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 Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee

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Baylee Morimoto
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Di Okt 20, 2015 4:22 pm

Das Café lief auch die nächsten Tage nicht sonderlich gut. Ab und an verwirrten sich einige Greifer zu ihr und hinterließen einen solchen Saustall, dass Bay gerne ihre Köpfe schon nach Betreten ihres Lokals abgehackt hätte. Doch was sollte sie machen? Diese Kerle hatten in dieser neuen Ordnung mehr Macht als sie. Sie konnte nur hoffen, dass das alles nur ein schlechter Scherz war, ein Missverständnis und alles bald wieder in gewohnte Bahnen gelenkt werden würde. Aber so düster und verlassen in den letzten Wochen die Winkelgasse ausgesehen hatte, bezweifelte sie das stark. Anscheinend hatte Du-weißt-schon-wer gewonnen und auch wenn die Weasleys es nicht wahrhaben wollten, Baylee konnte an gar nichts anderes mehr glauben.
Seufzend kniete sie sich zu ihrem Hund hinunter, streichelte über Oscars Ohren und sah ihm zu wie er sie mit schief gelegtem Kopf ansah, während sie ihre Stirn runzelte und eine finster Miene zog. Vielleicht sollte sie auswandern, vielleicht einfach verschwinden und England hinter sich lassen-
Die Türklingel heulte klirrend auf und Bay zuckte mit ihrem Kopf in ihre Richtung. Sie musterte den anderen kurz, stellte fest, dass sie ihn bereits kannte und schmunzelte ein wenig.
Dieser mies gelaunte Typ sah zwar nicht gerade freundlich aus, aber sie hatte schon nach ein paar seiner Besuchen gemerkt, dass er gar nicht so übel war. Oscar freute sich jedes Mal wenn er ins Café kam und er hinterließ nie so ein Chaos oder bedrohte sie so wie es so manch anderer Gast tat. Er war in Ordnung, auch wenn er nicht gerade der gesprächigste zu sein schien.
"Hallo", sagte sie freundlich und stand dann auf, nur um zu zu sehen wie Oscar wieder seinen Verstand verlor und auf den anderen zu rannte. "Ähm - schwarzer Kaffee wie immer?"
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Di Okt 20, 2015 4:37 pm

Die letzten Tage waren immer gleich verlaufen. Tagsüber hatten sie renoviert, abends recht schweigend an der Playstation gesessen und immer, wenn er einmal etwas anderes sehen musste, als diese verdammten Felder in diesem verdammten schottischen Kaff ging er in die Winkelgasse und setzte sich in das kleine Cafe mit dem aufdringlichen Hund. 
Er saß immer öfter dort. Eigentlich wusste er selbst nicht genau warum. Schließlich war dort so gut wie nie jemand, der Hund ging ihm auf die Nerven und auch wenn es besser wurde, anfangs hatte er immer das starke Gefühl gehabt, er wäre nicht erwünscht. 
Normalerweise saß er einfach nur an seinem üblichen Tisch, trank ein bis zwei Tassen Kaffee und las Zeitung. Obwohl er mittlerweile kaum noch auf den Text achtetete und stattdessen die Frau beobachtete, die in dem Laden arbeitete. Er wusste nicht genau warum, vielleicht einfach, weil sie so normal erschien. Aber sie faszinierte ihn irgendwie. Sie schien nicht das geringste mit diesem Krieg zu tun zu haben. Weder beim Orden noch auf ihrer Seite und Kenny konnte sich nicht daran erinnern, wann er das letzte Mal jemanden getroffen hatte, der wirklich nur einer ganz normalen Arbeit nachging.
Die Tatsache, dass es solche Menschen noch gab, beruhigte ihn aus irgendeinem Grund.
Auch als er heute das Lokal betrat, der Hund wie ein irrer Fellball auf ihn zurannte und ihn dabei fast umwarf, begrüßte sie ihn (nun viel freundlicher als am Anfang) und er nickte auf ihre Frage hin, ob er einen Kaffe wollte, bevor er Oscar über den Kopf fuhr und ein kurzes Lächeln unterdrücken musste, als der ihm über die Hand leckte. 
Erst dann setzte er sich an seinen gewohnten Tisch und sofort hatte er wieder dieses Gefühl von Normalität, wegen dem er wohl jedes Mal wieder hierher kam.
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Baylee Morimoto
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Di Okt 20, 2015 5:00 pm

Baylee kam schon nach wenigen Augenblicken wieder aus der kleinen Küche nebenan. Oscar war derweil bei dem Fremden sitzen geblieben, hatte ihn angestarrt als ob dieser sein Herrchen wäre und nicht Bay, bevor sie nach draußen gekommen war und er sie ebenfalls wieder glücklich anhechelte.
Vorsichtig stellte sie das Tablett mit allem Üblichen vor ihm ab (Schwarzer Kaffee, kein Zucker, keine Milch - ein kleiner Keks an der Seite, den sie immer hinlegte, wenn sie einen Gast mochte) und lächelte dann ein wenig schwach, ehe sie die Lippen aufeinander presste und an ihm vorbei ging zu dem großen Schaufenster hinüber, wo sie kurz zwischen den durchsichtigen Vorhängen hinaus blinzelte.
Erleichtert seufzte sie und sah wieder einen Augenblick zu ihrem einzigen Gast, wollte gerade an ihm vorbei zurück in die Küche laufen, als sie an das Tablett kam und es plötzlich umstieß. Baylee kreischte gedämpft auf, fuchtelte mit den Armen und versuchte das Tablett noch gerade fest zu halten, doch es fiel auf den Boden und der Kaffee spritzte direkt auf ihren Gast, den sie einen Moment lang geschockt ansah.
"OH Fuck- Es tut mir Leid- Bei Merlin- Bitte, ich mach das schon!", sagte sie gehetzt und rannte die Küche um einen Lappen zu holen und diesen mit ihrem Zauberstab dann anzuweisen das Zeug von ihm zu tupfen. "Tut mir echt Leid - ich bin normaler Weise ja nicht so äh- Das wissen sie ja auch, aber ugh- Tut mir Leid!"
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Di Okt 20, 2015 5:34 pm

"Scheiße!",sagte er laut, als er auf einmal voller heißem Kaffee war. Er zog ebenfalls seinen Zauberstab und fing damit an, seine Hose zu trocknen, bevor das brühend heiße Zeug ihn noch mehr verbrannte. "Ist schon in Ordnung",meinte er etwas zerknirscht, während der Hund anfing den restlichen Kaffee vom Boden zu lecken und seinen Keks in einem Haps verschlang. Kenny sah nur einen Moment zu dem Tier um dann weiter seine Jeans zu betrachten, die jetzt wenigstens wieder ein bisschen weniger nass aussah.
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Baylee Morimoto
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Di Okt 20, 2015 5:37 pm

"Tut mir echt Leid", sagte sie ein wenig leiser und sah ihren Gast besorgt an. Der Braunhaarige schien ein wenig verärgert, doch Baylee konnte nicht anders als dennoch ein wenig Angst zu bekommen. Klar hatte er sich bis jetzt normal verhalten und sie in Ruhe gelassen, aber was wenn er doch einer von diesen Wichsern war? Höchstwahrscheinlich auch noch ein Todesser, so wie sie ihr Glück kannte.
"Ich ähm - ich mach gleich nen neuen. Wenn sie wollen? Ich hoffe sie sind jetzt nicht all zu sauer- ich meine äh-", sie ging währenddessen zurück in die Küche und versuchte einen klaren Kopf zu bewahren und spuckte dabei mehr Information aus, als sie eigentlich vorgehabt hatte: "Sie sind wohl der einzige normale Kunde, den ich noch habe!"
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Di Okt 20, 2015 5:51 pm

"Äh, ja klar!",sagte er schnell und sah der Frau hinterher, die anscheinend ziemlich durch den Wind war und einfach weiter redete. "Normal?",fragte er, als er ihren letzten Satz hörte. Kurz schüttelte er den Kopf. Er hatte nicht vorgehabt mit ihr zu reden. Und ganz bestimmt nicht darüber, ob er nun normal war oder nicht. Aber Kenny hatte einfach nicht anders gekonnt. Schließlich gab es kaum jemanden den er kannte, der weiter entfernt davon war normal zu sein als er. "Was kommen sonst für Leute hier rein?",fragte er nach einer Weile. Aus irgend einem Grund hatte er angefangen, dieses Cafe zu mögen und es machte ihn neugierig was sie meinte. Vor allem, da es sich so verdammt unzufrieden mit ihren anderen Kunden anhörte.
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Di Okt 20, 2015 5:55 pm

Baylee betrat wieder den vorderen Raum und blieb einen Moment lang stehen, während sie auf ihrer Unterlippe herum biss und dann den Kopf hob, nur um dann das neue Tablett auf den kleinen Tisch vor ihn zu stellen. "Naja", fing sie an und hörte sich dabei alles andere als begeistert an, "Ich will nicht damit sagen, dass ich etwas gegen diese Leute habe, weil ich äh- Ich meine es sind Greifer. Viele Greifer. Und ähm falls sie einer sein sollten, dann meine ich das nicht so. Ich meine nur, dass ich keine Leute mag, die sich schlecht in meinem Café benehmen."
Sie sah den anderen kurz nervös an, ehe sie seufzte und mit ihrem Zauberstab die letzten Flecken vom Boden wischte, sodass Oscar sie traurig ansah, als ob sie ihm gerade seinen Leckerbissen weggenommen hatte. "Was ähm... machen sie eigentlich so von Beruf?", fragte sie dann plötzlich als ob ihr eingefallen wäre, dass diese Information eigentlich wirklich hilfreich war, um zu wissen, ob sie sich gerade umsonst fast in die Hose machte.
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Di Okt 20, 2015 6:02 pm

Sam hörte ihr zu. Hörte ihre Nervosität und ihm war klar, dass sie, wenn sie vor anderen reden würde wie vor ihm ziemlich schnell Probleme bekommen würde. Man merkte sofort, auf welcher Seite sie stand und dass es nicht die war, die gerade gewann. 
"Sie sollten nicht so offensichtlich zeigen, auf welcher Seite Sie stehen",meinte er leise und sah sie einen Moment lang an, bevor er wieder seinen Kaffee fixierte und dann auf ihre Frage antwortete: "Ich nehme gerade eine Art Auszeit. Eine... Bekannte von mir bekommt ein Baby und ich helfe ihr, ihr Haus zu renovieren."
Er überlegte einen Augenblick und sah sie dann noch einmal an. Sie hatte wirklich nichts mit der ganzen Scheiße zu tun. Das merkte man ihr an. Bei den Todessern hatte er sie nie gesehen und für den Orden benahm sie sich zu auffällig. "Und Sie müssen mich nicht Sietzen. Ich heiße Kenny",fügte er dann hinzu und fragte sich, warum.
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Baylee Morimoto
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Di Okt 20, 2015 6:11 pm

"Sie sollten nicht so offensichtlich zeigen, auf welcher Seite Sie stehen", seine Stimme ließ ihre Nackenhaare ein wenig aufstehen und ein kalter Schauer fuhr über ihren Körper. Hatte sie jetzt zu viel gesagt? Würde er jetzt gleich seinen Zauberstab auf sie richten oder ihr drohen, dass sie ihr Geschäft verlor-
Doch bevor Baylee sich in ihre gewohnte Paranoia begeben konnte, sah sie dem anderen an, dass er diese Worte nicht bösartig gemeint hatte. Jegliche Bedrohung fiel von ihm ab, als sein Blick ihren traf und sie verstand. Der Kerl war wohl wirklich einfach nur nett. Vielleicht leise. Aber nett.
Sie nickte auf seine Worte einfach nur, bevor sie dann weiter zu hörte und schließlich begann leicht zu lächeln. "Kenny, also … ich bin Baylee", sagte sie erleichtert und hielt ihm die Hand hin, nur um diese dann ein wenig kräftiger als man erwartet hätte zu schütteln.
"Du musst mich auch nicht siezen. Ich bin das ehrlich gesagt auch nur von meinen aktuellen Kunden so sehr gewohnt… früher war hier viel anders. Aber egal…", meinte sie und spürte wie ein Kloß sich abermals in ihrer Kehle formte, ehe sie wieder begann auf ihrer Unterlippe zu kauen. Sie ließ das ganze dann rasch, verschränkte ihre Arme und lächelte Kenny an.
"Aber schön… eine Auszeit hört sich gut an. Hätte ich auch gerne. Sagen sie schöne Grüße, so eine Schwangerschaft kann ganz schon anstrengend sein. Nicht ähm, dass ich das aus eigener Erfahrung wüsste, aber meine Schwester hat schon drei Kinder."
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Di Okt 20, 2015 7:04 pm

Kenny hatte hauptsächlich sie reden lassen. Immer wieder warf er etwas ein, aber ehrlich gesagt reichte es ihm schon, ihr zuzuhören. Das Gespräch wanderte von ihrem Kaffee und ihrer Schwester weiter zu Hogwarts. Er erfuhr, dass sie in Hufflepuff gewesen war und als sie ihn fragte, wo der sprechende Hut ihn hingesteckt hatte und er ihr sagte, dass er nie auf Hogwarts gewesen war, da er in den USA zur Schule gegangen war, erzählte sie ihm alles über das alte Schloss. 
Wenn sie so davon redete, sah Kenny es regelrecht vor sich. Die Türme, die Geheimgänge, die Geister. Irgendwann hatte er wohl vergessen, wie gern er dort gewesen war. Nach einer Weile bemerkte er, dass er angefangen hatte zu lächeln, während er ihren begeisterten Ausführungen lauschte. Einen Moment lang verwirrte es ihn leicht, aber dann ignorierte er es wieder. Ihm war klar, dass dieses Gefühl von Normalität nicht lange bleiben würde, also konnte er es auch solange genießen, wie es da war.
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Baylee Morimoto
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Di Okt 20, 2015 7:08 pm

"Jedenfalls war es im Hufflepuffgemeinschaftsraum immer ziemlich warm und gemütlich. Selbst im Sommer hatte man eigentlich nichts dagegen sich in einen der Sessel zu fläzen und ein wenig zu kiffen- ähm ich meine natürlich Karten zu spielen oder zu lesen", sie grinste ein wenig ertappt, stützte ihre Wange dabei auf ihrer Handfläche auf und sah Kenny einen Moment lang an, ehe sie bemerkt wie dämlich sie die ganze Zeit gelächelt hatte. Und ihn vor allem langweilen musste.
"Aber ich rede zu viel. Tut mir Leid, falls ich dich langweilen sollte, aber manchmal vermisse ich die Zeit dort. Es war schön. Viel friedlicher als jetzt."
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Di Okt 20, 2015 7:18 pm

"Quatsch",sagte er schnell und bemerkte verwirrt, wie sehr er hier aus der Rolle fiel, entschied sich aber dazu, es zu ignorieren. Er wollte nicht, dass sie aufhörte zu reden oder sogar einfach verschwand. "Kann ich verstehen",fügte er nach einer Weile hinzu. "Aber vielleicht wird es ja bald wieder so friedlich wie früher." Er wusste selbst, dass er nur Mist redete. Aber er konnte ihr schlecht sagen, dass dieses ganze Land in dem Moment jedwede Chance auf eine friedliche Zukunft verspielt hatte, als seine 'Bekannte' sich mit ihrem Verlobten dazu entschlossen hatte, den dunklen Lord zurück ins Leben zu holen. 
Und außerdem wollte er irgendwie, dass sie genau das dachte. Sie kam ihm vor wie ein Mensch, der vielleicht sogar jetzt noch ein wenig Hoffnung haben könnte.
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Baylee Morimoto
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Di Okt 20, 2015 7:35 pm

Baylee sah zu Kenny auf und begann bitter zu lächeln. Sie musterte für einen Moment seine Augen, runzelte dann die Stirn, ehe sich ihr lächeln dann schließlich doch verbreiterte. Sie wusste nicht warum, aber irgendwie vertraute sie ihm und vor allem seinen Worten. Es würde besser werden. Es würde wieder Frieden geben. Sie wusste nicht wie oder wer diesen herbei führen sollte, aber sie wollte ihm glauben. Aber wahrscheinlich war genau das ihr Fehler.
"Bestimmt. Es wird wieder wie früher", murmelte sie dann, senkte ihren Blick und lächelte noch immer, bevor sie auf die Uhr sah und ein wenig zusammen zuckte. "Oh je - ich hab total die Zeit vergessen. Ich muss los. Meine Eltern haben mich zum Essen eingeladen", sie sah Kenny entschuldigend an, stand vom Tisch auf und pfiff nach Oscar, ehe sie wieder zu ihm kam. "Sorry, dass ich jetzt so hetzen muss, aber ich bin schon viel zu spät - du kannst ja gerne morgen wieder kommen… wie immer?"
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Di Okt 20, 2015 7:42 pm

Tatsächlich. Sie glaubte noch daran. Kenny hatte sich nicht geirrt. Während er noch voll damit beschäftigt war, sich darüber zu wundern, sah sie auf die Uhr und schien aus allen Wolken zu fallen. Kenny folgte ihrem Blick und riss einen Moment leicht die Augen auf. Er war ganze drei Stunden hier gesessen. Normalerweise war er höchstens mal eine hier. 
Er nickte, als sie sagte dass sie losmusste und lächelte sie auf ihre Frage hin an. "Gern."
Dann legte er ihr Geld auf den Tisch und verschwand nach draußen. 
Als er ein paar Minuten später das alte Haus betrat, dass nun eher nach frischer Farbe, als nach Schimmel roch, fragte er sich selbst, was mit ihm los war. Natürlich war es verdammt lange her, dass er sich mit jemandem wirklich unterhalten hatte. Geschweige denn mit jemand normalem. Aber er hätte wirklicht nicht gedacht, dass ihn so eine kleine Unterhaltung so sehr aufmuntern würde.
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Roel Salem
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo Nov 02, 2015 7:38 pm

Das Haus war nach ihren voran schreitenden Renovierungsarbeiten immer gemütlicher geworden. Heute hatte sie endlich ein Buch gefunden, oben in der Bibliothek, indem einiges gestanden war, wie man das ganze auch magisch erledigen konnte. Damit war es wesentlich schneller gegangen, sodass das Wohnzimmer und die Küche nun schimmelfrei waren. Die Luft roch nun besser, klarer als ob sie endlich das erste Mal, seit sie hier war durchatmen konnte. Aber vielleicht lag das auch einfach nur daran, dass sie seit Tagen Barty nicht mehr gesehen hatte. Ihr Verstand hatte ihr gesagt, dass es so besser war und dass es gut war, dass sie nicht bei ihm sein musste, doch ihre Brust schmerzte seit sie hier war auch nach Sehnsucht.
Ihre Finger fuhren langsam unter der warmen Decke hervor, in die sie sich gewickelt hatte und sie strich sich damit seufzend über ihre Wange, die heiß glühte, ehe sie an ihren Lippen hängen blieb. Sie hatte ihre Augen geschlossen, die andere Hand lag auf einem Kissen und hielt ein Glas in der Hand. Es war Eistee, doch am liebsten hätte sie wohl Wein gehabt. Das durfte sie nicht, das war ihr klar, aber nachdem die dunklen Gedanken zurück gekehrt waren, hätte sie gerne ein wenig davon gehabt.
Vor allem wenn sie daran denken musste wie sehr sie sich nach Barty verzehrte. Nach diesem dämlichen Arschloch, dieser Wichser, der sie in diese Misere hinein geritten hatte, doch- Ihr Atem stockte und ihre Brauen zogen sich leidend zusammen.
Seine Berührungen hatten sich immer richtig angefühlt. Etwas hatte sie zu ihm gezogen, etwas das sie nicht anders beschreiben konnte als einen unbeschreiblichen Magnetismus, eine Anziehungskraft, die sie gefangen hielt, in der Nähe dieses Mannes.
Ihre Unterlippe zitterte, als sie an seine Umarmung und seine warme Haut dachte. An seine Arme und den starken Griff, mit der er sie festhielt, wenn sie…
Roels Herz begann heftiger zu schlagen und sie schnappte nach Luft, während sich ihre Augen aufrissen. Sie hatte es nicht gewollt, hatte nicht sehen wollen, wie sich in ihrem Kopf Bartys Gesicht wieder in das von Yaxley verwandelte, doch es war wieder passiert. Warum- Warum ließ er sie nicht in Ruhe, warum konnte er nicht einfach verschwinden, sterben-
Voller Unruhe riss sie ihre Arme nach oben, ließ das Glas fallen, welches auf dem Boden zerschellte und den Tee rasch über den dunklen Parkettboden verfließen ließ. Sie wimmerte, keuchte, während dicke Tränen ihre Wangen hinunter rollten.
Wann hörte das endlich auf?
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo Nov 02, 2015 7:53 pm

Er war mit den Gedanken immer noch bei dem Mädchen in der Winkelgasse. Baylee... irgendwann hatte er vergessen, dass es Menschen wie sie überhaupt noch gab. 
Mit einem abwesenden Lächeln auf dem Gesicht betrat er das Wohnzimmer und zuckte zusammen, als er er auf einmal einen lauten Knall hörte. Roel hatte eine Tasse fallen gelassen und Kenny wollte gerade kommentarlos an ihr vorbei gehen, als er ihr ins Gesicht sah und bemerkte, dass sie angefangen hatte zu weinen. Einen Moment ging ihm durch den Kopf, dass es an der Schwangerschaft liegen könnte. Ein wenig misstrauisch sah er sie an. Er kam immer noch nicht damit klar, dass sie manchmal viel zu vertraulich miteinander umgingen. Und das hier war ihm eindeutig viel zu vertraulich. "Alles ok bei dir?",fragte er trotzdem ein wenig überfordert. Sie sah wirklich nicht gut aus.
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Roel Salem
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo Nov 02, 2015 7:58 pm

Roel hatte gezittert und unkontrolliert geweint, bis sie herum fuhr und Kenny mit aufgerissenen Augen ansah. Sie zog ihre Schultern ein wenig nach oben und senkte dann ihren Kopf, während sie ihre Knie an ihren Körper anzog.
„Ich dachte du würdest erst später nach Hause kommen“, meinte sie dann leise, vermied seinen Blick und sah nach unten, während sie versuchte die Tränen zu kontrollieren, doch ihr Brustkorb zitterte noch immer weinerlich.
„Tut mir Leid - ich war nur… ich komme auf die ganze Situation nicht klar und-„, sie brach wieder ab, als ihre Stimme brüchig wurde und sie einen Moment tief einatmen musste, damit sie nicht begann nach Atem zu ringen.
„Kenny-„, flüsterte sie und sah dann plötzlich zu ihm, „Kannst du- Setzt du dich zu mir? Nur kurz? Bitte, ich will dich nicht nerven oder dich stören, ich weiß einfach nicht mehr…“
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo Nov 02, 2015 8:09 pm

Kenny sah, dass es Roel wirklich nicht gut ging und wie immer riet ihm sein Instinkt, einfach nach oben in sein Zimmer zu gehen und es zu ignorieren. Darum wunderte er sich auch selbst, als er sich wortlos neben sie auf das Sofa fallen ließ. Vielleicht war es ihr Blick gewesen. Er hatte ihn an etwas erinnert. Auch wenn er lieber nicht zu genau darüber nachdenken wollte an was. 
Oder es war der Mittag in dem kleinen Kaffee gewesen, an dem er sich so verdammt normal vorgekommen war. Nein, er hatte nicht die geringste Ahnung, warum er nicht einfach verschwand, sondern zwar stumm und ohne Roel anzusehen, aber auch ohne sie einfach zu ignorieren hier saß und darauf wartete, dass sie anfing zu reden.
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Roel Salem
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo Nov 02, 2015 8:22 pm

Roel hatte eine Weile wieder nach unten gestarrt, direkt auf die bunte Strickdecke, die sie hier gefunden hatte und hatte dann ihre Augen geschlossen, ehe sie versuchte wieder ein wenig ruhiger zu werden.
Sie schaffte es kaum. Ihr Atem war noch immer so schnell wie zuvor und auch wenn sie es eigentlich nicht gewollt hatte, sagten ihr ihre Gedanken, dass sie mit ihm Sprechen musste, wenn diese verdammte Panik aufhören sollte.
„Wo warst du heute mittag? Hattest du Spaß?“, fragte sie und auch wenn ihre Worte sarkastisch interpretiert werden konnten, meinte sie sie ehrlich. Langsam wandte sie ihren Kopf zu ihm, sah ihn an und versuchte neugierig zu wirken und lächelte so ein wenig, obwohl ihre Lippen noch immer zitterten.
„Ich war nur hier, hab ein paar Bücher von oben gelesen und das Wohnzimmer fertig gemacht. Hab ein paar Zauber gefunden. Ist gut geworden oder-?“, sie hatte den letzten Satz nicht so weinerlich klingen lassen wollen, doch ihre Stimme wurde abermals brüchig und sie konnte ihn nicht richtig zu ende bringen.
„Es tut mir Leid- Ich kann einfach nicht- Es liegt auch nicht an dir oder an diesem Haus oder an sonst wem, es ist nur- Es ist er- Es ist-„
Ihr stockte der Atem und sie konnte für einen Moment ihre Augen nicht öffnen, ehe sie tief Luft holte und ihren Blick wieder abwandte.
„Yaxley.“
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo Nov 02, 2015 8:42 pm

"Ich war nur in Flourish und Blotts und hab' nach ein paar Büchern geguckt, mit denen wir hier weiterkommen und dann noch auf ein Butterbier im tropfenden Kessel",meinte er und wusste selbst nicht, warum er log. Aber irgendwie wollte er nicht, dass sie wusste, wo er seine Mittage verbrachte. Die Besuche in Baylees Cafe kamen ihm vor, wie kurze Besuche in einer Welt, die er schon lange verlassen hatte und er wollte sie mit niemandem teilen...
"Ja, es riecht kaum noch nach Schimmel.",meinte er dann auf ihre Frage und er sah, dass sie nur versuchte, abzulenken. Nun sah er sie doch an und fragte sich, was mit ihr los war. Ging es um das Baby? Waren es irgendwelche Stimmungsschwankungen oder sowas? Er hatte noch nie etwas mit einer Schwangeren zu tun gehabt, aber man hörte schließlich immer wieder davon. 
Mit ihrem nächsten Satz machte sie diese Überlegungen allerdings zunichte. Was sie sagte ließ ihn nur trocken schlucken und das Gefühl, dass er hier ganz und gar falsch am Platz war, wurde immer größer. Kurz überlegte er, ob er nicht doch aufstehen sollte. Ja, wahrscheinlich sollte er einfach gehen. Er wollte nicht über Yaxley reden. Er wollte nicht wissen, was ihr passiert war. Er wollte nicht darüber nachdenken. Er wollte nie wieder über soetwas nachdenken. 
Und trotzdem blieb er sitzen. Und als würde sein Körper sich selbstständig machen fragte er tonlos: "Was ist dir passiert?"
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Roel Salem
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo Nov 02, 2015 8:48 pm

Roels Atem war nach dem Ausspruch dieses Unsäglichen Namens flach geworden. Als ob sie es nicht wagte weiter zu atmen, nachdem sie seine Existenz anerkannt hatte. Doch als Kenny endlich antwortete und sie fragte, was passiert war, wandte sich langsam ihren Kopf zu ihm und sah ihn mit aufgerissenen Augen an, aus denen weiterhin Tränen strömten.
Ihre Arme hingen nutzlos von ihrem Körper hinunter, während ihre Hände genauso erbärmlich schwach offen da lagen und sie einen Moment hinein sah, ehe sie sich wieder an ihn wandte.
„Ich will es nicht erzählen. Wenn ich erzähle wird es wahr. Aber ich habe es bereits gesagt, hab bereits alles erzählt. Ich will eigentlich nicht mehr“, sagte sie kaum hörbar, doch dann öffnete sich ihr Mund wieder und obwohl er zu einem Schluchzen ansetzte, formten ihre Lippen stattdessen Worte: „Jaque hat ihm Geld geschuldet, mein… Ziehvater.“
Kurz herrschte Stille, sie sah Kenny an, als ob sie nicht wo anders hinsehen konnte und presste kurz ihre Lippen aufeinander. Über ihren Vater würde sie nicht nachdenken. Er war nicht mehr in ihrem Leben und das war gut so.
„Ich weiß nicht genau was passiert ist, alles war verworren und chaotisch, nachdem meine Eltern gestorben waren. Wir haben uns erst versteckt und uns still verhalten, bis er dann auf der Matte stand. Er hat lange mit Jaque geredet und dann ist er gegangen. Seitdem war er oft da, jedes Jahr mindestens zwei Mal. Bis ich 15 geworden bin. Da hat er mir dann eine Arbeit bei sich angeboten. Weil mein Vater ja nicht seine Schulden zahlen konnte. Zumindest hat er das gesagt. Und ich hab ihm geglaubt und hatte Angst.“
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo Nov 02, 2015 8:55 pm

Kenny hörte ihr zu und der Drang wegzulaufen wurde fast unerträglich. Er wusste, worauf das hinauslief. Er sah sie an und er sah ihren Blick. Er kannte ihn. Viel zu gut. Jedes Mal wenn er Nachts schweißgebadet aufwachte und sich im Bad kaltes Wasser ins Gesicht spritzte um nur ja nicht wieder einzuschlafen sah er ihn. 
Während sie weiterredete wurde sein Gesicht bleich und er wollte nur noch hier weg. Aber er kam sich vor wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Er konnte einfach nicht gehen. Sie war 15 gewesen als er ihr einen Job anbot. 
"Und dann?",sagte er leise, auch wenn er wusste, was passiert war.
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Roel Salem
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo Nov 02, 2015 9:03 pm

Roels Blick suchte kurz den von Kenny, ehe sie ihn wieder senkte und dann plötzlich seine Hand nahm, als ob sie sonst nicht weiter machen konnte. Und immerhin war es so, ohne das hätte sie nicht weiterreden können, also hoffte sie, dass er sie nicht wegschlug, sondern einfach hinhielt, bis sie wieder klar denken konnte. Ihre Gedanken rasten und ihr Körper fühlte sich surreal an, als ob sie nicht wirklich da wäre.
„Es hat klein angefangen“, sagte sie atemlos und ihr Griff wurde ein wenig fester, „Ich habe seiner Tochter Nachhilfe gegeben. Sie war im selben Schuljahr wie ich, hat vieles nicht verstanden. Dann hab ich angefangen für sie zu kochen oder das Haus zu putzen. Es war alles noch in Ordnung. Ich habe nur seine Blicke bemerkt, hab gespürt, dass der Raum kälter und ekelhaft wurde, wenn er ihn betrat. Also hab ich ihn gemieden… Bis…“
Ihr Hals wurde trocken und sie konnte nicht weiter sprechen. Sie starrte auf einen Fleck ins Leere, hörte sich selbst Atmen, aber sonst nahm sie nichts war. Sie blinzelte, wollte die Erinnerung wegscheuchen, damit sie darüber sprechen konnte, ohne dass sie es bildlich vor sich sah, doch-
„Ich hab das Barty nicht erzählt“, sagte sie plötzlich atemlos und ihr Blick huschte wieder zu Kenny, „Er weiß die grobe Geschichte, aber… ich hab ihm nie erzählt wie es dazu kam. Ich konnte nicht und ehrlich gesagt… ich weiß nicht, ob es ihn überhaupt interessiert.“
Ihr Atem stoppte für einen Augenblick, ehe sie sich zwang fortzufahren.
„Er war im selben Raum wie ich. Im Schlafzimmer von ihm und seiner Frau. Ich hatte gerade die Fenster geputzt, als er plötzlich hinter mir stand. Er hat-„ Sie schluckte, ihr Hals war trocken. „Er hat mich an den Schultern herum gerissen und auf den Boden geworfen. Dann stand er über mir. Er sagte, dass er mich und meinesgleichen hasst. Dass wir Verräter zu nichts gut wären und dass er mich auf der Stelle töten sollte. Ich dachte er würde es tun. Dann hat er sich aber plötzlich über mich gekniet und mir das Hemd aufgerissen.“
Die Hand, die Kennys umgriffen hatte, zitterte. Sie verfiel in Schweigen, vermied wieder seinen Blick und begann am ganzen Leib zu beben.
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Kenny Anderson
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo Nov 02, 2015 9:31 pm

Wie gelähmt saß er da, bemerkte, dass Roel seine Hand nahm und konnte nichts dagegen tun, wusste auch nicht, ob er es wollte. Während sie redete, flogen Bilder vor seinem inneren Auge vorbei. Sein Blick wurde glasig, sein Gesicht noch bleicher. 
Er sah es vor sich. Sah, wie er auf sie zuging und sie zu Boden warf. Doch der Mann in seiner Vorstellung war nicht groß und blond. Stattdessen waren da braune Haare und dieser irre Blick. 'Ich liebe dich, Sam.'
Er bemerkte, dass er ihre Hand viel zu fest hielt und ließ sie los. Dann kniff er einen Moment seine Augen zusammen um sie sofort wieder zu öffnen, als er das bedrohliche Lächeln sah, dass ihn in seinen Alpträumen verfolgte. 
Auch auf seinem Gesicht formte sich nun ein Lächeln. Allerdings war es nicht bedrohlich, sondern nur der verzweifelte Versuch, sich seine Gefühle nicht anmerken zu lassen. Eine Eigenart, die ihm irgendwann in Fleisch und Blut übergegangen war. Er wusste nicht, was er sagen sollte. Dass sie, wenn sie doch wusste, wie schrecklich es war, nicht so lange hätte warten dürfen, bis sie ihn befreit hatte. Dass sie bemerken hätte müssen, was Caleb mit ihm angestellt hatte. Nein, irgendwie empfand er auf einmal nicht mehr den Drang ihr seinen Hass ins Gesicht zu schreien. Stattdessen sah er sie einen Moment lang an und meinte: "Und so bist du zu Crouchs erstem 'Kenny' geworden, was?"
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Roel Salem
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo Nov 02, 2015 9:45 pm

Roel konnte nach Kennys Entgegnung nichts sagen. Sie spürte noch die Wärme, die seine Hand auf ihrer hinter lassen hatte, doch diese verschwand schnell und ließ sie mit der Kälte zurück, die sich seit Wochen schon in ihrer Brust ausbreitete. Jetzt spürte sie wie sie langsam in ihre Arme kroch, aber sie konnte sich darüber jetzt keine Gedanken machen. Da war nur Kenny und dieser Schmerz in ihrer Brust, der sich anders anfühlte als sonst. Sie war es nicht mehr gewohnt, aber wenn sie es nicht besser wüsste, würde sie sagen, dass es ihr Gewissen war, was sich da meldete.
„Ja“, sagte sie schließlich tonlos und wagte es nicht ihm in die Augen zu sehen, „Er hat mich da raus geholt. Irgendwann muss er wohl nach anderen Todessern gesucht haben, die ihm helfen konnten. Er war bereits vom Lord von seinem Vater befreit worden, als er zu Yaxley kam und dieser ihm erst nicht glauben wollte. Er hat sich mehr oder weniger geweigert ihm zu helfen, hat ihn einen armen Irren genannt und ihm gedroht, ihn an das Ministerium zu verkaufen, wenn er nicht verschwinden würde. Dachte wohl wirklich, dass er lügt…“ Sie presste ihre Lippen für einen Moment aufeinander, ehe sie nach Luft schnappte, „Sie haben sich in der Bibliothek gestritten, bis Yaxley aus dem Raum verschwunden ist, um sich mit seiner Frau zu besprechen. Da stand er dann. Während ich mich die ganze Zeit hinter einem der Bücherregale versteckt hatte. Irgendwann… und ich weiß nicht wie lange… begann er durch den Raum zu gehen, direkt auf mich zu. Er muss mich atmen gehört haben. Barty hat mich hinter dem Regal hervor zogen, mich an beiden Schultern gepackt und wollte mir wohl schon was weiß ich für einen Fluch auf den Hals jagen, als er…“ Roel schluckte hart. „Yaxley war vor seinem Besuch langweilig gewesen. Ihm war es egal, dass sein Frau zu Hause war und jeden Moment hätte rein kommen können. Meine Bluse und meine Jeans war zerrissen und ich hatte blaue Flecke am Hals und an den Armen.“
Langsam begann ihr Atem ruhiger zu werden, noch immer war er schwer und floh rasch zwischen ihren Lippen hervor, doch es schien besser zu werden, während sie erzählte und ihr Blick auf dem Fenster lag, hinter dem der Nebel das Haus aufzufressen schien.
„Barty…“, sie sprach seinen Namen wesentlich weicher aus als die restlichen Worte, die ihre Kehle verließen, „hat mich gefragt, was passiert ist. Sofort. Er hat mich angesehen und ich wusste lange nicht warum er so bleich geworden war. Aber vielleicht war es die Sache mit seinem Vater. Vielleicht dachte er, dass Yaxley mich auch so gefangen hält. Ich weiß es nicht. Jedenfalls hat er mir seinen Umhang gegeben und ist danach mit mir verschwunden. Mir war es egal. Ich wollte nur weg. Er hat sich erst um mich gekümmert. Und dann irgendwann erzählt was sein Plan war. Er hat mich zu nichts gezwungen. Ich war es ganz allein, die ihm helfen wollte. Und so…“
Sie sah zu Kenny hinüber und stumme Tränen bildeten sich in ihren rotgeweinten Augen, während sie langsam ihre trockenen aufgerissenen Lippen teilte, „Ich war nicht sein erster Kenny. Ich bin etwas viel schlimmeres und es tut mir so unendlich Leid. Ich hätte dich nicht- Ich hätte dich da raus holen sollen. Ich hätte einmal stark sein sollen und dich nicht wie eine Last behandeln sollen, wie eine Aufgabe, die ich eben erledigen musste. Ich hätte dir helfen sollen und dich auf keinen Fall nach Malfoy Manor bringen- Es tut mir so Leid, Sam-„
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BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   

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Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee
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