Greifer. Gestern kamen sie rein und haben viel kaputt gemacht. Aber ist nicht so schlimm, gab ja keine Verletzte. Oscar gehts gut und mir auch.“ Sie versuchte zu Lächeln, doch es wirkte schwach, sodass sie stattdessen an dem dampfenden Tee nippte.
„Es nur… ich hab manchmal Angst, dass doch etwas passieren könnte. Ich weiß, es ist eigentlich beschissen, aber ich habe mir auch schon überlegt ob ich schließen sollte.“
Sie schwieg für einen Moment und schüttelte dann ihren Kopf. „Ist egal - wie gehts dir eigentlich?“
Oscar wimmerte traurig auf, während er sich an Kennys Füße kuschelte und seinen Kopf auf dessen Oberschenkel legte.
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 9:29 pm

Kenny verzog das Gesicht. Greifer waren einfach eine Landplage. Nicht, dass er besser wäre, aber diese Leute waren einfach nur die dümmsten der Dummen. Wenn er es schaffte, bei den Todessern einen hohen Posten zu haben ohne es zu wollen, dann sollte es doch für jemanden, der wirklich hinter dieser ganzen Scheiße stand nicht so schwer sein, etwas höheres als ein Greifer zu werden. Allein daran erkannte man schon den fehlenden Intellekt dieser Wichser. 
Aber dass sie nun auch noch hier herein kamen und im Cafe einer einer Frau, die nicht das geringste damit zu tun hatte, Randale machten war wirklich nicht in Ordnung. Während er noch damit beschäftigt war, sich über diese Arschlöcher aufzuregen, redete Baylee weiter und was sie sagte, ließ sie Kenny mit großen Augen ansehen. "Nein! Du darfst nicht schließen!" Selbst etwas überrumpelt über seinen kleinen Gefühlsausbruch schwieg er einen Moment und sammelte sich, bevor er weiter redete. "Ich meine, dein Laden ist der einzige hier, in den man noch gehen kann",fügte er vielleicht ein wenig zu leise hinzu. Und damit log er nicht einmal. Alles andere wurde nur noch von Todessern frequentiert und hier war zwar nicht viel los, aber wenigstens wurde er nicht dauernd an seine Arbeit erinnert. Kurz ließ er sich durch den Kopf gehen, ob er etwas tun konnte, damit diese Idioten ihre hässlichen Visagen aus diesem Cafe raus hielten, als Baylee ihn fragte, wie es ihm gehen würde. 
Er überlegte einen Moment. "Naja, der Vater des Babys von meiner Bekannten ist gerade da. Darum bin ich auch hier. Ist ein ziemlicher Arsch. Aber sie scheint das nicht zu verstehen. Früher bin ich auch mal mit ihm ausgekommen. Aber eher weil ich musste, verstehst  du was ich meine..." Er grinste sie schief an und hoffte, sie dachte, er redete davon, dass er ihn mögen musste, weil die beiden zusammen waren. "Aber so langsam überspannt er den Bogen. Ist kaum bei ihr, obwohl sie schwanger ist und meint dann, er müsste jetzt einen auf Superpapa machen." Kenny schüttelte den Kopf. "Ein Arsch eben. Das Kind tut mir jetzt schon Leid." Und das mehr, als sie sich das wahrscheinlich vorstellen konnte.
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Baylee Morimoto
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 9:34 pm

Baylee nickte langsam und lächelte dann wieder ein wenig ehrlicher, als Kennys Antwort so aus ihm heraus geschossen kam. Sie war ein wenig zusammen gezuckt, aber das war in Ordnung. Immerhin schien er sich derart an ihr kleines Café gewöhnt zu haben, dass er nicht wollte, dass sie aufgab. Das war schön, ein wenig aufmunternd, auch wenn sie daran dachte, dass es noch besser wäre, wenn er wegen ihr nicht wollte, dass sie schloß.
„Kann ich mir vorstellen. Es ist beschissen so jemanden in seiner Nähe zu haben. Eine Freundin von mir hatte einmal so einen. Sie war zwar nicht schwanger von ihm, aber er war auch nur sporadisch anwesend und hat sich nicht um sie gekümmert, wenn sie ihn gebraucht hätte. Stört das deine Freundin nicht? Sie hat deshalb irgendwann mit ihm Schluss gemacht. Und auch wenn der Typ der Vater ihres Kindes ist. Ich weiß nicht, ob es so gut wäre, wenn sie mit ihm zusammen bleibt. Immerhin hört er sich wie das letzte Arschloch an, wenn ich so an deine Geschichten denke. Ist sie von ihm irgendwie abhängig oder warum lässt sie das mit sich machen?“
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 9:53 pm

Baylee sagte nichts zu seinem kleinen Ausbruch und Kenny war froh darüber. Immerhin machte er sich hier langsam immer öfter zum Idioten und die kleine Ahnung, warum das so war, versteckte er irgendwo ganz weit hinten in seinem Kopf. 
Sie ging auf seine Geschichte ein und Kenny fragte sich, was er ihr antworten sollte. "Naja, irgendwie schon. Seine Familie hat sie sozusagen aufgenommen. Und jetzt hat sie wohl Angst, dass die sie rauswerfen und sie allein dasteht, wenn sie ihn verlässt." Ja, Familie war wirklich eine schöne Umschreibung für den inneren Kreis der Todesser. "Und auch wenn seine Familie in etwa genauso liebenswürdig ist wie er hat sie da wohl wirklich Angst."
Er zuckte mit den Achseln. "Ich weiß auch nicht. Ich will eben auch nichts dazu sagen. Schließlich bekommen sie ein Baby und es geht mich ja auch nichts an."
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Baylee Morimoto
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 10:02 pm

Baylee presste ihre Lippen aufeinander und nippte wieder an ihrem Tee. Er hatte Recht, irgendwie ging es ihn nichts an, aber sie hatte schon seit er das erste Mal davon erzählt hatte bemerkt, dass er ebenfalls darunter litt und sie wollte ihm helfen.
„Hm ja“, meinte sie knapp, ehe sie dann wieder zu ihm aufsah, „Allerdings wohnt ihr doch zusammen oder? Dann hat sie doch zumindest dich“, fügte sie dann rasch hinzu, ehe sie anfing zu lächeln. Er hatte ihr nie erzählt wie sie hieß, aber seine Freundin musste sich wirklich glücklich schätzen, dass sie jemanden wie Kenny hatte. Er war in letzter Zeit ihre Stütze gewesen, auch wenn sie sich erst seit ein paar Monaten kannten und je mehr sie ihn kennen lernen durfte, desto mehr empfand sie, dass er ein wirklich guter Freund war.
Gerade öffnete sie ihren Mund und wollte noch einmal an einer Lösung ansetzen, als sie hörte wie das Türglöckchen abgehackt klingelte und die Tür schlagartig aufgerissen wurde. Oscar sprang auf und bellte, Bay stellte sich auf ihn und sah auf die Gäste, die sie wütend anfunkelten.
„Und wie siehts aus?“, bellte ihr recht klein geratener Anführer, dessen Körpergröße durch die riesigen Männer hinter ihm doch ziemlich bescheiden wirkte, ehe er seine braunen Haare aus seinem Sichtfeld wischte und dreckig grinsend über seine Zähne leckte, „Hast du heute unseren Schnaps da, Süße? Wir haben dir doch gestern so ausdrücklich gesagt, dass wir ihn haben wollen.“
Baylee fehlten einen Augenblick die Worte, sie öffnete ihren Mund und wollte etwas sagen, doch heraus kam nur: „Äh- Ich-„
„Eh eh eh!“, äffte der Greifer sie nach und ging einen Schritt auf sie zu, nur um sie dann am Oberarm zu packen, „Du kleine Schlampe- Hast du gestern nicht zugehört? Bist du taub oder was? Wir wollen unseren Whiskey!“
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 10:11 pm

Kenny sah einen Moment lang fassungslos zu, wie die Tür aufging und Scabior, dieser kleine Haufen Scheiße herein kam um erst einmal anfing herum zu schreien. Kenny biss die Zähne zusammen. Er wusste einen Moment nicht, was er tun sollte. Natürlich musste er ihr helfen und es brauchte jetzt schon enorme Zurückhaltung, nicht aufzuspringen und den Kerl raus zu schmeißen. Aber wenn er das tat, dann würde Baylee wissen, was er war. Und wer konnte schon sagen, ob sie dann überhaupt noch mit ihm reden würde. 
Da packte der dreckige Greifer die Frau am Arm und Sam sprang auf, zog seinen Zauberstab und der Blick mit dem er sein Gegenüber musterte war der, den er normalerweise für seine Opfer in den Kerkern von Malfoy Manor reserviert hatte. "Nimm deine dreckigen Pfoten von ihr, Scabior",hallte seine kalte Stimme durch den Raum. Es dauerte wohl einen Moment, bis er ihn erkannte aber dann sah er ihn erschrocken an. "Pack deine Leute ein und verschwinde hier. Und lasst euch hier nicht mehr blicken. Wenn noch ein verdammter Greifer dieses Cafe betritt, mache ich dich persönlich dafür verantwortlich, klar?"
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Baylee Morimoto
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 10:17 pm

Baylee sah mit aufgerissenen Augen zu wie Scabior sie plötzlich los ließ. Sie konnte zwar noch seinen festen Griff spüren, doch mit jedem Schritt den der Greifer von ihr weg machte, spürte sie auch wie das Blut in ihren Arm zurück kehrte.
Die Greifer waren danach nicht mehr lange da. Sie rannten regelrecht aus dem Café hinaus, knallten die Tür hinter sich zu, sodass sie einen Moment lang befürchtete, dass die Scheibe bersten würde, doch nichts passierte und sie ließen Kenny und sie in unangenehm drückender Stille zurück.
Langsam drehte sich Baylee um und sah Kenny fassungslos an. Ihr Mund öffnete sich, als ob sie etwas sagen wollte, doch sie konnte nicht und stattdessen zitterte nur ihre Unterlippe, während Oscar sich zwischen sie beide stellte und sie fröhlich an hechelte, wohl erleichtert darüber, dass die bösen Männer nun weg waren.
„Du… bist ein Todesser oder?“, fragte sie dann langsam und presste dann ihre Lippen aufeinander, nur um ihren Blick dann zu senken. „Nicht, dass ich nicht dankbar dafür bin, was du gerade gemacht hast-„, fügte sie dann rasch hinzu und sah ihn dann wieder mit aufgerissenen Augen an, ehe sie ihre Schultern nach oben zog und sich wieder setzte.
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 10:26 pm

Er sah den Arschlöchern hinterher, wie sie reißaus nahmen und folgte ihnen noch einen Moment mit seinem Blick. Ehrlich gesagt traute er sich einfach nicht, sofort zu Baylee zu sehen. Erst als sie sich zu ihm umdrehte und er ihr geschocktes Gesicht sah, wusste er, dass er Recht gehabt hatte. 
Kenny kniff die Lippen zusammen, während sie zu verstehen schien, was er war und sah dabei zu Boden. Er wollte nicht ihre Enttäuschung sehen. Kurz fragte er sich, was er sich eigentlich dabei gedacht hatte, als er immer wieder hierher gekommen war. Er konnte nicht in sein altes Leben zurück. Das wusste er doch nun wirklich lange genug. Er war Abschaum. Und nur weil er selbst das verdrängt hatte, bis Jack in Malfoy Manor aufgetaucht war, hieß das nicht, dass er es jetzt noch ändern konnte, indem er ab und an so tat, als wäre er ganz normal. Nein, früher oder später hatte sie es merken müssen.
Einen Moment überlegte er, ob er sich rechtfertigen sollte. Aber was hatte das denn schon für einen Sinn. Sie war eine der wenigen Personen, die ihm vielleicht sogar glauben würde, aber wenn man darüber nachdachte, war sie ohne ihn besser dran. "Ich denke, ich sollte jetzt besser gehen",meinte er und drehte sich dann um um aus ihrem Leben zu verschwinden.
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Baylee Morimoto
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 10:32 pm

Für Bay hatte sich Kennys Schweigen schlimmer angehört, als wenn er ihr ins Gesicht gesagt hätte, dass er gerne auf dieser Seite der Geschichte stand. Es war die Ungewissheit, die es ausstrahlte und erst als er sich endlich zu Wort meldete und ihr zu verstehen gab, dass er gehen wollte, schien die Anspannung von ihr abzufallen und sie hielt ihn wie aus Reflex an seinem Handgelenk fest, damit er nicht gehen konnte.
Sie sah zu ihm auf, die Lippen noch immer zusammen gepresst, ehe sie dann wieder zu seinem Sitzplatz sah und ihm mit einem Nicken zeigte, dass er sich setzen sollte. Erst als er wieder saß, öffnete sie wieder ihren Mund und legte ihre verkrampften Hände auf den Tisch.
„Warst du deshalb immer hier?“, fragte sie und sah ihn mit besorgt gerunzelter Stirn an, „Oder wirklich nur, weil du einen Kaffee trinken wolltest?“ Ihre Miene kippte ein wenig und sie sah traurig auf seine Brust, ehe sie bitter schmunzelte. „Wär schön, wenn es so wäre, aber ich hab die Befürchtung, dass es nicht so ist. Was hab ich falsch gemacht?“
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 10:40 pm

Kenny sah sie ein wenig misstrauisch an, als sie wollte, dass er sich wieder setzte. Aber als er hörte, was sie sagte, wurde sein Blick einfach nur fassungslos und er schüttelte den Kopf. Kurz sah er sich hilfesuchend im Raum um. Was sollte er ihr denn sagen? "Du hast nichts falsch gemacht. Ich wollte wirklich nur Kaffee. Ich will doch nicht- Du musst mir glauben. Ich bin nicht-" Er schwieg. Er konnte ihr nichts sagen. Zum ersten Mal seit Jahren wäre er froh gewesen, wenn er diese verdammte Maske einfach nur abnehmen könnte und diese ganze Kenny - Geschichte hinter sich lassen. Aber stattdessen seufzte er und sah auf den Tisch. "Glaub mir einfach nur, dass ich dir nichts böses will, ok?" Es war traurig genug, dass er das wirklich aussprechen musste, aber an ihrer Stelle hätte er sich wahrscheinlich hochkant raus geworfen.
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 10:50 pm

Baylee sah ihn einen Augenblick an, legte ihren Kopf ein wenig schief und sah dann auf Oscar hinab, wie er sich wieder an Kennys Beine gelegt hatte und nun mit seinen Vorderpfoten voraus beinahe auf dessen Schoß kletterte, nur um seinen Kopf mit heraus hängender Zunge an dessen Arm zu legen. Er schien sich zu freuen, dass nach der ganzen Aufregung Kenny geblieben war und hatte vorhin wohl bemerkt, dass die Stimmung in den Keller gerutscht war. Er schien Kenny regelrecht mit seiner Liebe zu überschütten, ehe er von ihm abließ kurz glücklich zu Baylee sah, seinen Kopf schief legte und dann zu ihr herüber kam, damit er sich an ihre Füße legen konnte.
„Ich glaub dir ja… bleibt mir bei dem großen Fellknäul da ja nichts anderes übrig“, sie lächelte ein wenig, doch noch immer wirkte es bitter, „Es ist nur… ich komme mir so dumm vor. Weil ich dir so viel erzählt habe und das war nicht gut. Ich hab so aus dem Nähkästchen erzählt und als du vorhin-„, sie brach ab und sah zu Boden. Sein Blick hatte ihr Angst gemacht. Er hatte nicht mehr ausgesehen wie er selbst, sondern wie ein Fremder, der seinen Körper kontrollierte.
„Ich hab dir so oft erzählt, dass ich die Todesser hasse, Kenny“, sagte sie dann leise und streichelte Oscars Kopf, als dieser zu ihr aufsah und besorgt die Stirn runzelte. „Ist verständlich, dass ich jetzt Angst habe, dass es mir jetzt zum Verhängnis wird oder? Könntest du mir wenigstens sagen, warum… warum tust du mir nichts?“
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 11:11 pm

Kenny war erleichtert, dass sie ihn nicht einfach raus warf. Aber während sie redete zog sich trotzdem etwas in ihm zusammen. Natürlich hatte er immer gewusst, was aus ihm geworden war. Aber bisher hatte es niemand hinterfragt. Niemand hatte ihn daran erinnert, abgesehen von den Alpträumen, die ihn regelmäßig heimsuchten. 
"Du brauchst keine Angst haben",meinte er tonlos und überlegte, wie er sie davon überzeugen konnte. Zum ersten Mal in seinem Leben hätte er am liebsten die Wahrheit erzählt. Alles was passiert war. Aber Crouch hatte dafür gesorgt, dass das keine Option war. Er fuhr sich kurz durch die Haare und sah sie dann wieder an. "Ich bin zwar einer von ihnen aber-" Er kam kurz ins Stocken. Trotz allem hatte er wohl zu lange in dieser verqueren Situation gelebt, als dass es sich nicht falsch anfühlen würde, jetzt so darüber zu reden. "Ich will das nicht" Er spürte, wie die Luft dünner wurde, aber anscheinend hatte er die Grenze noch nicht überschritten. "Ich kann da nicht weg. Glaub mir, eigentlich halte ich davon genauso viel wie du."
Erst jetzt spürte er, wie ihm die Luft ausging, aber er hatte über die Jahre gelernt, sich nichts anmerken zu lassen. Er wartete einen Moment, bis es besser wurde, bevor er fortfuhr: "Ich kann dir leider nicht mehr sagen. Wenn ich es könnte, würde ich es tun."
Ihm war klar, dass seine Erklärung nicht gerade die beste war, aber wenigstens hatte er es versucht. Jetzt blieb ihm nichts anderes übrig, als auf ihr Urteil zu warten.
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 11:17 pm

Ihre Kehle fühlte sich trocken an, als sie mit traurig leerem Blick ein wenig aufsah und dann wieder Kennys Blick suchte. Dass gerade der einzige Freund, den sie überhaupt hatte, ein Todesser sein musste, sprach wieder von ihrem Glück. Ihre anderen Freunde kamen nicht mehr hier her. Sie wusste auch, dass sie sich nicht bei ihnen melden konnte. Sie hatten Angst oder waren weg gezogen. Manche in andere Länder, bei manchen wusste sie es allerdings nicht. Sie hatten sich nie verabschiedet und Baylee hoffte, dass sie nicht dort waren, wo sie sie vermutete.
„Ist schon okay. Ich kanns mir denken“, meinte sie leise und versuchte ein wenig aufmunternd zu lächeln, so als ob er derjenige wäre, der gerade den Schock seines Lebens hatte ertragen müssen.
„Ich mach uns Tee, in Ordnung? Dann reden wir über etwas anderes. Und tun einfach ab jetzt so, als ob das nicht passiert wäre.“ Mit diesen Worten stand sie auf und lächelte ein wenig breiter, ging an ihm vorbei in die Küche und kam erst wieder zurück als der Tee fertig war und das ganze Café danach duftete.
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Fr Nov 06, 2015 11:33 pm

Er dachte, wie viel zu oft, über Baylee nach und darüber, dass sie es einfach akzeptiert hatte. Sie hatte einfach hingenommen, was er sich selbst nach all den Jahren immer noch nicht verzeihen konnte. Gut, sie wusste nicht, was er tat. Aber sie wusste, was er war. Und trotzdem blieb sie mit ihm befreundet. 
Er schmunzelte leicht, während er nun wohl zum dreißigsten Mal denselben Artikel im Tagespropheten überflog. 
Im Moment saß er mit Roel zusammen in der Bibliothek. Normalerweise mied er diesen Ort zwar, aber heute war es ihm einfach egal gewesen, dass ihn die ganzen Bücher anstarrten, die er in einem anderen Leben gelesen hatte. 
Kurz sah er zu Roel und zog eine Augenbraue nach oben. "Bist du dir sicher, dass das da normal ist?",fragte er und zeigte auf das Zeug, dass sie sich gerade in den Mund steckte. "Oder sollen wir vielleicht doch einen Heiler rufen? Vielleicht bist du ja gar nicht schwanger, sondern Crouch hat dir einen richtig kranken Fluch auf den Hals gehetzt."
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Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee
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