StartseiteAnmeldenLogin

Teilen | 
 

 Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee

Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1 ... 10 ... 15, 16, 17
AutorNachricht
Kenny Anderson
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 270
Anmeldedatum : 02.09.15

BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo März 07, 2016 10:24 pm

Als Crouch das Zimmer verlassen hatte, war ihm erst wirklich klar geworden, dass sie verschwinden würden. Sie würden gehen. Sie würden hier weg kommen. Er würde wenn es gut lief nie wieder zurück nach Malfoy Manor müssen. Nie wieder Menschen foltern. Nie mehr Calebs Gesicht sehen. 
Und er würde mit Roel zusammen sein. 

Vor lauter Aufregung hatte er die ganze Nacht nicht geschlafen. Roel würde ihm nichts befehlen, was er nicht tun wollte. Bestimmt nicht. Sie würde ihn wahrscheinlich einfach in Ruhe lassen. 
Als er morgens, nach dieser gefühlt schlaflosen Nacht aufwachte, fühlte er sich gut. Einfach nur gut. Auch wenn er es immer noch nicht glauben konnte. Sie würden gehen. Dieser Alptraum hätte vielleicht wirklich endlich ein Ende. 
Irgendwann öffnete sich die Tür und er sah auf. Roel stand im Zimmer und er lächelte sie an. Jetzt würde sie sagen, dass sie gehen würden und auch die leichten Atembeschwerden, die ihn seit gestern Abend nicht in Ruhe ließen wären vorbei. "Ja?",meinte er also nur, als sie ihn ansprach und erwartete genau diesen Befehl von ihr, als sie auf einmal etwas ganz anderes sagte und er sie einen Moment nur anstarrte. Er wollte irgendetwas sagen, aber ihm fiel nichts ein. Verwirrt sah er an sich herunter. Konnte sie das? Konnte sie das wirklich? Das konnte doch nicht sein. Langsam ging er auf sie zu. Schritt für Schritt ohne dabei ihr Gesicht aus den Augen zu lassen. 
Er legte seine Arme um ihre Mitte, zog sie zu sich und nur einen Moment später trafen sich ihre Lippen. Sein Atem ging normal, auch auf das Aufgeben seines Körpers wartete er vergeblich. Er war frei. Er war wirklich frei. 
Als sie sich voneinander lösten, sah er sie einen Moment sprachlos an und nahm sie fest in den Arm. "Danke!",murmelte er, während seine Augen feucht wurden. "Danke!"
Nach oben Nach unten
Roel Salem
Slytherin
Slytherin
avatar

Anzahl der Beiträge : 569
Anmeldedatum : 11.09.13

BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo März 07, 2016 10:31 pm

Roel folgte Sams Blick, sie sah ihm zu wie er aufstand und auf sie zu kam, dann kam das Lächeln… Sie konnte sich auch nicht zurück halten, ein Grinsen brach aus ihr hervor, sie lachte als er seine Arme um ihre Hüften schlang und schloss die Augen als er sie küsste.
Das hier war so neu. So fremd. Sie wusste noch nicht, wie sie damit umgehen sollte, nicht ob es sich jemals so gut angefühlt hatte oder ob es mit Crouch besser gewesen war. Sie glaubte es nicht. Das war hier so frisch, so fremd, so aufregend… Fast hatte sie vergessen, dass sie wirklich etwas für Sam empfand und das das nicht nur ein Traum war, den sie heimlich gehegt hatte. Das hier war Realität und auch wenn sich ein wenig Angst mit in die Freude mischte, konnte sie nicht aufhören in den Kuss hinein zu lächeln.
Sie griff an ihre Hand und zog den Ring ab, den Barty ihr geschenkt hatte, warf ihn achtlos auf den Boden, sodass sie ihn nur noch hüpfen hören konnte, keine Ahnung, wohin er geflogen war.
„Gehen wir?“, fragte sie und legte ihre Arme um Sams Nacken, strich über seine Haare, bevor sie sich auf die Lippen bis und nicht zurück halten konnte ihn abermals zu küssen. „Am besten zu Jaque. Oder?“, sagte sie dann außer Atem, nachdem sie sich wieder von ihm gelöst hatte. „Oder? Oder zu Jack? Oder wohin-?“ Sie grinste noch breiter. „Mir ist es egal, aber- Wir können gehen!“
Nach oben Nach unten
Kenny Anderson
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 270
Anmeldedatum : 02.09.15

BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo März 07, 2016 10:47 pm

Er sah dem Ring einen Moment hinterher. Dann lachte er und wischte sich dabei über die Augen. "Ja, lass uns gehen. Zu Jaque. Weißt du, wo er ist?" Es war ihm egal, wohin sie gehen würden. Nur weg von hier. Weg. Und wieder normal leben. Ohne Crouch. Ohne Todesser. Ohne diese verdammte Angst. 
Mit Roel. 
Er nahm ihre Hand. Einfach nur um sie zu berühren. Er wollte sie nicht mehr los lassen. Nie mehr. "Hast du alles?",fragte er. Er selbst würde nichts mitnehmen. Das alles einfach zurück lassen. Hinter sich lassen. Noch einmal küsste er sie und es fühlte sich mit jedem Mal besser an. Er konnte tun was er wollte. Einfach so. Immer noch mit einem Lächeln auf dem Gesicht meinte er: "Komm schon, ich will diese runtergekommene Bude nicht mehr sehen."
Nach oben Nach unten
Roel Salem
Slytherin
Slytherin
avatar

Anzahl der Beiträge : 569
Anmeldedatum : 11.09.13

BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo März 07, 2016 10:56 pm

Sie nickte hastig, deutete auf den Rucksack, den sie im Gang zurück gelassen hatte und ging mit ihm an der Hand hinaus aus dem Zimmer, horchte wieder einen Moment, bevor sie den Mantel nahm, der über die Tasche gelegt worden war und ihn anzog, bevor sie den Rucksack schulterte. „Jaque hat sich wahrscheinlich versteckt, aber…“, sie ließ seine Hand los, auch wenn sie sie gerne stundenlang gehalten hätte, bevor sie etwas aus ihrer Manteltasche zog, „Ich dachte erst, dass ich ihm einen Brief schicke, vielleicht, dass er weiß, dass wir ihn suchen, falls er nicht dort ist. Ich schicke ihn gleich ab und dann versuchen wir unser Glück in Dublin oder?“, sie sah zu ihm auf und lächelte wieder ein wenig, doch man sah ihr die Angst an. „Ich hab-„, sie brach ab und schüttelte den Kopf, dann nahm sie wieder seine Hand und ging einfach den Gang entlang und zog ihn mehr oder weniger mit sich. „Gehen wir einfach. Ich halt’s hier auch nicht mehr aus.“

Die Straßen in Dublin waren so grau wie damals, als sie sie das letzte Mal verlassen hatte. Damals war sie noch in Hogwarts gewesen. Bereit nach London zu reisen, um den Zug in ihre Schule zu nehmen. Sie wusste noch, dass es, obwohl es Sommer gewesen war, geregnet hatte. Die ganze Stadt hatte nach nassem Asphalt gerochen. Die Autos der Muggel waren durch die Pfützen gerast, ohne darauf zu achten, ob sie jemanden nass spritzten und Roel kam einige Tropfen ab, nur wenige, da Jaque seinen Schirm rechtzeitig vor sie gehalten hatte. Sie hatte kurze Haare gehabt. Eine zerschlissene Jeans. Kein Kind. Kein Crouch… fast kein Crouch. Sie hatte ihn damals schon gekannt. Er war ihr in den Ferien begegnet, hatte sie dort rausgeholt und sich mit Yaxley angelegt, dass er dem Lord berichten würde, was er mit ihr getan hatte. Danach hatte er auf sie geachtet und sie war nicht mehr angefasst worden. Sie hatte sich verliebt. Und jetzt…
Roel sah auf den Liffey. Er roch nach Fisch. Irgendwie gut. Sie war wieder hier und Crouch war weit weg, Sam war an ihrer Hand und alles fühlte sich so viel besser an. Aber auch so viel gefährlicher.
„Hier lang“, sagte sie dann leise, bevor sie sich endlich von dem Fluss wegreißen konnte und an der kleinen Mauer entlang ging, die ihn säumte. „Wir apparieren hinters Haus. Da ist ein Innenhof und viele Mülltonnen, da wird keiner sein“, murmelte sie dann, ging über die Straße nachdem ein Auto darüber gerauscht war und lief hastig einige Häuser weiter, bevor sie in eine dunkle Gasse einbog und stehen blieb, nur um mit Sam zu apparieren.
Nach oben Nach unten
Kenny Anderson
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 270
Anmeldedatum : 02.09.15

BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo März 07, 2016 11:15 pm

Normalerweise hätte er sich wahrscheinlich interessiert umgesehen. Er war noch nie in Dublin gewesen. Eigentlich hatte er England nie verlassen. Aber jetzt war das alles unwichtig. Er war viel zu aufgedreht um überhaupt großartig darüber nachzudenken. 
Wahrscheinlich war es ganz gut, dass Roel wohl einen kühleren Kopf hatte als er, denn so konnte er ihr einfach nachlaufen. Alleine hätte er im Moment wohl nichts auf die Reihe gebracht. 
Als sie schließlich in dem Hinterhof bei Roels alter Wohnung standen fragte er sich einen Moment, ob das nun eine schwierige Situation für sie war. Immerhin hatte sie mit ihrem Leben genauso abschließen müssen wie er und er drückte ihre Hand ein wenig fester.
Nach oben Nach unten
Roel Salem
Slytherin
Slytherin
avatar

Anzahl der Beiträge : 569
Anmeldedatum : 11.09.13

BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo März 07, 2016 11:38 pm

„Alohomora.“ Die kleine blaue Hintertür schwang langsam und knarrend auf. Ihr Blick huschte den Gang dahinter entlang, auf die kleine enge Wendeltreppe, die nach oben in die Wohnung und die kleinere Treppe weiter hinten, die in den Laden ein halbes Stockwerk weiter oben führte. Es lag alles still da, obwohl gleich erkennen konnte, dass jemand die Wohnung durchsucht haben musste.
„Sie waren hier… aber das ist schon lange her. Sieh mal“, sagte sie leise, hob eine Tasse an, die umgekehrt auf dem Boden gelegen hatte, direkt an dem kleinen Tisch, das im Hinterzimmer des Ladens stand, welches sie direkt durch die Hintertür betreten hatten. Darunter war der Steinboden dunkler, der Staub dick auf dem Porzellan und verdeckte den verschnörkelten Schmuck darauf.
„Jaque muss den Laden verlassen haben, sobald das Ministerium übernommen wurde… Einige von den Büchern hier kenne ich nicht. Vielleicht hat er sie angeschafft, als ich schon nicht mehr hier war“, murmelte sie und schluckte, als sie durch das düstere Zimmer blickte, einige Schritte nach hinten machte, um wieder durch den angrenzenden Flur zu spähen, bevor sie ihn dann entlang ging und auch mit einem kurzen Blick sah, dass niemand im Laden war. Überall war dicker Staub, überall lag wie eine Decke über den Dingen, die sie früher einmal geliebt hatte.
„Gehen wir hoch“, hauchte sie kaum hörbar, unterdrückte bei dem Anblick ihre Tränen. Es brachte nichts. Wenn sie heulte würde es den alten Traumfänger über der Kasse auch nicht mehr zum Leben erwecken.
Die Wendeltreppe führte an einigen hohen Fenstern entlang. Draußen auf der Straße herrschte Ruhe, beinahe als ob dort auch seit Jahren niemand mehr den Staub weggewischt hätte. Durch das schmutzige Fenster wirkte alles gleich trostloser, das war ihr bewusst, aber die Scarlet Street schien sich nicht besser als die Winkelgasse zu halten. Es war niemand unterwegs, nur ab und an eine dunkle Gestalt mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze. Die Kneipe gegenüber war vollbesetzt, allerdings waren dort ebenfalls nur solche Personen zu sehen.
Sie riss ihren Blick vom trüben Glas weg, legte ihre Hand stattdessen auf ihren Bauch, spürte wie Robin still war, so leise, als ob ihn diese Umgebung auch nervös machte. Vielleicht spürte er auch, dass seine Mutter traurig war. Keine Ahnung, wie das alles funktionierte…
Oben in der Wohnung schien alles grau zu sein. Jaque hatte wohl einige Dinge eingepackt, als er gegangen war. Die Möbel standen zwar noch an Ort und Stelle, doch Decken und seine bunten Pullover, die er so gerne getragen hatte, waren verschwunden. Sein Schrank stand offen und war leer.
Roel hatte ihre Hand gerade auf den Holzrahmen der Tür ihres Vaters gelegt, als sie zusammen fuhr. Und Krächzen ertönte und sie wirbelte herum, um einen Raben zu sehen, der sich am Ende des Ganges wohl Zugang durch ein halbgeöffnetes Fenster verschafft hatte, oder aber durch die Löcher im Dach. Roel konnte ihn durch die offene Küchentür sehen, wie er auf dem kleinen runden Tisch saß und dort nach etwas pickte, bevor er wieder krächzte und auf dem Boden weitersuchte.
Hastig ging Roel den Gang entlang und untersuchte das Ding, genauer unter dem der Vogel wohl nach Futter gesucht hatte. Es war ein Pergament und sie erkannte die Handschrift darauf.
„Sam“, sagte sie atemlos und sah nach hinten zu ihm, während sie anfing zu lesen.

Die Winter in Dublin sind mir zu kalt. Der Sommer in Frankreich war immer schöner… Ich hoffe, dass du mich mal besuchst und dass wir uns wieder sehen. Das Gewissen gleicht einem Nest, in dem alles Gute ausgebrütet wird. Ich glaube an dich.


„Das…“, sie sah den Text fassungslos an und musste dann seine Hand suchen, griff erst hastig ins Leere, weil sie nervös wie sie war, sich nicht konzentrieren konnte und umfasste sie dann als sie sie gefunden hatte. Kleine Tränchen lagen in ihren Augen, doch sie unterdrückte wieder das Bedürfnis zu weinen. „Er ist so- Dieser Idiot, er ist so clever“, heiser schluchzte sie, bevor sie den Brief wieder niederlegte und mit einer Hand über ihre Augen fuhr.
„Er ist in Wales. Das… der Spruch dort, das ist ein walisisches Sprichwort. Olive hat es immer benutzt, sie hat es von ihrer Oma. Rowan benutzt es auch. Sie sind bei ihr, ganz bestimmt.“
Nach oben Nach unten
Kenny Anderson
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 270
Anmeldedatum : 02.09.15

BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mo März 07, 2016 11:53 pm

Er sah ihr an, dass es ihr schwer fiel, durch das Haus zu laufen, dass so aussah, als wäre es seit Jahren unbewohnt. Alles war verstaubt und runter gekommen. 
Sam war noch damit beschäftigt nach Hinweisen zu suchen, als er bemerkte, dass sie etwas gefunden hatte. Er las ebenfalls, was auf dem Pergament stand und sah sie überrascht an. So wie Jack von Roels Vater gesprochen hatte, hatte er sich eher eine Art älteren Jimmy vorgestellt als jemanden, der auf solche Idee kam. 
Er lächelte sie an. "Jetzt kannst du endlich zurück zu deiner Familie." Er überlegte einen Moment, ob die wohl so froh sein würden, wenn da auf einmal nicht nur Roel sondern auch ein Folterknecht mit dunklem Mal stand, aber naja, damit würden sie wohl leben müssen. Nach diesem jahrelangen Alptraum kannte er schließlich schlimmeres, als ein paar geschockte Muggelliebhaber.
Nach oben Nach unten
Roel Salem
Slytherin
Slytherin
avatar

Anzahl der Beiträge : 569
Anmeldedatum : 11.09.13

BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Di März 08, 2016 12:04 am

„Was, ich-„, sie sah zu Sam noch immer völlig durch den Wind, ehe sie endlich anfing zu lächeln, sie wischte sich wieder Tränen aus dem Gesicht, stopfte den Brief dann hastig in ihre Manteltasche und drückte dann Sams Hand, wollte gerade wieder hinaus gehen, als sie doch stehen blieb sich auf dem Absatz umdrehte und die Arme um ihn legte. „Nur eine kurze Umarmung. Ich bin so verdammt nervös“, gab sie zittrig zu und atmete genauso angespannt aus, wie ihre Stimme geklungen hatte, „Deshalb, vorhin… da war ich auch schon… ach, fuck-„, sie legte ihren Kopf auf seine Brust und versuchte normal zu atmen. „Ich hab Angst, dass sie mich nicht wollen. Jaque bestimmt, sonst hätte er den Brief nicht dagelassen, aber was wenn… du weißt was ich meine.“
Sie stand so eine Weile da, bevor sie sich von ihm löste und ihn anlächelte, doch es wirkte noch immer ängstlich. „Lass uns gehen. Ich weiß, wo Oliv früher gelebt hat. Er meint bestimmt das Haus ihrer Großmutter.“
Nach oben Nach unten
Kenny Anderson
Potterhead
Potterhead
avatar

Anzahl der Beiträge : 270
Anmeldedatum : 02.09.15

BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Di März 08, 2016 12:12 am

Er legte seine Arme ebenfalls um sie und hörte ihr zu, was sie zu sagen hatte. Sein Herz klopfte lauter, als sie ihren Kopf auf seine Brust legte und obwohl es ihr gerade nicht sonderlich gut ging, konnte er nicht anders, als immer noch fassungslos vor Glück zu sein. "Rauswerfen werden sie dich nicht und dann bleibt dir alle Zeit der Welt um ihnen alles zu erklären. Und außerdem, du konntest Crouch davon überzeugen, jahrelang ein Schlammblut zu verstecken, da sollte es nicht allzu schwierig sein, deine Familie dazu zu bringen, dich nicht zu hassen." Er drückte sie ein wenig fester. "Das wird schon."
Nach oben Nach unten
Jaque Gardien
Hufflepuff
Hufflepuff
avatar

Anzahl der Beiträge : 12
Anmeldedatum : 26.09.13

BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Di März 08, 2016 12:32 am

Oliv hatte Jaque einen Tee gemacht, so wie immer wenn sie ihm ansah, dass er sich sorgte oder dass er mal wieder nachdenklich wurde. Also eigentlich wie jeden Mittag. Wie jeden Mittag, an dem er auf der Terrasse saß und sich die anfängliche Frühlingssonne ansah. Er beobachtete die letzten Wochen wie es immer wärmer wurde und sich der Winter vertreiben ließ, obwohl es zwischen durch ständig regnete. Rowan beschwerte sich, dass es kalt war, dass es immer kalt war, wohin er auch kam, aber Jaque wusste, dass dies sicherlich nur Nachwirkungen Askabans waren. Immerhin waren sie erst seit zwei Tagen hier, er musste sich noch daran gewöhnen, dass er in einem warmen Bett schlafen konnte.
Und eigentlich, obwohl Rowan Jaque Leid tat und obwohl er ihn sehr liebte, fast wie einen Sohn, obwohl er ja auch eher Davids war und nicht seiner, machte ihn seine Anwesenheit traurig. Traurig darüber, dass ihm das passiert war. Traurig darüber, dass mit ihm auch Jack gekommen war, der ihm noch schlimmeres berichtet hatte. Er hatte ihnen alles erzählt was in Malfoy Manor passiert war und wie er ihr begegnet war. Roel. Roel, die zusammen mit seinem Bruder in Verkleidung irgendwo in Schottland lebte. Roel, die Crouch heiraten würde und die schwanger von ihm war. Roel, die seine Tochter war und die sich vielleicht zu sehr verändert hatte, als dass er noch hoffen konnte, dass sie zu ihnen zurück kam.
Die Wiese hinterm Haus rauschte, als der Wind wie ein Kamm hindurch fuhr und das hohe ungetrimmte Gras dazu brachte sich ihm zu beugen. Jaque sah es einen Moment an, dann senkte er seinen Blick und stellte die Teetasse ab, klirrend, während er seine Hand zu seiner Stirn fuhr und dann über seine Augen.
„Verdammt“, zischte er hervor und versuchte dem Schmerz zu widerstehen, doch sein Oberkörper krümmte sich und er konnte nicht anders als gequält zu keuchen. Ein halber gedämpfter Schrei klang mit, als ihm die kleine Roel in den Sinn kam, die aus den Büchern im Laden Häuser baute. Die immer mit Markern auf ihren Puppen herum gemalt hatte und die so schlau war, so verdammt schlau…
Jaque fuhr mit seiner Hand über seinen Mund und wippte ein wenig hin und her. Tränen schossen ihm in die Augen, während er sie zusammen kniff.
Roel hatte ihn früher immer nach allem gefragt. Sie hatte alles wissen wollen, hatte so viel so schnell durchschaut. Und dennoch… dennoch…
Er hätte Crouch gerne verflucht, aber er wusste, dass es nicht an ihm lag. Nicht hauptsächlich. Er war es gewesen. Er und Yaxley. Weil er sie überhaupt dort hingelassen hatte und nie hinterfragt hatte, warum sie nicht mehr schlief. Er war so dumm gewesen, viel zu naiv um zu glauben, dass er sie in Ruhe gelassen hätte. Jack hatte es ihm erzählt. Jack hatte ihm alles erzählt.
Wieder keuchte Jaque und öffnete langsam seine Augen, setzte die Brille gerade, die er während seiner Trauer schief gerückt hatte und sah dann zu Boden. Seine Gedanken waren wie leer gefegt und irgendwo hoffte er, dass es so blieb. Er hatte keine Kraft mehr.
Gerade zog er seine Brille ab und wollte sie an seinem Pullover reinigen, die Tränen abwischen, die er darauf hinterlassen hatte-
„Dad.“
Er hielt inne und starrte auf seine Brille, blieb einen Herzschlag still, als er Schritte hörte und dann seinen Blick nach oben riss. Da war jemand. Wenn er nicht so verdammt blind wäre, könnte er-
Jaque setzte seine Brille auf, so hastig, so wirr, dass er sie abermals schief setzte, sein Blick huschte sie den zwei Personen einige Meter vor ihm, bevor seine Hand zu seinem Zauberstab schnellte und dann…
„Dad?“
Roels Haare waren lang geworden. Der Wind fegte wieder über die Wiese hinterm Haus und ließ sie aufwirbeln. Sie trug ein knielanges Kleid, hellblau und hatte die Hand auf ihren Babybauch gelegt. An ihrer Hand war nicht Crouch und Jaque hätte darüber nicht glücklicher sein können.
Er hatte sich nur noch selbst ihren Namen rufen hören, als er aufgesprungen war und auf sie zu gerannt kam, die Tatsache ignorierend, dass das genauso gut eine Falle hätte sein können, aber dann hatte er sie in seinen Armen und wollte sie nie wieder loslassen.
Nach oben Nach unten
Barty Crouch Jr.
Ravenclaw
Ravenclaw
avatar

Anzahl der Beiträge : 1114
Anmeldedatum : 10.11.13

BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   Mi März 16, 2016 3:44 pm

Die Blumen in seiner Hand waren vom Regen schwer getroffen worden. Die großen Tropfen hatten sie auf dem kurzen Weg durch den Garten des Hauses in Schottland malträtiert und so hingen ihre Köpfe traurig nach unten, als er den Flur betrat und sich durch seine nassen Haare fuhr, um ein wenig Wasser hinaus zu schütteln.
Barty verzog sein Gesicht. Dass es hier auch immer regnen musste… Er hatte gehofft, dass ein Haus in der Nähe des Meeres Roel aufmuntern würde, aber so wie er es verstanden hatte, war sie kein einziges Mal die letzten acht Monate dort gewesen.
Seufzend sah er einen Moment in den Spiegel, der über einer kleinen Kommode hing und betrachtete sein dunkles Spiegelbild, ehe er mit einem Schwung seines Zauberstabs das Licht der Lampe über ihm entfachte. Seine Augenringe hatten in der Dunkelheit schon tief ausgesehen, doch jetzt konnte erkennen, wie der Druck seinen Tribut forderte.
Es war nicht einfach weiterhin den treuen Todesser zu mimen und gleichzeitig seine Flucht zu planen. Roel hatte er davon nichts erzählt, Kenny am allerwenigsten… Der Einzige, der überhaupt eine Ahnung hatte, was er alles tat, um zu überleben war Jack. Ausgerechnet Jack.
Bartys Brauen zogen sich finster zusammen und er betrachtete sich selbst, als ob er in diesem Moment das Schlammblut vor sich sah. Eine Übelkeit überkam ihn, eine Angst, die ihn bereits verfolgte, seid er angefangen hatte sich den Weg in die Freiheit zu bahnen.
Was, wenn es nicht reichte? Niemand wusste, dass Roel und er vorhatten ins Ausland zu ziehen, niemand wusste, dass sie dort einen anderen Namen annehmen würden, nicht einmal Roel, nicht einmal Kenny. Niemand wusste es, nur er. Er hatte nicht vor irgendwelche Spuren zu hinterlassen, hatte es zumindest nicht vorgehabt und jetzt… War da noch immer Jack. Er wusste zu viel, nicht alles, aber dennoch gut, dass er sie hätte verraten können, wenn er denn nur wollte.
„Warum sollte er?“, knurrte Barty kaum hörbar zu sich selbst und wandte seinen Blick vom Spiegel ab, blickte den Flur entlang und spähte dann in die Küche. Dort war niemand. Im Wohnzimmer ebenfalls nicht, aber das hatte er sich schon denken können, als er herein gekommen war und nur Stille ihn empfangen hatte. Vielleicht saß Roel mal wieder in der Bibliothek und las.
Er warf seinen Mantel nicht ab, hatte es zu eilig und war zu sehr in einer tiefen Suppe seiner eigenen Gedanken versunken, dass er nicht daran dachte. Er hastete die Treppen nach oben, bemerkte, dass auch Kennys Zimmer leer war, die Tür geöffnet… Ungewöhnlich.
Barty blieb nicht stehen, ging an den Türen vorbei, alle geöffnet und sein Magen verknotete sich als er am Ende des Ganges auch die Tür zu Roels Zimmer sah. Er konnte in das Zimmer hinein sehen, sah wie das Bett gemacht worden war und jemand die Vorhänge geöffnet hatte. Es sah normal aus, wie immer, wenn Roel…
Er verlor den Gedanken als er die Tür zur Bibliothek öffnete. Es war niemand zu sehen. Niemand zu hören. Das Haus wog in seinem eigenen Takt, während der Regen draußen gegen die Fassade und die undichten Fenster hämmerte. Wie sein Herz gegen seine Brust.
„Roel?“, er rief ihren Namen laut, durchquerte das Zimmer, ging zwischen die Bücherregale und trat dann wieder gehetzt auf den Flur hinaus, ehe er auf die Tür des Badezimmers aufriss. Er ging weiter, an den offenen Türen vorbei, die Treppe hinunter.
„Roel?!“ Seine Stimme wurde härter, er spürte wie die Wut seinen Hals verätzte, doch er wollte nicht voreilige Schlüsse ziehen, er wollte sie nicht verdächtigen, dass…
In der Küche lag ein Brief. Er war unter eine leere Teetasse geklemmt worden, die wohl nicht einmal die Ehre erhalten hatte von ihr benutzt zu werden.

„Ich hatte doch eine andere Wahl. Es tut mir Leid.“

_________________



.
.

»Jack Donovan. FUCKING Jack Donovan.«
.
.

Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee   

Nach oben Nach unten
 
Rewrite Klappe 6.2 - Roel, Kenny & Baylee
Nach oben 
Seite 17 von 17Gehe zu Seite : Zurück  1 ... 10 ... 15, 16, 17

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Geistermeisters Revenge. :: Rewrite FUCK YAASSS :: Rewrite Geistermeister (finished-
Gehe zu: